Phantomhunde jenseits der Sage – Eine Annäherung 1/2

Lesedauer: etwa 13 Minuten
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Große, gespenstische, meist schwarze Phantomhunde gehören zu den weit verbreiteten Spuk- und Sagengestalten des Abendlandes. Als Motiv hielten sie mehrfach Einzug in die Literatur. So erscheint bereits Mephistopheles im Faust I in Gestalt eines schwarzen Pudels, der sich Faust und Wagner bei ihrem Osterspaziergang „in weitem Schneckenkreise“ nähert und später in Fausts Studierzimmer, raumfüllend anschwillt, bevor er sich in Menschengestalt zeigt (Abb. 1).

Mephisto und der schwarze Pudel
Abb. 1: Mephistopheles, als schwarzer Pudel, begegnet Faust und Wagner; (Lithographie von Eugène Delacriox, 1824)

 

 

Berühmt ist der Dämonenhund in Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes Roman The Hound of the Baskervilles, welcher einige Züge der aus den Sagen bekannten Phantomhunden aufweist (Abb. 2).

Hund von Baskerville
Sidney Pagets Illustration des Hundes von Baskerville aus dem Strand Magazine vom April 1902

 

Und im Harry Potter Roman Der Gefangene von Askaban tritt ein schwarzer zottiger Hund, sowohl als Animagus-Gestalt von Harry Potters Patenonkel Sirius Black, als auch als Todesomen in Gestalt des Grim auf.

 

Wenn auch das Motiv des schwarzen Hundes immer wieder in der Literatur aufgegriffen wird, so ist doch die eigentliche Heimat dieser Gestalt die Sage. Als Spiegel des älteren Volksglaubens stoßen wir hier auf den schwarzen Hund in seiner Minimalform als unheimlicher Begleiter des nächtlichen Wanderers. Ein typisches Beispiel findet sich in Josef Dietz‘ Sagenwelt des Bonner Landes. Dort erzählt der 80jährige Dachdecker Schink aus Urfeld (Stadt Wesseling / Rhein-Erft-Kreis) in den 1930er Jahren kurz und knapp:

 

 

 

Wenn ein Wanderer nachts von Urfeld nach Widdig ging, dann gesellte sich zu ihm ein großer, schwarzer Hund. Das war das Jriemesdier. Dieses Untier begleitete den Wanderer bis zu seiner Wohnung.“

 

 

In dieser kurzen Erzählung finden sich bereits wesentliche Elemente des Phantomhundes. So seine große Erscheinung, sein schwarzes Fell, sein nächtliches Auftreten und seine unheimliche Wirkung, eigentlich jedoch auch sein harmloses Verhalten.

 

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Ein verlassenes Haus. Das vergessene Böse. Trautes Heim…

Shane Ryan kehrt nach Nashua zurück – zu den Kindheitserinnerungen, die ihn überhaupt erst dazu bewegten, den Marines beizutreten. Nach einem langen Rechtsstreit mit seiner Tante und seinem Onkel besitzt Shane nun das Familienhaus, in dem seine Eltern vor über 20 Jahren verschwanden. Das Haus – ein monströses Schloss voller Geister und Geheimnisse – ist lebendiger als seine Bewohner.

 

Aber etwas lauert hinter den Wänden und unter der Oberfläche. Etwas Unheilvolles, das ihn verfolgt, seit er sein Gesicht im Teich hinter dem Haus gesehen hat. Und es ist nicht erfreut darüber, dass Shane zurückgekehrt ist.

Es ist ganz und gar nicht erfreut.

 

Berkley Street ist der erste Teil einer sorgfältig ins Deutsche überarbeiteten Serie von Romanen, die übernatürlichen Horror mit Krimi-Elementen verknüpfen. Die atmosphärische Krimis spielen in Neu-England, sie glänzen durch schwarzen und unterschwelligen Humor.
Das Buch ist als Taschenbuch und für den Kindle verfügbar.

