Medienmittwoch: Das Buch „Compendium of Magical Beasts“

Lesedauer: etwa 3 Minuten
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Spätestens seit Harry Potter wissen wir alle, dass es eine sehr lebendige Parallelwelt voller magischer Wesen gibt. Dieses Faktum vorausgesetzt, nähern sich die Autorinnen Dr. Veronica Wigberht-Blackwater und Melissa Brinks diesen Wesen mit dem analytischen Blick des Wissenschaftlers bzw. der Wissenschaftlerinnen in diesem Buch.

 

 

Zugegeben, die wenigsten der beschriebenen Kreaturen tauchen in der wissenschaftsbasierten Kryptozoologie auf. Von 21 beschriebenen Arten kann man sicher drei, mit zwei zugekniffenen Augen auch deren fünf als Kryptide bezeichnen. Aber das macht irgendwie nichts, denn von Anfang an ist klar:

Dieses Buch ist kein dokumentarisches Buch der Kryptozoologie

Es ist viel mehr und doch ganz anders. Dieses Buch ist lebende Fantasie. Melissa Brinks stellt bereits im Vorwort heraus, wo sie Dr. Veronica Wigberht-Blackwaters Buch gefunden hat: Dort wo man „solche Bücher“ gemeinhin findet: Auf dem Dachboden, in einer hölzernen Kiste unter Spinnweben verborgen.

 

Blick ins Buch 1

 

Und so sieht das Buch auch aus. Das etwa A4-große Werk sieht von außen aus, wie in rotbraunem Leder eingebunden, die Vorderseite des festen Einbandes und der Buchrücken tragen eine aufwändige Prägung. Auf dem matten, wie Leder und Pergament anmutenden Cover erstrahlt ein Phoenix in gold und rot. So geht es im Buch weiter. Fast möchte man meinen, der Geruch von altem Pergament schlage einem entgegen, sobald man das Buch aufschlägt. Die Seiten wirken, wie aus altem, in unterschiedlichen Farben vergilbten bis braunem Papier, teilweise mit Wasser- oder Stockflecken. Es gibt eingedruckte Bilder, oft wirken sie wie aquarellierte Tuschezeichnungen aus der Zeit vor der dokumentarischen Fotografie. Doch die meisten Bilder scheinen anderen Werken oder gar Notizbüchern zu entstammen, sie sind mal beigelegt, mal mit Klebestreifen eingeklebt. Natürlich wirkt auch dieser wie vergilbt, starr und spröde.

Ganz zu Beginn gibt es ein paar Fotos der „Mitautorin“ Dr. Veronica Wigberht-Blackwater (nur echt mit dem h vor dem t!), die wir aus den 1920ern wirken.

 

Blick ins Buch 2
Die Aufnahmen von Frau Dr. Veronica Wigberht-Blackwater zeigen eine ungewöhnlich moderne Frau.

 

Ich bin verliebt

Dieses Buch ist einfach wundervoll! Es ist so herrlich verspielt, handwerklich hervorragend ausgeführt, es macht einfach nur Spaß, darin zu lesen. Ob die -mehr oder weniger- analytische Herangehensweise an Fantasy-Wesen einen Mehrwert bietet, muss jeder potenzielle Leser und vor allem jede Leserin für sich selbst entscheiden.

 

Mir macht es einfach Spaß, in diesem Buch zu blättern, einen Abschnitt zu lesen, einen Schluck Tee zu nehmen und das zu tun, was die Autorin zu diesem Buch gebracht hat: zu träumen und sich vorzustellen: „Was wäre wenn es diese oder jene Kreatur tatsächlich gäbe?“

 

Eine klare Kaufempfehlung!


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Das Kompendium der magischen Wesen

The Compendium of Magical Beasts: An Anatomical Study of Cryptozoology’s Most Elusive Beings hat 208 Seiten in englischer Sprache. Obwohl es älter wirkt, ist es erst 2018 bei Running Press Adult erschienen.

Der Preis kann variieren, da es sich um einen US-Import handelt. Normalerweise liegt er bei ca. € 24,-. Es ist auch für den Kindle erhältlich, aber irgendwie wäre das schade.

 

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