Kryptozoologische Presseschau 44/2020

Lesedauer: etwa 15 Minuten
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Liebe Leserinnen und Leser,

 

einen schönen dritten Adventssonntag und herzlich Willkommen zur letzten kryptozoologischen Presseschau vor Weihnachten. Nächste Woche ist ja Markus mit seinem „Wort zum Sonntag“ wieder am Start.

Nun ist passiert, was früher oder später passieren musste. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass meine Erfahrung mit Bildanalyse und Bildbearbeitung mir im Vorherein immer sagt „da ist etwas seltsam“ und mich dieses Gefühl nicht täuscht. Mir war aber auch klar, dass irgendwann jemand kommt und ein Bild oder einen Film so perfekt nachmacht, dass ich es nicht intuitiv oder durch eine sachliche Analyse aufdecken kann. Dies ist nun geschehen:

 

Der Rugby-Club Halifax RFLC hat seinen eher technisch klingenden Namen in eine „animalischere“ Variante geändert und firmiert nun als Halifax Panthers. Um das bekannt zu machen, haben die Werbeverantwortlichen den Mythos der British Big Cats aufgegriffen und an drei emotional beladenen Punkten der Stadt einen schwarzen Panther auftauchen und vor die Kameras laufen lassen. Die Hoffnung, dass diese Bilder viral gingen und sich im Netz von selbst verbreiteten, ist aufgegangen. Sogar ein deutsches Portal zur Kryptozoologie feierte einen deutlichen Hinweis auf eine große, schwarze Katze in Nordengland.

 

Dankenswerterweise hat die (beteiligte?) Zeitung, der Halifax Courier die Sache wieder aufgelöst, aber der Schaden ist entstanden. Wir können nur den Artikel mit einer entsprechenden Nachricht versehen und euch, liebe Lesern für die Falschinformation um Entschuldigung bitten.

 

Unbekannte Schnabelwal-Art entdeckt

Doch diese Woche scheint es eine weitere, wichtige Nachricht aus der Kryptozoologie zu geben. Die oft sehr durchsetzungsstark agierende Umweltschutzorganisation Sea Shepards hat im Pazifik vor Mexiko einen bisher nicht identifizierbaren Schnabelwal fotografiert. Optimisten gehen von einer bisher unbekannten Art aus. Weiteres unten.

 

Nachdem ich beim letzten Mal zu meiner Meinung zu Corona einiges an Zuschriften bekam, werde ich mich -auch aufgrund der sich schnell ändernden Vorgaben- zurückhalten. Ich rufe nach wie vor dazu auf, zuhause zu bleiben und sich bei jedem Gang nach draußen oder sogar in ein Geschäft zu überlegen, ob es sein muss und wie man Kontakte vermeiden kann.

 

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen, bleibt zuhause und bleibt gesund!

 

Eurer / Ihr

 

Tobias Möser

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Violettes Gemüse zu Weihnachten?

Wem noch die letzte Idee für einen Naturfreund zu Weihnachten fehlt, dem ist hiermit geholfen. Das Samenset enthält 7 historische Gemüsesorten, die durch violette Farbe imponieren. Natürlich gibt es auch eine ausführliche Aussaat-, Anzucht- und Pflegeanleitung dazu.

Das Set enthält jeweils ein Tütchen folgender Sorten:

