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Medienmittwoch – Sowjetische Wildmenschen

Anders als in den USA und Kanada hat die wissenschaftliche Gemeinde in der ehemaligen Sowjetunion Berichte über den Yeti und andere Wildmenschen ernster genommen. Auch renommierte Institute und Wissenschaftler konnten sich mit diesem Phänomen beschäftigen, ohne dass es ihrem Ansehen unter Kollegen und den Karrierechancen schadete.

Einige Untersuchungen liefen sogar unter der Leitung des KGB oder der GRU. Weckten die Wildmenschen die Neugierde der Geheimdienste? Haben sich dort einige Mitarbeiter besonders für Kryptozoologie interessiert? Oder wollte man nur Spione im Affenkostüm ausschließen?

Leben Wildmenschen in den Weiten Asiens?
Leben Wildmenschen in den Weiten Asiens?

 

Einige Beobachtungen oder Untersuchungsberichte sind gerüchteweise in den Westen gelangt. Andere wurden „ganz normal“ veröffentlicht. Wieder andere brauchten beinahe 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des Staates, um aus den Archiven wieder aufzutauchen.

 

Wir stellen drei Bücher vor:

 

Auf den Spuren von Bigfoot, Yeti & Co: Fakten und Beweise aus Russland

In diesem Buch legt Autor Igor Burtsev sein Augenmerk im Wesentlichen auf die praktischen Aspekte und Ergebnisse der Wildmenschen-Forschung. Er widmet sich aber auch auf die Frage, ob und wie es möglich ist, einen Kontakt mit den intelligenten Zweibeinern aufzubauen.

 

Vor allem aber bearbeitet er darin die vorliegende Artefakte. Es soll sich dabei um handgefertigte Gegenstände dieser Kreaturen dieser Kreaturen handeln. Burtsev wertet sie als Beweisen für ihre bemerkenswerte Intelligenz wie auch ihre Sprache und paranormale Fähigkeiten.

 

Nebelwald der Wildmenschen?
Igor Burtsev geht einen sehr progressiven Weg bei seiner Forschung zu Wildmenschen

 

Das Buch entstand auf der Grundlage Burtsevs persönlicher Erfahrungen und Forschungen in mehr als 50 Jahren. Von 1965 bis heute arbeitet er mit anderen Forschern an diesem Thema.

 

Über den Kontakt zu Hans-Jörg Vogel ist Igor Burtsev dem Netzwerk für Kryptozoologie gut bekannt. Er ist an der Analyse des Almasty-Nagels beteiligt.

 

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Igor Burtsev’s Forschung

Auf den Spuren von Bigfoot, Yeti & Co: Fakten und Beweise aus Russland ist 2017 im Ancient Mail Verlag erschienen. Das deutschsprachige Taschenbuch hat 200 Seiten.

 

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The soviet Sasquatch

1957 bekam der sowjetische Historiker und Sozialwissenschaftler Boris Porshnev erste Berichte über den Yeti im Himalaya. Er interessierte sich bald für die Möglichkeit ähnlicher Kreaturen im damals von der Sowjetunion kontrollierten Gebiet Europas und Asiens. Porshnev erhielt von der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften die Erlaubnis, eine Kommission zur Untersuchung der ganzen Frage des „Schneemenschen“ einzusetzen. Nachdem er einen Artikel in der Prawda veröffentlicht hatte, erhielt er über tausend Berichte aus der ganzen Sowjetunion. Sie zeichneten ein konsistentes Bild einer wilden Kreatur. Sie scheint näher mit dem Menschen verwandt zu sein als jede bekannte Art, die in Berggebieten in ganz Asien lebt.

 

 

Widerstände gegen die Expedition

1958 wurde eine Expedition in den Pamir von Tadschikistan organisiert, um den vielversprechendsten Berichten nachzugehen. Leider untergruben mächtigere Persönlichkeiten im wissenschaftlichen Establishment den ursprünglichen Zweck der Expedition. So konnten die Reisenden nur wenige Ergebnisse vorweisen. Von da an begann der Stern Porschnews zu sinken. Seine Theorie, asiatische Wildmenschen-Berichte mit überlebenden Neandertalern zu erklären, wurde angegriffen. Soch nicht nur seine Theorie, auch sein Verstand und seine Person wurden angezweifelt.

Die von ihm verfasste Verteidigung durfte nicht in Moskau veröffentlicht werden und musste in einer kasachischen Literaturzeitschrift erscheinen.

 

Das Buch kommt in Amerika auf den Markt

1963 legte er ein Buch vor. Er hatte darin die von der Kommission erhaltenen Beweise, Studien aus anderen Teilen der Welt und weitere historische Beweise zusammengefasst. Auf dieser Grundlage baute er ein konsistentes Bild der Kreatur auf und diskutierte ihre mögliche Beziehung zum Neandertaler.

