Presseschau 14/22, mit zündelnden Vögeln, vielen Tigern und einem toten Papagei

Lesedauer: etwa 15 Minuten
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Einen wunderschönen Sonntag wünschen wir euch, liebe Leserinnen und Leser,

 

es ist Sommer, auch dieses Jahr purzeln wieder die Hitzerekorde. Ich werde ebenfalls ein paar Tage  „die Sommerfrische“ genießen, daher fällt die nächste Presseschau am 14. August leider aus.

 

Eine weitere Änderung gibt es noch: Auf mehrfachen Wunsch hin veröffentlichen wir die Beiträge an Wochentagen nicht mehr morgens um 7 Uhr, sondern nachmittags um 17 Uhr. Das kommt unseren Followern in den sozialen Medien zugute, die sich erst nach der Arbeit einloggen. Beiträge von 7 Uhr sind dann in den Nachrichten schon ziemlich weit nach unten gesunken.

Die Freitagnacht-Kryptos bleiben spätabends um 22 Uhr, die Presseschau und das Wort zum Sonntag zum Sonntagsfrühstück um 10 Uhr. Heute bleibt eine Ausnahme, da ich gestern Abend das Special zum Somerton-Man gepostet habe.

 

 

 

 

in diesem Sinne: cool bleiben und viel Spaß beim Lesen

 

Euer

 

Tobias Möser

 

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Das geheime Leben der Wale

Wale faszinieren die Menschen seit jeher. Dennoch haben wir nur flüchtige Eindrücke der sanften Giganten. Wir wissen wenig über deren erstaunliche Anpassungsfähigkeiten. Wir kennen ihre speziellen Ernährungsstrategien und ihre matriarchalische Gesellschaften. Und wir staunen über ihre einzigartige soziale Bräuche wie Gesangswettbewerbe.
Folgen Sie den Entdeckungen eines renommierten National Geographic Fotojournalisten und tauchen Sie ein in das geheime Leben der Wale. Brian Skerry zeigt uns die Meeressäuger so nah und intensiv wie nie.

 

Der Donaukurier meint: „Brian Skerry ist nicht nur ein genialer Fotograf, sondern auch ein begnadeter Erzähler“

 

Das geheime Leben der Wale erscheint heute bei Nationa Geographic Deutschland. Das Gebundene Buch hat 192 Seiten mit großformatigen Fotos. Es stellt auch inhaltlich das Neuste dar, was auf dem Markt ist.

 

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Namibia: Schnabelwale gestrandet

Am Freitag, 8.7. 22 wurden am Strand der Shearwater Bay in Namibia zwei Schnabelwale gefunden. Die Tiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand, so dass Wissenschaftler davon ausgehen, dass die Tiere schon länger dort liegen.

 

gestrandeter Schnabelwal unbekannter Art am 220708 in Shearwater Bay Namibia
Ausmessen des größeren Wales für die MFMR marine mammal section (Diina Mwaala und Hileni Malumbu) Foto: Lüderitz Marine Research

 

Bei dem größeren Tier, das etwa 5,4 m Körperlänge hat, handelt es sich um ein Weibchen. Das kleinere mit 3,1 m ist ein Jungtier, vermutlich noch ein Säugling. Mutmaßlich handelt es sich also um Mutter und Kind. Eine Artbestimmung ist aufgrund des Verwesungszustandes vor Ort nicht möglich. Die Forscher von Lüderitz Marine Research vermuten, dass es sich um Layard-Schnabelwale Mesoplodon layardi handelt. Eine Bestätigung ist jedoch erst nach Präparation des Schädels des erwachsenen Tieres oder nach einer genetischen Untersuchung möglich.

Aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes ist die Forschung an diesen Tieren sehr schwierig und geruchsintensiv. Vermutlich wird die Todesursache unbekannt bleiben.

 

Lüderitz Marine Research hat die Publikation weiterer Informationen versprochen. Wir harren der Dinge.

