Devil Monkey: Weitere Augenzeugenberichte (2/8)

Lesedauer: etwa 10 Minuten

Bei eingehenderen Recherchen finden sich aber noch weitere Augenzeugenberichte, die einen Devil Monkey beschreiben könnten. Das ist nicht immer ganz klar, da die Zeugen diesen Begriff nie verwenden. Es werden jedenfalls solche Berichte aufgegriffen, die den zuvor vorgestellten Zeugenaussagen ähnlich waren.

 

Der Affe, der nicht aus dem Zoo kam (1987)

Das North Huntigton Township ist heute eine großflächige Einfamilienhaus-Siedlung, 1987 standen hier vermutlich nur wenige landwirtschaftliche Gebäude.

 

Da der Devil Monkey ein kryptozoologisch selten besprochenes Wesen ist, muss man an ungewöhnlichen Orten nach Informationen suchen. So finden sich etwa vereinzelt auf der Website der BFRO (Bigfoot Field Researchers Organization) Berichte, die mit der Beschreibung des Devil Monkey übereinstimmen.

 

Einen solchen Bericht aus dem Tribune-Review (Pennsylvania) von 1987 archivierte die Organisation und stellte ihn auf ihrer Website zu Verfügung. Wie alle Berichte dieser Art ist er nicht in eine eigene Kategorie eingeordnet, sondern findet sich zwischen Bigfoot-Sichtungen.

 

Ein Jäger und seine Familie berichteten in diesem Artikel von ihrem Aufeinandertreffen mit einem Affen bei North Huntington Township (Westmoreland County). Das Tier verfolgte den Jäger bis zu seinem Geländewagen. Dabei hielt der Affe zwar immer Abstand, schien aber doch keine Scheu vor Menschen zu haben.

 

Kattas
Viele Lemuren bewegen sich hüpfend fort

 

Das unidentifizierte Tier bewegte sich springender Weise fort. So berichtete es die Familie des Jägers auf dem lokalen Polizeirevier. Einer der dortigen Hilfssheriffs war sich sicher, kurz zuvor ebenfalls einen Affen in der Gegend gesehen zu haben.

 

Fraglich ist aber, woher das Tier gekommen sein könnte. Mitarbeiter des Zoos von Pittsburgh versicherten jedenfalls, dass kein solches Tier entlaufen war.

 

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Tief in den nebligen Bergen und üppigen Wäldern der Appalachen lauern mysteriöse Kreaturen. Diese unnormalen, fantastischen und fremdartigen Bestien haben Hunderte von Geschichten in der gesamten Region inspiriert, von denen einige bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Die meisten dieser Legenden werden noch heute erzählt. Geschichtenerzählen ist ein wesentlicher Aspekt der Kultur der Appalachen.

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Vielfraß oder Devil Monkey? (1992)

Eugene in Oregon ist eher eine Gegend, wo man den Bigfoot erwartet

 

Ebenfalls aus den Datenbeständen der BFRO stammt der nachfolgende Bericht aus dem Jahr 1992. Allerdings ist hier nicht ganz klar, was für ein Tier die Zeugin hier tatsächlich sah.

 

Jedenfalls sichtete sie die Kreatur auf einem Autobahnabschnitt nördlich der Stadt Eugene (Linn County) im US-Bundesstaat Oregon. Die Zeugin reiste mit einem/einer Bekannten per Auto in Richtung Kanada. Die Dämmerung war an diesem Novemberabend bereits angebrochen.

 

Das fragliche Tier saß jedenfalls auf einer Spur der Autobahn, als die Zeugin an ihm vorbeifuhr. Seine Haltung war gebückt, da es etwas nicht Erkennbares fraß und trotzdem reichten seine Schultern bis auf Höhe der Autotür. Das mit braunem und grauem Fell bedeckte Kryptid war äußerst kräftig gebaut. Seine Größe im aufgerichteten Zustand schätzte die Zeugin auf etwa 7 Fuß (ca. 2,1m).

 

Besonders das Gesicht war kurios. Es erschien der Zeugin hundeartig, aber kürzer, etwas „eingedrückt“. Nicht zuletzt deswegen konnte sie der Kreatur keiner bekannten Tierart zuordnen. Am ehesten erinnerte das Kryptid die Zeugin an einen überdimensionierten Vielfraß, doch ein so großes Exemplar erscheint unrealistisch.

 

Was auch immer es eigentlich war – das Tier ließ sich von der Zeugin du ihrem Auto nicht beeindrucken. Da die Zeugin und ihre Begleitung das Gesehene zunächst verarbeiten mussten und ihnen das Wesen sehr unheimlich erschien, hielten sie nicht an. So blieb es also bei einer sehr kurzen, groben Beschreibung dieses möglichen Devil Monkey.

