Presseschau 8/22: Riesenkalmar, Elfenbeinspecht und lebende Hobbits

Lesedauer: etwa 17 Minuten
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Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch, liebe Leserinnen und Leser!

 

bei diesem wundervollen Wetter mag man gar nicht an die Probleme in der Welt denken, sondern einfach nur raus und in der Sonne spazieren gehen oder Rad fahren. An einem Sonntag wie heute sollte das auch erlaubt sein, zumal ja auch noch Feiertag ist. (Über die Tatsache, am Tag der Arbeit frei zu haben, während man an Freitagen üblicherweise arbeiten muss, denke ich an einem anderen Tag nach).

Die Kryptozoologie ist mehrfach Thema der Mainstream-Medien

Kryptozoologisch haben wir einige spannende Tage hinter uns. Der vermeintliche Megalodon-Biss an einem Weißen Hai, den sogar der Merkur und andere Mainstream-Medien aufgriffen, haben wir neulich ja schon abgearbeitet. Hier noch einmal herzlichen Dank für den Input von Markus Bühler, der auch als Diskussionspartner dienen musste.

 

Ein weiteres kryptozoologisches Thema, das Wiederhall im Blätterwald fand, ist der Flores-Hobbit. Gregory Forth, ein Anthropologe hat die Erzählungen von Naturvölkern einer der Regionen dieser indonesischen Insel analysiert. Er behauptet, damit belegen zu können, dass die Ebu Gogo, ein Volk von Zwergen, heute noch leben und Kontakte zu Mitgliedern dieser Völker haben. Die Ebu Gogo werden mit dem Homo floresiensis, einer Zwergform des Menschen, die fossil auf genau dieser Insel gefunden wurde, gleichgesetzt.
Sollte es so sein, sind wir, Homo sapiens, nicht die einzige Menschenart auf der Welt. Dies wirft dann eine Menge Fragen auf.

 

Das dritte kryptozoologische Thema dieser Tage sind die Achiteuthis-Strandungen und die potenzielle Wieder-Entdeckung des Elfenbeinspechtes. Der Redaktion liegt eine Vorab-Ausgabe der wissenschaftlichen Veröffentlichung vor, die den Peer-Review-Prozess noch nicht beendet hat. Sie ist ziemlich umfangreich. Wenn wir sie durchgearbeitet haben, wird der Elfenbeinspecht sicher erneut Thema eines Beitrages.

 

Ansonsten besteht diese Presseschau zum großen Teil aus Kurzmeldungen. Es ist so viel passiert, das können wir einfach nicht alles ausführlich beschreiben.

 

Trotzdem einen schönen Sonntag, viel Spaß beim Lesen und geht raus, nutzt das schöne Wetter!

 

Euer

 

Tobias Möser


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Zwischen Menschenaffe und Mensch

Das Buch „Between Ape and Human“ zeigt eine bemerkenswerte Untersuchung über die Hominoiden der Insel Flores und ihren Platz im evolutionären Spektrum – und ob sie noch überleben oder nicht.

 

Autor Gregory Forth hat über lange Zeit die Naturvölker der Lio-Region auf Flores studiert. Einige von ihnen sprechen von Wesen, die halb Mensch und halb Affe sind, klein und heimlich. Sie sehen sie als reale und rezente Wesen an. Sind das Homo floresiensis?

 

Between Ape and Human erscheint am 3. Mai 2022 auf englischer Sprache. Natürlich ist es vorgestellbar. Es hat als gedrucktes Buch 336 Seiten, ist jedoch auch für den Kindle erhältlich.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Gibt es noch lebende Flores-Hobbits?

Als 2004 die wissenschaftliche Welt mit den ersten Funden des Zwergmenschen Homo floresiensis von der indonesischen Insel Flores konfrontiert wurde, war die Verblüffung groß. Schnell bekamen die Inselzwerge den Beinamen „Flores-Hobbit“.
Kryptozoologen kannten die Insel bereits als Heimat des Zwergvolkes der „Ebu Gogo“, kleiner aufrecht gehender, affenähnlicher Wesen, die „früher“ dort gelebt haben sollen.

