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  • Presseschau Kalenderwoche 33/2019

    Anstatt über die Sauregurkenzeit zu meckern, gibt’s doch so einiges zu berichten. Im Gegensatz zur letzten Woche sind auch einige Großkryptide dabei, es gibt riesige Vögel und weniger angenehme, kleinere Geschöpfe, aber lest selbst:


    Hyalomma-Zecke überträgt erstmals Fleckfieber in Deutschland

    Die Hyalomma-Zecke, eine besonders große, subtropische Art, versucht in Deutschland heimisch zu werden. Sie hat unter anderem auf einem Pferdehof in Geldern am Niederrhein das erste Mal erfolgreich überwintern können.

    Ein Pferdebesitzer aus der Nähe von Siegen soll der erste Mensch sein, der in Deutschland durch den Biss der Hyalomma an Fleckfieber erkrankt ist. Er hat die Zecke nach dem Biss Ende Juli an das Institut für Parasitologie der Uni Hohenheim (Stuttgart) geschickt.  In der Zecke sei der betreffende Erreger nachgewiesen worden, teilte die Universität mit. Wenige Tage später erkrankte der Mann, konnte aber mit Antibiotika geheilt werden.

    „Damit wissen wir jetzt nicht nur sicher, dass die Hyalomma-Zecke auch Menschen sticht“, sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. Sicher ist auch, dass das Zecken-Fleckfieber in Deutschland übertragen werden kann. Das müssen Ärzte bei ihrer Diagnosefindung in Zukunft berücksichtigen.

    Anmerkung der Redaktion: Nehmt Zeckenbisse nicht auf die leichte Schulter, auch ernn es sich „nur“ um eine gewöhnliche Zecke handelt. Wenn eine Zecke einen Wirt gefunden hat, beißt sie sich an einer geschützten Stelle fest, beginnt aber erst nach einigen Stunden mit der Blutmahlzeit. In dieser Zeit sollte sie entfernt werden. Optimal wird eine Zecke beim Menschen mit einer Uhrmacherpinzette entfernt, die parallel zur Haut möglichst dicht an die Stichstelle geführt wird. Dann zugreifen und die Zecke nach oben herausziehen. Verdrehen ist unnötig. Reißen die Mundwerkzeuge in der Wunde ab, ist das kein Problem, es gibt einen Pickel, aus dem sie in den nächsten Tagen herauseitern.

    Die Zecke steckt man am besten in ein kleines Gefäß, in dem ein leicht feuchtes Stück Küchenpapier liegt und verschließt es. So kann man sie mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Bei einer Veränderung der Wunde (insbesondere nach 6 Wochen bei Lyme-Borreliose) ist die Zecke für die Diagnose Gold wert.

    „Hausmittelchen“ wie Abflämmen, Lackieren, Betupfen mit Öl etc. sorgen zwar dafür, dass sich die Zecke löst, vorher erbricht sie jedoch in die Wunde, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion um ein Vielfaches ansteigt.


    Neuseeland: Riesenkalmar angeschwemmt

    Ein Mann liegt neben einem toten Riesenkalmar an einem schwarzen Strand
    Schon fast surrealistisch: Daniel Aplin liegt auf einem schwarzen Strand neben einem weißen Riesenkalmar, der mehr als doppelt so groß ist, wie er. Foto: Aplin-Brüder

    Die Meldung ist eigentlich schon fast ein Jahr alt, sorgt aber jetzt erst für Wellen in den sozialen Medien:

    Am 26. August 2018 wurde an einem Strand an der Cookstraße, zwischen den beiden Hauptinseln Neuseelands ein erstaunlich vollständiger Riesenkalmar angeschwemmt. Die Brüder Aplin, die eigentlich tauchen gehen wollten, fanden das Tier am Strand der Südküste von Wellington. Trotz erster Anzeichen der Verwesung war es noch in einem guten Zustand und von beeindruckender Größe.

    „Das Tier maß 4,2 m“ sagte Daniel Aplin dem New Zealand Herald. Hiermit meinte er wohl die Gesamtlänge einschließlich der 8 Tentakel (ohne die zwei langen Fangarme). Auf den Bildern wirken Mantel und Kopf etwa so groß die der daneben liegende Mensch.

    Ob es sich um ein Exemplar von Architheutis dux* handelt, untersucht das Nationale Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung (NIWA).

    Neuseeland gilt als einer der Hotspots für Riesenkalmar-Strandungen.


    Riesenpinguin entdeckt

    Ebenfalls in Neuseeland haben Forscher einen Riesenpinguin entdeckt. Nein, kein Geschöpf aus der Kanalisation Gotham Citys und auch keine rezente, unentdeckte Art, sondern ein Fossil. Die Crossvallia waiparensis genannte Art lebte vor 66 bis 56 Millionen Jahren an Neuseelands Küsten. Mit einer Größe von 1,6 Metern und etwa 80 kg war er fast so groß wie ein erwachsener Mensch. Er war viermal so schwer, wie der größte rezente Pinguin, der Kaiserpinguin.

    Crossvallia waiparensis ist nicht der einige fossile Riesenpinguin. Eine zweite Crossvallia-Art, C. unienwillia ist von Seymour-Island vor dem Antarktischen Festland bekannt und blieb wohl ein wenig kleiner. Weitere fossile Arten erreichten noch größere Ausmaße: Pachydyptes ponderosus ist als Neuseeländischer Riesenpinguin bekannt und bewohnte die Strände der Doppelinsel im Oligozän bis Miozän vor 36 bis 22 Millionen Jahren. Er erreichte etwa 1,8 m und 100 kg. Anthropornis nordenskjoeldi und A. grandis erreichten ebenfalls diese Größe und sind aus dem späten Oligozän bekannt. Ihre Fossilien fanden Wissenschaftler auf Seymour Island und in Neuseeland.

    Ein Hobby-Fossiliensammler hatte die Beinknochen von Crossvallia waiparensis im letzten Jahr ausgegraben. Die Analyse erschien in der Fachzeitschrift „Alcheringa: An Australasian Journal of Palaeontology„.


    Berliner Panda-Dame trächtig?

    Ein junger großer Panda sitzt im Baum und scheint zu winken
    Fu Bao, ein Panda aus Wien, im Alter von etwa 10 Monaten

    Nachdem wir letzte Woche über eine Zwillingsgeburt bei Großen Pandas in Belgien berichtet haben, will auch der Berliner Zoo nicht nachstehen. Das Weibchen, Meng Meng ist sechs Jahre alt und stammt aus der Chengdu-Aufzuchtstation, wo auch ihr Partner Jiao Qing geboren wurde.

