Kawekaweau – der Drache der Maorilegende

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Die Mythen der Ureinwohner Neuseelands beinhalten allerlei kuriose Geschöpfe. So finden sich etwa eine ganze Reihe von reptilienartigen Wesen wie der mokonui, der kumi, der gewaltige Te Ngarara Huarau oder der große menschenfressende taniwha. Seltsamerweise zeigten die Maori oft eine abergläubische Furcht vor vielen Reptilien. Sie töteten sie nicht selten und zerstörten ihre Nester wenn sich die Gelegenheit dazu bot.

Farnwald
Sind die Wälder Neuseelands Heimat des größten Geckos, den es je gab?

Eine dieser Echsen trug den Namen Kaweau oder Kawekaweau. Für diejenigen die ihn zu Gesicht bekamen, repräsentierte er die Vorfahren. Sein Erscheinen deutete darauf hin, dass es Zeit wurde diesen in der Geisterwelt beizutreten.
Vom Kawekaweau gibt es leider kaum Berichte aus erster Hand. Die meisten Beschreibungen stammen von Maori, die angaben dass ein Bekannter oder Verwandter ihn zu Gesicht bekommen haben will. Meist sollen solche Begegnungen „mehrere Dörfer entfernt“ stattgefunden haben.

 

Maori
Moderne Maori bei einer Vorführung. Tatsächlich handelte es sich um ein Volk erfolgreicher Jäger und Krieger.

 

Dies ist eigentlich keine besonders vielversprechende Basis zur Annahme dass dieses Wesen tatsächlich einen realen Hintergrund haben könnte, zu sehr scheinen die Angaben ein rein mystisches Tier zu beschreiben. Doch es existieren tatsächlich einige Aufzeichnungen von Maoris, welche angaben selbst einen Kawekaweau gesehen zu haben. Eine der interessantesten Beschreibungen wurde 1873 von W.G. Mair unter dem Titel „the existance of a large forest lizard, called by the maoris kaweau“ veröffentlicht:

 

 

„Im Jahre 1870 tötete ein Urewera-Häuptling einen unter der Rinde eines toten Rata (eine Baumart), er beschrieb es als etwa zwei Fuß lang, und so dick wie das Handgelenk eines Mannes; braun gefärbt, längsgestreift mit mattem rot.“

 

 

Diese Begegnung soll in Waimana stattgefunden haben, es gibt aber auch mögliche Berichte aus Wanganui und vom Waoku-Plateau, alles Orte welche sich auf der Nordinsel Neuseelands befinden.

 

 

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Spannung und Eigenständigkeit

In Neuseeland werden der Armeesergeant Taine McKenna und sein Trupp damit beauftragt, eine Gruppe Wissenschaftler in den Te-Urewera-Nationalpark zu begleiten. Eine ungewöhnliche Aufgabe für das Militär, obwohl die Wälder mit ihrem dichten Nebel und steilen Hängen tückisch sein können und zudem militante Separatisten in der Gegend ihr Unwesen treiben. Doch nichts konnte Taine und seine Männer auf die tatsächliche Gefahr vorbereiten, die sie dort erwartet. Ein Monstrum aus vergangener Zeit … oder ein real gewordener Dämon aus den Mythen der Maori?

 

Beutezeit ist von Lee Murray, einer der erfolgreichsten Phantastik-Autorinnen Neuseelands. Es ist am 5. August 2020 bei Luzifer erschienen und hat 368 Seiten.

 

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So groß wie eine kleine Brückenechse?

Es hieß auch vom Kawekaweau dass er etwa so groß wie eine kleine Brückenechse oder Tuatara gewesen sein soll, mit rötlicher Farbe und sich in Baumhöhlen versteckt haben soll. Nach anderen Quellen, welche ebenfalls das auffällige gebänderte Muster dieses Tieres erwähnen, hielt sich der Kawekaweau teilweise auch auf Bäumen auf, und soll in den tiefen Wäldern der Nordinsel noch wenigstens bis in die 60iger Jahre des 19. Jahrhunderts gelebt haben.