 

Homo floresiensis
Eine Homo floresiensis-Frau (Foto aus dem Smithsonian Natural History Museum, adaptiert)

 

Schnell war die Parallele zu den Fossilfunden gezogen und die Frage, ob die Naturvölker der Insel eine kulturelle Erinnerung an Koexistenz mit einer anderen Menschenart haben, stand im Raum. Dies konnte bis heute nicht umfassend geklärt werden. Der australische Anthropologe und anthropo-Biologe Gregory Forth kennt die Naturvölker der Lio-Region im Osten Flores wie kein Zweiter. Er behauptet, dass die „Lio“, wie er mehrere Völker dieser Gegend zusammenfasst, noch Kontakt zu den Flores Hobbits haben müssen. Ihre Erzählungen würden dies beweisen.

 

Natürlich hat er ein Buch geschrieben, das in den nächsten Tagen herauskommt. Dem ist eine umfangreiche Pressekampagne voran gegangen. Wer sich dieses Buch kaufen möchte, kann das gerne über unseren Link (oben) tun, dann verdienen wir ein paar Cent daran.

 


 

Japan: lebender Riesenkalmar angeschwemmt

Wie die Presseagentur AFP meldet, wurde am Strand der japanischen Stadt Obama am Gelben Meer ein Riesenkalmar Architeuthis dux lebend angeschwemmt. Das Video zeigt einen großen Kalmar von ungefähr 3 m Gesamtlänge, der im flachen Wasser treibt. Ein Anwohner hatte den Kopffüßer am 20.4. gegen 10 Uhr Ortszeit das erste Mal beobachtet.

Er ist deutlich rötlich gefärbt und spreizt seine Fangarme, die er auch langsam bewegt. Im Video sind nur sieben Fangarme sichtbar, mindestens einer ist verletzt und verkürzt. Auch der Mantel weist weitere Verletzungen auf. Auch die Atmung ist schwach.

 

 

Das Tier ist in das Echizen Matsushima Aquarium in der Präfekturhauptstadt Sakai gebracht worden. Wie es ihm dort erging, ist unklar. Mutmaßlich war der Kopffüßer zum Zeitpunkt der Strandung bereits schwer verletzt. Ein Handling und den Umzug ins Aquarium wird er kaum längere Zeit überleben.

Wissenschaftliche Untersuchungen an dem Tier sind bereits angekündigt. Das von AFP geschätzte Gewicht von 80 kg erscheint uns viel zu hoch angesetzt. Ein doppelt so langer Riesenkalmar im Meeresmuseum in Stralsund wog 49 kg.


Südafrika: Noch ein Riesenkalmar angeschwemmt

Auch im südafrikanischen Kommetjie (30 km nördlich vom Kap der Guten Hoffnung) ist ein Riesenkalmar angeschwemmt worden. Anders als das japanische Tier war er bereits bei der Strandung nicht mehr am Leben. Bemerkenswert finden viele Kommentatoren die sehr helle, fast weißliche Färbung. Diese ist bei toten Kalmaren jedoch völlig normal.

 

Riesenkalmar
Riesenkalmar am Strand von Kommetije

 

Biodaten zu dem Tier gibt es noch keine, außer einer allgemeinen Angabe zur Größe: „3 m“ heißt es.

 

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Die Botschaft der Riesenkalmare

Der Riesenkalamar ist eines der letzten Geheimnisse der Meere, über Jahrhunderte wurde seine Existenz als Seemannsgarn abgetan. Fabio Genovesi ist ein Geschichtenerzähler, und wovon er erzählt, ist wahr. Dies ist sein Liebesbrief an unsere Welt und an sein Lieblingstier. Von französischen Kapitänen, betrunkenen Seefahrern und einer Fossilienforscherin, die vergessen wird. Von Genovesis toskanischer Nonna und einer Insel, die auftaucht und wieder im Meer versinkt. Und vor allem vom Riesenkalmar, diesem mystischen, wundersamen und schwerelosen Tier, und davon, was wir von ihm lernen können.