    Meng Meng wurde künstlich besamt, bei den als Sexmuffeln bekannten Großen Pandas ist das in Zoos eine übliche Methode, Nachwuchs zu erreichen. In einer Pressemitteilung schreibt der Zoo, Meng Meng sei „zu 85% trächtig“**. Da bei Pandas häufiger Scheinträchtigkeit vorkommt, ist man sich in Berlin noch nicht ganz sicher. Zoodirektor Andreas Knieriem bittet daher: „Drücken Sie uns die Daumen!“

    Wenn alles klappt, könnte der Zoo ab Ende Oktober mit Nachwuchs rechnen. n-tv hat einen recht ausführlichen Bericht zum Thema online.

    **Dies wäre der Erstnachweis für „ein bisschen schwanger“.


    Goldschakal im Nationalpark Hainich

    Ein Goldschakal (Canis aureus)

    Bereits am 1. August 2019 ist ein Goldschakal (Canis aureus*) im thüringischen Nationalpark Hainich in eine Fotofalle gelaufen. Dies ist ein weiterer Nachweis für die Nordwest-Ausbreitung des kleinen Wildhundes.

    Einzelne Exemplare haben vermutlich schon früher Thüringen passiert, so im Naturpark Eichsfeld. Manfred Großmann, Leiter des Nationalpark Hainich hat einen solchen Kontakt beinahe erwartet: „Es war aber eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass ein Goldschakal hier mal in eine Fotofalle geht“.

    Goldschakale haben ihren Namen von ihrem teilweise goldgelb gefärbten Fell. Sie sind größer als Füchse, aber kleiner als Wölfe. Sie gelten als Allesfresser, tatsächlich ernähren sie sich von unterschiedlichen Kleintieren, Aas und pflanzlichen Bestandteilen. In Europa sind sie hauptsächlich in den Balkanstaaten verbreitet, haben jedoch die Tendenz, sich nach Norden und Westen auszubreiten. So sind Goldschakale in den letzten Jahren immer mal wieder in Mitteleuropa nachgewiesen worden. In Österreich (Oberösterreich und Neusiedlersee-Gebiet) und Nordostitalien ist er heimisch geworden, als bisher erreichte Extreme gelten Finnland (2019) und die Niederlande (2016).

    Vermutlich wird diese Ausbreitung erst durch das Fehlen von Wölfen ermöglicht, denn sie verdrängen Goldschakale aus ihrem Gebiet. Unklar ist nur, warum die Ausbreitung erst jetzt erfolgt, Europa ist seit dem 18. Jahrhundert „funktionell wolffrei“.


    Montiertes Skelett eines Höhlenbären
    Höhlenbär-Skelett im Naturkundemuseum Braunschweig

    Der Mensch ist wohl doch für das Aussterben des Höhlenbären verantwortlich

    Der moderne Mensch hat den Höhlenbären ausgerottet. Das Aussterben dieser Art wurde lange Zeit zahlreichen Faktoren zugerechnet, wie die Veränderung des Klimas am Ende der Eiszeit, Aufkommen von Konkurrenz und die Bejagung durch den modernen Menschen. Doch eine neuere Untersuchung sieht das anders: „Der dramatische Einbruch in Vielfalt und Population des Höhlenbären geht nach einer vergleichsweise stabilen Phase zeitlich einher mit dem Auftreten des modernen Menschen“, sagt Verena Schünemann vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich.

    Höhlenbären dienten dem Menschen als Nahrung. Ein weiterer Grund für die Bejagung dürfte der Fakt gewesen sein, dass sie tief in den selben Höhlen überwinterten, in denen die Menschen Unterschlupf suchten. Denen wird die Gefahr, dass ihnen plötzlich ein riesiger, hungriger Bär in den Rücken fällt, nicht gefallen haben. Also wird man jede neu bezogene Höhle nach schlafenden Bären durchsucht haben – mit fatalem Ergebnis für den Bär.


    Lederschildkröte vor Cornwall gefilmt

    Lederschildkröten sind unter den rezenten Meeresreptilien die Art, die regelmäßig am weitesten nach Norden vordringt. Zahlreiche Funde in kaltgemäßigten und subpolaren Zonen beweisen dies. Da sie hauptsächlich unter Wasser schwimmen und lange und tief tauchen, werden sie aber selten beobachtet.

    Dem 14jährigen Kajak-Fahrer James Adger ist am Dienstag, 13.08.2019 gelungen, eine solche Schildkröte zu filmen. Er war in der Falmouth Bay vor Pendennis Point unterwegs und beschreibt seine Beobachtung wie folgt: „Es war ein ungewöhnlicher Anblick, halb so lang wie unser Kajak und mindestens so breit, wir haben sie nur Sekunden nach einer Lungenqualle (Rhizostoma pulmo*, d. Red.)  gesehen.“

    Wissenschaftler der nahe gelegenen University of Exeter haben Boot-Nutzer gebeten, aufmerksam zu sein, um Kollisionen zu vermeiden, insbesondere wenn viele Quallen in der Nähe sind.

    Es gibt sogar ein (extrem kurzes) Video der Schildkröte:

    Ein weiterer Artikel über eine Lederschildkröte hoch im Norden: Link.


    CITES und der japanische Walfang

    Walfkuke

    Japan fährt in den Nordpazifik und jagt wieder Wale. Mit Ausstieg Japans aus der Internationalen Walfang-Kommission schien das mit legalen Mitteln kaum zu verhindern sein. Doch nun tritt eine kleine und sehr schlagkräftige Organisation in den Ring: Die CITES, eine Organisation die das Washingtoner Artenschutzabkommen umsetzt. Sie regelt den Handel mit den im Abkommen geschützten Arten. Sobald ein Tier oder Teile eines geschützten Tieres über eine Grenze gelangen, benötigen sie CITES-Papiere.

    Ein weiterer Punkt aus dem Abkommen kommt hinzu: Auch kommerzielle Fischerei (Walfang gehört rechtlich zur Fischerei) auf geschützte Arten ist unter CITES geregelt, auch wenn ein Land plant, die Produkte nur im Inland zu verkaufen. De facto verbietet die Regelung Japan, auf hoher See erlegte Wale an Land zu bringen.

