Medien-Special: Prehistoric Planet Folge 4

Lesedauer: etwa 8 Minuten

Heute lief bereits der vorletzte Teil der neuen BBC Doku „Prehistoric Planet“. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, sind sich Dinosaurier-Fans in aller Welt einig, dass hier eine neue Ikone der Dinosaurier-Produktionen entstanden ist. Leider ist die ganze Herrlichkeit bereits morgen wieder vorbei. Hoffentlich lassen sich die Episoden demnächst bald streamen oder auf Datenträger kaufen.

 

 

 
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Aufstieg und Fall der Dinosaurier

Noch immer haftet den Dinosauriern das Image der schwerfälligen, primitiven Monster an, die zu groß waren, um zu überleben. Doch bevor sie von der Erdoberfläche verschwanden, beherrschten die faszinierenden Giganten über 150 Millionen Jahre lang unseren Planeten. Modernste Technologien und spektakuläre Funde erlauben nun neue Einblicke in ihre Erfolgsgeschichte.

 

Aufstieg und Fall der Dinosaurier ist eines der meistverkauften deutschsprachigen Dinosaurier-Bücher überhaupt. Es ist 2018 bei Pier erschienen und als gebundenes Buch, Taschenbuch und fürs Kindle erhältlich.

 

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Genug der Vorrede, los gehts:

Prehistoric Planet

 

Staffel 1, Folge 4: Eiswelten

 

Zum Inhalt

Auch dieses Mal sind alle gezeigten Verhaltensweisen der Dinosaurier durch fossile Überlieferungen gedeckt oder zumindest als Analogschluss im Rahmen des Möglichen.

Diesmal führt uns die Kamera in die Polarregionen.

 

Die erste Sequenz beginnt im Polarwinter, sogar ein Nordlicht spielt über gefrorenen Wäldern. Zwei, später drei Dromaeosaurier beginnen den Frühling, indem sie sich gruppieren und eine große Edmontosaurier-Herde bei einer Flussüberquerung stören.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Ein Edmontosaurus-Jungtier kann gerade noch dem eisigen Wasser entsteigen (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

In der zweiten Sequenz bleibt der Fluss Ort der Handlung. Auf den Sand- und Kiesbänken im Unterlauf bauen männliche Ornithomimus ihre Nester in einer Kolonie. Dabei kommt es natürlich zum Streit.

 

Olorotitan-Saurier aus der Familie der Hadrosaurier wandern über kahle Berge nach Norden. Sie suchen eine vulkanisch geheizte Gegend, um dort im warmen Sand ihre Eier ausbrüten zu lassen. Sie nutzen zudem die kurze, aber intensive Vegetationsperiode, in der die Babys sehr schnell heranwachsen. Eine große Bedrohung sind die auch heute aus der Tundra bekannten Mückenschwärme.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Eine Olorotitan-Herde wandert über ein Gebirge (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

Ein Waldbrand ist eine tolle Chance für einen kleineren Troodontiden. Der clevere Saurier lauert am Rand des Feuers auf mögliche Opfer. Die Handlung unterstellt sogar, dass der Troodon glimmende Äste weiter trägt.
Hier kommt das erste Mal ein Säugetier in der Handlung vor, als Opfer des Troodon.

 

 

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Monster der Tiefe

Der bekannte Tierfilmer Nigel Marven macht uns in einer Reihe von „Begegnungen“ mit der prähistorischen Welt bekannt: Er taucht tief in die Vergangenheit ein und schwimmt mit ungewöhnlichen Meerestieren um die Wette. Durch seine AUgen erhalten wir Einblicke in die Unterwasserwelt und lernen die seltsamen und faszinierenden Geschöpfe kennen, die dort zu Hause sind. Vielfach sind sie größer und aggressiver als die Dinosaurier: So beherbergen die gefährlichen Gewässer der Vorzeit mit dem starken, Furcht erregenden Jäger Lioleurodon das vielleicht größte Raubtierr aller Zeiten, außerdem den merkwürdigen Dunkleosteus mit seinem Panzerkopf und den rasiermesserscharfen Schneidezähnen sowie den schlangengleichen Wal Basilosaurus.
Sie alle werden wieder lebendig, wenn Nigel ihnen von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht.

Monster der Tiefe ist als DVD in zwei identischen Ausgaben von 2004 und 2007 erhältlich. Die spannende Doku ist durch die Faxen, die Marven macht, nicht ohne Humor, jedoch wegen der teilweise bedrohlichen Situationen nicht für zu kleine Kinder geeignet. Sie läuft etwa 90 Minuten.

 

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Einmal rund um die Welt

Die folgende Sequenz spielt am anderen Ende der Welt, in der Antarktis. Der Sommer ist zu Ende. Hier gibt es einige endemische Arten. Antarctopelta gehören dazu, sie sind sehr schwer gepanzert. Die Tiere legen sogar eine Winterruhe ein, Jungtiere suchen eine Höhle auf und schlafen eng aneinander gedrängt.

Ein abgewiesenes Tier findet auf der Suche nach einem eigenen Revier eine eigene Höhle, die von leuchtenden Pilzmückenlarven besiedelt ist.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Ein Pachyrhinosaurus im Winterwald (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

Wieder springt die Handlung in den Norden. Pachyrhinosaurier gehören zu den Ceratopsiern. Sie machen keine Winterruhe und müssen mit knapper Nahrung auskommen.
Nanuqsaurus ist einer der kleinsten spätkreidezeitlichen Tyrannosauriden. Hier wird er voll befiedert dargestellt. Die Tiere greifen die Pachyrhinosaurier an, die sich in offenes Gelände zurückzieht, so dass keine Einzeltiere im Wald isoliert werden können. Hier kann die Herde eine geschlossene Formation bilden. Doch irgendwann isolieren sie ein Einzeltier…

Fazit:

Auch heute wurden wieder bekanntere und weniger bekannte Dinosaurier vorgestellt. Die gezeigten Verhaltensweisen findet man weitgehend auch bei heutigen Tieren – mit dinosaurierspezifischen Details.