 

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Phantomhunde sind ein uraltes Motiv

Die Verwandtschaft des schwarzen Hundes lässt sich mit einiger Sicherheit bis in die antiken und frühgeschichtlichen Mythologien zurückverfolgen. Zu den Bekanntesten zählt der meist dreiköpfig dargestellte Hund der altgriechischen Unterwelt, der Cerberus, welcher von Herakles in die Oberwelt verschleppt wurde. In der nordischen Mythologie bewacht Garm, der vieräugige Totenhund der Totengöttin Hel, den Eingang zur Unterwelt. In der walisischen Unter- oder besser Anderswelt sind die Cŵn Annwn die Hunde des Königreichs Annwn. Ihre gespenstig weißen Körper erhalten nur durch ihre roten Ohren etwas Farbe.

 

Wie auch viele geisterhafte Hunde späterer Zeiten sind die Cŵn Annwn Begleiter der Wilden Jagd, die ein in weiten Teilen Europas verbreitetes Sagenmotiv ist. Die Wilde Jagd oder der Wilde Jäger ist schon allein aus etymologischen Gründen untrennbar mit dem Hund verbunden, leitet sich das englische hunter doch vom altgriechischen kynēgetēs (→ Hundeführer) und die Jagd als die Kunst, Hunde zu führen, von kynegetiké téchne ab (Abb. 3).

 

Wilde Jagd mit Phantomhunden
Abb. 3: Der wilde Jäger, begleitet von seinen Jagdhunden

 

Auch Englands berühmtestes Gespenst Herne the Hunter wird zuweilen von Hunden begleitet. Andere Gespenster treten ebenfalls in Hundegestalt auf, wie zum Beispiel der Galleytrot, und leiten damit zur eigentlichen Gestalt des schwarzen Phantomhundes über.

Zwar sind die schwarzen Phantomhunde untrennbar mit der Sagenwelt der britischen Inseln verbunden, dennoch handelt es sich nicht um ein nur britisches Phänomen. Im gesamten Kulturkreis des Abendlandes, einschließlich des nordamerikanischen Kontinents, sind die schwarzen Phantomhunde bekannt. Darüber hinaus wird angenommen, dass sie in allen Kulturen bekannt sind, in denen dem Hund eine Bedeutung zukommt.

 

Erscheinung und Verhalten des phantomhaften Hundes

Bei dem Versuch, die Phänomenologie des Phantomhundes einzufassen, stößt man auf ein Problem, welches umso größer wird, je mehr Erzählungen, Augenzeugenberichte, Sagen und Geschichten berücksichtigt werden. Denn den Phantomhund gibt es nicht. Stattdessen gibt es etliche Varianten, Spielarten und Erscheinungsformen. Auch sind die Übergänge zu zahlreichen anderen Phänomenen – wie so oft – fließend[1]. Dies zeigt sich bereits in der Beschreibung des Habitus, der körperlichen Statur des Phantomhundes. Diese wird oft unterschiedlich und selten als mit einer bekannten Hunderasse vergleichbar beschrieben. Die Größe ist auffallend. „Kalbshoch“, „hüfthoch“ oder „tischhoch“, auf jeden Fall aber „größer als ein normaler Hund“ sind häufige Umschreibungen.

 

Auch die Fell-Farbe, die meist als tiefschwarz, „kohlenschwarz“ oder „schwärzer als die Nacht“ beschrieben wird, kann gänzlich anders sein. Neben grau, braun und gelb werden auch weiß und sogar grün beschrieben. Letztere Farbe weist der Feen-Hund cu sith in Schottland auf.

 

Die Beschaffenheit des Fells ist meist struppig, zottig und manchmal auch borstig, auf jeden Fall aber nicht gepflegt, wie man es bei einem Haushund erwarten würde.

 

Die Augen wurden sehr oft als übergroß „wie Untertassen“ beschrieben, dabei rötlich oder orange glühend, leuchtend, lodernd (wie selbstleuchtend). Jüngere Beschreibungen sprechen jedoch eher von „normalen“ und unauffälligen Augen.