 

»Die Botschaft der Riesenkalmare« ist eine persönliche Kulturgeschichte und eine Hymne an die Menschen, die an das scheinbar Unmögliche glauben. Ein Buch, das uns verändert zurücklässt.

 

»Die Botschaft der Riesenkalmare« hat 192 Seiten und ist nagelneu: Am 9. März 2022 bei S. Fischer erschienen und als gebundenes Buch sowie fürs Kindle verfügbar.

 

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US-Forscherteam behauptet, den Elfenbeinspecht gesehen zu haben

Der Elfenbeinspecht ist so etwas wie der Beutelwolf Nordamerikas. Er bewohnte nahezu ausschließlich Sumpfwälder des Durch Lebensraumzerstörung war er bereits um 1880 sehr selten, um 1920 galt er als ausgestorben. 1944 entdeckte man ihn das erste Mal wieder, um ihn bald wieder als ausgestorben zu führen. Seit dem gab es in den USA, vor allem in den Staaten Louisiana und Arkansas gelegentliche Sichtungen oder andere Nachweise. Bemerkenswert ist hierbei, dass diese Hinweise auch von Universitäten und anderen staatlichen Stellen gekommen sind.
Die kubanische Population starb in den 1980ern aus.

2021 verlor der US Fish and Wildlife Service dann die Geduld und erklärte Amerikas zweitgrößten Specht für ausgestorben. Doch Totgesagte leben länger:

 

Elfenbeinspecht
Aquarell des Elfenbeinsprechtes

 

Steve Latta, Leiter der Abteilung Naturschutz in der National Aviary, eines der größten US-Vogelparks in Pittsburgh war mit einem Team auf der Suche nach den Vögeln. Er habe den Ruf, der ihn an den Klang einer Blechtrompete erinnert, oft gehört. Auch auf den Fotos von ihm und anderen Teammitgliedern seien die charakteristischen weißen Kanten seiner Flügel deutlich sichtbar gewesen. Als dann ein Elfenbeinspecht vor ihm aufgeflogen sei, habe er am ganzen Leib gezittert.

 

Das Paper mit den Fotos und den genauen Daten ist noch im Peer Review-Verfahren und wird hoffentlich bald veröffentlicht.

 

Vorab-Berichte und Interviews fanden sich in zahlreichen Medien, unter anderem bei GEO, im Bulletin und beim Guardian. Wir werden uns hoffentlich in naher Zukunft damit beschäftigen können.


 

 

 

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Ein Roman von erschreckender Aktualität

Autor Tom Clancy ist nicht nur seit seinem Erstlingsroman „Jagd auf Roter Oktober“ als Meister des Techno-Thrillers bekannt. Er hat jahrelang als technischer Berater für die US-Geheimdienste gearbeitet und dort zahlreiche Quellen über das Militär der NATO und der UdSSR bzw. Russlands studieren können.

 

Sein Roman „Im Sturm“ steht außerhalb der Reihen alleine dar. Er beschreibt den russischen Überfall auf Mitteleuropa, die vorhergehende Kriese und auch das Vorgehen der russischen Geheimdienste erstaunlich gut. Zur aktuellen Lage in der Ukraine gibt es erschreckende Parallelen.

 

Im Sturm“ hat in dieser Ausgabe 752 Seiten, ist auch fürs Kindle, Hörbuch, als Taschenbuch und gebunden erhältlich. Es ist lesenswert, ein Schlafräuber, den man erst im Morgengrauen weglegt.

 

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Was steckt hinter der japanischen Mumie einer Meerjungfrau?

Die Mythenjägerseite Mimikama hat sich mal wieder mit einem Randbereich der Kryptozoologie befasst. Autor Ralf Nowotny schreibt über ein japanisches Fundstück, das eine Mumie des mythischen Ningyo darstellen soll. Das Ningyo (jap. für „Menschlicher Fisch“) hat gewisse Ähnlichkeit mit einer europäischen Meerjungfrau: golden glänzende Schuppen, Affenmund mit kleinen Zähnen und eine zwitschernde Stimme.

