Presseschau Kalenderwoche 15/2020

Lesedauer: etwa 13 Minuten

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wie immer montags gibt es auch heute an Ostern die Presseschau.

 

Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen. Auch wenn Einhörner nicht unbedingt zu den Kandidaten für „entdeckbare“ Kryptide gehören, sind sie doch sehr real. Im Moment als aufblasbarer Walking Act, der in einem Supermarkt in Oregon einkauft. Das Video (youtube-Link) ist, wie man es nicht anders erwarten konnte, rasch viral geworden. „Viral“, darf man das in Zeiten von Corona noch sagen?

 

Wieder nicht gesichtet wurde der heiß erwartete Lepus ovoferrens. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Kinder und Erwachsene auf der Suche oder in Beobachtungsverstecken. Doch just in dem Moment, wo dieser illusive Hase die kohlehydrat- und fettreichen Nähreier verteilte, fielen alle in einen tiefen Schlaf. Aus diesem Grund muss auch leider der entsprechende Bericht entfallen, denn auch die Redaktion fand sich unvermittelt in Morpheus‘ Armen wieder.

Möglicherweise haben wir seit Jahren falsch gesucht. In der Mailingliste des Netzwerkes für Kryptozoologie (für Infos bitte die Redaktion anschreiben) kam vor kurzer Zeit die These auf, dass es sich beim Osterhasen gar nicht um höheres Säugetier handeln muss. Ein Monotremat, also ein Verwandter des Schnabeltiers und der Ameisenigel kam in die Diskussion. Dies würde auch die Sache mit den Eiern erklären. Wir bleiben am Ball und halten euch auf dem Laufenden.

 

Offenbar ist sonst so etwas wie Normalität oder zumindest Routine im Umgang mit der Corona-Pandemie eingetreten. Natürlich beherrscht sie die Schlagzeilen, aber ein paar Ebenen tiefer gibt es wieder normale Nachrichten – Nachrichten, aus denen wir unsere Presseschau zusammenbauen. Daher freuen wir uns, euch eine fast normal lange und fast Corona-freie Presseschau liefern zu können.

 

Viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

 

Eurer / Ihr

 

Tobias Möser

 


Longman-Schnabelwal angespült

Longman-Schnabelwal-Strandung
Foto des Strandungsopfers (Facebook)

Auf den Mamanuca-Inseln, einer Nebengruppe der Fijis, die nur aus drei Inselchen mit ein paar Felsen bestehen, ist ein Longman-Schnabelwal, Indopacetus pacificus, angespült worden. Das Tier scheint etwa 5 m lang zu sein und ist damit wohl noch nicht ausgewachsen.

Leider ist die Info bisher nur auf facebook zu finden. Die Identifikation erfolgte durch den User „Doc Mesoplodon“, der in der entsprechenden FB-Gruppe als Experte für Schnabelwale angesehen und oft angefragt wird. Wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, ist der Redaktion nicht bekannt.

 

Der Longman-Schnabelwal gilt als eines der am wenigsten bekannten Großtier der Welt. 1926 beschrieb Albert Heber Longman die Art anhand eines einzelnen Schädelfundes (mit Unterkiefer). Er wurde 1882 in Mackay, Queensland, Australien gefunden wurde. Erst 1955 fand man ein zweites Exemplar, ebenfalls einen Schädel nache Danane, Somalia. 2003 konnten Forscher mit genetischen Methoden vier weitere Tiere identifizieren, alle aus dem Bereich des Indischen Ozeans. Seit 2010 kann man die Art besser identifizieren, es gibt etwa 65 Sichtungsberichte und insgesamt 12 bekannte Strandungen, teilweise mehrerer Exemplare.


Riesige Staatsqualle gefilmt

Sie hat es sogar in die „normalen“ Medien geschafft. Vor der australischen Westküste haben Forscher eine gewaltige Staatsqualle gefilmt. Die Kolonie aus spezialisierten Einzelpolypen hatte einen Durchmesser von 15 m. Ihre Gesamtlänge wird auf 120 m geschätzt.

Staatsqualle
Diese Staatsqualle ist die größte bisher fotografierte Kolonie.