 

Quelle: facebook


Belgien und Niederlande: Schnabelwale gesichtet, teilweise gestrandet

Am 19.Juli wurde eine Gruppe von vier Schnabelwalen vor Zandvoort in den Niederlanden gesichtet. Sie gehören vermutlich der in der südlichen Nordsee am häufigsten beobachteten Art Mesoplodon bidens an. Ein Tier strandete beinahe, aber Badegäste konnten es aus knietiefem Wasser wieder in Richtung Meer drehen, wohin es dann auch verschwand.

 

Mesoplodon bei Zandvoord
Beinahe-Strandung des Schnabelwals bei Zandvoort am 19.7.2022

 

Am 29. Juli fanden Strandspaziergänger am Strand der belgischen Stadt Wenduine ein lebend gestrandetes Tier. Das Tier war etwa 3 bis 4 m lang und noch gut bei Kräften. Auch ihm konnte wieder ins Wasser geholfen werden.

 

Quelle für Infos und Screenshot: Facebookseite der Stichting SOS Dolfjin


Chinesischer Schwertstör offiziell ausgestorben

Jangtse-Störe
Ein Exemplar des Schwertstöres und eines des Chinesischen Störs (Foto: Museum of Hydrobiological Sciences, Wuhan; CC 4.0 by Alneth)

Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) hat den chinesischen Schaufelstör Psephurus gladius offiziell als ausgestorben gelistet. Die über 3 m lang und 500 kg schwer werdenden Tiere lebten im gesamten Jangtsekiang in China, historisch auch im Gelben Fluss. Die Tiere litten bereits seit dem 13. Jahrhundert unter starkem Fischereidruck. Dieser entwickelte sich seit dem 2. Weltkrieg zu einer deutlichen Überfischung. Hinzu kamen immer wieder auch Verletzungen durch den Schiffsverkehr. Im Gelben Fluss starben die Tiere vermutlich in den 1960er Jahren aus.

Durch Bau des Gezhouba-Damms (Bauzeit 1970 bis 1988) konnten die Tiere aus dem Unterlauf des Jangtse nicht mehr zu den Laichplätzen im Oberlauf gelangen. Die letzten Jungtiere im Unterlauf wurden 1995 gefangen.

 

Chinesischer Schwertstör Psephurus gladius
Ein chinesischer Schwertstör Psephurus gladius, 1993 am Ufer des Jangtsekiang bei Nanjing gestrandet. Das Tier war ca. 2,7 m lang. Foto: Wei Qiwei CC BY SA 3.0

 

Seit 2000 fing man nur noch zwei Tiere: ein Weibchen von 3,3 m und 117 kg bei Nanjing im Jahr 2002. Trotz aller Bemühungen starb das Tier. Ein 3,52 m langes und 160 kg schweres Tier ging am 24. Januar 2003 bei Yibin ins Netz. Es wurde mit einem Sender versehen und frei gelassen, aber der Sender arbeitete nur 12 Stunden.

 

2006 bis 2008 führten chinesische Behörden auf einer Strecke von fast 500 km im Oberlauf des Jangtse aufwändige Untersuchungen mit Echoloten durch. Dabei konnten sie nur neun, nach anderen Quellen nur zwei Fische nachweisen.

Das Yangtze River Fisheries Research Institute erklärte den Fisch 2019 als ausgestorben, vermutlich starben die letzten Tiere zwischen 2005 und 2010. Bereits 1993 war die Art „funktionell ausgestorben“ war, die Fische konnten sich also nicht mehr fortpflanzen.

Die IUCN hat ihn vergangene Woche, im Juli 2022 als ausgestorben erklärt.


Australien veröffentlicht desaströsen Umweltbericht

Alle fünf Jahre veröffentlicht das australische Umweltministerium einen Bericht zum Zustand der Umwelt, den State of the Environment Report. Er beinhaltet alle Aspekte der australischen Umwelt, von Flüssen und Meeren über Luftqualität und Gletscher in städtischen und ländlichen Gebieten.

 

Sydney
Der Hafen von Sydney ist normalerweise für blaues und kristallklares Wasser bekannt, klimawandelbedingter Starkregen spülte Anfang 2022 so viel Schlamm aus den Bergen, dass er trüb und braun wurde.