Porshnev konnte das Buch nie fertig stellen. Dennoch hat er 180 Exemplare einer vorläufigen Version in Moskau an Kollegen verteilt. Das Buch verschwand dann für weit über ein halbes Jahrhundert. Mit Hilfe der Familie Porshnev ist das Manuskript nun in den Westen gelangt. Herausgeber Chris Clark konnte die englische Übersetzung mit Anmerkungen, Karten, Abbildungen und einem Register veröffentlichen. Dieses Buch wirft ein völlig neues Licht auf den Yeti, Bigfoot und das mögliche Überleben menschlicher Vorfahren bis in die Gegenwart.

 

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Boris Porshnevs Lebenswerk

The Soviet Sasquatch ist 2020 im Verlag cfz erschienen. Das Taschenbuch ist in englischer Sprache veröffentlicht und hat 306 Seiten. Der Versand kann etwas länger dauern, der Preis minimal variieren.

 

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Die Toten vom Djatlow-Pass

Als Unglück am Djatlow-Pass (russisch Гибель тургруппы Дятлова) wird der ungeklärte Tod von neun Skiwanderern im nördlichen Ural in der Sowjetunion, im Gebiet zwischen der Republik Komi und der Oblast Swerdlowsk bezeichnet. Sie starben in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1959 am nordöstlichen Hang des Berges Cholat Sjachl (mansisch für Toter Berg; 1097 m). Der Gebirgspass, an dem das Unglück geschah, wurde später nach dem Gruppenanführer Igor Djatlow Djatlow-Pass benannt.

 

Djatlow-Pass-Lager, Opfer von Wildmenschen?
So fand ein Suchtrupp das Lager der Gruppe.

 

Fehlende Augenzeugen, die Umstände des Unglücks und nachfolgende journalistische Untersuchungen des Todes der Wanderer regten viele Spekulationen an. Untersuchungen der Todesfälle kamen zu dem Ergebnis, dass die Wanderer wahrscheinlich ihr Zelt von innen aufschlitzten und dieses barfuß und leicht bekleidet verließen. Die Leichen zeigten keine Anzeichen eines Kampfes, allerdings hatten zwei Opfer Schädelbrüche, zwei gebrochene Rippen und innere Verletzungen.

 

Laut dem damaligen Untersuchungsbericht waren die Kleidungsstücke einiger der Verunglückten radioaktiv kontaminiert. Die sowjetischen Untersuchungsorgane legten sich nur darauf fest, dass „höhere Gewalt“ zu den Todesfällen geführt habe. Der Zugang zu dem Gebiet wurde nach dem Ereignis für drei Jahre gesperrt. Der Ablauf des Vorfalls bleibt unklar, da es keine Überlebenden gab. (Zitat Wikipedia)

 

Der sowjetische Winter hat so viel zu bieten – aber bietet er Wildmenschen Überlebenschancen?

 

Zweifel an der offiziellen Version

„Tod durch Erfrieren“ ist die offizielle Version. Doch woher rühren die gebrochenen Rippen, die eingeschlagenen Schädel, warum liegen die Toten wie nach einer Flucht weit von ihrem Lager entfernt?

Auch heute noch sorgt der Tod der Gruppe für Spekulationen: War es Raubmord? Eine Lawine? Ein misslungener Raketentest? Oder gar der Yeti?

 

Alexej Rakitin rollt nach Einsicht in die bislang streng geheimen Akten den Fall neu auf. Und gelangt dabei auf eine ganz eigene Spur, die mitten hineinführt in das Schattenreich der Spionage im Kalten Krieg.

 

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Die Zusammenfassung von Rakitin

Alexej Rakitin muss aufgrund der Brisanz seiner Recherchen seine Identität schützen. Er schreibt unter Pseudonym, zeigt keine Fotos von sich und tritt öffentlich nicht in Erscheinung. Sein Buch Die Toten vom Djatlow-Pass: Eines der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges hat 672 Seiten und ist als Paperback oder für den Kindle erhältlich. Es wurde von Kerstin Monschein auf Deutsch übersetzt.

 

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Insbesondere über das Unglück am Djatlow-Pass gibt es zahlreiche Bücher:

 

The Dyatlov Pass Mystery: NOT A Cold Case ist in diesem Jahr erschienen und das Neueste im Reigen.

 

Death of Nine: The Dyatlov Pass Mystery gilt als eines der besten Bücher zum Thema Djatlow-Pass.

 

DON’T GO THERE: True mystery of the Dyatlov Pass ist 2020 erschienen und verfolgt einen sehr aktualistischen Ansatz.

 

Könnten hier Wildmenschen überleben?