Staatsquallen sind keine Einzelorganismen, sondern Kolonien genetisch identischer Tiere, die jeweils für sich funktionieren könnten, aber erst als Staat völlig funktionieren. Typisch sind Fresspolypen, Schwimmkörperpolypen, Tastpolypen, Wehrpolypen und Sexpolypen. Wird eine Staatsqualle geteilt, kann aus jedem überlebenden Polypen eine neue Kolonie heranwachsen.

Meeresbiologin Rebecca Helm von der University of North Carolina vergleicht sie mit den Borg aus dem Star-Trek-Universum: jeweils Einzelorganismen bilden einen Staat, können aber auch unabhängig agieren.


Blaumeisen sterben an mysteriöser Krankheit

Seit Anfang März werden aus vielen Gärten Blaumeisen gemeldet, die krank wirken und schnell sterben. Woher diese Krankheit stammt und was sie verursacht, ist noch unbekannt, Blaumeisen sind besonders betroffen, aber auch Kohlmeisen und andere Singvögel sterben daran.
Derzeit sind die Regionen Rheinhessen, Mittelrhein, Westerwald, Mittelhessen bis nach Thüringen betroffen, die Krankheit breitet sich aber aus.

Erkrankte Vögel fallen meist in der Nähe von Futterstellen im Garten auf. Sie wirken apathisch, plustern sich auf und scheinen nicht mehr auf die Umwelt zu reagieren. Meist sitzen sie auf dem Boden und unternehmen keine Fluchtversuche, wenn sich Menschen nähern.
Oft wirkt es, als seien Teile des Kopfgefieders ausgefallen, die Augen verklebt und einige Vögel haben großen Durst, können aber nicht schlucken.

Die Symptome passen zu keiner der bekannten Vogelkrankheiten. Die gehäuften Funde lassen auf eine hochinfektiöse Krankheit schließen, deren Erreger noch unbekannt ist.

 

Der NABU hat daher drei Bitten:

  • Dort, wo die Krankheit auftritt, SOFORT jegliche Fütterung und Bereitstellung von Wasser unterlassen, Futterhäuser und Tränken entfernen und mit Seifenwasser sehr gut reinigen, nicht wieder aufstellen – quasi Social Distancing für Vögel.
  • Betroffene Vögel über folgenden Link melden: NABU Meisensterben
  • Wenn es geht, tote Vögel an das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg schicken. Wie das geht, steht ebenfalls im oberen Link.

Mördermuscheln meucheln im Münchner Schloßpark

Frosch in Muschel
Der gefangene Frosch war leider schon tot. Foto: Kathrin Glaw.

Vermutlich wäre das Verbrechen unentdeckt geblieben, wären nicht Biologen auch in ihrer Freizeit neugierig. Frank Glaw, Spezialist für Amphibien und Reptilien an der Zoologischen Staatssammlung München (ZSM) ging mit seiner Frau, ebenfalls Biologin im Nymphenburger Schloßpark spazieren. Natürlich schweift dabei der Blick übers und vor allem ins Wasser. Was die beiden fanden, lässt an ein Drama im Miniformat denken:

Die beiden fanden einen toten Frosch, der zwischen den Schalen einer fest verschlossenen Teichmuschel steckte. „Wahrscheinlich ein tragischer Unfall, sowohl für den Frosch wie für die Muschel“, sagt Glaw der Süddeutschen Zeitung. „Vermutlich war der Frosch aus Versehen in die Höhlung der Teichmuschel geschwommen. Die Muschel fühlte sich durch den Eindringling bedroht, begann sich zu schließen und klemmte den unglücklichen Lurch fest zwischen ihren Schalenhälften ein.“

Teichmuscheln (Anodonta cygnea) gehören zu den größten einheimischen Muscheln und erreichen eine Schalenlänge von etwas mehr als 20 cm. Eine Gefahr für den Menschen geht von ihnen nicht aus, selbst wenn die Nymphenburger Muscheln auf den Geschmack gekommen sein sollten…


Orcas jagen Hirsche

Orcas
Orcas in der Vancouver-Strait

Die Küsten von British Columbia sind reich an Wald und reich an Inseln und noch reicher an bewaldeten Inseln. Da ist es kein Wunder, wenn die Waldbewohner gelegentlich die Inseln wechseln. Hirsche durchschwimmen die Wasserwege regelmäßig. Sie sind gute und ausdauernde Schwimmer. Das hat auch eine Gruppe von „Bigg’s“ Orcas, also „transient killer whales“ bemerkt. Dieser Ökotyp frisst sonst hauptsächlich Robben und Wale. Der Fotograf Mark Malleson entdeckte einen Maultierhirsch in der Nähe seines Bootes, der von den Walen gejagt wurde. Glücklich für den Hirsch, unglücklich für den Fotografen schaffte es der Hirsch an Land zu schwimmen, bevor die Orcas zuschlagen konnten.