 

Seit dem Beginn der Kolonisierung durch britische Auswanderer sind in Australien mindestens 39 Säugetierarten ausgestorben. Seit dem letzten Report 2016 sind 17 Säugetierarten, 18 Vogelarten und 19 Froscharten als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft worden. Die Zahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten stieg von 1774 auf 1918 Arten.

Hauptgrund hierfür ist die Lebensraumvernichtung. Seit dem Jahr 2000 sind in Australien 7,7 Millionen Hektar Wald gerodet worden. Das ist eine Fläche, die 10% größer als Bayern ist (oder für australische Verhältnisse: 1/3 der Fläche des Bundesstaates Victoria). Hinzu kommen große Verluste vor allem an Trockenwäldern durch verheerende Buschbrände.

 

Die konservative Regierung von Scott Morrison zeichnete sich durch eine „passive Haltung“ in der Umweltpolitik aus. Sie hatte den Bericht schon im Dezember 2021 erhalten, wegen der im Mai anstehenden Parlamentswahlen aber zurückgehalten. Sie verlor dennoch die Mehrheit, der neue Premier Anthony Albanese und seine Regierung haben den Kampf um die Umwelt und gegen den Klimawandel zu einem Hauptpunkt ihrer Arbeit und Ziele gemacht. Die aktuelle Umweltministerin erklärte, der Report zeuge von „mehr als ein(em) Jahrzehnt Untätigkeit und vorsätzlicher Ignoranz“.


Australien: Weiße Walkälber gesichtet

In der Nähe von Albany, Cheynes Beach und Bremer Bay haben Beobachter mehrere Südliche Glattwal-Mütter beobachtet, die helle, fast weiße Kälber führten. Es handelt sich hierbei nicht um Albinos, sondern um eine hellgraue Morphe. Doktorandin Brodee Elsdon vom Curtin University’s Centre for Marine Science and Technology sagte den ABC-News, es sei ungewöhnlich, so viele Kälber der grauen Morphe zu sehen. „Vielleicht haben wir einfach eine glückliche Saison“, fügte sie hinzu.

 

Quelle: ABC-News vom 20.07.2022


Vollständigstes Skelett eines atlantischen Grauwals gefunden

Wissenschaftler haben im US-Bundesstaat North Carolina das bisher vollständigste Skelett eines atlantischen Grauwals ausgegraben.

 

Gtauwal
Ein Grauwal vor Kalifornien (Beispielbild)

 

Heute sind Grauwale nur noch von der nordamerikanischen Pazifikküste bekannt, in geschichtlichen Zeiten waren sie jedoch wesentlich weiter verbreitet. Sie lebten an der asiatischen Pazifikküste zwischen der Beringsee im Norden und Japan und Korea, möglicherweise Taiwan im Süden. Im Atlantik fand man sie vermutlich zwischen den Gewässern vor Grönland und Florida, möglicherweise auch im Golf von Mexiko. Die europäische Population lebte im Sommer vor Spitzbergen, Island und Grönland, im Winter vor der nordwestafrikanischen Küste. Alle Populationen wanderten vorhersehbar und küstennah, was sie zu einem bevorzugten Ziel des Walfanges machten. Die europäische Population starb vermutlich um 500 n. Chr. aus, die westatlantischen Tiere verschwanden um 1700. Ob die asiatische Population noch existiert ist unklar, die wenigen Beobachtungen können auch durch verirrte Tiere der west-amerikanischen Population erklärt werden.

Das Grauwalskelett, das in North Carolina gefunden wurde, besteht aus 42 Einzelknochen, darunter ein nahezu vollständiger Schädel mit Kieferknochen, zahlreiche Wirbel und Rippen. Das Tier stammt aus der Zeit um 1200 n.Chr., war etwa 9 m lang und damit ein Jungtier. Offenbar haben ihn Menschen an Land gezogen, ob sie für seinen Tod verantwortlich sind, ist unklar. Messerspuren an den Knochen legen nahe, dass er zerlegt und (teilweise?) genutzt wurde.