 

Phantomhund und schwarze Katze mit leuchtenden Augen
Schwarzer Phantomhund mit stereotyp leuchtenden Augen, zusammen mit entsprechender Katze

 

Meist sind schwarze Hunde still

In seltenen Fällen wird von kopflosen oder auch einäugigen Hunden berichtet. Während der Begegnung mit einem Phantomhund bewegt sich dieser zumeist auffallend geräuschlos, selbst auf Untergründen, auf denen man Geräusche erwarten würde. Trotz der eher geisterhaften Natur der Phantomhunde kommt es manchmal aber auch zu Geräuschentwicklungen beim Laufen. Diese können dann recht unterschiedlich ausfallen. Beschreibungen wie „klappernd wie Pferdehufe“, „raschelnde Schritte durch Laub“ oder „wie schwere Schuhe auf einer schlammigen Straße“ machen diese unterschiedlichen Eindrücke deutlich. Gelegentlich kommt es nur zu rein akustischen Phänomenen, die aber der unsichtbaren Anwesenheit eines Phantomhundes zugeschrieben werden. Sehr selten werden Lautäußerungen wie Knurren oder Bellen beschrieben. In tradierten Sagen begegnet man sogar sprechenden Phantomhunden. Wenn ein Geruch wahrgenommen wird, so ist dieser stets unangenehm und wird oft mit Schwefel verglichen.

 

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Herr und Hund, ein Idyll

von Thomas Mann

 

In dem „Idyll“ aus dem Jahr 1919 erzählt Thomas Mann von den täglichen Spaziergängen mit seinem Lieblingshund Bauschan in der Umgebung des Münchner Wohnhauses und in den Isar-Auen. Mit unnachahmlicher Ironie zeichnet er das anrührende Porträt einer Hundeseele, deren Schwächen und Schrullen allzu menschlich scheinen. Doch bei aller Vertrautheit und Sympathie – stets bleibt dem Erzähler bewusst, wie fremd der Hund am Ende bleibt: ein treuer Freund und unheimlicher Gast zugleich.

 

Mit Herr und Hund: Ein Idyll hat Thomas Mann nicht nur einen Klassiker geschaffen, sondern ein Buch, das sich über 100 Jahre nach seinem Erscheinen so liest, als hätte es der Autor letzte Woche erst zu Papier gebracht. Der feine, manchmal schneidende Humor des Literaten trifft auch auf heutige Beobachtungen sehr wohl zu. Wenn sich auch das Bild des Menschen im vergangenen Jahrhundert geändert hat, das Bild des Hundes…
Das „Idyll“ ist als gebundenes Buch oder Taschenbuch in zahlreichen Auflagen erhältlich. Diese hier hat 144 Seiten und ist 2005 bei S. Fischer erschienen.

 

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Zu den selteneren Begleiterscheinungen des Phantomhundes zählt ein Glühen, das den ganzen Hund umgibt. Im deutschsprachigen Raum ist diese Eigenschaft etwas häufiger anzutreffen, so dass zum Beispiel im Rheinland der glöhnige Honck (glühende Hund) eine bekannte Gestalt des mündlichen Erzählguts ist.

 

Ebenfalls nicht häufig, jedoch immer wieder auftretend, ist die Erwähnung einer Kette, die der Hund mit sich trägt und die in Sagen nicht selten als aus Gold bestehend beschrieben wird. Als Anomalien in dem an sich bereits anomalen Phänomen der Phantomhunde können so seltene Erwähnungen wie zweiköpfige, feuerspeiende oder menschengesichtige Hunde genannt werden.

 

Schwarzer Hund oder doch ein Phantomhund

 

Seltene Wechselwirkungen mit der Umwelt

Besondere Beachtung müssen jene Fälle erfahren, in denen Phantomhunde in Wechselwirkung mit der Umwelt traten und zum Beispiel Trittspuren oder versengte Stellen auf dem Untergrund hinterlassen haben sollen. Bekannt sind in diesem Zusammenhang die Kratz- bzw. Brandspuren am Tor der Kirche von Blythburgh, Suffolk, welche ein schwarzer Hund am 4. August 1577 hinterlassen haben soll. Fälle wie dieser stehen in scheinbarem Kontrast zu der viel beschriebenen Immaterialität der Phantomhunde. Begegnungen, bei denen ein erschrockener nächtlicher Wanderer nach einem Phantomhund schlug und, statt diesen zu treffen, durch ihn hindurch schlug, wurden mehrfach berichtet.