    Kazuya Fukaya, stellvertretende Direktorin in der Abteilung für Ressourcen- und Umweltforschung der japanischen Fischereiagentur, dass Japan sich an die Regelung halten werde.

    Falls Japan das nicht tut, droht CITES damit, in Japan ausgestellte CITES-Dokumente nicht anzuerkennen. Das schließt das Land de facto vom lukrativen Handel mit geschützten Tieren aus.

    Die Redaktion ruft alle Japaner auf, auf ihre Regierung einzuwirken, die unnötige und Japan als Kulturnation nicht würdige Jagd auf Meeressäuger aller Art zu unterbinden.


    Feld-Ornithologisches

    Feldornithologisch können wir diese Woche fast nur Folgemeldungen abgeben. Der Rosapelikan im Meldorfer Speicherkoog ist immer noch da. Ebenso zieht der vor einigen Wochen aus dem Radowbruch gemeldete Kaiseradler dort noch seine Runden.

    Wesentlich kleiner, aber immerhin zumindest teilweise rosa ist der Rosenstar, der auf Baltrum gesehen wurde.


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


    Presseschau der vergangenen Woche


  • Presseschau Kalenderwoche 32/2019

    Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Das Sommerloch naht nicht, es ist voll da. Nachrichten von giftigen Spinnen und mehr oder weniger giftigen Schlangen findet man täglich in den News. Dabei passieren so viele andere schöne Dinge, nur unsere Großkryptiden sind erstaunlich ruhig. Viel Spaß beim Lesen.


    Fischlift am Baldeneysee kommt im Frühjahr

    Wandernde Fische haben es heute in den stark verbauten Gewässern in Deutschland und anderen Industrieländern schwer. In den USA werden bereits einige kleinere Flusssysteme komplett von ihren Dämmen befreit, in Deutschland ist es noch nicht so weit. Aber die Staumauern oder -dämme werden durchlässiger: Meist werden Fischtreppen als Aufstiegshilfen angeboten, an der Ruhr geht man einen anderen Weg.

    Am Essener Baldeneysee arbeitet man an einem Fischlift. Die Fische werden bei diesem Konzept mihilfe einer Lockströmung in zwei Fahrkörbe geleitet. Sie werden mit Ultraschall überwacht, schließt er sich und wandert durch ein Rohr nach oben, wo die Fische entlassen werden.

    Das vier Millionen Euro teure Projekt soll Ende diesen Jahres fertig werden, so dass damit tausende Fische in der nächsten Laichsaison im Frühjahr flussaufwärts gelangen. Die Projektbetreiber rechnen mit mehr als 20 Fischarten, die die Möglichkeit nutzen. Das soll auch das ökologische Gleichgewicht der Ruhr stabilisieren.


    Schweden: Schnabelwale gestrandet

    Schnabelwal schaut zu 1/3 aus dem Wasser
    Soweby’s Schnabelwal (Foto Pj.vanderlinde CC 3.0)

    Mindestens drei Schnabelwale sind in Schweden gestrandet. Das ist sehr ungewöhnlich, denn Schnabelwale sind gewöhnlich Geschöpfe der Hoch- bzw. Tiefsee. Schweden liegt größtenteils an der ziemlich flachen und süßen Ostsee.
    Ganz Schweden? Nein, ein kleiner Teil liegt am Skagerrak, der Meerenge zwischen Dänemark und Skandinavien. Und genau hier sind kurz vor dem 6.8.2019 mindestens drei der Tiere gestrandet.

    Nordens Ark meldeten bei Facebook, dass Hunnebrostrand in der Nähe der Brücke drei Schnabelwale gestrandet seien. Sie wurden zunächst als Shepard-Schnabelwale identifiziert. Ein internationales Team konnte die drei Tiere in tieferes Wasser bringen und zum Schwimmen animieren. Sie verschwanden in Richtung Fjordmündung.

    Die Folgemeldung war nicht so schön. In der Gegend sind zwei weitere Schnabelwale gestrandet und verendet. Ein Kadaver konnte geborgen werden, der andere trieb ins Meer. Der Schreiber vermutet, es handle sich um die selben Tiere, wobei er sie als Soweby’s Schnabelwal anspricht.

    Nur zwei Tage später, Donnerstag, 8.8.2019 bringt die tagesschau der ARD auf ihrer Webseite eine kurze Reportage über „Die Müllhalde Europas“ an der schwedischen Skagerrak-Küste, genau dort, wo die Schnabelwale angespült wurden. Zufall?


    Viersen (Niederrhein): seltene Giftspinne im Treibhaus entdeckt

    In einem Treibhaus in Viersen hat ein Mann am 03.08.2019 eine ihm unbekannte Spinne entdeckt und zur Feuerwehr gebracht. Der Kreis Viersen veröffentlichte am Mittwoch (07.08.19) eine Pressemitteilung hierzu: Die Spinne wurde von einem Artenschutz-Experten untersucht und als Spanische Trichterspinne bezeichnet. Wie üblich fehlte eine wissenschaftliche Bezeichnung, anhand des Pressefotos ist keine Identifikation möglich.

    Die giftige Spinne sei aus Spanien über den Import von Olivenbäumen gekommen, teilte ein Sprecher des Kreises Viersen mit. Die spanische Trichterspinne kann bis zu vier Zentimeter groß werden und zählt zu den größten Spinnen Europas, so der WDR.


    Neuseeland: Fossiler Riesenpapagei entdeckt

    Künstlerische Darstellung des neu beschriebenen Riesenpapgeis
    Rekonstruktion des Riesenpapageis Heracles, zusammen mit dem 8 cm großen Kuiornis – Ein Neu-Seeland-Zaunkönig auf dem Dschungelboden. Illustration by Dr Brian Choo, Flinders University.

    Bereits 2008 hat eine internationale Gruppe von Paläontologen in Neuseeland zwei unvollständige Knochengefunden, die sie lange nicht zuordnen konnten. Erst jetzt wurden sie als Überreste eines eines Riesenpapageies identifiziert. Der Heracles inexpectatus* genannte Papagei lebte während des Miozäns vor etwa 19 Millionen Jahren. Er erreichte eine Körperhöhe von etwa 1 m und ein geschätztes Gewicht von sieben Kilogramm.

    Heracles inexpectatus gehört wie der Kakapo zu einer Gruppe primitiver Papageien, die eine Schwestergruppe zu den Eigentlichen Papageien und Kakadus bildet.

