Medienmittwoch: Wie Krankheiten Geschichte machen, historisch und hochaktuell

Pest, Syphilis und Aids haben die Menschen in ihren Epochen bedroht, geprägt und in ihrem Bewusstsein Spuren hinterlassen. Eindrucksvoll zeigt Roland Gerste, wie Seuchen und die Krankheiten der Mächtigen zu Entscheidungsfaktoren in der Geschichte wurden – bis heute.

 

Eine englische Königin, die das Land zusammen mit ihrem Mann, dem spanischen König, wieder katholisch machen will, scheint schwanger zu sein. Doch es ist ein Tumor – wäre sonst Spanien die Supermacht in unserer Welt? Ein deutscher Kaiser gilt als Hoffnungsträger der Liberalen, könnte Deutschland auf den Weg zu einer konstitutionellen, fortschrittlichen Monarchie führen. Doch er hat Kehlkopfkrebs, ihm sind nur 99 Tage an der Macht vergönnt – wäre durch ihn der Erste Weltkrieg vermeidbar gewesen?

 

Das Buch
Aktuell wie nie, und doch ein spannender Blick in die Geschichte

 

Die Krankheiten von Staatenlenkern haben wiederholt in den Ablauf der Geschichte eingegriffen und die Weichen des Weltgeschehens oft auf dramatische Weise in eine andere Richtung gestellt. Doch Krankheiten bestimmen auch das Leben, die Kultur und das Bewusstsein der Völker. Die Pest und Aids, die Cholera und die Syphilis haben ganze Zeitalter geprägt.

2020 und möglicherweise auch die folgenden Jahre sind durch Covid-19 geprägt. Wir glaubten, die Pharmaindustrie, Impfstoffe und Antibiotika hätten uns gegen Seuchen unempfindlich gemacht. Aus einer Position der Stärke fangen wir an, dieses vermeintliche Schutzschild abzulehnen, vor dem Hintergrund fortschreitender Globalisierung und fortschreitendem Massenverkehr.

 

 

Der Arzt und Historiker Ronald D. Gerste nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise zu den medizinischen Wegmarken unserer Geschichte.

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Ein sehr unterhaltsamer Streifzug durch die Geschichte

Wie Krankheiten Geschichte machen ist 2020 bei Klett-Cotta bereits in der 5. Auflage erschienen und hat 382 Seiten. Es ist auch als Kindle erhältlich.

 

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