 

In der Olorotitan-Sequenz wird auch die große Jungensterblichkeit dieser Dinosaurier angesprochen. Sie legen Nester mit einem Dutzend oder mehr Eiern an, jedes Jahr und doch dürfen am Ende pro Paar nur zwei der Jungen tatsächlich erwachsen werden.

Dieses Thema betrachten wir Menschen ja immer sehr emotional. Kein Wunder, wir verfolgen ja eine extreme Strategie, die nur auf ein oder zwei Kinder pro Paar setzt. Durch die extrem lange „Brutpflege“ und die Errungenschaften der Zivilisation haben wir die Kindersterblichkeit nahezu eliminiert. Ein totes Kind ist für uns eine Katastrophe, über die wir oft ein Leben lang nicht hinweg kommen. Für die meisten Tiere ist dies der Normalfall!

 

Auch die Antarctopelta-Sequenz nimmt dieses Thema wieder auf, dieses Mal in Verbindung mit dem Heranwachsen und der Revierbildung. Einer der Panzer-Dinosaurier passt nicht mehr zu den anderen in die Überwinterungshöhle und wird gezwungen, sich ein eigenes Revier zu suchen. Doch was hier als Nachteil beginnt, wendet sich zum Vorteil.

 

 

 

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Raubdinosaurier in Bayern

von Archaeopteryx bis Sciurumimus

Raubdinosaurier in Bayern“ listet 17 inzwischen im Freistaat gefundene Raubdinosaurier auf. Die Autoren beschreiben sie durch ganze oder Teile von Skelette und eine weltberühmte Einzelfeder.

Bei 13 dieser Funde handelt es sich um flugfähige Urvögel der Arten Archaeopteryx lithographica und Alcmonavis poeschli, die man heute als Raubdinosaurier betrachtet. Die übrigen vier Raubdinosaurier sind kleine flugunfähige Reptilien mit und ohne Federn. Sie heißen Compsognathus longipes, Juravenator starki, Sciurumimus albersdoerferi und Ostromia crassipes.

 

Raubdinosaurier in Bayern ist nicht nur ein Buch für Besucher der Fundstätten um Eichstätt. Die 223 Seiten bestechen durch aktuelles Wissen und wunderbare Abbildungen.

 

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Die Modelle

Unter den Dinosauriern sind vor allem bekannte Modelle in neuen Varianten zu finden. Sowohl die unterschiedlichen Hadrosaurier-Arten wie auch die Dromaeosaurier sind schon aus anderen Folgen bekannt. Die Unterschiede der einzelnen Arten zeigen sich im Detail, der Größe, Färbung und des Kopfschmuckes. Neu sind die Ornithomimus, die mir – wie könnte es anders sein – sehr gut gefallen. Auch wen die Sequenz nur kurz ist und nicht sehr viel Inhalt hat, alleine ihnen zuzusehen macht Spaß.

Eigentlich gilt das auch für die drei Dromaeosaurus. Größer als die Velociraptoren haben sie ein Federkleid, das an die arktischen Bedingungen angepasst ist. Unten hell und von oben dunkel wirkt es sehr elegant, Glanzfarben wie bei Elstern lassen es je nach Lichteinfall blau und grün schimmern.

 

Mit einem weinenden Auge freue ich mich bereits auf morgen. Die morgige, letzte Folge heißt „Wälder“. Für mich als Wald-Fan ist das besonders spannend, aber auch mein Lieblings-Dino, der Triceratops wird eine Rolle spielen.

 

Ich werde morgen berichten, hoffentlich auch gegen 20 Uhr.

 


Kritiken zu den einzelnen Folgen:

  1. „Küsten“ am 23. Mai 2022
  2. „Wüsten“ am 24. Mai 2022
  3. „Süßwasser“ am 25. Mai 2022
  4. „Eiswelten“ am 26. Mai 2022
  5. „Wälder“ am 27. Mai 2022

 


Wie kann ich Prehistoric Planet sehen?

 

Im offiziellen Handel sind sie noch nicht. Amazon hält sich extrem bedeckt, was irgendwelche Kauf- oder Leihformate angeht. Ich rechne damit, dass Apple erst einmal über das TV+-Abo Kosten wieder einspielen will.

Es gibt daher kaum eine Chance, die Folgen aktuell bei Youtube zu bekommen. Dort löscht man alles, was nicht offiziell von Apple TV+ kommt. Alle angeblichen Streams haben sich als Klickbaits erwiesen. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 

Es geht unter anderem über diesen Link.

 

Für alle, die misstrauisch sind oder die glauben, wir sollten kostenlos arbeiten: An dem Link verdienen wir nicht einen Cent. Er ist reiner Service.

 

Wichtig ist, dass ihr bei der Generierung einer Apple ID so früh wie möglich eingebt, dass Ihr aus Deutschland seid. Spätestens bei der Einwilligung in die AGB muss das passieren, sonst könnt Ihr Eure Adresse nicht richtig eingeben und Apple registriert euch nicht.

 

Auch wenn Ihr eine Kreditkartennummer angeben müsst: Klickt das Gratis Probeabo an, es dauert zwar nur sieben Tage, aber die Serie hat fünf Folgen. So kann man sich an fünf aufeinander folgenden Tagen jeden Tag eine Folge ansehen und am Wochenende noch eine Binge-Dino-Session mit allen fünf Folgen am Stück.
Kündigen nicht vergessen, sonst landet man in der Abo-Falle!

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