 

Eine weitere Sichtung auf der Straße (wohl Mitte bis Ende 1990er)

Roanoke VA liegt wiederum im Kerngebiet der Devil Monkey Sichtungen

 

Kurz nachdem Chad Arment die Berichte der Familie Boyd vorgestellt hatte, meldete sich eine namentlich nicht näher bezeichnete Frau bei ihm. Die hatte einige Jahre zuvor ein Wesen gesehen, das sie im Nachhinein an den Boydschen Devil Monkey erinnerte.

 

Schauplatz war eine Straße nahe der Ortschaft Roanoke im US-Bundesstaat Virginia. Die Zeugin war mit ihrer Tochter auf der Durchreise. An das genaue Datum oder die Straße erinnerte sie sich nicht mehr. Auch schlief die Tochter, als die Zeugin den Devil Monkey sah. So konnte niemand die Sichtung bestätigen.

 

ländliches Virginia
Sah die Szenerie so aus?

 

Laut der Zeugin traf sie bei Nacht mit dem Wesen zusammen. Sie befand sich in einem Gebiet, in dem kurz zuvor Rotwölfe (Canis rufus) angesiedelt worden waren. Sie schloss aber ausdrücklich aus, dass ein solches Tier sie durch einen Sprung vor ihr Auto erschreckte:

 

 

„Diese Kreatur war KEIN Wolf. Sie war ganz schwarz mit sehr kurzem, glatten Fell, spitzen Ohren und einem langen, schlanken Schwanz. Sie sah sehr katzenartig aus, aber nicht wie irgendeine Katze, die ich je gesehen habe. Sie war sehr lang (oder besser gesagt groß, wenn sie auf ihren Hinterbeinen stand). Ich würde sagen, dass sie mindestens 6 Fuß [ca. 1,8m] groß war, wenn sie sich aufrichtete. Der Torso sah fast aus, wie der eines schlanken Mannes und auch der Kopf ähnelte einem Mann mit einem spitzen Bart. Die Hinterbeine ähnelten aber mehr einer Wildkatze oder einem Hund, schätze ich. Sehr muskulös und schlank.“

Arment (2000), Übers d. Verf.

 

 

Arment befragte die Zeugin im Anschluss an ihren Bericht. Dabei förderte er weitere Details zutage:

 

So beschreibt auch diese Augenzeugin die enorme Sprungkraft des Tieres. Sie konnte nicht genau sehen, von wo aus es absprang. Jedenfalls hatte es aber beide Spuren der Landstraße mit einem einzigen Sprung überquert.

 

Daneben erinnerte sie sich auch an weitere Details zum Gesicht der Kreatur: Dieses war flacher, als das eines Hundes. Die Zeugin bezeichnete es als katzenähnlich, gab aber auch an, dass es zugleich sehr menschlich wirkte.

 

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Valley of Apes: Die Suche nach dem Sasquatch in Area X

Wiederkehrende 16- bis 27-Zoll-Fußabdrücke im pazifischen Nordwesten haben viele Amerikaner zu der Annahme veranlasst, dass zurückgezogen lebende, affenähnliche Kreaturen namens Sasquatch die Wälder durchstreifen. Nur wenige haben mehr als einen kurzen Blick auf sie geworfen, und niemand hat sie direkt und langfristig in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Bis jetzt.

 

Walter Spink ist kurzsichtig, sozial unbeholfen und anfällig für Unfälle. Er ist auch ein selbsternannter Monsterjäger. Als er und sein sanftmütiger Assistent Matt Preston auf der Suche nach dem Sasquatch in den pazifischen Nordwesten reisen, scheint ihre Chance, ihn zu finden, gleich Null. Aber unerwartet finden sich die Monsterjäger in einer Gruppe von Sasquatches wieder, mit denen sie leben und reisen. Während ihres Aufenthalts bei den Sasquatches lernen Walter und Matt, ob Raupen nach Hühnchen schmecken und wie man einen Silberrücken ärgert, ohne es wirklich zu versuchen. Irgendwie navigieren sie durch die sozialen Fallstricke der Gruppe…

 

Valley of Apes ist am 1. Juni 2022 bei Anomalist Books erschienen. Es liegt als Paperback und fürs Kindle vor.

 

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Ein langarmiger Devil Monkey? (2007)

Burlington liegt etwas weiter nördlich als die meisten Sichtungen

 

Noch immer ganz schockiert war eine Zeugin, die sich im Oktober 2007 bei der BFRO (Bigfoot Field Researchers Organization) meldete. Im November 2003 hatte sie eine Begegnung, die sie nie völlig verarbeiten konnte.

 

Schauplatz war eine Straße bei Burlington (Mineral County) im US-Bundesstaat West Virginia. Die Zeugin befuhr diese spätabends; es war bereits völlig dunkel.