  • Violette Möhre ‚Schwarze Spanische‘ (Daucus carota)
    Eine echte samenfeste violette Karottensorte, die auf die ursprüngliche Ur-Möhre zurückgeht mit etwas würzigerem Geschmack.
  • Grünkohl ‚Roter Russischer‘ (Brassica oleracea convar. acephala var.sabellica)
    Eine robuste, sibirische Grünkohlsorte mit ganz erlesenem Geschmack, deren Blätter sich mit der Sonneneinwirkung rötlich verfärben.
  • Knospenkohl ‚Purple Sprouting‘ (Brassica oleracea)
    Eine sehr ertragreiche Knospenkohlsorte mit rötlichen, kleinen, knackigen Brokkoliröschen, die einzeln stehen und ständig nachwachsen.
  • Kohlrabi ‚Blauer Delikatess‘ (Brassica oleracea var. gongylodes)
    Diese Sorte macht violette, leckere Kohlrabiknollen. Optisch eine echte Augenweide und geschmacklich zart schmelzend.
  • Violetter Rosenkohl ‚Red Ball‘ (Brassica oleracea)
    Eine mild-süßliche Rosenkohlsorte, deren Lilafärbung mit zunehmend kälteren Temperaturen im Herbst immer intensiver wird.
  • Radicchio ‚Palla Rossa‘ (Cichorium intybus var. foliosum)
    Eine traditionelle italienische Radicchiosorte aus Chioggia, die kugelige Köpfe in schönem dunklen Weinrot bildet und den typischen etwas bitteren Geschmack hat.
  • Rotkohl ‚Schwarzkopf‘ (Brassica oleracea)
    Eine unkomplizierte und pflegeleichte Rotkohlsorte mit ausgezeichnetem Geschmack, die das ganze Jahr über angebaut werden kann.

Violettes Gemüse – Samen-Geschenkset mit 7 alten Gemüsesorten in lila-violetten Farbtönen stammt vom bekannten Hersteller Magic Garden Seeds und wird in einer hübschen und umweltfreundlichen Geschenkbox geliefert.

 

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Die Meldungen

 

Haben die Sea Shepards eine unbekannte Wal-Art entdeckt?

Am 8.12.2020 haben die Sea Shepards auf ihrer Website von der Entdeckung einer bisher nicht zu identifizierenden Schnabelwalart berichtet. Forscher an Bord des Hochsee-Seglers Martin Sheen beobachteten am 17. November drei Wale, die nahe dem Schiff an der Oberfläche schwammen. Da eine der Aufgaben der Reise war, die Schnabelwale bei den San Benito-Inseln vor Niederkalifornien (Mexiko) zu beobachten, waren drei Schnabelwalspezialisten an Bord. Sie konnten die Tiere weder anhand der Beobachtung noch an Unterwasserfotos oder ihrer Lautäußerungen identifizieren.

 

Neuer Schnabelwal?
Die unbekannte Schnabelwal-Art. Foto: Simon Ager/Sea Shepherd Conservation Society

 

Die Sea Shepards spekulieren mit gutem Recht darauf, dass es sich um eine „neue“, unbekannte Art der Schnabelwale handelt. Da bei der Expedition auch Umwelt-DNA (eDNA)-Proben gesammelt wurden, stehen die Chancen gut, hier einen genetischen Nachweis zu erhalten.

„Wir sahen etwas Neues. Etwas, das wir nicht in dieser Gegend erwartet haben, das nicht zu Bekannten passt, egal ob vom Aussehen oder akustisch. Das ist etwas Unbekanntes“, sagte Dr. Jay Barlow, Wissenschaftler auf der Expedition. Barlow ist ein führender Experte in Sachen Schnabelwale, wenn er mit etwas Neuem rechnet, dann ist das realistisch. Im Netz wird die Art bereits als Mesopolodon x bezeichnet. Ich bin sicher, wir werden in Zukunft noch von ihr hören.

 

unbekannter Schnabelwal
Markus Bühlers Zeichnung des unbekannten Schnabelwals

 

Ein kryptider Wal: Mesoplodon x

Im Jahr 2018 haben Forscher der Sea Shepards ein akustisches Signal nahe der San Benito-Inseln aufgenommen, das keiner bekannten Walart zugeordnet werden konnte. Das als „BW43“ bezeichnete Signal war auch von der Küste Kaliforniens bekannt. Wissenschaftler haben es provisorisch dem kaum bekannten Perrin-Schnabelwal Mesoplodon perrini zugeordnet. Diese Art wurde erst 2002 anhand von Altfunden aus den 1990ern beschrieben.

 


Lage der San Benito-Inseln. Die Entdeckung passierte etwa 100 Meilen nördlich.
 

