Kryptozoologische Presseschau 17/2021

Lesedauer: etwa 15 Minuten
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Einen wunderschönen Sonntag wünschen wir euch, liebe Leserinnen und Leser,

 

kryptozoologisch haben wir eher ruhige 14 Tage hinter uns. Beide Bigfoot-Meldungen aus der letzten Presseschau sind wieder untergegangen, ohne dass irgendwelche Folgen erkennbar gewesen wären. Ansonsten gab es kaum spektakuläre Meldungen, die hier eine Art Schlagzeile wert gewesen sein könnten, wir haben jede Menge Meldungen aus der zweiten Reihe ausgegraben, die auch spannende Geschichten versprechen – man muss ihnen nur folgen.

 

Apropos spannende Geschichten. Es gab – sicher berechtigte – Kritik an der Redaktion, wieso wir nicht bei unserem Leisten, der Kryptozoologie blieben.

 

Insbesondere den Krieger fand ich wichtig und spannend, auch wenn’s keine Kryptozoologie ist. Ein Internetportal, das sogar den Begriff der Wissenschaft im Namen trägt, machte aus ihm einen Zwitter, mal wieder ein Hinweis darauf, dass Journalisten zwar zu vielem eine Meinung, aber von wenigem wirklich Ahnung haben.

Außerdem, so kam es aus prominentem Mund, hätten unsere beliebten „Kreaturen der Holzfäller“ nichts mit Kryptozoologie zu tun.

Wapaloosie
Die Wapaloosie hat sicher kein reales Vorbild, ist aber eine tolle Geschichte

Auch hier bin ich anderer Meinung. Kryptozoologie ist ja nicht nur die Suche nach möglichst spektakulären, unentdeckten Tieren. Kryptozoologie hat eine Menge mit Mythen und Legenden zu tun, und auch die Entstehung neuer Legenden sowie deren Erforschung ist Teil der Kryptozoologie. Zu den neuen Legenden gehören ganz sicher unsere „Kreaturen der Holzfäller“. Eine ähnliche „neue Legende“ bilden die Stories um den Mothman, der ja Teil der Kryptozoologie geworden ist.

 

Abgesehen davon: Niemand hat behauptet, dass die Späße, die sich die Holzfäller ausgedacht haben, ernst zu nehmen sind. Aber wer sagt, dass man über sein Hobby nicht auch lachen darf?

 

Post-Corona: Es geht wieder los

Apropos: Die ersten Veranstaltungen sind bereits wieder in der Planung. Markus Kretschmer von „Die weißen Steine“ und Autor des „Wort zum Sonntag“ plant bereits wieder die ersten Dino-Treffen. Am 10.9. in Eichstätt und 11.9. in Denkendorf werde ich vermutlich auch dabei sein.

Link zur Veranstaltungs-Seite von Markus

 

Viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

 

Eurer / Ihr

 

Tobias Möser

 

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Warum Eidechsen Liegestütze machen

Warum ist Gähnen ansteckend? Wachsen Fingernägel schneller als Zehennägel und wenn ja, warum? Gibt es Bigfoot wirklich? Diese und weitere Fragen beantwortet der kanadische Populärwissenschaftler und Fernsehmoderator Jay Ingram allgemein verständlich und mit viel Witz ohne dabei die Fakten außen vor zu lassen. Ergänzt durch humorvolle Illustrationen wird die Wissensvermittlung hier nicht zur staubtrockenen Angelegenheit, sondern zu Infotainment im besten Sinne des Wortes.

 

Wissenschaftlich korrekte Antworten auf Fragen, die uns täglich begegnen ist 2017 im Plassen-Verlag erschienen und hat 272 Seiten. Es ist als Taschenbuch und für den Kindle erhältlich.

 

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Die Meldungen im Einzelnen:

Werkzeuggebrauch bei Eisbären?

Können Eisbären Walrosse mit Eisblöcken erschlagen?