 

Mehr weiß das Smithsonian Magazine


 

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Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer 1607 – 1611

Auf allen seinen vier bekannten Fahrten suchte Henry Hudson eine kurze Passage über das Nordmeer nach Ostasien – zu den Reichen von Zipangu (Japan) und Cathay (China). So führte ihn seine erste Reise im Jahr 1607 nach Grönland und bis Spitzbergen, ohne jedoch die vermutete Nordwestpassage zu finden. Im folgenden Jahr suchte er einen östlichen Seeweg über die Nordküste Russlands und kam bis Nowaja Semlja, wo ihn das undurchdringliche Eis zur Umkehr zwang.

Im Auftrag der holländischen Vereinigte Ostindischen Kompanie erkundete er 1609 den nach ihm benannten Hudson River und ermöglichte so die Gründung von Neu-Amsterdam, das spätere New York. 1610 gelangte er auf einer weiteren Suche nach einer Nordwestpassage in die (später ebenfalls nach ihm benannte) Hudson Bay und überwinterte dort unter härtesten Bedingungen. Doch seine von den Strapazen müde Mannschaft meuterte im Sommer 1611 und ließ Hudson, seinen Sohn und weitere loyale Mannschaftsmitglieder in einem offenen Boot zurück. Sie blieben für immer verschollen.

 

Die „Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer 1607 – 1611“ sind 2015 bei Edition Erdmann erschienen. Das gebundene Buch hat 208 Seiten.

 

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Nepal hat Zahl der Tiger seit 2009 verdreifacht

Im Jahr 2009 hatte das kleine Land im Himalaya 121 Tiger. Nun sind es mindestens 355 der gestreiften Großkatzen.

Mit der Veröffentlichung der Zahlen erreichte Nepal ein Ziel, das sich die „Tiger-Staaten“ Asiens sowie Russland und China 2010 auf dem Gipfel in St. Petersburg gesetzt hatten. Sie wollten bis zum chinesischen „Jahr des Tigers“, 2022 die Zahl der freilebenden Tiger verdoppeln. Außer Nepal hat dies nur Indien geschafft.

 

Tiger im Wasser
Tiger in einem Zoo

 

In Indien leben mit Abstand die meisten Tiger, rund 3000 Tiere. Das sind 2/3 des Weltbestandes. Auch in Bhutan, China und Russland können Erfolge gefeiert werden. Dennoch ist die größte rezente Katze nach wie vor durch Lebensraumverlust wegen des enormen Bevölkerungswachstums sowie Wilderei gefährdet.

 

Nepal betreibt ein engagiertes Naturschutzprogramm, bei dem unter anderem auch Elefanten, Panzernashörner und Krokodile geschützt werden. Leider kommt es vor allem bei armen Menschen immer wieder zu Konflikten, da diese immer noch versuchen, geschützte Wälder illegal zu nutzen. Ziel der Regierung ist es daher, gerade dort, wo sich ein Mensch-Natur-Konflikt aufbauen kann, die Menschen für Berufe weiter zu bilden, für die sie nicht in den Wald gehen zu müssen.

 

Quellen: WWF, dpa, n-tv


Australien: Greifvögel legen Feuer

Seit einigen Jahren gab es Beobachtungen aus Australien, die Schwarzmilane und Habichtfalken (Falco berigora) als Verursacher von lokalen Waldbränden in Nordaustralien verantwortlich machen. Dies deckte sich auch mit Berichten der Ureinwohner.

 

Schwarzmilan in der Luft
Schwarzer Milan in der Luft (Beispielbild)

 

In Nordaustralien lösen oft Blitzeinschläge lokale Buschbrände aus. Clevere Greifvögel nutzen diese, um fliehende Vögel, Kleinsäuger und Insekten zu fangen. Der Ornithologe Bob Gosford sammelte 2016 und 2017 mehr als 20 Beobachtungen, bei denen diese beiden Vogelarten sowie die Keilschwanzweih (Haliastur sphenurus) offenbar bewusst Feuer legten. Sie nahmen brennende Zweige auf und brachten sie bis zu 50 m weiter zu unverbrannten Wiesen- oder Waldstücken, wo sie sie gezielt fallen ließen.