Schnabelwale gelten als die am wenigsten erforschten Wale. Die Tiere leben üblicherweise alleine oder in kleinen Gruppen und bevorzugen die hohe See. Häufig findet man sie über tiefen Meeresgebieten. Sie gelten als Tieftaucher, die über 1000 m tief herabtauchen, um dort nach Kalmaren, Tintenfischen, Kraken, aber auch Fischen zu suchen. Oberhalb von etwa 500 m verhalten sich die Tiere oft sehr ruhig, so dass sie mit den üblichen Unterwassermikrofonen kaum zu hören sind.

 

Immer wieder haben Wissenschaftler auch in den letzten Jahren „neue“ Schnabelwalarten beschrieben. Zuletzt 2019, als die kryptozoologisch schon lange bekannte Art Berardius minimus ihren Namen erhielt. Einige Arten sind nur von einer einstelligen Zahl von Strandungen bekannt, bei einer anderen Art kannte man bis 2010 nur einzelne, subfossile Schädel.

Hier ist kryptozoologisch noch einiges möglich. Wer weiß, ob nicht noch mehr unbekannte Schnabelwale in den Ozeanen tauchen?


Großkatze auch in Wales?

Obwohl sich die Großkatze im nordenglischen Halifax in die Überwachungskameras geraten ist, als Fake herausstellte, gibt es ähnliche Aufnahmen eines dunklen Tieres unbekannter Art aus Wales. Toby Matthews, 32, fotografierte am Mittwoch, 18.11. gegen 20:30 Uhr Ortszeit ein Tier im Wood Pit Nature Reserve, in Coed Talon, North Wales.

 

Dies ist nach Angaben der Sun die zweite Großkatzensichtung binnen eines Monates in Flintshire. Matthews ist sich sicher, dass es sich bei dem fotografierten Tier um einen Puma handelt. Eine weitere Großkatze wurde im Mai diesen Jahres beim Prince Charles Hospital in Merthyr Tydwil, Wales beobachtet.


Ein weiterer Wolf im Schwarzwald?

Ein Wolf liegt auf einer Baumwurzel
Der Wolf kommt, die Frage ist, wie die Gesellschaft mit ihm umgeht.

An einem gerissenen Schaf in Merzhausen ist durch Gen-Analyse ein weiterer Wolf identifiziert worden, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums am 3.12. mit. Es handele sich nicht um die beiden bekannten Tiere GW852m und GW1129m. „Ob sich der Wolf noch im Schwarzwald aufhält oder weitergezogen ist, lässt sich nicht sagen“, hieß es weiter.

NRW-Wolf stammt aus den Alpen

Noch weiter nach Norden hat es ein Wolf geschafft, der in Viersen, an der Grenze von NRW an die Niederlande ein Schaf gerissen hatte. Das LANUV NRW konnte den Wolfsrüden eindeutig der Alpenpopulation zuordnen. Eine Identifizierung des Ursprungsrudels war jedoch nicht möglich.


Zauneidechse wieder Reptil des Jahres

Im zweiten Jahr in Folge ist die Zauneidechse wieder „Reptil des Jahres“. Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) beließ damit diesen Titel ungewöhnlicherweise bei dem Tier, das ihn auch schon letztes Jahr getragen hat. „Die wunderschöne, vielerorts gefährdete Eidechse bekommt somit eine zweite Chance, um nach dem verlorenen Corona-Jahr erneut in den Fokus zu rücken“, sagte DGHT-Geschäftsführer Axel Kwet der Deutschen Presse-Agentur.

 

Zauneidechse
Zauneidechse

 

Die Zauneidechse Lacerta agilis gilt in Deutschland noch nicht als gefährdet, ist aber auf der Vorwarnliste. Fachleute befürchten, dass sich ihre Lage in den nächsten Jahren deutlich verschlechtert. Es gibt immer seltener Ödland, das lebenswichtig für diese Eidechsen ist.

Zauneidechsen kommen immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie als Indikatorart für schützenswerte Biotope gelten. So wurden ihretwegen schon Autobahnen und Bahnstrecken verlagert und ein Gefängnisneubau an einer anderen Stelle realisiert.