Dies ist ein echtes kryptozoologisches Problem, aber keines, was sich nur auf die Suche eines unbekannten Tieres beschränkt. Im Gegenteil: Das Tier ist lange bekannt, zahlreiche Menschen kennen Eisbären aus Zoos, Dokumentationen und als Stofftiere. Kryptozoologisch hingegen ist ein Verhalten, das von Eingeborenen beschrieben und von westlichen Wissenschaftlern bisher nicht bestätigt wurde:

Eisbär tötet Walross mit Felsen
So stellte sich der französische Entdecker Charles Francis Hall 1865 vor, wie ein Eisbär mit einem Felsen ein Walross tötet. Ein Inuit hatte ihm davon erzählt.

Die Inuit berichten schon lange davon, dass Eisbären Felsblöcke oder Eisstücke verwenden, um wehrhafte Walrosse zu erschlagen. Frühe Entdecker haben das ebenso ignoriert wie moderne Wissenschaftler. Der Eisbär-Spezialist Ian Stirling sagt hierzu „Ich habe generell beobachtet, dass das, was einem ein erfahrener Inuit-Jäger erzählt, ernst zu nehmen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch korrekt ist.“ Dennoch bleibt das Problem: Es gibt weder (westliche) Beobachtungen noch Experimente hierzu.

 

Aus den 1700er-Jahren gibt es Beobachtungsberichte, nach denen Eisbären mit Felsen oder Eisblöcken nach Walrossen geworfen haben, um sie zu töten. Sie stammen aus Grönland und der östlichen kanadischen Arktis. Möglicherweise haben sie sich nicht durchgesetzt, weil solche Berichte anderen Gegenden fehlen.

 

Bestätigung hingegen könnte aus den Zoos kommen. Der Eisbär GoGo aus dem Zoo in Osaka, Japan genoss bereits in den 1990ern „behaviour enrichment“. Die Pfleger hängten ein Stück Fleisch jenseits seiner Reichweiter auf. Der Bär begann sofort, mit Spielsachen wie einem Rohr, einem Stück Holz und einem Ball danach zu werfen.

 

Quelle: ifl-science, Originalarbeit: DOI: 10.14430/arctic72532


Mittelmeer-Mönchsrobbe „Kostis“ getötet

2018 rettete ein Fischer bei Sturm eine geschwächte Mönchsrobbe. Sie wurde von Tierschützern aufgepäppelt und hat sich zu einer Art Maskottchen auf der griechischen Insel Alonissos entwickelt. Die Organisation zum Schutz der Mittelmeer-Mönchsrobbe MOm meldete Ende letzten Monats: „Die unschuldige und ahnungslose Robbe wurde aus nächster Nähe mit einer Harpune hingerichtet.“

 

Mittelmeer-Mönchsrobbe
Mittelmeer-Mönchsrobbe (Foto: V. Andreou)

 

Mittelmeer-Mönchsrobben sind vom Aussterben bedroht. Seit der Antike jagen Fischer im gesamten Mittelmeer die großen, oft dunkel gefärbten Robben als „Fischdiebe“. Aufgrund umfangreicher Schutzmaßnahmen konnte der Rückgang der Tiere im 21. Jahrhundert gestoppt werden. Die größten Bestände haben sich in der griechisch-türkischen Inselwelt mit etwa 300 Tieren halten können.


 

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Das verborgene Leben der Meisen

Sie gehören zu den beliebtesten Vogelarten in unseren Gärten und Parks: die Meisen. Klug und anpassungsfähig haben sie sich mit uns Menschen bestens arrangiert und erfreuen uns das ganze Jahr mit ihrem Gesang. Dennoch gibt es vieles im Leben der possierlichen Vögel, das uns bislang verborgen blieb.
Wussten Sie zum Beispiel, dass Meisen der Vielweiberei frönen, Fledermäuse töten, weil deren Gehirn besonders lecker schmeckt, und sich in der Luft wie fliegende Dinosaurier verhalten? Andreas Tjernshaugen, Ornithologe aus Leidenschaft, hat ein Jahr lang aus nächster Nähe ihre Gewohnheiten beobachtet und zeigt, was wir über diese Vögel alles nicht wissen, und enthüllt uns eine faszinierende Welt direkt vor unseren Augen.