 

Die "Meerjungfrau" im CT
Die „Meerjungfrau“-Mumie im CT. Foto: Mimikama

 

Im Tenshou-Kyousha-Schrein, ca. 100 km westlich von Tokio werden die angeblichen Überreste eines Ningyo aufbewahrt. Der Schrein soll seit 40 Jahren im Besitz der Mumie sein, das Tier soll zwischen 1736 und 1741 gefangen worden sein.
Dies ist ungewöhnlich, weil der Fang eines Ningyo großes, teils japanweites Unglück bedeutet, Japan zu dieser Zeit aber eine Phase der Ruhe sowie wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prosperität erfuhr.

 

Die Mumie wurde ab dem 2. Februar diesen Jahres in der Veterinärklinik der Kurashiki University of Science and the Arts untersucht. Dabei wurde das etwa 30 cm lange Stück aus einer Kiste gehoben. Sie „lag mit dem Gesicht nach oben auf einem Untersuchungstisch und schien in einem Schrei gefangen zu sein, während sie sich die Hände vor den Mund hielt.“, wie Nowotny schreibt. Die Mumie selber wurde in einem Computertomographen untersucht, eine DNA-Probe wurde ebenfalls entnommen.

Anwesend war unter anderem Kozen Kuida, Hauptpriester des Enjuin-Tempels in Asakuchi.

 

Die ersten Ergebnisse liegen bereits vor. Die Mumie als solche ist echt, jedoch künstlich hergestellt. Laut Mimikama besteht der Oberkörper aus dem Torso eines Affen, der mit Menschenhaar und Fingernägeln geschmückt und an einen Fischschwanz genäht wurde. Genaueres werden die CT-Bilder und die DNA-Analyse liefern.

 

Link: Mimikama

 


Polizei bestätigt: Alien Big Cat in Somerset

Das Nachrichtenportal „Somerset Live“ hat die lokale Polizei im Rahmen des „Freedom of Information Act“ nach Großkatzensichtungen 2021 befragt. Die Behörde hat kooperativ reagiert und dem Nachrichtenportal alle Meldungen vorgelegt, die den Terminus „Big Cat“ enthalten. Gleichzeitig merkte die Polizei an, dass weitere Begriffe wie leopard, lynx oder Ähnliche nicht abgeglichen seien. Hierzu sei eine händische Suche notwendig, die den vertretbaren Aufwand für eine solche Anfrage deutlich übertreffe.

 

Puma
Puma in einem Trockenhabitat, die Art kann nahezu alle terrestrischen Lebensräume erfolgreich besiedeln

 

Die Polizei antwortete den Journalisten:

 

„Nach einer Suche in Anrufprotokollen im Jahr 2021 nach dem Text ‚große Katze‘ wurde ein Bericht mit einem aufgezeichneten Standort von entweder Somerset oder Bath identifiziert. Die aufgezeichnete Beschreibung lautete „großer Puma-/Panthertyp“.

„Der aufgezeichnete Ort war „Witham Friary area“ innerhalb der Local Policing Area von Somerset East. Der Anruf wurde ohne Einsatz von der Avon und der Somerset Police aufgenommen. Es wurden keine Informationen darüber aufgezeichnet, ob dies bestätigt wurde oder nicht.“

 

Im Südwesten Englands werden immer wieder große Katzen gesehen. So konnte 2021 ein Karakal in der Grafschaft Devon identifiziert werden. Im benachbarten Cornwall soll ein Puma die A 39 überquert haben (ohne genauere Angaben).

 

Quelle: Somerset Live


Der Wiener Donau-Hai, der keiner war

Am Mittwoch, 13.4. tauchte ein Foto eines angeblichen Hais in den sozialen Medien auf. Es soll ein Screenshot aus dem Wiener Donaukanal sein und die Rückenflosse eines solchen Knorpelfisches zeigen.