    Das prähistorische Neuseeland war durch das Fehlen von Landsäugern eine Brutstätte für große Vögel. „Nicht nur Moas dominierten die Avifauna, es gab auch Riesengänse und Aptornithiden, die zur Gruppe der Kranichvögel gehören, teilten sich den Waldboden, während am Himmel gewaltige Adler regierten. Aber bisher hatte niemand irgendwo einen ausgestorbenen Riesenpapagei gefunden“, so Dr. Trevor Worthy, Paläontologe an der Flinders University.

    Die Originalarbeit erschien in den Biology Letters: https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsbl.2019.0467


    Die Bären im Mond

    Eine israelische Raumsonde ist bereits am 11. April auf dem Mond gelandet. Nicht sehr sanft, die Wissenschaftler von SpaceIL sprechen von einer Bruchlandung. An Bord hatte die Sonde eine „Zeitkapsel“, die unter anderem eine hebräische Bibel, die englischsprachige Wikipedia, menschliche DNA-Proben und Tausende von Bärtierchen (Tardigraden) enthält oder enthielt.

    Tardigraden sind in der Lage, unter Wassermangel oder anderen ungünstigen Umständen in einen Zustand zu versetzen, der Kryptobiose. Hierbei ist der Stoffwechsel der Bärtierchen so weit herabgesetzt, dass er nicht mehr nachweisbar ist. Nach der derzeitigen Definition von Leben ist das Tier tot. In diesem Zustand können sie sehr lange bei extremen Temperaturen zu überdauern. Ebenso können sie hohe und niedrige Drücke und extreme Strahlendosen aushalten. Ändern sich die äußeren Umstände, ist er reversibel und der Stoffwechsel beginnt wieder.

    Auf dem Satelliten FOTON-M3 hatte die ESA schon 2007 mehrere Proben mit Bärtierchen den Lebensbedingungen im All ausgesetzt. Sogar die Rückkehr „überlebten“ einige der Tiere.

    Vor diesem Hintergrund könnte der Name der israelischen Sonde „Beresheet“ (=Genesis) eine besondere Bedeutung erlangen.

    Leider hat die tagesschau aus den Bärtierchen „Wasserbären“ gemacht, was sich auch durch die Kommentare durchzieht, und einen gewissen Blick auf die Sachkenntnis der Kommentierenden erlaubt.


    Rot-Schwarze Schlange an einer Gebäudeeecke
    Diese Schlange löste bislang zwei Polizeieinsätze aus.

    Mülheim a.d. Ruhr: Rotschwarze Schlange löst Polizeieinsatz aus

    Eine Schlange, die in Mülheim unterwegs ist, löste bereits zwei Polizeieinsätze aus.

    Zeugen informierten die Polizei, dass eine Schlange gestern Nachmittag (05. August) in einem Garten gesichtet wurde. Heute Nachmittag erhielt die Polizei erneut einen Anruf, eine Melderin will die Schlange in der Nähe der Borbecker Straße gesehen haben.

    Die Schlange soll zirka einen Meter lang sein, in rötlicher Farbe und mit schwarzen Streifen. Bis jetzt konnte noch niemand die Schlange noch keiner konkreten Schlangenart zuordnet. Es kann demnach nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine giftige Schlange handelt. Eine Zeugin machte ein Foto der Schlange (links).


    Panda-Babies in Belgien

    Im botanisch-zoologischen Pairi Daiza in Brugelette (knapp 50 km südwestlich von Brüssel) sind zwei Große Panda-Babies geboren.

    Seit 2014 sind die beiden Bären Xing Hui (Männchen) und Hao Hao als Leihgabe der Volksrepublik China dort untergebracht. Bereits im Mai 2016 gab es ein männliches Jungtier als Folge künstlicher Besamung. Auch dieses Mal wurde Hao Hao aufgrund einer künstlichen Besamung trächtig.

    Im Falle einer Mehrlingsgeburt entscheidet sich die Mutter schon bald nach der Geburt für ein Jungtier und verstößt die anderen. Nach welchen Kriterien das geschieht, ist noch unerforscht. In Zoos werden die verstoßenen Jungtiere in der Regel per Hand aufgezogen, oft erfolgreich.

    Die Zwillinge sind am 8.8. geboren, da die 8 in China traditionell Glück verheißt, wird es ihnen wohl an nichts fehlen.

    Mit rund einem Monat haben Jungtiere die typische Fellzeichnung, mit 40 bis 60 Tagen öffnen sie die Augen, und mit fünf bis sechs Monaten nehmen sie erstmals feste Nahrung zu sich. Mit acht bis neun Monaten werden die Jungtiere endgültig entwöhnt; sie verlassen die Mutter mit rund 18 Monaten. Doch bis dahin vergeht noch viel Zeit. Filmaufnahmen zeigen zwei quicklebendige, annähernd gleichgroße, rosa Lebewesen, die noch so überhaupt keine Ähnlichkeit mit Großen Pandas aufweisen.

    Bilder und Kurzfilme gibt es unter anderem bei der Daily Mail

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7341113/Giant-panda-gives-birth-two-adorable-cubs-weighing-just-five-ounces-Belgian-zoo.html


    Einen schönen Wochenstart

    Für viele ist der Montag der unangenehmste Tag der Woche. Um ihn ein wenig zu versüßen, haben wir für euch ein Video gesucht und gefunden, das genau das tut:


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


    Presseschau der vergangenen Woche


  • Presseschau Kalenderwoche 31/2019

    Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Passend zum Sommerloch ist Nessie wieder da. Gibt es nicht viel zu berichten, kommen die Schlagzeilen sogar aus der Kryptozoologie…

    Viel Spaß beim Lesen.


    Anwohner hat Nessie im Sonar

    Spielzeug-Nessie sitzt auf einem Stein am Ufer
    „Ich seh kein Monster“ – „Da links auf dem Stein“ – „Der Kleine da? Der gilt nicht!“

    Ein Fahrgast hat auf dem Fischfinder-Sonar einer privaten Yacht auf Loch Ness die Umrisse eines großen Lebewesens gesehen. Mike Bell, der eine Gruppe Touristen über den berühmten See fuhr, staunte nicht schlecht, als einer seiner Fahrgäste ihn auf einen großen Blip auf dem Monitor des Sonars aufmerksam machte. Es zeigte ein langes, dünnes Objekt etwa 35 m unter der Oberfläche. Die Aufnahme gilt als achte Nessie-Sichtung in diesem Jahr.

    Es bleibt unklar, ob das Sonar jetzt ein einzelnes, großes Tier aufgenommen hat, oder doch eine eng bei einander schwimmende Gruppe kleiner Fische.