 

Das verborgene Leben der Meisen ist 2019 im Insel-Verlag erschienen und hat 233 Seiten. Es ist als gebundenes Buch, Taschenbuch und für den Kindle verfügbar.

 

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Zwei Höhlenlöwen-Junge im Permafrost weiter untersucht

Die beiden Höhlenlöwen-Jungen „Sparta“ und „Boris“ wurden bereits vor einigen Jahren im Permafrost Sibiriens entdeckt. Aktuelle Ergebnisse von Untersuchungen wurden im Quarternary-Journal publiziert. Bereits vor einigen Jahren haben Forscher aufgrund genetischer Untersuchungen die Höhlenlöwen als Panthera spelaea vom heutigen Löwen Panthera leo abgetrennt.

 

Permafrost-Schichten am Ufer eines Flusses in Yakutien (Foto: Luke Griswold-Tergis)

 

Nun folgt eine morphologische Abtrennung, bei der die beiden Jungtiere sowie Höhlenzeichnungen eine wichtige Rolle spielen. Sparta ist ein weibliches Jungtier, das vor etwa 28.000 Jahren starb. Sie gilt als die besterhaltene Permafrostmumie, die bisher gefunden wurde. Ihr Fell ist so gut konserviert, dass es mit heutigen Löwen verglichen werden kann – es zeigt kaum Unterschiede.

Boris ist etwa 43.500 Jahre alt, er starb, wie Sparta bei einem Erdrutsch. Knochen und Schädel waren gebrochen, die Körper verformt.

 

Höhlenlöwen waren im Pleistozän in Eurasien und Nordamerika weit verbreitet. Sie waren vermutlich etwas größer als rezente Löwen. Die Art starb mit dem letzten Aussterbeevent am Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 14.000 Jahren aus.


Tschechien: Stumpfkrokodil entlaufen

In der tschechischen Großstadt Ostrava ist ein Stumpfkrokdil entkommen. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem 5 Jahre alten Tier, das 24.7. dem Halter ausgebüxt ist. Angeblich sei es flink genug, um Hunde und Katzen zu jagen.
Wahrscheinlicher ist, dass sich die kleine Panzerechse von Ratten, Nutrias und Bisam sowie Fischen ernährt.
Das Tier war bis zum Redaktionsschluss flüchtig. Stumpfkokodile bleiben kleiner als 2 m Gesamtlänge.


Liebesleben der Riesenhaie

Über das Liebesleben der zweitgrößten Fische der Welt ist wenig bekannt. Bisher kannte man nur eine Aufnahme von einem Zirkelschwimmen mehrerer Tiere in der britischen Nordsee. Nun zeigten die gigantischen Planktonfresser bei den Hebriden Balzverhalten. Sie schwimmen dabei sehr langsam (noch langsamer als sonst), Seite an Seite, Nase an Schwanz oder die Brustflossen berühren sich. Das machen sie in größeren Gruppen, bis zu 13 Individuen wurden gezählt. Kopulationen konnten die Wissenschaftler noch nicht beobachten.

 

Der Riesenhai ist die zweitgrößte Haiart
Riesenhaie kommen regelmäßig in schottische Gewässer

 

„Es könnte sein, dass diese Nahrungs-Hotspots den einzeln lebenden Tieren die Möglichkeit bieten, sich zu treffen.“, sagt Jessica Rudd von der University of Exeter. Insbesondere die kleinen Inseln der Inneren Hebriden um Coll und Tiree sind für große Zahlen von Riesenhaien bekannt, die hier im Sommer Plankton fressen. Dort wurden sie Jahrhunderte lang gejagt, zuletzt von Wissenschaftlern, die sie markierten und mit einfachen Sendern versahen.