Anschließend warten die Vögel am vorrückenden Rand des Feuers und fangen flüchtende Kleintiere.

Gosford hat gemeinsam mit anderen Ornithologen zahlreiche Berichte in einem Paper im Journal of Ethnobiology zusammengefasst.

 

Literatur: Bonta et al.: Intentional Fire-Spreading by “Firehawk” Raptors in Northern Australia; J. of Ethnobiology, 37(4):700-718 (2017). https://doi.org/10.2993/0278-0771-37.4.700


„Ausgestorbener“ Affe in Fotofalle gegangen

Popa-Langur
Popa-Langur Trachypithecus popa. Foto: Thaung Win

Bisher war der Popa-Langur Trachypithecus popa nur von einem 100 Jahre alten Museumsexemplar aus dem Natural History Museum in London bekannt. Man ging daher davon aus, dass diese Art ausgestorben ist.

Einem Team von WWF und Fauna und Flora International (FFI) ist ein Langur in der Mekong-Gegend in eine Fotofalle gegangen, das dem Londoner Exemplar aufs Haar gleicht – nur quicklebendig.

Die Region Greater Mekong gilt mit ihren bis 5000 Meter hohen Gebirgen, Trockenwäldern, Feuchtgebieten und Mangroven, mit hohen Jahresniederschlägen und einem feuchtheißen Klima als einer der wichtigsten Hotspots der Artenvielfalt weltweit. Alleine im Jahr 2020 wurden hier eine Säugetierart, 35 Reptilien, 17 Amphibien, 16 Fische und 155 Pflanzenarten entdeckt und beschrieben, seit 1997 mehr als 3000 „neue“ Arten.

 

Quelle: Geo und WWF


Die Kurzmeldungen

Faunenverfälschung ist teuer

Braune Nachtbaumnatter Boiga irregularis
Die Braune Nachtbaumnatter Boiga irregularis

Nach einer Studie aus dem Fachjournal Scientific Reports verursachen eingeschleppte, gebietsfremde Arten weltweit Schäden in Höhe von vielen Milliarden Euro. Besondere Schadwirkung haben dabei der Nordamerikanische Ochsenfrosch und die Braune Nachtbaumnatter. Sie verursachen 96,3 bzw. 99,3 Prozent der Gesamtkosten, die invasive Amphibien und Reptilien verursacht haben.

Die Wissenschaftler haben hierzu die Datenbank „InvaCost“ ausgewertet. Es ist davon auszugehen, dass hierbei nur Schäden an Mensch und Wirtschaftsgütern betroffen sind und keine Schäden in der Natur.

Literatur: Soto, I., Cuthbert, R.N., Kouba, A. et al. Global economic costs of herpetofauna invasions. Sci Rep 12, 10829 (2022). https://doi.org/10.1038/s41598-022-15079-9


Weiße Haie kommen vermehrt vor die Küsten New Yorks

Weißer Hai
Ein weißer Hai beisst in einen Lockköder

 

Weiße Haie sind an der US-amerikanischen Ostküste weit verbreitet und kommen „eigentlich“ überall vor. Seit den 1970ern, als „Der Weiße Hai“ ein Schlachten sondergleichen auslöste, waren sie sehr selten. Verstärkte Schutzmaßnahmen für sie und ihre Beutetiere sorgen jedoch für steigende Populationen. So kommen sie immer häufiger auch in Gewässer, in denen Menschen baden.

Seebaden ist in New York (anders als auf dem benachbarten Long Island) erst seit einigen Jahren wieder schick, so dass es nun zu Kontakten kommt. Die Stadt hat daher ihre Haipatrouillen verstärkt: Strände werden per Boot, Helikopter und Drohnen überwacht.