    Wer die Geschichte nachlesen möchte:

    Scottish Sun: https://www.thescottishsun.co.uk/news/4516922/loch-ness-monster-sonar/

    Mysterious Universe: https://mysteriousuniverse.org/2019/07/sonar-picture-of-loch-ness-monster-claimed-by-boat-captain/


    Sofa-Spotter sieht zwei Nessies auf der Webcam

    Der Turm von Urquart Castle, hier soll sich Nessie am häufigsten rumtreiben
    Der Turm von Urquhart Castle, hier soll sich Nessie am häufigsten rumtreiben

    Doch Nessie ist nicht nur auf dem Sonar aufgetaucht. Der erfahrene Webcam-Nessie-Jäger Eoin O‘ Faodhagain, 54, beobachtet am 10. Juli zwei Objekte, die dicht beieinander in der Urquhart Bay schwammen. Nach seinen Messungen waren die Objekte etwa 20 Fuß (6,1 m) lang und ragten 5 Fuß (etwa 1,5 m) aus dem Wasser.

    Eoin ist ein erfahrener Nessie-Spotter, er gibt an, das Loch Ness Monster bereits vier Mal gesehen zu haben, davon drei Mal in diesem Jahr. „Ich habe noch nie zwei Objekte so dicht beieinander gesehen“, kommentiert er die Sichtung.

    Die volle Story zum Nachlesen gibt es bei der Daily Mail:  https://www.dailymail.co.uk/news/article-7285687/Man-claims-filmed-TWO-20ft-Loch-Ness-monsters-swimming-Scotland.html

    Da auch noch andere Ergebnisse zu Nessie ausstehen, bleiben wir am Ball.


    Auch Bigfoot lässt etwas von sich hören – sogar buchstäblich

    Shaun Hammonds in Whitesburg, Kentucky, USA hat am vergangenen Freitag einen Facebook-broadcast durchgeführt. Das ist an sich nichts Besonderes, hätte er dabei nicht zufällig die Kamera auf den Waldrand am Rand seines Grundstückes gerichtet. Aus dem Wald kommt ein lautes, bedrohlich wirkendes Heulen, dem Hammonds zunächst nachgehen möchte.

    Als er sieht, wie seine Frau ihr kleines Kind mit nach draußen gebracht hat, beschließt er jedoch, seine Familie wieder ins Haus zu bringen – falls das Wesen, das da so bedrohlich heult, persönlich erscheint.

    Hammonds behauptet, dass er und seine Frau sich sicher seien, es handle sich bei dem Rufer nicht um einen Bär, Elch oder Kojote. „Dieses Geräusch durchdringt deine Seele“, schaudert er, „es ist anders als alles, was ich in diesen Bergen gehört habe.“

    Auch hier gibt’s wieder die ganze Story zu lesen, diesmal auf Coast to Coast AM: https://www.coasttocoastam.com/article/bigfoot_howl_recorded_in_kentucky


    Kentucky: Mann schießt auf Bigfoot – oder auch nicht

    Nochmal Bigfoot, nochmal Kentucky – wie sich die Ereignisse doppeln. Am Donnerstag, 01.08.2019 meldete der Nachrichtensender CNN, im berühmten Mammoth Cave Nationalpark in Kentucky habe ein Camper auf etwas geschossen, das er für Bigfoot gehalten hat.

    Ein Ehepaar sprach mit dem Nachrichtensender und erzählte, sie seien mitten in der Nacht von seltsamen geräuschen geweckt worden. Ein Camper berichtete etwas aufgeregt, etwas hätte sein Zelt zerstört. Er erzählte ihnen, es sei Bigfoot-Land und er sei von einem affenartigen Monster überrascht worden, so das Paar zu CNN. Kurze Zeit später hörten sie Schüsse und riefen den Notruf.

    Ranger mit Polizeiaufgaben untersuchen den Vorfall, denn die Benutzung von Feuerwaffen ist im Park verboten. Sprecherin Molly Schroer sagte, dass es im Park keine Bedrohungen gäbe.

    Wer die volle Story lesen und zwei Videos gucken möchte, sollte hierhin klicken.


    Ecuador: 11 unbekannte Frösche beschrieben

    Forscher der University of British Columbia und der Pontifial Catholich University haben elf bisher unbekannte Froscharten entdeckt. Sie gehören alle zur großen Froschgattung Pristimantis, die weit über 500 Arten umfasst. Die meist kleinen Frösche umgehen das freilebende Kaulquappenstadium, das nur im Ei stattfindet, so schlüpfen bereits voll entwickelte Jungfrösche.

    Ecuador beherbergt mit über 200 Arten fast ein Drittel aller auf der Welt vorkommenden Frösche.

    Die Originalarbeit ist bei den Zookeys erschienen.


    Krokodile fressen Hunde

    Auf Grund des Monsuns sind in der indischen Millionenstadt Vadodara zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Wie die Polizei mitteilte, fielen innerhalb von 24 Stunden 50 Zentimeter Regen. Hierbei seien auch Krokodile, die in den Gewässern der Stadt leben, in Überflutungsgebiete gewandert. Es sei inzwischen vorgekommen, dass sie auch Hunde angegriffen haben.

    Mindestens fünf Menschen sind durch die Überflutung getötet worden, darunter zwei durch einen Stromschlag und zwei durch eine einstürzende Mauer.


    Hennes geht in Ruhestand

    Wie der Kölner Zoo am Mittwoch, ist das Maskottchen des Fußballvereins 1. FC Köln, der Geißbock Hennes in den Ruhestand versetzt worden. „Wir möchten nicht, dass unser Vereinstier irgendwann einmal mit Schmerzen im Stadion stehen muss. Nach dem Aufstieg und zum Saisonwechsel ist es nun der perfekte Abschluss und der Zeitpunkt für Hennes VIII., seinen Lebensabend zu genießen“, sagte 1. FC-Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle dem WDR.

    Hennes VIII. war fünf Jahre im Dienst und leidet aufgrund seines Alters unter Arthrose. Der Geißbock stammt aus der Zucht der Familie Landwehr aus Bergisch Gladbach. Unter seiner Schirmherrschaft erreichte der 1. FC dreimal das Achtelfinale im DFB-Pokal, spielte einmal in der Gruppenphase der Europa League. Der Verein stieg aber auch in die 2. Bundesliga ab und in der folgenden Saison wieder auf. Im Dezember 2017 hat der 1. FC sogar eine Spielberechtigung für Hennes beantragt, weil den Verein Verletzungssorgen drückten.

