DVDs: Filme und Unterhaltung

Lesedauer: etwa 5 Minuten
image_pdfimage_print

Filme mit Kryptiden? Aber sicher, von der Familienkomödie bis zum Ökothriller, vom subtilen Horrorfilm bis zum unfreiwillig komischen C-Splatter.

Kryptide sind gerne gesehene „Tiere vor der Kamera“, auch in Hollywood.


Ist der Weiße Hai ein Megalodon?

Mit Der Weiße Hai ist Steven Spielberg der Klassiker im Tierhorror-Genre gelungen. Meisterhaft lässt er die Charaktere der drei Hauptfiguren aufeinanderprallen, alles in der beengten Atmosphäre eines kaputten Bootes – bedroht von einem übergroßen Weißen Hai, beinahe ein Megalodon. Angesichts des überragenden Kammerspiels auf dem Boot ist der Hai selber nur Mittel zum Zweck.

 

In den Fortsetzungen spielt der Hai eine wichtigere Rolle, wobei die Interaktionen der Hauptpersonen weniger subtil werden und die Zahl der Opfer steigt.

 

Leider führte der Film dazu, dass Weiße Haie zu Hunderten gemetzelt wurden.

 


Dinosaurier im Kongo – das riecht nach Mokele M’bembe

Kein Horrorschocker, ein liebevoll gemachter Abenteuerfilm mit familientauglicher Story ist Baby – Das Geheimnis der verlorenen Legende, in dem eine Brontosaurierfamilie die Hauptrolle spielt. Nicht als Antagonisten, das können die Menschen hier viel besser, sondern als schützenswerte Überlebende im tiefen Dschungel.

 

Der Film trägt Züge der Mokele M’bembe-Geschichte und hat sicher zu ihrer Popularisierung in der Kryptozoologie beigetragen. Man sieht dem Abenteuerfilm sein Produktionsjahr 1985 an, aber die fehlende Perfektion wird durch liebevolles Ambiente mehr als wettgemacht. Schade, dass er so unbekannt ist.

 


Sasquatch, die Horror-Variante

Wer die typischen amerikanischen Dokus, bei denen sich ein Team aufgrund einer mehr oder weniger zufällig gefundenen Spur auf den Weg macht und etwas „erforscht“, von dem sie nur wenig Ahnung haben, liebt oder hasst, wird Bigfoot – Der Blutrausch einer Legende lieben.
Durch den Patterson-Gimlin-Film wird eine abgehalfterte TV-Reality-Show-Crew auf einen Mann aufmerksam, der angeblich einen toten Bigfoot in seiner Waldhütte aufbewahrt.

 

Der Rest beginnt, wie bei einer Verschwörung und endet als „who will survive“. Eher B-Movie als Kammerspiel, aber für Fans ein Muss. Der Rest kann drüber lachen.

 


Die Klassiker der Dino-Thriller

Als Steven Spielberg Michael Crichtons „Jurassic Park“ 1993 verfilmte, brach eine neue Ära an. Im Kino, wo die hyperrealistischen Dinosaurier für wahre Blockbuster-Schlangen sorgten. Sie brachen auch eine Welle der Spenden für die Paläontologie los, auf der diese Wissenschaft heute noch surft.

Dem Original, das 1993 auf dem Stand der Forschung war, folgten zahlreiche Fortsetzungen, die sich zu einem eigenen Universum entwickelten. Leider wurden die Computeranimationen mit der Zeit schlechter, die Stories dünner und die Dinos entwickelten sich anders, als ihr Bild in der Wissenschaft.

 

Dennoch unbedingt sehenswert:

 


Sasquatch – für die ganze Familie

Was tun, wenn einem auf einem Familienausflug ein Sasquatch zuläuft? Bigfoot und die Hendersons hat die Lösung. Harry ist riesig, zottelig, bärenstark, etwas tolpatschig, liebenswert und absolut friedfertig. Natürlich bringt er das Leben der amerikanischen Durchschnittsfamilie kräftig durcheinander – und dann gibts noch Jäger, die ihm ans Fell wollen.

Die gut inszenierte Komödie weist einige gute Einfälle, etwas Ironie auf den amerikanischen Lebensstil und auch ein wenig oberflächliche Ökologie auf.

 

Ein toller Familienfilm und für nicht wenige Kryptozoologen eine wundervolle Kindheitserinnerung.

 


 

Der Klassiker unter den Saurierfilmen: Reise in die Urwelt

Mit Reise in die Urwelt hat Karel Zeman einen Klassiker geschaffen, der auch 65 Jahre nach seiner Produktion noch sehenswert ist: Vier Jungen finden einen fossilen Trilobiten. Um ihn lebend zu sehen, machen sie sich auf den Weg mit einem Boot auf einem Fluss in eine Höhle.
Der Fluss bringt sie in die Urzeit, zunächst in die Eiszeit, dann ins Tertiär, ins Erdmittelalter und schließlich zu den lebenden Trilobiten ins Silur.Natürlich sind die Dinosaurierdarstellungen auf dem technischen und wissenschaftlichen Stand der 1950er Jahre: Känguru-Stellung, langsame, schwerfällige Bewegung in Stop-Motion-Technik, aber sehr liebevoll gemacht und die schauspielerischen Leistungen sind auch heute noch überzeugend. Es lohnt sich auf jeden Fall, die DVD zu kaufen.