 

Ein großer Fortschritt in der Forschung machten Tags mit Videokameras und Langzeitspeicher. Nun können die Forscher nicht nur sehen, wo ein Fisch ist, sondern auch, warum er dort ist. „Es ist ein beeindruckendes Video, in dem ein Hai aus 77 m Tiefe emporsteigt, die Oberfläche durchbricht und sich zurück ins Wasser fallen lässt.“, erklärt Rudd.

Eine weitere neue Erkenntnis war, dass die Haie 88% der hellen Tagesstunden in der Nähe des Meeresbodens verbrachten und dort hauptsächlich fraßen. Dies hilft, Schutzzonen für die Fische einzurichten, in denen beispielsweise keine Grundschleppnetze eingesetzt werden dürfen.

 

Der Guardian berichtete, die Originalarbeit steht in den Plos One.


Japan: 2 weiße Orcas beobachtet

Mitarbeiter und Gäste des Whale-Watching-Unternehmens GojirajwaKanko in Japan haben zwei weiße Orcas in einer Gruppe normal gefärbter Wale beobachtet. Die Gruppe schwamm am 24. Juli durch die Kunashirskiy-Straße im Osten der Nordinsel Hokkaido. Bei den Tieren handelt es sich um ein Männchen und ein Weibchen, insbesondere das Weibchen zeigt zahlreiche dunkle Kratzer in der Haut.

 

 

Fotos: Rina Nagashima, GojirajwaKanko


Mastodonsaurus-Unterkiefer in Bayern gefunden

Mastodonsaurus-Fossil
Mastodonsaurus giganteus-Fossil aus dem Staatlichen Museum für Naturkunde, Stuttgart; Foto: Ghedoghedo CC BY-SA 3.0

 

In einem Steinbruch in Rauhenebrach (Landkreis Haßberge, Unterfranken) hat ein Mitarbeiter einen mehr als einen halben Meter langen Unterkiefer eines Mastodonsaurus entdeckt.

Trotz des Namens hat das Tier weder etwas mit den Mastodons (ausgestorbenen Elefanten) noch mit Dinosauriern zu tun. Es stammt aus einer wesentlich älteren Periode, dem Mittel- und Obertrias, vor ca. 250 bis 200 Millionen Jahren. Er gehörte zu den größten Amphibien überhaupt und konnte bis zu 5 m Länge erreichen.

 

Die weltweit meisten Funde Mastodonsaurus stammen aus deutschen Steinbrüchen gefunden, unter anderem Kupferzell, Crailsheim, Rothenacker und in der Eifel. Dies ist der 18. deutsche Fund.


Nashorn-Wilderei in Südafrika nimmt wieder zu

Nachdem sie die Nashornbestände in Ost- und Zentralafrika zusammengeschossen haben, „widmen“ sich Wilderer nun dem relativ großen Nashornbestand in den Savannen Südafrikas. Die Behörden haben zahlreiche Wilderer und Schmuggler festgenommen, auch mit der Hilfe von Hunden (wir berichteten).

 

Breitmaulnashorn Kruger Natuonalpark
Breitmaulnashorn im Krüger-Nationalpark

 

In der ersten Jahreshälfte 2021 haben Wilderer insgesamt 249 Nashörner erschossen. Dies sei höher als in der Vergleichsperiode im vergangenen Jahr, aber geringer als 2019. „Insgesamt wurden landesweit 125 Menschen wegen Wilderei oder Schmuggels von Nashorn-Horn festgenommen – 20 davon wurden bereits verurteilt.“ teilte die Umweltministerin Barbara Creecy mit.

 

Soweit die Meldung von n-tv. Würde eine solche Festnahme in Deutschland passieren, würde die Polizei die Personalien aufnehmen, das Gewehr sicherstellen und den Wilderer nach Hause schicken. Ein Prozess würde frühestens in 2 Jahren beginnen. Südafrika hat nach höchstens einem halben Jahr bereits 15% der Verdächtigen verurteilt.