Biofluoreszenz beim Schnabeltier

Das Schnabeltier ist als überlebendes eierlegendes Säugetier an sich bereits eine Besonderheit. Doch jetzt wird es noch rätselhafter: Sein Fell absorbiert ultraviolettes Licht der Wellenlänge von 200 – 400 nm und wandelt dies in sichtbares Licht um. Dieser Vorgang, der Fluoreszenz genannt wird, ist jedem Diskobesucher bekannt: Im „Schwarzlicht“ leuchten bestimmte Farben oder Strukturen in ungewöhnlichen Farben, während alles andere dunkel bleibt.

 

Schnabeltierfell unter UV-Licht unterschiedlicher Wellenlänge. Abb. aus der Originalarbeit

 

Biofluoreszenz kommt im Tierreich regelmäßig vor, wir Menschen sehen sie so gut wie nicht, da die Fluoreszenz in der Regel zu schwach ist. Einige Katzenhaie zeigen dieses Phänomen, ebenso viele (alle?) Skorpione, einige Korallenfische und Vögel. Bei Säugetieren war es fast unbekannt, nach der Entdeckung beim Schnabeltier gehen einige Kuratoren mit der UV-Lampe durch die Sammlungen und entdecken weitere Tiere, z.B. den Wombat.

 

Originalarbeit: Biofluorescens in the Platypus


Der einsamste Elefant der Welt schaut in eine besser Zukunft

Kaavan, ein asiatischer Elefantenbulle galt lange Zeit als einsamster Elefant der Welt. Als einjähriges Jungtier kam er als Staatsgeschenk der Regierung Sri Lankas nach Pakistan. 34 Jahre stand er alleine und angekettet in einem winzigen Gehege im Zoo von Islamabad. Jetzt findet er in einem Schutzgebiet in Kambodscha ein neues Zuhause.

Kaavan in seinem Gehege in Islamabad. Bild: Vier Pfoten

In Islamabad wurde er auf Diät gesetzt und vorsichtig an seinen Transportkäfig gewöhnt. Dann ging es ins Flugzeug ins Cambodia Wildlife Sanctuary im Norden Kambodschas. „Kaavan hat gegessen, war nicht gestresst, er schlief sogar ein wenig im Stehen, an die Wand der Transportkiste gelehnt. Er benimmt sich wie ein ‚Vielflieger'“, sagte Amir Khalil, der den Transport als Tierarzt begleitet hat.
Die Sängerin Cher, die für eine letztlich erfolgreiche Kampagne gemeinsam mit der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ zur Freilassung des Elefanten gekämpft hatte, erwartete ihn in Kambodscha.

 

Zunächst wird Kaavan in einem kleinen Gehege eingewöhnt, sicher hat er bereits dort mehr Bewegungsfreiheit, als in den vergangenen 34 Jahren. Er wird zum ersten Mal seit seiner Kindheit Kontakt zu anderen Elefanten haben, drei Kühe warten bereits auf ihn. Bisher ist geplant, dass er sich im Schutzgebiet frei bewegen soll. Hoffentlich ist er soweit sozialisierbar, dass er dort auch leben kann. Dies wird die Zukunft weisen – egal was passiert, für Kaavan kann sie nur besser werden.


Raben sind noch cleverer als gedacht

Kolkrabe
Manchmal blitzt die Intelligenz im Blick der Raben auf

Mengenverständnis, Ursache-Wirkungs-Ketten und soziales Lernen – Raben sind wirkliche Intelligenzbestien unter den Tieren. Wissenschaftler der Universität Osnabrück und der Max-Planck-Gesellschaft haben noch genauer nachgegangen. Sie verglichen die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Menschenaffen.

 

Insgesamt wurden acht Raben im Alter von 4, 8, 12 und 16 Monaten in verschiedenen Aufgabenbereichen getestet, bei denen zum Beispiel räumliches Verständnis oder soziales Verhalten wie Kommunikation getestet wurde. Tests zum Verstehen von Mengen, von Ursache-Wirkungs-Ketten, zum sozialen Lernen und zur Kommunikation meisterten sie ebenso gut wie Schimpansen oder Orang-Utans, stellten die Wissenschaftler fest. Nun sollen weitere Tests entwickelt werden, bei denen auch artspezifische Fähigkeiten mit einbezogen werden.