 

vermeintlicher Donaukanal-Hai. Foto: Heute.at Leserreporterin Alida
Der „Donaukanal-Hai“. Foto: heute.at Leserreporterin Alida

 

Kurze Zeit später wurde ein kurzes Video bekannt. Ein Wiener Mitglied des NfK identifizierte die Stelle tatsächlich als Wiener Donaukanal. Allerdings zeigte sich in diesem Video (das aktuell im Netz nicht auffindbar ist) definitiv keinen Hai. Auch die Spekulationen einiger Angler, die als „Experten“ hinzu gezogen wurden, von Schwarzer Amur bis Schuppenkarpfen, entbehren jeder Grundlage. Im Video ist eindeutig erkennbar, dass der dunkle Gegenstand keinerlei Bewegung relativ zum stark strömenden Wasser macht. Dies widerspricht dem Verhalten jedes Fisches und lässt uns das Ganze als Plastiksack identifizieren. Wer weiß, vielleicht möchte da jemand was entsorgen? Einen toten Hai vielleicht?

 

Quelle: heute.at

 

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Wenn es in Wien irgendwo Haie gibt, dann hier

Nervöse Fische“ von Heinrich Steinfest ist ein wohltuend ruhiger Krimi, der von skurrilen Gestalten und ungewöhnlichen Orten lebt. Auch die Handlung ist ungewöhnlich, sie beginnt mit dem Opfer eines Haiangriffes, im Pool eines Hochhauses im 28. Stock. Von dem Hai ist keine Spur…

 

Chefinspektor Lukastik, Logiker, Menschenforscher und zumindest ein kleiner Philosoph macht sich auf die Suche. Eine seltsame Tankstelle, ein Hörgerät, viele Pokale, wenige Fotos und zahlreiche, vielschichte Menschen später findet Lukastik die Haie.

 

Nervöse Fische ist einer der skurrilsten und gleichzeitig geistreichsten Krimis, die ich je gelesen habe. Er ist 2011 bei Piper als Taschenbuch und fürs Kindle erschienen und hat 320 Seiten.

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Stunde der Gartenvögel

Die große Vogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ ist eines der wichtigsten Citizen Science-Programme in Europa. Sie findet jedes Jahr in der zweiten Mai-Woche statt. Der Nabu ruft dazu auf, sich zwischen dem 13. und 15. Mai eine Stunde Zeit zu nehmen und die Vögel im Garten zu zählen. Die Zähldaten können dabei auf einen Server übertragen werden. Es gibt sogar etwas zu gewinnen.

 

Kiebitz spiegelt sich im Wasser
Früher ein allgegenwärtiger Brutvogel, heute eine Besonderheit: Der Kiebitz.

 

Wir unterstützen dieses Programm ausdrücklich und rufen alle Leserinnen und Leser dazu auf, sich an der Stunde der Gartenvögel zu beteiligen. Die Webseite des Nabu mit allen wesentlichen Informationen dazu gibt es hier: Nabu-Projekte.
Es wäre schön, wenn Ihr beim Ausfüllen der Meldebögen vermerkt, dass Ihr Mitglied im Netzwerk für Kryptozoologie seid. So tun wir etwas, das Netzwerk bekannter zu machen und fallen durch seriöse Arbeit auf.

 

 


Aus Zoos und Museen

 

Nürnberg, Fürth und Erlangen

Die Lange Nacht der Wissenschaften in Nürnberg, Fürth und Erlangen findet am Samstag, 21.5.2022 statt. Für biologisch und paläontologisch-Interessierte finden sich u.a. folgende Themen:

  • Besuch der Bakteriologie und Virologie im Bayerischen LGL
  • Besuch der Botanischen Lehrsammlung im Botanischen Garten Erlangen
  • Die Evolution hat es uns nicht leicht gemacht, sie zu verstehen. Vortrag am Kortizes
  • Die Ufo-Schlacht über Nürnberg. Vortrag der Ges. zur Wiss. Untersuchung von Parawissenschaften GWUP e.V.
  • Fossilien Erleben im GeoZentrum Nordbayern
  • Massenaussterben. Vortrag am GeoZentrum Nordbayern
  • Mit Phantasie in die Kreidezeit. Mitmach Aktion der Schule für Phantasie, Fürth.