Giraffen haben ein komplexes Sozialverhalten

Möglicherweise war es ihre Größe oder ihre ungewöhnliche Körperform, die die Forscher fasziniert hat. So konnte das Sozialverhalten von Giraffen nie ausgiebig erforscht werden – bis heute. Wissenschaftler der Uni Bristol haben in der Mammal Review eine ausgiebige, aktuelle Zusammenfassung, ein Review-Paper über das Verhalten dieser ungewöhnlichen Tiere veröffentlicht. Dabei haben sie sagenhafte 404 Paper zum Verhalten von Giraffen bearbeitet.

Bis in die 2000er Jahre ging man davon aus, dass die auffälligen Afrikaner gar keine sozialen Strukturen haben, denn die Zusammensetzung ihrer Gruppen änderte sich nahezu täglich.

Giraffengruppe am Lake Nakuru, Kenia
Giraffengruppe im Lake Nakuru-Nationalpark in Kenia

Die Ergebnisse haben verblüfft. Weibliche Giraffen verbringen etwa 30% ihres Lebens im Klimakterium, also jenseits des fortpflanzungsfähigen Alters. Dies ist ein Schlüssel zu einem komplexen Sozialleben, wie bei Elefanten (23%) und Orcas (35%). Evolutionär ist das nur zu rechtfertigen, wenn „Großmütter“ Überlebensvorteile für deren Kinder und Kindeskinder bringen.

Ein ausführlicherer Bericht über die Arbeit steht in den SciNews


Wie sich Große Pandas an die Bambus-Nahrung anpassten

Pandabär frisst an Bambus
Pandabärin Meng Meng im Jahr 2017, wie fast immer: sie frisst Bambus. Foto: Zoo Berlin

 

Professor Pekka Vallittu und Kollegen aus Finnland und China haben die Anpassung des Riesenpandas an Bambus untersucht. Dabei konnten sie folgendes feststellen:

Die Umstellung vom omnivoren Bär zum Vegetarier mit hohem Bambusanteil hat während des späten Miozäns und frühen Pleistozäns stattgefunden. Sie war vermutlich mit gewaltigen Bambus-Ressourcen verbunden.

Der Anpassungsprozess endete mit einer starken Veränderung der Kopfform und der Form der Zähne und des Gebisses.

Das Darm-Biom (Summe aller Mikroorganismen im Darm) hat sich nicht an die Bambus-Diät angepasst. Das zeigt ein offensichtliches Defizit an Zellulose- und Hemizellulose-abbauenden Enzymen sowie die raubtierartige Anatomie des Verdauungssystems.

 

Die komplette Studie ist in den scientific reports erschienen.


Neu beschrieben:

 

Aliaporcellana spongicola, Abb. aus der Erstbeschreibung

 


Kurz gemeldet

Rezent im Meer

  • Der selbst ernannte „Shark Rider“, der 32-jährige Australier Aaron Moir wurde bekannt, als er 2014 aus dem Boot auf einen Hammerhai sprang und dies filmte. Das wiederholte er mehrmals.  Diesmal ging der Stunt spektakulär schief: Als Moir auf einen Hai, vermutlich einen Zitronenhai, sprang, verweigerte dieser die Mitarbeit und biss den „Shark Rider“ insgesamt dreimal. Der schwer verletzte Moir musste daraufhin 15 h lang an Land gefahren werden, von wo aus er ins Krankenhaus nach Perth, Westaustralien geflogen wurde.
    Dummheit tut doch manchmal weh, vor allem wenn sie sich einen Hai als Werkzeug nimmt.