 

Quelle: n-tv


Tödliche Gefahr bei Spinnenbissen – in Europa

Bisher galten wir in Mitteleuropa als mit nur wenigen Gifttieren „gesegnet“. Die wenigen Giftschlangen, die wir haben, sind selten und alles andere als aggressiv, Skorpione fehlen und die beiden Spinnen, deren Cheliceren stark genug sind, die menschliche Haut zu durchdringen (Wasserspinne und Dornfinger), sind eher selten.

Steatoda nobilis, Weibchen. Foto by Stu’s Images CC 4.0

Doch nun wurden zunächst aus Irland und Großbritannien vermehrt Fälle von Spinnenbissen mit schwerem Verlauf gemeldet. Verantwortlich hierfür ist nahezu in jedem Fall die Edle Kugelspinne, Steatoda nobilis. Ihr Gift ist nicht einmal besonders stark, es führt lediglich zu Rötungen und leichten Schmerzen. „In einigen Fällen scheinen die Opfer jedoch lang anhaltende Infektionen zu entwickeln, für die eine starke Antibiotikabehandlung – und manchmal ein Krankenhausaufenthalt – erforderlich ist“, so John Dunbar. Der Zoologe ist Teil eines Teams, das sich dieser Problematik angenommen hat. Auf den Cheliceren der Spinne, so Dunbar weiter, säßen eine Reihe von humanpathogenen Bakterien wie Staphylococcus epidermidis, Kluyvera intermedia, Rothia mucilaginosa und Pseudomonas putida.

 

Steatoda nobilis stammt ursprünglich von den Kanaren und Madeira, verbreitet sich aber von Südwesten kommend auf dem europäischen Kontinent und den britischen Inseln. Verlief die Grenze der Population 2006 noch auf einer Linie, die Paris und Nizza schnitt, so wurde sie 2017 das erste Mal in Köln nachgewiesen.

 

Originalarbeit: Scientific Reports https://www.nature.com/articles/s41598-020-77839-9


Neu beschrieben:

  • Pseudocorynopoma stanleyi heißt eine bisher unerkannte Art der Drachenflosser. Diese Gruppe kleiner Salmler aus Südamerika zeichnet sich durch eine kaum erforschte Form der inneren Befruchtung aus. Das Männchen übergibt hierbei das Sperma vermutlich mit langen, löffelförmigen Fortsätzen der Kiemendeckel an das Weibchen. Obwohl die Tiere vor etwa 100 Jahren beliebte Aquarienfische waren, ist über dieses ungewöhnliche Verhalten kaum etwas bekannt. Journal of Fish Biology. DOI: 10.1111/jfb.14572  
  • Atlantihyla melissa ist eine neu beschriebene Laubfroschart aus Honduras, und schon kritisch gefährdet. Vertebrate Zoology. 70(4): 731-756. DOI10.26049/VZ70-4-2020-12

 

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KryptoZooLogische Artenkunde Opus I

Der Redaktion liegt das OPUS 1 der „KryptoZooLogischen Artenkunde“ vor. Dieses ein wenig obskure Werk überrascht selbst den kritisch-intelligenten Leser mit  nahezu arkanem Wissen und intimer Kenntnisse der humoristischen Kryptozoologie. Es besteht aus einem Feuerwerk neuester sowie höchst brisanter Erkenntnisse über die Schicksale zahlloser Tierarten und Tierfamilien, die in den hinter uns liegenden Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten, aus verschiedensten Gründen ausgestorben sind bzw. „ausgestorben wurden“ – bis zu ihren zum Teil höchst unglückseligen Entdeckern, deren Taten und Untaten oft erst im Rahmen der Strnat’schen Tatsachenberichte entsprechend gewürdigt und der Nachwelt zur Kenntnis gebracht werden.