 

Tuatara
Die Brückenechse ist ein in Neuseeland vorkommendes „lebendes Fossil“.

 

Die Beschreibungen über das Aussehen und die Lebensart des Kawekaweau würden sehr gut auf eine große Echse passen, doch hier stellt sich natürlich die Frage, was für ein Reptil hierfür in Frage käme. Größere Reptilien kennt man aus diesem Teil der Erde überhaupt keine, und auch insgesamt ist die Anzahl der vorhandenen Gattungen aufgrund der abgelegenen Lage Neuseelands recht beschränkt. Als eine mögliche Identität wurde der Skink Oligosoma gracilicorpus vorgeschlagen, doch diese nur von einem einzigen Exemplar bekannte Art weißt eine Kopfrumpfänge von lediglich 97 mm auf, und das vorhandene Typusexemplar ist dazu noch völlig ausgeblichen, so dass keine Rückschlüsse auf die ursprüngliche Färbung gestellt werden können. Alles in allem ein sehr unwahrscheinlicher Kandidat für den Kawekaweau.

Der Zufall und ein mysteriöses Artefakt

Wahrscheinlich würden wir auch heute noch nur mit einem hohen Unsicherheitsfaktor sagen können, um was es sich beim Kawekaweau tatsächlich gehandelt haben könnte, hätte uns der Zufall nicht ein mysteriöses Artefakt in die Hände gespielt.

 

Hoplodactylus delcourti
Das einzige bekannte Exemplar von Hoplodactylus delcourti (Netzfund)

 

Es handelte sich dabei um einen recht unansehnlichen und nicht besonders gut präparierten Balg aus der Sammlung des Naturhistorischen Museums von Marseille. Die ausgestopfte und mit groben Stichen auf der Unterseite zusammengenähte Haut beinhaltete noch Reste des Schädels, sowie die Knochen der Gliedmaßen.

 

Hoplodactylus delcourti
Das Typusexemplar von Hoplodactylus delcourti dorsal (oben) und ventral (unten). (Netzfund)

 

Das Präparat wurde über viele Jahre zusammen mit unzähligen anderen Stücken ausgestellt. Viele tausende Besucher und Forscher müssen an ihm vorbeigelaufen sein, ohne seine Bedeutung zu erkennen. Erst Alain Delcourt nahm sich des alten Stückes an, über das keinerlei Informationen vorlag.

Die Kuratoren wussten weder woher es stammte, wann oder wer es gesammelt hat, noch was es überhaupt war. Umso größer war die Überraschung als sich zumindest über die Zugehörigkeit genaueres ergab, denn es handelte sich um einen Gecko. Aber nicht nur um irgend einen Gecko, sondern um nicht weniger als den größten Gecko der Welt, der noch dazu einer völlig unbekannten Art angehörte. Die Gesamtlänge beträgt volle 62 cm, wovon die Kopfrumpfänge 37 cm ausmacht. Bei dem Schwanz handelt es sich anscheinend um ein Regenerat, was bedeutet dass er, abhängig davon wann er seinen Schwanz verloren hat, ursprünglich sogar noch etwas länger gewesen sein könnte.

Wim Spiekman betrachtet Hoplodactylus delcourti
Taxidermist Wim Spiekman posiert mit Lupe vor dem Präparat (Foto: ay Pigney / Dominion Post)

 

Hoplodactylus delcourti ist der größte bekannte Gecko

Wie gewaltig diese Maße sind, verdeutlicht sich erst wirklich, wenn man sie mit jenen anderer Geckos vergleicht. Unter den mehr als 1200 bekannten Geckoarten erreichen weniger als 3% maximale dokumentierte Kopfrumpfängen von mehr als 13 cm, wie beispielsweise der auch in Terrarienhaltung häufig zu findende indonesische Tokee (Gekko gecko). Der Neukaledonische Riesengecko Rhacodactylus leachianus, welcher mit einem Exemplar aus der Sammlung des Bonner Zoologischen Institut A. Koenig, das eine Kopfrumpfänge von 240 mm aufweist. Dies ist bis dato der Größenrekord unter Geckos, wobei inzwischen mit 256 mm Kopfrumpflänge ein neuer Rekord für diese Art bekannt ist. Auch der erst 2006 beschriebene Uroplatus giganteus aus Madagaskar erreicht Kopfrumpflängen von mindestens 200 mm.