    Trotz seiner Pensionierung darf Hennes VIII. seine Dienstwohnung im „Clemenshof“ im Kölner Zoo weiterhin mietfrei bewohnen.


    Hundewaschanlage

    Im europaweit bekannten Würselen bei Aachen wurde eine Hundewaschanlage installiert. Die Station ist 24 h am Tag geöffnet und ermöglicht es Hundebesitzern, ihren verdreckten Vierbeiner z.B. nach einem Waldspaziergang zu waschen. Hierzu bietet die Anlage drei Programme: Wasser, Wasser & Shampoo und Trocknen. Anders als bei einer Autowaschanlage muss der Hundebesitzer hier selbst aktiv werden und den Hund bei dem jeweiligen Programm auswaschen, shampoonieren oder föhnen.

    Bei den ersten Versuchen waren die Hunde – im Gegensatz zu ihren Besitzern – vermehrt skeptisch.


    Feld-Ornithologisches

    Wieder wurde im Umland von Rügen ein Mönchsgeier gesichtet. Das Tier saß am Samstag, 3.8. auf einer Wiese in Groß-Kordshagen (5 km westlich von Stralsund) und zog gegen Mittag nach Nordwesten ab. Handelt es sich um eins der Tiere, die im Frühjahr in der Nähe beobachtet wurden?

    Der Rosapelikan, der in den letzten Wochen aus Meldorf an der Nordsee gemeldet wurde, hat sich am Freitagvormittag, 26.7. aus dem Staub gemacht. Wo er hin geflogen ist, scheint nicht bekannt zu sein.

    Kaum schreiben wir das, ist er wieder da. Spätestens seit Donnerstag sitzt er wieder bei Meldorf.

    Spätestens seit Samstag, 27.7. hat sich bei den Klärteichen Offstein, bei Bockenheim an der Weinstraße ein Sichler niedergelassen. Es scheint ein juveniles Exemplar zu sein, wo er herkommt, ist unbekannt.


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


    Presseschau der vergangenen Woche


  • Presseschau Kalenderwoche 30/2019

    Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Viel Spaß beim Lesen.


    Wieder eine Wolfssichtung in einer NRW-Großstadt

    Letzte Woche wollten zwei Bewohnerinnen einen Wolf in Düsseldorf gesehen haben. Diese Woche wird ein Wolf aus Essen gemeldet, sogar mit Kurzvideo.

    Das Umweltministerium NRW, kurz LANUV prüft die Videoaufnahmen, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, und ob sie zum gegebenen Zeitraum an der angegebenen Stelle auch aufgenommen wurden.

    Die Redaktion kann dem LANUV helfen: mittels „google Street view“ und „google Maps“ konnten wir die genaue Stelle der Sichtung identifizieren: Heisinger Straße, Ecke Drosselanger, das Tier läuft auf der Heisinger Straße in Richtung Südosten.

    Quelle (mit Video): DerWesten: Essen: läuft in diesem Video ein Wolf durchs Stadtgebiet?

    https://www.derwesten.de/staedte/essen/essen-wolf-stadtwald-laeuft-in-diesem-video-etwa-ein-wolf-durchs-stadtgebiet-id226553705.html


    Lachse fliegen Helikopter

    Ein mittelgroßer Fluss windet sich durch ein schriffes Gebirgstal
    Der Fraser-River ist ein wichtiger Lachsfluss. Von den Lachsen hängt sehr viel ab.

    Im Stromgebiet des berühmten Fraser River in British Columbia, Kanada hat es einen Erdrutsch gegeben. Nordwestlich der Ortschaft Kamloops ist ein wichtiger Lachs-Laichfluss vom Strom abgeschnitten. Ein abgerutschter Felsen und seine Trümmer haben einen fünf Meter hohen Wasserfall entstehen lassen, der für wandernde Lachse unpassierbar ist. Die Provinzregierung plant nun, an dem Felsbrocken eine Art Fischtreppe zu installieren, die den Fischen den Aufstieg ermöglichen könnte. Bis dahin sammeln sich tausende Rot- und Königslachse unterhalb des Wasserfalls. Sie sollen jetzt mithilfe von Dämmen in einen Teich geleitet werden. Dort werden sie markiert und in Aluminium-Transportbehälter gesetzt, mit denen sie einige Kilometer weiter oben im Fluss wieder auszusetzen.

    Mittelfristig soll die Barriere entfernt und der vorherige Zustand des Flusses wieder hergestellt werden. Die Lachse sind ein wesentlicher Bestandteil der indigenen Bewohner der Pazifikküste, ebenso lebt eine große Fischerei-Industrie von ihnen – und die berühmten Orcas vor Vancouver Island.


    Möwe erbeutet Chihuahua

    Große, schwarzflügelige Möwe steht am Ufer
    Mantelmöwen ernähren sich überwiegend carnivor, aber dass sie Hunde jagen, ist bisher nicht wirklich belegt.

    In Paignton in Devon hat eine Möwe einen Chihuahua erbeutet und davon getragen. Das britische Boulevardblatt Mirror berichtet am 22. Juli von einem Angriff einer Möwe auf den kleinen Hund. Der vier Jahre alt Hund Gizmo spielte im Garten des Hauses von Becca Hill. Ihr Partner hängte die Wäsche auf, als eine Möwe auf den Hund herab stieß und ihn forttrug.

    Die Art der Möwe konnte nicht bestimmt werden. Der Mirror führt noch einen Fall auf, in dem mehrere Möwen einen Chihuahua töteten. Über den Verbleib von Gizmo äußert sich der Mirror nicht.


    Ungewöhnliches Verhalten bei Orcas und Grindwalen

    Zwei Grindwale im blauen Wasser
    Langflossen-Grindwale haben offenbar wesentlich mehr drauf, als wir von ihnen erwarten.

    Die Facebook-Gruppe Icelandic Orcas berichtet von einer unerwarteten Begegnung von Orcas mit Grindwalen. Aufgrund der Größe und dem Nahrungsspektrum würde man erwarten, dass Orcas Grindwale jagen. In diesem speziellen Fall scheint es anders zu sein: Die Beobachter verfolgten, wie eine große Schule von Grindwalen eine Gruppe aus 5 bis 6 Orcas mit hoher Geschwindigkeit jagte. Sie haben nicht herausgefunden, warum dieses Verhalten auftrat.