 

Leider ist dieses Werk aufgrund seiner tieferen Erkenntnis schnell aus dem Buchhandel verschwunden und nur noch in seltenen Fällen antiquarisch zu bekommen. Dann heißt es: ein paar Euro zu investieren, das Buch mit nach Hause nehmen, einen gemütlichen Platz suchen und … zum Glück ist die KryptoZooLogische Artenkunde: Opus I mit 216 Seiten zu kurz, um ganze Nächte zu rauben.

 

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Kurz gemeldet:

Rezent im Meer

  • Ende November haben besorgte Anwohner etwa 40 unterkühlte Atlantik-Bastardschildkröten am Strand von Massachsetts (USA) gefunden. Um zu vermeiden, dass die Tiere zu versorgen (und aufzuwärmen) haben freiwillige Piloten die Tiere von Cape Cod nach Marathon auf den Florida Keys geflogen. Dort werden sie in einem Schildkrötekrankenhaus aufgepäppelt und später in wärmere Gewässer entlassen.

Rezent an Land

  • Im Ort Obersdorf in Oberfranken hat wohl jemand richtig die Sau rausgelassen. Jedenfalls ging ein Hängebauchschwein auf der Straße spazieren. Polizisten fanden das Tier sehr schnell und auch die Besitzerin konnte ermittelt werden. Aufregend wars wohl nicht: „Es war ein beschaulicher Spaziergang in einem kleinen Ort ohne jede Gefährdung“, sagte ein Polizeisprecher.
  • Da staunten die Beamten in Mönchengladbach nicht schlecht. Ein Streifenwagen war wegen zwei freilaufender Schäferhunde im Einsatz. Kaum hatten zwei Polizisten den Wagen verlassen, sprangen die Schäferhunde auf Fahrer- und Beifahrersitz. Die Polizei bat die Feuerwehr um Amtshilfe. Feuerwehrleute nahmen dann die friedlichen Hunde mit. Was mit ihnen weiter geschah, bleibt offen.
  • Ebenfalls in Mönchengladbach hat die Polizei am vergangen Sonntag ein entlaufenes Bennett-Känguru eingefangen. Die Beamten umzingelten das Tier und riefen den Halter an. Der konnte das Tier einfangen und in einer Transportbox verstauen – allerdings unter „erheblichem Widerstand„, wie die Polizei berichtete.
  • Aus einem Zoogeschäft in Blankenburg im Harz haben Unbekannte Anfang Dezember sechs Schlangen gestohlen. Dabei gibt es ein Problem: fünf von ihnen sind giftige Hornvipern. Das Gift dieser Tiere kann zu Nekrosen und Lähmungen führen, gelegentlich auch zum Tod. Bisher sind weder die Hornvipern noch der mit ihnen entwendete Albino-Python wieder aufgetaucht.
  • Bei Familie McCormick aus dem australischen Adelaide hat sich ein wilder, nicht ganz ausgewachsener Koala in den Weihnachtsbaum verirrt. Wie das Tier ins Wohnzimmer der Familie gekommen ist, ist noch unklar. Auf dem Baum saß er jedenfalls nicht: Der Plastikbaum der Familie war wie jedes Jahr eingelagert.

Strandfunde

  • In Weybourne, Norfolk, England ist am 1. Dezember ein toter Pottwal angeschwemmt worden. Der junge Bulle misst etwa 13,9 m in der Länge und war zum Zeitpunkt der Strandung etwa 3 Wochen tot. Bisher scheint den lokalen Behörden nicht klar zu sein, was mit dem Kadaver zu tun ist, er lag am 10.12. immer noch an Ort und Stelle.

 


Aus den Zoos

  • Der erste Koala-Nachwuchs aus dem Leipziger Zoo heißt Bouddi. Das acht Monate alte Jungtier wurde von den Tierpflegern am 2. Dezember getauft.
  • Der Kölner Musiker Thelonious Herrmann spielt auf seinem Klavier für die Tiere im Zoo. Die leiden tatsächlich an Langeweile wegen der fehlenden Besucher und reagieren auf die ungewöhnlichen Töne positiv.

Zu guter Letzt:

Der Telegraph hat Bilder der Sea Shepards zum neu entdeckten Schnabelwal als Video veröffentlicht:

 

 

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