 

West Virginia, Heim des Devil Ape
Oktober in West Virginia

 

Unerwartet traf sie auf der Straße auf ein Wesen welches auf allen Vieren ging. Dennoch schätzte sie die Größe des Kryptids auf etwa 5-6 Fuß (ca. 1,5-1,8m). Es war ganz mit schwarzem Fell bedeckt und starrte die Zeugin an. Das Gesicht war menschenähnlich, aber doch klar tierisch und die Augen leuchteten (wohl im Scheinwerferlicht) orange.

 

Die Zeugin wich dem Kryptid aus. Da sie durch die Begegnung sehr erschrocken war, fuhr sie auf dem schnellsten Weg nach Hause.

 

Devil Monkey
Devil Monkey, wie er für die geschlossene Seite „Earth after people“-Fandom gezeichnet wurde. Creative Commons

 

Ein Merkmal unterschied die Kreatur aber von den bisher beschriebenen Devil Monkeys: Die Vorderbeine (oder Vorderarme) sollen länger gewesen sein, als die Hinterbeine.

 

Die Sichtung wird trotzdem vor allem aus einem Grund in den Artikel aufgenommen: Eine Cousine der Zeugin aus der Region hatte ebenfalls ein seltsames Wesen gesehen. Sie beschrieb es als eine Mischung aus Affe und Känguru. Diese Charakterisierung ist wiederum sehr viel üblicher für den Devil Monkey.

 

Der weiße Riesenaffe (2018)

Der Edmonson County liegt etwas weiter westlich als die meisten Sichtungen

 

Ein relativ neuer Sichtungsbericht auf der Website des „Pine Barrens Institute“ beschreibt ebenfalls ein Aufeinandertreffen von Mensch und Devil Monkey. Dieses sammelt sowohl kryptozoologische Sichtungen als auch Folklore der Vereinigten Staaten.

 

Die Sichtung ereignete sich jedenfalls im August 2018 bei Nacht. Der Augenzeuge – im Bericht „Rocky V.“ genannt – befand sich auf dem Nachhauseweg und befuhr den Highway 728. Dieser ist in Edmonson County, Kentucky gelegen.

 

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Kompendium der nordamerikanischen Kryptiden und magischen Kreaturen

Dieses Buch gibt vor, ein illustrierter Leitfaden zu den Kryptiden und magischen Kreaturen Nordamerikas zu sein. Es beschreibt die Biologie, Ernährung, Lebensraum, magische Verwendung und Verteidigung gegen sie. Das Kompendium ist Lehrbuch an der Magischola und nützlich für alle Dungeonmaster und Monsterliebhaber.

Viele der vorgestellten Monster sind niedlich, einige legendär, andere Stoff für Albträume.

 

Was in der Beschreibung als Pseudolehrbuch erscheinen will, kommt real als liebevoll illustriertes und herrlich verspieltes Werk daher. Die Paperback-Version des Kompendlum der nordamerikanischen Kryptiden und magischen Kreaturen hat 288 Seiten in englischer Sprache und ist 2016 erschienen.

 

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Die Begegnung verlief eher unspektakulär, auch wenn der Zeuge das wohl anders sah. Der Devil Monkey, dieses Mal ein ganz weißes Exemplar, stand bloß am Straßenrand und starrte den Zeugen an. Dieser beschreibt das Kryptid so:

 

 

„[Es] stand auf den Hinterbeinen. Es war groß, etwa 6 bis 6,5 Fuß [ca. 1,8-2m) und völlig weiß. Es sah sehr gepflegt aus, doch ich glaube, dass das ein Angstreflex war, da es sich die ganze Zeit über nicht bewegte und das Gesicht zu einem Knurren oder einer Grimasse verzogen war. Ich habe seine großen Reißzähne bemerkt und den Schwanz, der bis über seinen Kopf reichte und wie bei einem Affen gebogen war. Es hatte wunderschönes Fell, ein pinkes bis hautfarbenes Gesicht, aber ich konnte die Augen nicht erkennen. Es hatte muskulöse Beine, nicht wie die eines Menschen und einen schlanken Torso. Die Ohren konnte ich nicht erkennen.“

Rocky V. nach Benedict (2018)

 

 

Da das Wesen bedrohlich wirkte, fuhr der Zeuge schnell weiter, ohne es zu beobachten.

 

Adam Benedict vom Pine Barrens Institute identifizierte das Kryptid in einem Antwortschreiben als Devil Monkey. Er bot im Anschluss auch einen allgemeinen Abriss zur Geschichte des Devil Monkey. Es wird darauf verzichtet, diesen wiederzugeben. Im Rahmen dieses Artikels werden alle von Benedict aufgezählten Informationen ohnehin detailliert zur Sprache kommen.


Wie immer bei umfangreichen Artikeln bieten wir die Literaturliste am Ende zum Download an.

 

Special service for our fans from abroad: With the last part at November, 10th, we will offer you the whole article as pdf for download in english.

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