Strandfunde

Entenwale
Zwei in Donegal, Irland gestrandete Entenwale. Foto: Thomas & Louise Coleman
  • Die Cambridge University Press hat ein Paper veröffentlicht, das (alle?) dokumentierten Strandfunde von Walen an der deutschen Nordseeküste zwischen 1604 und 2017 aufführt. Die Wissenschaftler um Carl Christian Kinze zählen dabei nur den Hafenschweinswal Phocoena phocoena als einheimische Art, jedoch 18 weitere Arten, die an der Küste Deutschlands gestrandet sind:
    – Weißschnabeldelfin Lagenorhynchus albirostris,
    – Großer Tümmler Tursiops truncatus,
    – Atlantischer Weißseitendelfin Lagenorhynchus acutus,
    – Gemeiner Delfin Delphinus delphis,
    – Streifendelfin Stenella coeruleoalba,
    – Risso- oder Rundkopfdelfin Grampus griseus,
    – Langflossen-Grindwal Globiocephala melas,
    – Orca Orcinus orca,
    – Beluga Delphinapterus leucas,
    – Narwal Monodon ampullatus,
    – Sowerby-Schnabelwal Mesoplodon bidens,
    – Nördlicher Entenwal Hyperoodon ampullatus,
    – Pottwal Physeter macrocephalus,
    – Atlantischer Zwergwal Balaenoptera acutorostrata,
    – Seiwal Balaenoptera borealis,
    – Finnwal Balaenoptera physalus,
    – Blauwal Balaenoptera musculus,
    – Buckelwal Megaptera novaeangliae.
    Das Paper ist als Volltext im Netz verfügbar

Rezent an Land

  • In Haldensleben im Landkreis Börde ist am 25.7. ein 3 m langer Netzpython ausgebrochen und bisher nicht wieder eingefangen worden. Der Besitzer des Tieres war zu dem Zeitpunkt in medizinischer Behandlung. Eine aufwändige Suche, sogar mit Drohnen war bisher erfolglos.
    Der MDR weiß mehr.
  • Französische Behörden warnen vor Honigprodukten wie „Black Horse Honey“ oder „Jaguar Power“, die aphrodisierend wirken sollen. Sie enthielten, so die Behörden, künstliche Inhaltsstoffe, die nicht auf der Zutatenliste aufgeführt sind und die gefährliche Nebenwirkungen haben. Dem angeblichen Naturprodukt seien die Wirkstoffe von Viagra oder Cialis beigemischt.
    Quelle: ntv.de
  • in Villingen-Schwenningen ist eine zweiköpfige Boa constrictor geschlüpft. Die mittlerweile drei Monate alte Schlange ist wohlauf, beide Köpfe fressen und können sich sogar um Beute streiten. Mittlerweile sind einige youtube-Videos über das Tier im Umlauf.
  • Eichhörnchen scheinen cleverer zu sein, als gedacht. Forscher der Universität von Kalifornien haben Fuchshörnchen (Sciurus niger) untersucht, wie sie mit unterschiedlicher Beschaffenheit von Ästen umgehen. Die umfangreichen Ergebnisse haben sie in Science veröffentlicht, eine Kurzzusammenfassung liefert einmal mehr n-tv.

 

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Deinen ersten Wal vergisst du nie …

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Deinen ersten Wal vergisst Du nie… ist 2019 bei Frankh-Kosmos erschienen, hat 160 Seiten und ist als gebundenes Buch oder für den Kindle erhältlich.

 

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Nach Redaktionsschluss erreichte uns noch folgende Meldung:

Neandertaler hatte vermutlich dunklere Haut als angenommen

Genetiker haben herausgefunden, dass die Vorfahren der Jetztmenschen vor zehntausenden Jahren in Europa vermutlich noch dunkle Haut hatten. Erst mit Sesshaftwerden und Getreideanbau seien die Menschen hellhäutiger geworden.

 

Portrait eines Modells eines älteren Neanderthaler-Mannes
Neanderthaler-Modell aus dem Neanderthal-Museum in Mettmann. Vermutlich geht er in Ruhestand und wird durch einen Kollegen mit dunklerem Teint ersetzt.

 

Für den Neandertaler, der mit dem Jetztmenschen gemeinsame Vorfahren teilt, nehmen die Forscher das selbe an, auch wenn es bisher nicht belegt werden kann. Das Neanderthal-Museum in Mettmann wird deswegen zunächst sein berühmtestes Modell gegen eine neue Plastik mit dunklerem Teint austauschen. Die acht anderen Modelle müssen aus Kostengründen zunächst noch hellhäutig bleiben.


 

Zu guter Letzt:

 

 

 

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