 

Das Verhalten der Phantomhunde ist ebenfalls derart vielschichtig, dass eine ausführliche Darstellung aller beschriebenen Regungen hier nicht möglich ist. Festzuhalten ist jedoch, dass trotz der meist bedrohlichen Erscheinung ein meist neutrales Verhalten, ein bloßes Auftauchen des Hundes beschrieben wird. Selten sind hingegen gefährlich anmutende und bedrohliche Regungen oder gar Angriffe. Ebenso selten, da aber unerwartet besonders erwähnenswert, ist eine Verhaltensweise, die als beschützend empfunden wird. Viele andere Verhaltensäußerungen scheinen dem begegnenden Menschen eher entgegenzustehen oder sind zumindest irritierend, wie das Versperren des Weges, das fast ausschließliche Auftreten in der Dunkelheit, die Ortstreue oder das scheinbare Angrinsen des Beobachters.

Phantomhunde sind meist Einzelgänger

Auch treten Phantomhunde fast ausschließlich als Einzelgänger auf, wenn auch die Sage Beispiele von gespenstischen Hundemeuten kennt, die Teil der Jagdmeute des Teufels sein sollen und deren Erscheinen oder Geheul als Todesomen betrachtet wird. Bekannt sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Kopflosen Hunde von Dartmoor oder die gefährlichen Devil’s Dandy Dogs (des Teufels liebste Hunde) in Cornwall.

 

Dartmoor
Eine Landschaft wie im Dartmoore kommt nicht ohne Mysterien aus.

 

Sehr irritierend sind die zahlreichen und teils spektakulären Arten des Verschwindens der Phantomhunde. Freilich kommt es oft zu Begegnungen, in denen der Hund einfach außer Sicht gerät oder im Dunkel der Nacht verschwindet, aber auch ein Auflösen in einen Nebel oder einem Blitz, ein Explodieren, ein Schrumpfen zu einem Nichts, ein Versinken im Erdboden oder ein in die Luft fahren kennt nicht nur die Sage, sondern manchmal auch der Erlebnisbericht aus erster Hand.

Phantomhunde sind oft landschaftsgebunden

Auffällig sind zuletzt die Lokalitäten in der Landschaft, an denen Phantomhunde auftreten. Es handelt sich stets um ganz bestimmte Orte wie etwa einsame Landstraßen, Hecken und Grenzwälle, Kirch- und Friedhöfe, Brücken, Stadttore und -mauern, Dämme und Deiche, sowie prähistorische Stätten. Äußerst selten ist ein Auftreten in Gebäuden. Einige Phantomhunde zeigen zu ihrem Ort eine Gebundenheit über einen sehr langen Zeitraum, so dass sie der lokalen Bevölkerung eine bekannte Erscheinung geworden sind und oftmals sogar einen Namen erhalten haben. Am bekanntesten ist wohl Old Shuck oder Black Shuck in Norfolk, der Mauth Dog vom Peel Castle auf der Isle of Man oder der Trash oder Striker in Lancashire.

 

Offene Landschaft ohne schwarzer Hund
Auch offene Landschaften, wie in Lancashire sind Heim für Schwarzer-Hund-Mythen

 

Deutung im Volksglauben und im Erzählgut

So vielfältig die Erscheinung des Phantomhundes sein kann, so vielfältig sind die Deutungen, die dieses Phänomen im Volksglauben und im Erzählgut erfahren hat.

