Zwischen Eis- und Pandabär – kommt dann der Albino her!

Weißer Bär im gemäßigten Urwald
Dieser schneeweiße Bär tappte bereits Mitte April in eine Fotofalle. Foto: Xianhua

Zuerst wurde der Große Panda als Gerücht eines „Weißen Bären“ in China bekannt. Die ersten Felle, die dann „heldenhafte“ Großwildjäger nach Europa schickten, zeigten das typische Schwarz-Weiß-Muster. Bereits Mitte April ist eine bisher unbekannte Variante, ein Albino-Panda in eine Fotofalle geraten.

Ein echter Albino

Das Tier ist schneeweiß, hat keinerlei sichtbare Zeichnung und rote Augen, ein typischer Albino. Panda-Experte Li Sheng von der Peking University schätzt das Alter des Tieres auf etwa ein bis zwei Jahre. Es handelt sich also noch um ein Jungtier, das vermutlich gerade die Mutter verlassen hat. Die Geschlechtsreife tritt mit fünf bis sieben Jahren ein.

Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sind weitere Einzelheiten zu diesem Tier noch unbekannt. Das Tier lebt im Wolong-Nationalpark in Sichuan, im Südwesten Chinas. Hier lebt der größte Teil der freilebenden Restpopulation der Großen Pandas, etwa 1450 Tiere. Die anderen etwa 350 Tiere leben in den Provinzen Gansu und Shaanxi. Hinzu kommen etwa 550 Tiere weltweit in Zoos und Zuchtstationen. Im deutschsprachigen Bereich werden Pandas im Zoologischen Garten Berlin und im Tiergarten Schönbrunn in Wien gehalten.

Nicht die einzige „Fehlfarbe“

herumsitzender braun-weißer Panda
Braune Pandabären sind ebenfalls selten, aber vermutlich deutlich häufiger als Albinos, Foto: Xinhua.

Aus der Provinz Shaanxi, genauer den Qinling Mountains im Nordwesten Chinas ist ein ungewöhnlicher, 2009 geborener Großer Panda bekannt. Qizai, so der Name des Männchens, trägt keine schwarze Kontrastfärbung. Er ist weiß und milchkaffeebraun gemustert. Sein Nasenspiegel ist schwarz.
Laut der Nachrichtenagentur Xinhua ist Qizai bereits der achte braun-weiße Panda seit Beginn der Aufzeichnungen 1985. Er wurde 2014 wurde er völlig entkräftet aufgesammelt und gilt damit als einziger braun-weißer Panda, der seine Kindheit überlebt hat. Die Pfleger einer Zuchtstation in der Nähe der Stadt Foping päppelten ihn liebevoll wieder auf, stellten aber auch fest, dass er insgesamt langsamer ist, als seine Artgenossen. Könnte diese Fellfarbe mit einer Art geistigen Behinderung zusammenhängen?

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