    In dem Thread berichtete Icelandic Orca, dass sie dieses Verhalten schon einige Male beobachtet hatten. Es kam nie zu einem Riss, sie vermuten eher ein Mobbing- bzw. Hassen-Verhalten.

    Beobachter aus anderen Teilen der Welt berichten auch, dass Grindwale auch vor Gibraltar und Norwegen so agieren. Offenbar scheinen Orcas Langflossen-Grindwale zu meiden, wie ein Schreiber feststellte, ein anderer vermutete, es hänge vom Orca-Ökotyp, der Anzahl und ob Kälber beteiligt seien, ab.


    Weißes Känguru wieder da

    Das weiße Känguru, das seit knapp drei Wochen im südlichen Ruhrgebiet zwischen Essen und Velbert herumhoppste, ist eingefangen.

    Am Donnerstagmorgen, 25.7.19 ist das Tier in eine Lebendfalle in Essen-Kettwig geraten. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Känguru ausgebrochen war, wieso das wiederholt geschehen konnte, ist unklar.


    Internes

    von: Tobias Möser

    In den letzten zwei Wochen hat mich eine Krankheit wieder daran erinnert, mehr auf mich Acht zu geben. Ich habe Anfang des Jahres die Aufgabe übernommen, eine Website für das NfK und damit ein Heim für die Kryptozoologie in Deutschland zu schaffen. Allerdings ist mir klar geworden, dass ich neben meinem Hauptberuf nicht zu viel Zeit für die Website investieren kann. Ich muss daher die Arbeit der Redaktion ein wenig zurückfahren.
    Über die NRW-Sommerferien werden zunächst ein wöchentlicher Themenartikel, die Presseschau und die Freitagnacht-Kryptos erscheinen. Danach werde ich die Frequenz auf zwei Themenartikel pro Woche steigern.

    Autoren zu kryptozoologischen Themen suchen wir immer. Wer Lust hat, etwas zu schreiben, melde sich bitte bei mir. Wer Texte hat, die veröffentlicht werden sollen, melde sich bitte bei mir: Einfach eine Mail an mich. Den Rest bekommen wir hin. Hilfe in allen Lebenslagen, von Themenfindung über Bildsuche bis journalistisches Schreiben wird gerne geboten.


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


    Presseschau der vergangenen Woche


  • Presseschau Kalenderwoche 29/2019

    Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Viel Spaß beim Lesen.


    „Wird da wer erwürgt?“

    Grausige Hilfeschreie hat am Samstagmorgen (13.7.2019) eine Passantin in Heppenheim (Bergstraße) aufgeschreckt, die umgehend die Polizei alarmierte. Die schockierte Frau erzählte den herbeigeeilten Beamten, dass sie den Eindruck habe, dass jemand erwürgt werde. Auf alles gefasst machten sich die Ordnungshüter auf die Suche und wurden auch schnell fündig. Anders als erwartet, stellten sich die Hilfeschreie als Schabernack von zwei Gelbkopfpapageien heraus. Nicht das erste Mal machten die Tierchen aus Langeweile lautstark Rabatz. Eingeschüchtert oder doch wegen „Schuldgefühlen“ zeigten sich die Papageien von ihrer besten Seite. Ein Papagei war sogar so neugierig, dass er sich wagte, auf der Schulter der Polizistin Platz zu nehmen, um das Funkeln der Sterne auf den Schulterklappen genauer betrachten zu können.

    Quelle: Polizeipräsidium Darmstadt


    Wolf mitten in Düsseldorf gesichtet

     

    Ein Wolf liegt auf einer Baumwurzel
    Der Wolf kommt, die Frage ist, wie die Gesellschaft mit ihm umgeht.

    Eine Zeugin will am Mittwoch, 10.7.2019, mitten in einem Wohngebiet in Düsseldorf Wersten, auf dem Kärntner Weg einen Wolf gesehen haben.     Unabhängig von ihr gab auch eine andere Bewohnerin des Stadtteils eine Wolfsichtung zu Protokoll.

    Wersten ist ein eher innenstädtischer Stadtteil von Düsseldorf, aber verhältnismäßig locker bebaut. Er grenzt an die A 46, auf der Nordseite, in der Nähe des genannten Kärntner Weges, liegt der große Friedhof Eller. Weitere größere Grünanlagen gibt es nicht.

    Bisher gehen die Behörden und der NaBu davon aus, dass es sich bei der Sichtung um einen wolfsähnlichen Hund handelte. Sollte es häufigere Sichtungen aus oder um Düsseldorf geben, würden Spuren gesichert.

    Auch im Oberbergischen bei Engelskirchen geht das Gerücht eines Wolfes um: Ein Schaf wurde gerissen, die Bauern vermuten einen Wolf. Sie unternehmen bereits erste Maßnahmen zum Herdenschutz.


    Bayern realisiert das Bienen-Volksbegehren

    Nachdem in Bayern 1,75 Millionen Menschen für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gestimmt haben, steht die Landesregierung unter Druck. Der Landtag in München hat ein entsprechendes Gesetz für den Umwelt- und Artenschutz verabschiedet: Es sieht die bessere Vernetzung von Biotopen vor, aber auch einen besseren Schutz von Gewässerrandzonen und die Förderung ökologischer Landwirtschaft.
    Nachdem sich seine Partei lange gegen das Volksbegehren gestellt hat, sagte Ministerpräsident Markus Söder kurz vor der Abstimmung: „Das Volksbegehren war kein Betriebsunfall, es ist eine Richtungsentscheidung zu einer modernen, nachhaltigen Agrarökologie, die tatsächlich die Herausforderungen von Artenschwund und Klimawandel aufnimmt.“ Lediglich die Abgeordneten der AfD sowie sechs Abgeordnete der Freien Wähler stimmten gegen den Gesetzentwurf.


    Zoo-Einbrecher bringen Meerschweinchen zurück

    geschecktes Meerschweinchen
    Nein, das ist nicht eins der beiden Meerschweinchen aus dem Tierpark Recklinghausen

    In der Nacht zum Sonntag, 14.7.19 sind insgesamt fünf Unbekannte in den Tierpark in Recklinghausen (Ruhrgebiet) eingebrochen. Dabei hat sie eine Überwachungskamera aufgezeichnet.