Uroplatus_giganteus
Uroplatus giganteus aus Madagaskar ist ein riesiger Gecko (Foto: Brian Gratwicke, CC 2.0)

Man kennt auch einige andere, inzwischen ausgestorbene Riesenformen von Geckos, der erst etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorbene Rodriguez-Nachtgecko Phelsuma gigas. Er lebte auf der Maskareneninsel Rodriguez und ihren Satelliteninseln und erreichte eine Kopfrumpfänge von 190 mm.

 

Der ausgestopfte Gecko aus Marseille übertrifft folglich die bisher bekannte maximale Kopfrumpfänge für Geckos um 54%, und es handelt sich dabei nur um ein einziges Exemplar, einzelne Tiere dieser Art mögen noch ein gutes Stück größer geworden sein. Für einen Gecko handelte es sich wahrlich um einen Giganten.

 

Hoplodactylus delcourti
Lebendrekonstruktion von Hoplodactylus delcourti, gezeichnet von Markus Bühler

 

Wo kommt das Tier her?

Nun war geklärt dass es sich bei der alten ausgestopften Echse um einen Gecko handelte, doch viel mehr war nicht bekannt. Eine genauere Untersuchung durch Aaron M. Bauer ergab dass sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter der Gattung Hoplodactylus handelte, welche ausschließlich auf Neuseeland vorkommt. Damit bestand eine ernstzunehmende Verbindung dieses in Ehren an Alain Delcourt Hoplodactylus delcourti genannten Geckos zum Kawekaweau. Hinzu kam aber noch ein weiteres, äußerst interessantes Merkmal. Er weist eine schmutzig gelbbraune Zeichnung auf und vom Nacken bis zum Bereich der Kloake ziehen zwei breite rötliche Streifen über den Rücken. Zweifellos haben die Farben nach vielen Jahrzehnten an Intensität verloren, außerdem scheint es dass die ohnehin schon nachgedunkelte Haut durch eine Behandlung mit einer Art Lack einen unnatürlich gelblichen Ton angenommen hat.

Regenwald Neuseelands, Heimat von Hoplodactylus delcourti
Was kreucht noch alles durch die Regenwälder Neuseelands?

Zu Lebenszeiten mag dieser Gecko wahrscheinlich von einem hellen Braun gewesen sein, und die beiden Streifen auf dem Rücken ziegelrot. In seiner Musterung ähnelte er damit sehr stark den neuseeländischen Streifengeckos der Gattung Toropuku. Diese gehörten früher ebenfalls zur Gattung Hoplodactylus, die Systematiker inzwischen aber in verschiedene eigene Gattungen aufgesplittet haben.

 

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Streifengeckos waren nur von Stephen´s Island und Maud Island im Marlborough-Sund bekannt. Erst 1997 wurde der Coromandel-Streifengecko auf der Coromandel-Halbinsel auch auf einer der neuseeländischen Hauptinseln entdeckt. Auch der Goldstreifengecko Woodworthia chrysosireticus welcher nur in der Taranaki-Region im Nordwesten Neuseelands und der winzigen Insel Mana Island vorkommt, ähnelt in seinem Muster sehr stark an Hoplodactylus delcourti.

