Wir lesen in der „Münchner oberdeutsche Staatszeitung“ vom 4. September 1801 auf S. 4:
„Auf der Insel Sumatra hat man bey dem englischen Fort Marlborough ein bisher unbekanntes Thier, das an Größe einem Kaninchen, an Gestalt des Kopfes, einem Schweine, und an Bildung der Füße einem Dammhirschen gleicht, gefangen, und in dem Magen desselben eine solche Menge Bezoar gefunden, daß der Werth desselben das Gewicht des Thieres an Golde zehnfach übertreffen soll (?).“
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Unter Bezoar versteht man unverdaute, im Magen verklumpte Speisereste, die man in der traditionellen Medizin für ein hochpotentes Heilmittel hielt. Fans der „Harry Potter“-Bücher ist der Bezoar als magisches Gegenmittel gegen fast alle Gifte geläufig.
Literatur:
Münchner oberdeutsche Staatszeitung, 4.11.1801, S 4