 

Besonders in der deutschen Sage tritt der Phantomhund häufig als Wächter eines vergrabenen Schatzes auf. Der Versuch, diesen Schatz zu heben, scheitert dann häufig mit dem Erscheinen des Hundes, welcher die Schätzgräber vertreibt. Das Alter dieses Erzählmotivs ist wahrscheinlich hoch. Schon Anubis wurde im alten Ägypten in Gestalt eines schwarzen Hundes oder Schakals als Gott der Totenriten und als Grab- (und damit auch Schatz-) Wächter verehrt. Die Beziehung des Hundes zum Tod und zu Leichen resultiert zum einen aus ihrem Fressverhalten. Als Aasfresser waren Hunde nicht selten für die Vertilgung von in der Wildnis gestorbenen Menschen verantwortlich. Zum anderen sagte man dem Hund nach, dass er mit seinem feinen Geruchsinn den sich ankündigenden Tod riechen könne.

 

Kein gutes Omen

Die Begegnung mit einem schwarzen Hund galt vielerorts als Todesomen, und sein Erscheinen kündigte im Volksglauben Wetterkatastrophen und andere Unglücke an.

 

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Hundekot-Beutel

Zugegeben, wir wissen nicht, ob schwarze Phantomhunde sie benötigen würden. Für alle anderen Hunde und noch mehr ihre Besitzer gehören die kleinen schwarzen Beutelchen zum „guten Ton“ beim Gassi-Gehen.

 

Die Beutel sind etwa 23 cm breit und 33 cm lang. Der wasserdichte Tüten garantieren eine sichere und hygienische Handhabung. Im Paket sind 20 Rollen mit je 15 Beuteln. Jeweils eine Rolle passt in den praktischen Beutelspender.

 

Hundekotbeutel mit Beutelspender und Leinenclip sind in Packungen zu 300, 600 und 900 Stück erhältlich. Im Amazon-Abo gibt es sie bis zu 15% günstiger.

 

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Häufig wird ein schwarzer Hund in der Sage als eine Personifikation des Teufels gesehen, etwa in der bekannten Sage vom Dombaumeister zu Köln. Als dieser erfährt, dass er die Wette mit dem Teufel verloren hat, stürzt er sich vom Baugerüst des Domes, um seine Seele vor den Händen des Teufels zu retten. Dieser aber springt dem Dombaumeister in Gestalt eines schwarzen Hundes hinterher. Es ist die christliche Tradition, die den mythischen Wächter der Unterwelt in Gestalt eines Hundes mit dem Teufel gleichsetzt. Dabei trägt der Teufel nicht nur die Maske des Hundes, sondern umgibt sich auch mit ihnen.

 

Femme fatale mit schwarzen Hunden
Auch eine Femme fatale schmückt sich gelegentlich mit schwarzen Hunden… ist sie der Teufel in Person?

Ist ein Phantomhund der Geist eines verstorbenen Hundes?

Seltener tritt die Vorstellung auf, dass sich hinter einem schwarzen Hund der Geist eines verstorbenen Hundes verbirgt. Ein Beispiel ist der Hund Melampus von Burg Starkenburg bei Heppenheim. Dieser war zu Lebzeiten der Begleiter eines Müllers, der im Dienst der Burg Starkenburg stand. Melampus wurde im Laufe der Jahre zu einem bekannten Hund auf der Burg und wurde wegen seiner Zuverlässigkeit zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt. Zu diesem Zweck soll er angeblich oft den Geheimgang zur Burg benutzt haben, der wohl von der Starkenburg bis zum Kloster Lorsch ging und in dem sich auch der Burgschatz befinden soll.

Eines Tages wurde die Burg angegriffen und Melampus kämpfte bis zu seinem Ende, schleppte sich zum Geheimgang und verstarb dort. Melampus wurde, laut Beschluss der Bewohner, dort begraben. Als der Bergfried der Burg Starkenburg gesprengt wurde, fand man dort Hundeknochen. Melampus‘ Geist soll die Burg und den Geheimgang der Sage nach immer noch bewachen.


Der zweite Teil des Artikels erscheint nächste Woche Donnerstag an dieser Stelle.

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