Hoplodactylus delcourti
Eines der wenigen Modelle von Hoplodactylus delcourti, vom Naturhistorischen Museum in Lille (Foto: Lamiot, CC 4.0)

Was alles nicht bekannt ist

Über die Lebensweise von Hoplodactylus delcourti kann man freilich nur spekulieren, doch in Anbetracht der enormen Größe und der speziellen ökologischen Situation in dem vermuteten geographischen Ursprungsgebiet, könnten durchaus gewisse Besonderheiten bestanden haben könnten. Wahrscheinlich war er wie die bekannten Vertreter der Gattung Hoplodactylus ovovivipar, das heißt die Jungtiere schlüpften direkt nach der Eiablage.

Die Hoplodactylus-Arten sind gute Kletterer, die sich häufig auf Bäumen oder in Sträuchern aufhalten. Während des Tages verbergen sie sich nicht selten unter Steinen, umgestürtzen Baumstämmen oder ähnlichen Orten, und werden erst in der Nacht aktiv. Ihre Nahrungpalette ist relativ breitgefächert und beinhaltet neben allerlei Insekten und anderen Kerbtieren sowie Nektar, den sie aus Blüten lecken. In Anbetracht der enormen Größe von H. delcourti kämen aber auch andere Reptilien, Frösche, kleine Vögel und ihre Brut als mögliche Beute in Betracht. Vielleicht nahmen sie wie der Kaledonische Riesengecko auch Früchte zu sich.

Wie kam Hoplodactylus delcourti nach Marseille?

Nun lagen zwar leider keinerlei historische Informationen vor, wie dieser Gecko in die Sammlung des Marseiller Museums gelangt ist. Sehr wahrscheinlich ist er zwischen den Jahren 1833 und 1869 dorthin gelangt. Aus dieser Zeit existieren keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Neuzugänge des Museums. In der Zeit davor oder danach wird er nirgends erwähnt. Den verwandtschaftlichen Verhältnissen nach muss er ursprünglich irgendwo auf einer der Inseln im südwestlichen Bereich des Pazifischen Ozeans gelebt haben.

 

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Woodworthia maculata (Foto: Jaco Grundling)

 

Neukaledonien käme gut in Frage, da dies französisches Herrschaftsgebiet ist. Folglich kamen von dort auch große Mengen an zoologischen und botanischen Objekten in die Sammlungen der Museen Frankreichs. Allerdings stammen alle heutzutage im Museum befindlichen Objekte aus Neukaledonien aus dem Zeitraum von 1902 bis 1905. Außerdem sind aus diesem Gebiet keine Vertreter der Gattung Hoplodactylus bekannt. Da französische Wissenschaftler und Forscher einst auch auf der neuseeländischen Nordinsel sehr aktiv gesammelt haben, ist es am wahrscheinlichsten dass dieser Gecko tatsächlich von dort stammte. Möglicherweise aus der Gegend von Bay of Islands. Die Art der Präparation deutet stark darauf hin, dass das Präparat aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt, zudem hat England Neuseeland im Jahre 1840 in Besitz genommen, so dass es höchstwahrscheinlich aus der Zeit davor datiert.

Zusammengenommen mit den alten Bescheibungen der Maori scheint es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei dem Typusexemplar von Hoplodactylus delcourti tatsächlich um einen Kawekaweau handelt.

Zum Glück ist dieses eine Exemplar erhalten geblieben

Man kann von großem Glück reden, dass überhaupt dieses eine Präparat erhalten blieb, und Wissenschaftler seine Bedeutung erkannt haben. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer großer Inselformen von Echsen, welche nur von einem oder ganz wenigen Exemplaren bekannt sind. Forscher haben sie in historischer Zeit gesammelt, heutzutage sind sie höchstwahrscheinlich ausgestorben. Hierbei stellt sich unwillkürlich die Frage wie viele Arten in den letzten Jahrhunderten ausgestorben sind, ohne überhaupt jemals bekannt zu werden. Lagern noch ähnliche unerkannte oder vergessene zoologische Schätze in den Archiven alter Museen?