    Das Nachrichtenportal von n-tv meldete am Freitag, dass die Diebe ein schlechtes Gewissen plagte und sie ihre Beute in einem Pappkarton zurück brachten: Zwei Meerschweinchen. In einem beiliegenden Brief beteuerten sie, dass ihr Fehlverhalten schwer in Worte zu fassen sei. Sie seien alkoholisiert gewesen. Es tue ihnen leid, sie haben sich aber fürsorglich um die Tiere gekümmert. Zusätzlich legten sie noch einen 50 €-Schein bei, für die Schäden, die durch den Einbruch entstanden sind.

    Die Polizei ermittelt weiter, immerhin ist die Rückgabe der Tiere und die „Spende“ bei der Staatsanwaltschaft vermerkt. Wir verfolgen die Sache weiter, befürchten aber, dass es hierzu keine Folgemeldung geben wird.


    Sprengstoff-Fische in Nord- und Ostsee

    Ebenfalls n-tv stellt ein Video zur Verfügung, in dem sich die Reporter mit einer immer wichtiger werdenden Altlast aus dem 1. und 2. Weltkrieg befassen: Nach den Kriegen wurden tausende Tonnen Munition einfach im Meer versenkt. Mittlerweile sind die 75 bis 100 Jahre alten Bomben- und Granatenhüllen oft durchgerostet, der Sprengstoff wird frei. TNT, Pikrinsäure, aber auch Senfgas und andere Kampfstoffe gelangen so in die Umwelt und natürlich auch Speisefische.

    Die Gefahr, dass einem der Dorsch in der Pfanne explodiert, ist dabei zwar nicht gegeben, aber jede Menge gesundheitliche Folgen sind möglich:

    Link zum Video-Beitrag von n-tv


    „Neuer“ Raubsaurier in der Schweiz entdeckt

    In der Gemeinde Frick im Aargau liegt die einzige „saurierträchtige“ Fossilienlagerstätte der Schweiz. Hier haben Paläontologen schon einige interessante Entdeckungen machen können, jetzt haben sie dort den ersten Raubsaurier gefunden. Notatesseraeraptor frickensis* erreichte vermutlich eine Länge von 2,6 bis drei Mietern und lebte in der späten Trias vor 210 Millionen Jahren.

    Marion Zahner und Winand Brinkmann von der Universität Zürich haben den Fund in nature ecology & evolution beschrieben: Originalarbeit (Pay-Wall), doi


    Rote Liste der IUCN: 28.338 Arten vom Aussterben bedroht

    Okapi.Kopf im Streiflicht
    Okapis gehören aufgrund der Lebensraumzerstörung und der Bejagung auf die Rote Liste, mit 28.337 anderen Arten

    Die IUCN (International Union for Conservation of Nature; deutsch ‚Internationale Union zur Bewahrung der Natur‘), auch Weltnaturschutzunion veröffentlicht regelmäßig die „Rote Liste“ mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Hierbei wird ein großer Teil aller bekannten Arten nach ihrer Gefährdung eingeschätzt. Die IUCN veröffentlichte die letzte Rote Liste vor wenigen Tagen. Die Zahlen sind erschreckend:

    Etwa 1,5 bis 1,75 Millionen Arten sind beschrieben worden, davon etwa 500.000 Pflanzen. Dabei handelt es sich nur um einen Bruchteil der vorhandenen Arten, die bei etwa 10 Millionen Arten liegt (nur Eukaryoten).

    Von diesen Arten erfasst die Rote Liste etwas mehr als 105.000 Arten (also etwa 1% aller Eukaryoten, aber sicherlich die auffälligsten). Von diesen Arten wiederum sind 28.338 Arten auf verschiedenste Weisen vom Aussterben bedroht. In den allermeisten Fällen spielt der Mensch auf direkte Art und Weise (Lebensraumzerstörung, Jagd und Fischerei) die wichtigste Rolle, Umweltverschmutzung und Klimawandel spielen ebenfalls eine große Rolle, die menschengemachte Ausbreitung von invasiven Arten ist der dritte wichtige Faktor. Natürliche Aussterbeereignisse, bei denen der Mensch keine Rolle spielt, sind verschwindend gering.

    Besonders besorgniserregend ist, dass nahezu alle Schlüsselarten vom Menschen genutzter Biotope unter diese 28.338 Spezies fallen. Ein -auch nur funktionelles- Aussterben würde den Zusammenbruch zahlreicher Nahrungsnetze bedeuten, was mit Sicherheit weitere Aussterben nach sich zieht. Nichts, was die Erde nicht schon kennen würde, Massenaussterbe-Ereignisse kamen während der Existenz des Lebens öfter vor. Die Frage ist nur, ob der Mensch das überleben kann.


    Feldornithologisches

    Zu dem einen Rosapelikan im Meldorfer Speicherkoog sind drei weitere Rosapelikane gemeldet worden, allerdings nicht in Meldorf. Die Sichtung der drei, auch Tiere vom letzten Jahr, auch unberingt, stammt aus Leese in der Nähe vom Steinhuder Meer.
    Die Beobachter spekulieren, ob sie Teil des Trupps zweijähriger Rosapelikane sind, der im Mai in Frankreich beobachtet wurde. Dort wurden am 5.7. drei zweijährige Tiere gesichtet.

    In der Jade hat sich ein adulter Bindenstrandläufer (Micropalama himantopus*) sehen lassen.

    Der Mönchsgeier „Brinzola“ ist immer noch in Skandinavien, jetzt wieder in Norwegen. Sie wurde in den Bergen südlich von Kristiansund gepingt. Wir berichteten.


    In eigener Sache

    Die Redaktion ist wenigstens teilweise wieder fit und einsatzfähig. Wir haben während der Auszeit gemerkt, wie viel Rückmeldung aus dem Leserkreis kam. Herzlichen Dank an alle für eure aufmunternden Worte.

    Ich (TM) habe festgestellt, dass ich die Doppelbelastung mit Job und (werk)täglichem Artikel auf der Website nicht mehr schaffe. Daher werde ich als Redaktionsleiter und Hauptautor die Freqzenz herunterschrauben. Neben der Presseschau und den Freitagnacht-Kryptos wird es noch zwei weitere Artikel zu (krypto)zoologischen Themen pro Woche geben.

    Die freiwerdende Zeit ermöglicht mir, mich tiefer mit der Materie zu befassen und nicht nur Meldungen zu wiederholen. Außerdem möchte ich sie in die Weiterentwicklung der Webseite stecken. Es gibt bereits einige Ideen, teilweise ist schon Vorarbeit geleistet worden.


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


    Presseschau der vergangenen Woche