Älteste DNA amerikanischer Mustangs bestätigt die legendäre Besiedlung des Kontinents

Mustangs auf Assateague
Mustangs auf Assateague

 

Wilde Pferde leben seit Hunderten von Jahren frei über die Insel Assateague vor der Küste von Maryland und Virginia. Wie sie genau dorthin gelangten, blieb ein Rätsel. In einer neuen Studie stellt sich heraus, dass alte DNA, die aus einem angeblichen Kuhzahn aus dem 16. Jahrhundert aus einer der ersten karibischen Kolonien Spaniens extrahiert wurde, von einem Pferd stammt. Die Analyse der DNA legt nahe, dass eine Legende, die seien Pferde nach dem Schiffbruch einer spanischen Galeone auf Assateague gestrandet, wahrscheinlich den Tatsachen näher als einer Fiktion ist.


Kleinblittersdorf: Spinnen legen Supermarkt lahm

Am 21.7. wurde die Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt vom Marktleiter eines Supermarktes um Hilfe gebeten. Beim Auspacken von Bananen hat ein Mitarbeiter vermutlich zwei Bananenspinnen der Gattung Phoneutria gesehen. Noch vor Eintreffen der Polizei konnte der Marktleiter die hochgiftigen Tiere, in das Kühllager des Marktes bringen. Dort waren sie zunächst nicht mehr auffindbar.
Da die Tiere nicht eingefangen werden konnten, hat der Supermarkt einen Schädlingsbekämpfer eingesetzt.

 

Quelle: Pressemeldung der Polizei Saarbrücken


NRW: Landwirt findet Waran auf Acker

Am Dienstag, 19.7. fand ein Landwirt in Mettmann einen Steppenwaran auf seinem Acker, als er mit Kollegen bei der Heuernte war. Während der Hitzewelle hat sich „Tabaluga“ auf dem Feld wohl recht wohl gefühlt. Trotzdem brachte ihn die Feuerwehr ins nahe gelegene Tierheim in Hilden.

 

 

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Im Reiche des weißen Elefanten

Wir denken an den Tierpark in Hamburg, wenn wir den Namen Hagenbeck hören.

Aber der Tierpark hat einen großen Teil seines Rufes dem Tierfänger und Forschungsreisenden John Hagenbeck zu verdanken. Der Zauber dieses Buches wächst aus den Erlebnissen und Erfahrungen des großen Abenteurers. Eines Menschen dessen Weg durch fast alle Länder der Erde führte, und der sich in die Gebräuche und Denkweise fremder Völker hineinlebte. Dadurch erst wurde es möglich, dass Hagenbeck-Werke den Leser in ihren Bann schlagen. Dass seine Werke die ganze Farbenpracht einer fernen, unbekannten und geheimnisvollen Welt entfaltet.

In diesem Band erzählt John Hagenbeck, was es mit dem Rätsel der weißen Elefanten auf sich hat. In Siam werden diese Tiere als Symbol einer Gottheit verehrt; überall werden sie als Seltenheiten mit riesigen Preisen bezahlt, geradezu mit Gold aufgewogen. Ein wagemutiger Mann geht auf die Suche nach jenen weißen Elefanten.

 

„Im Reiche des weißen Elefanten“ ist 1961 bei Kolibri erschienen. Es ist nur noch gebraucht erhältlich, je nach Zustand ab etwa 20 €.

 

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„Dies ist kein toter Papagei“

Der „dead Parrot Sketch“ von Monthy Python ist einer der bekanntesten Sketche der Gruppe. Hierbei geht es um einen Kunden, der in einem Zoogeschäft einen Papagei erstanden hat und ihn reklamiert, weil er tot ist. Der Geschäftsinhaber will ihn jedoch nicht verstehen und findet immer wieder eine Ausrede, warum sich der Papagei nicht bewegt. So muss sich der Kunde immer wieder neue Synonyme zu „toter Papagei“ einfallen lassen.

 

In einem Zoogeschäft in Tennessee passiert nun das genaue Gegenteil. Hier spielt ein Papagei tot, obwohl er lebt. Er legt sich auf den Rücken, streckt die Beine in die Luft und verharrt so. Einige Tiktok-Videos sind bereits viral gegangen. Das Zoogeschäft sieht sich genötigt, einen Zettel am Käfig des Tieres anzubringen, um auf das Verhalten hinzuweisen.


Zu guter Letzt:

 

Was habt ihr nach der Meldung anderes erwartet als das?

 

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