Karteikästen
Was mag noch alles in den Magazinen der Museen lagern?

Viele dieser Arten starben wohl primär dadurch aus, dass mit dem Menschen auch Ratten, Katzen und teilweise auch andere Säuger auf die Inseln gelangten. Sie setzten wahrscheinlich vor allem den Jungtieren der kleinen Riesenechsen zu.

 

Im Falle des Kawekaweau kamen auch noch großflächige Zerstörungen der ursprünglichen Wälder hinzu. Schon die Maoris brachten Pazifsche Ratten (Rattus exulans) mit. Diese breiteten sich enorm stark ausbreiteten und wirkten sich katastrophal auf die Kleintierfauna Neuseelands aus. Sie rotteten auch die Brückenechsen in vielen Gebieten aus.

Doch ist Hoplodactylus delcourti auch tatsächlich ausgestorben?

Zwar ist die Art nur von einem einzigen weit über 100 Jahre alten Exemplar bekannt. Es gibt keine jüngeren Berichte über Sichtungen dieser Echse. Doch das schließt nicht völlig aus, dass sich in abgelegenen Gegenden Restpopulationen dieser wahrscheinlich nächtlich lebenden und am Tage gut versteckten Riesengeckos erhalten haben könnten. Immerhin wurde der Harlekingecko Tukutuku rakiurae erst 1981 entdeckt, der Schwarzaugengecko Mokopirirakau kahutarae 1984 und der Takitimu Gecko (Mokopirirakau cryptozoicus) wurde sogar erst 2004 beschrieben. Es wäre nicht der erste Fall in dem man Reliktpopulationen von für ausgestorben gehaltenen Inselriesenformen kleinerer Echsen wiederentdeckt hat.

Neuseeland
Was sich in den Wäldern von Neuseeland verbirgt?

So wurden auf den Kanaren einige in teils winzigen Rückzugsgebieten überlebende Populationen verschiedener Rieseneidechsen der Gattung Gallotia wiederentdeckt. Oder der lange nur von einem einzigen Exemplar bekannte Terrorskink Phoboscincus bocourti welcher im Jahre 1876 beschrieben wurde, und erst 1993 auf der winzigen Île des Pins vor Neukaledonien wiederentdeckt wurde. Leider konnten vor allem viele Arten von Echsen nur noch dort überleben, wo sie vor Ratten und wildernden Katzen sicher waren. Von Menschen eingeführte Tiere haben schon ganze Populationen und vielfach sogar komplette Arten auf zahllosen Inseln der Welt ausgerottet. Teilweise sogar ohne dass bis dahin viel über die betroffenen Spezies in Erfahrung gebracht werden konnte.

 

Ob auch der Kawekawekau-Gecko in irgendeinem abgelegenen Winkel Neuseelands die Zeiten überleben konnte, ist nach wie vor fraglich. Bislang bleiben uns einzig die alten Überlieferungen der Maoris welche uns von diesem faszinierendem Tier berichten.


Literatur

Aaron M. Bauer & Anthony P. Russell (1986) Hoplodactylus delcourti n. sp. (Reptilia: Gekkonidae), the largest known gecko, New Zealand Journal of Zoology, 13:1, 141-148, DOI: 10.1080/03014223.1986.10422655 (Download)

 

Hitchmough, Rodney A.; Geoffrey B. Patterson, and David G. Chapple 2016. Putting a Name to Diversity: Taxonomy of the New Zealand Lizard Fauna. in: Chapple, D.G. (ed). New Zealand Lizards. Springer, pp. 87-108

 

Jewell, T.R. & Leschen, R.A.B. 2004: A new species of Hoplodactylus (Reptilia: Pygopodidae) from the Takitimu Mountains, South Island, New Zealand. Zootaxa 792: 1-11

 

Shuker, K. P. (2012). The encyclopaedia of new and rediscovered animals: From the lost ark to the new zoo – and beyond (pp. 179-181). Landisville: Pennsylvania.

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