 

Dortmund

Die Ausstellung „Tot wie ein Dodo. Arten. Sterben. Gestern. Heute.“ ist am 8.4. eröffnet worden. Sie gibt Einblicke in die Geschichte der Ausrottung von Tierarten durch uns Menschen. In der Ausstellung sind zahlreiche lebensechte Modelle bereits ausgestorbener Tiere wie Dodo und Riesenmoa, aber auch aktuell sehr bedrohte Arten wie Eisbär, Tiger und Nashorn in ihrem Lebensraum zu sehen.
Die Ausstellung läuft bis zum 20.11.2022.

Naturkundemuseum Dortmund, Münsterstr. 271, 44145 Dortmund.

 

Köln

Das Maskottchen des Fußballvereins 1. FC Köln, der Geißbock Hennes IX. ist gleich doppelt Vater geworden. In seiner Freizeit lebt er im Zoo der Domstadt, wo er mit zwei Ziegendamen je ein Jungtier zeugte. Sie sind am 24. und 26. März auf die Welt gekommen und noch namenlos.
Ob einer von beiden den Vater in seinem Job als Maskottchen beerbt, hängt nicht nur von dessen gesundheitlichem Zustand, sondern auch vom Tabellenstand des 1. FC ab. Aktuell steht man so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr, da wird man das Maskottchen kaum tauschen.

 

Ebenfalls im Kölner Zoo ist ein kleiner Großer Ameisenbär geboren. Mutter Ibera bekam ihn am oder um den 20.4. Bisher ist nicht bekannt, welches Geschlecht das Jungtier hat. Fest steht bislang nur: Neugierig ist der Nachwuchs. „>Sobald die Mutter aufsteht, steigt das Kleine schnell auf seinen Posten, am unteren Rücken vor dem Schwanzansatz, und klammert sich mit seinen starken Armen und Krallen fest“, berichtet der Zoo. So auch, als es am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, so der WDR.

 

Miami

Im Miami Seaquarium hat ein Großer Tümmler während einer Show eine Trainerin attackiert. Die Frau schwamm im Showbecken und wurde während weniger Sekunden zweimal gerammt. Der Zoo erklärte, der Delfin habe sich gewehrt, als die Frau ihn versehentlich gekratzt habe. Die Trainerin wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wie es dem Delfin geht, ist unbekannt.

Das Miami Seaquarium steht nicht das erste Mal wegen Tierschutzverstößen in den Schlagzeilen.

 

 

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Einführung in die Exoökologie

Dieses Buch führt in Fragestellungen der Astrobiologie und Exoökologie ein und vermittelt einen umfassenden Überblick über die aktuellsten Forschungsergebnisse, vergangenen Rückschläge und zukünftigen Missionen der führenden Raumfahrtorganisationen. Unter astrophysikalischen, geo- und bioökologischen Gesichtspunkten werden dem Leser exotische Welten und deren Bewohner präsentiert, welche unsere irdischen Vorstellungen auf den astronomischen Maßstab erweitern

 

Lebensraum Universum: Einführung in die Exoökologie ist 2017 im Springer-Verlag erschienen und hat 233 Seiten. Es gilt als deutschsprachige Referenz für die Exoökologie.

 

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Kurz gemeldet

 

Pterosaurier waren farbig und hatten Federn

Eine neue Untersuchung eines brasilianischen Flugsaurierfossils zeigt eine farbige, etwa 1,5 mm lange Feder. Sie gehört zum Kopfkamm eines 113 Millionen Jahre alten Pterosauriers. Die Feder unterscheidet sich zwar deutlich von den Federn moderner Vögel und weniger moderner Nicht-Vogeldinosaurier, aber sie wirft neue Fragen zur Entwicklung von Federn im Allgemeinen auf.

 

Sie gehört einem Pterorsaurier der Art Tupandactylus imperator, einem mächtigen Flieger mit majestätischem Kopfkamm und immerhin 5 m Spannweite.

