Oregon: Globster gestrandet

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Am Rockaway Beach, an der Pazifikküste Oregons ist ein unidentifiziertes Tier im Zustand fortgeschrittener Verwesung angeschwemmt worden: ein Globster.

 

 

Der Oregon Globster; Foto: Rachel Sip
Der Oregon-Globster mit zwei Menschen als Größenvergleich (beachte: mögliche Weitwinkelperspektive) Foto: Rachel Sip

 

Pachel Sip aus dem nahe gelegenen Portland, die mit Ehemann Dave und ihren beiden Kindern in Rockaway entdeckten den Kadaver. Als sie aus der Ferienwohnung kamen, bemerkten sie sofort einen neuen Geruch.

 

 

In der Nähe einer Bachmündung lag ein Kadaver. Da er haarig erschien, hielt Dave ihn zunächst für eine tote Kuh. Doch das, was sie fanden, unterschied sich stark davon. Sie fotografierten den Kadaver und schickten die Bilder an die Oregon Coast Beach Connection, die es weiter an das Seaside Aquarium leiteten. Beide bestätigten den Verdacht „Globster“.

 

Der Oregon Globster, Foto: Rachel Sip
Hund als Größenvergleich? Ist die Höhlung vorne im Bild ein Maul mit zwei Kieferknochen? Foto: Rachel Sip

 

Was ist ein Globster?

Als Globster werden meist undefinierbare Überreste von großen Meerestieren bezeichnet, die an Strände gespült werden. Hierbei handelt es sich meist um Teile von Wal- oder Haikadavern, seltener Robben, gelegentlich auch großer Kalamare oder Oktopoden. Oft zerfällt Kollagen aus dem Bindegewebe unter der Haut von Fischen oder Meeressäugern faserförmig, so dass der Eindruck entsteht, der Kadaver sei mit langen Haaren bedeckt. Dies ist auch bei Oregon-Globster zu sehen.

 

 

Der Oregon-Globster

Dieser Globster erscheint noch in einem relativ guten Zustand. Den Fotos nach ist er etwa 4 bis 6 m lang, war ursprünglich am Rücken grau und an der Unterseite hell. Es wirkt, als läge er auf dem Bauch, Spuren eines Rückgrates, das die Hautoberfläche noch nicht durchdrungen hat, sind sichtbar. Kopf- oder Schwanzende sind unsicher zu identifizieren, falls meine Identifikation richtig ist, fehlt der Kopf teilweise oder ganz. An der rechten Körperseite gibt es große Bissmarken von Haien.

 

Der Oregon Globster: Foto: Rachel Sip
In dieser Position wirkt es, als wäre ein Rückgrat sichtbar. Eine Finne oder Rückenflosse fehlt. Unten rechts: Bisse von Haien. Foto: Rachel Sip

 

Die üblichen Verdächtigen

Es ist keine Frage, dass ein solcher Globster einen Ursprung hat, der auf einen Meeressäuger oder einen großen Fisch zurückzuführen ist. Von beiden gibt es vor der Küste Oregons zahlreiche Arten, die hier in Frage kommen. Unter den Robben könnte gerade noch ein männlicher Stellerscher Seelöwe diese Größe erreichen, Nördliche Seeelefanten liegen „voll im Range“, zumal sie auch von der Farbe eher eher passen. Unter den Walen sind Grauwaljunge die ersten Kandidaten, jedoch gibt es hier auch zahlreiche andere Bartenwale, Schnabelwale, Kurzflossen-Grindwale und Risso-Delfine, die die Größenordnung des Kadavers erreichen. Grindwale und Risso-Delfine können jedoch aufgrund des Fehlens einer Finne ausgeschlossen werden.

 

Oregon Globster. Foto: Rachel Sip
Dieses Bild macht die Sache noch rätselhafter. Bei dem „Auge“ handelt es sich mit Sicherheit um etwas anderes. Foto: Rachel Sip

 

Für eine abschließende Identifikation ist eine Autopsie oder genetische Analyse notwendig. Dies ist bisher nicht erfolgt.

 


Quelle:

 

A.: Hairy ‚Globster‘ Sighting Raises a Stink at N. Oregon Coast’s Rockaway Beach; www.beachconnection.net

 

Alle Fotos: Familie Sip.

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