Freitagnacht-Kryptos: 226 tote Schafe

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Handelt es sich bei diesem Leserbrief an eine Lokalzeitung um einen frühen Nachweis des Chupacabra?

 

Ländliches Wisconsin
Ländliches Wisconsin

 

aus dem Waukesha Freeman vom 24. August 1871

 

Mishicot, Wisconsin – Wir erfahren von Mr. Julins Linstedt, einem unserer Gönner in Mishicot, dass den Farmern in dieser Stadt in den letzten sechs Wochen zweihundertsechsundzwanzig Schafe zu Tode gekommen sind. Bisher konnten sie nicht herausfinden, welches Tier den Unfug anrichtet. Alle Schafe werden auf die selbe Weise getötet und ohne Zerreißen des Kadavers zurückgelassen. Es gibt keine Spuren von Gewalt. Sie fanden ein kleines Loch hinter den Ohren, aus dem das Blut gesaugt. Ansonsten bleibt der Kadaver in perfekter Form.

 

Wisconsin ohne Schafe
Nochmal Wisconsin, ebenfalls auf dem Land

 

Die Bauern sind alarmiert, weil sie befürchten, dass ihr gesamter Bestand diesem seltsamen Tier zum Opfer fällt, das alte Jäger für einen Panther halten. Der „Schutzenverein“ (sic.) ist auf die Jagd nach einem Manne aus. Wir haben wir allen Grund zu der Annahme, dass es einigen dieser guten Schützen gelingen wird, das Tier zu töten, was auch immer es sein mag. Die Aufseher der Stadt trafen sich am vergangenen Samstag und setzten eine Belohnung für den Fang des unbekannten Tieres aus. Aufgrund der Art der zugefügten Wunde neigen wir zu der Annahme, dass es sich um eine Fledermausart, das Phyllostoma-Spektrum oder die Vampirfledermaus von Neuspanien handelt. Es ist sehr selten und könnte einer reisenden Menagerie entkommen sein.

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