 

Ich bin sicher, Markus Kretschmer wird im kommenden „Wort zum Sonntag“ ausführlich darüber berichten.

Quelle: Science.org 

 

Gelsenkirchen: Entenfamilie verursacht Autobahn-Unfall

Der WDR meldet, dass eine Entenfamilie auf der A2 bei Gelsenkirchen einen Autounfall verursacht hat. Ein Autofahrer, der die Tiere gesehen hatte, schaltete den Warnblinker an und verlangsamte so, dass ein LKW hinter ihm aufzufahren drohte. Der LKW-Fahrer wollte nach links ausweichen und stieß dort mit einem dritten Auto zusammen, das gegen eine Betonschutzwand geschleudert wurde. Fazit: ein Autofahrer und der LKW-Fahrer mussten leicht verletzt im Krankenhaus, drei junge Enten starben ebenfalls auf der Autobahn.

 

England: Seltener Hai im Hafen ist doch nicht so selten

Das Portal Plymouth Live zeigt Fotos eines angeblich seltenen Hais im Hafen von Plymouth Barbican. Sam Booth und ihr Sohn konnten das Tier identifizieren. Ein lokaler Fischer, der seit 16 Jahren im Hafen angelt, konnte das Tier nicht identifizieren.

 

Gefleckter Glatthai
Eindeutig ein Gefleckter Glatthai Mustelus asterias. Foto:Sam Booth

 

Seltsamerweise gelingt uns das auf den ersten Blick, ohne vor Ort zu sein. Es handelt sich bei dem fraglichen Tier um einen Weißgefleckten Glatthai Mustelus asterias, auf Englisch Starry Smoothound. Die Tiere sind in britischen Gewässern häufig, erreichen normalerweise kaum mehr als 1 m Länge und bewohnen flache Meeresgebiete in Küstennähe. Sie sind Nahrungsopportunisten, bevorzugen aber Strandkrabben.

 

Kanada: Eisbär auf Abwegen

Das Nachrichtenportal n-tv.de meldet unter Berufung auf ino/AFP, dass im Süden Kanadas ein Eisbär aufgetaucht ist. Er tauchte nach Angaben von Behörden und Augenzeugen gestern morgen in dem kleinen Dorf Madeleine-Centre nahe dem Sankt-Lorenz-Strom auf.

 

 

Die Polizei von Quebec rief zur Vorsicht auf und empfahl, im Haus zu bleiben, bis der Bär eingefangen ist. Nach einigen Beobachtungen scheint der Bär in einem nahegelegenen Wald verschwunden zu sein. Wie der Eisbär ausgerechnet nach Madeleine Centre gekommen ist, bleibt unklar. Eisbären können viele 100 km schwimmend zurücklegen.


Traumreise für Kinder in die Zeit der Dinosaurier

Unser Autor Markus Kretschmer hat ein weiteres Buch herausgebracht: „Traumreise für Kinder in die Zeit der Dinosaurier“ heißt es, „Kleine Gutenachtgeschichten ab 3 Jahre (Achtsamkeit und Entspannung für unsere Kinder) lautet der Untertitel.

 

Viele Kinder sind an Dinosauriern interessiert. Die, die sich dafür interessieren, entwickeln mehr Intelligenz, sagt eine aktuelle Studie. Das Interesse an Dinosauriern schult wichtige Kompetenzen, alleine, die komplizierten Namen zu lernen hilft den Kindern später beim Erlernen von Fremdsprachen und stärkt das analytische Denken.

 

Traumreise für Kinder in die Zeit der Dinosaurier“ setzt mit einfallsreichen Gutenachtgeschichten auf die Macht der Fantasie Ihres Kindes und regt so die Kreativität und die eigene Denkkraft an. Der Autor bedient sich dazu des Mittels der Traumreise.

 

Traumreise für Kinder in die Zeit der Dinosaurier“ ist exklusiv bei Amazon oder beim Autor zu bekommen. Es ist als Taschenbuch und für den Kindle erhältlich.

 


Das Letzte:

Riesenhaie bei der Isle of Mull, Schottland:

 

 

 

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