Taucher kannten eingeklemmte Hirschkadaver am Boden der Fjorde seit vielen Jahren. Fraßspuren deuten auf Orcas hin, aber die Jagd auf Hirsche wurden noch nie dokumentiert.


Urahn der Tanystropheidae entdeckt

Lebendrekonstruktion von Elessaurus gondwanoccidens, aus der Sanga do Cabral Formation (Untertrias), Brasilien. Artwork by Márcio L. Castro

Nach dem großen Massenaussterben am Ende des Perm spalteten sich die Reptilien in einer sehr schnellen Radiation in viele neue Arten. Einige bizarre Formen kann man als Experimente der Evolution bezeichnen. Zu den Ungewöhnlichsten zählten die Tanystropheidae, eine Familie der Archosaurier.

 

Bekannt wurde die Familie durch den späteren Tanystropheus longobardicus.  Ein solches Tier verliert in der BBC Mockumentary „Monster der Urzeit“ seinen Schwanz zunächst an Nigel Marven, dann an ein räuberisches Meeresreptil.

Die Tanystropheiden lebten sich in der frühen Trias an den küstennahen Uferzonen des Superozeans Panthalassa. Anders als bei Nigel Marven waren sie wohl eher amphibisch als aquatisch und fingen mit ihren extrem verlängerten Hälsen kleine Fische. Dies ist jedoch keinesfalls sicher, die extremen Proportionen stellen Biomechaniker und Paläontologen immer wieder vor Rätsel.

Wissenschaftler haben bei Ausgrabungen in Südamerika eine der ältesten Arten dieser Tiergruppe entdeckt und als Elessaurus gondwanoccidens neu beschrieben. Das 248 Millionen Jahre alte Fossil wurde nach Elessar, besser bekannt als Aragorn aus J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ benannt.

Literatur: A new archosauromorph from South America provides insights on the early diversification of tanystropheids aus PLOS one


Massensterben von Zugvögeln in Griechenland

Schwalben auf der TelegrafenleitungEine ungewöhnliche Wetterlage hat in Griechenland zu einem Massensterben von Zugvögeln geführt. Winde aus dem Süden haben die Vögel in nördliche Richtung gedrückt, wo sie in eine Wetterzone mit kalten, schnellen Winden aus dem Norden gelangten. Um den Störungen an der Luftmassengrenze zu entkommen, sind viele Vögel in Richtung griechisches Festland ausgewichen, wo ein großer Teil von ihnen erschöpft verendete. Insbesondere die Hafenstadt Nafplio, aber auch Athen und ein See im Norden Griechenlands.


Als die Affen den Atlantik überquerten

Weißbüschel-Krallenaffe
Ein rezenter Weißbüschel-Krallenaffe als Vergleich.

Paläontologen haben im peruanischen Regenwald fossile Primatenzähne aus dem Oligozän gefunden. Sie gehörten der neu beschriebenen Art Ucayalipithecus perdita. Ihre Zähne stimmen sehr stark mit gleichalten Altweltaffen überein, so dass die Forscher vermuten, dass sie vor etwa 34 Millionen Jahre über den Atlantik gekommen sind. Der Atlantik war zu der Zeit etwa 1500 km breit, so dass sie nur auf großen, treibenden Vegetationsteppichen über das Meer gekommen sein könnten.
Ucayalipithecus perdita gehört zur Familie der Parapithecidae und war etwa so groß wie ein südamerikanischer Krallenaffe – also ein sehr kleiner Affe.

 

Neben den rezenten Neuweltaffen und den Meerschweinchenverwandten ist dies die dritte Abstammungslinie von Säugetieren Südamerikas, die den Kontinent über den Atlantik aus Afrika erreicht haben. Sie ist heute ausgestorben.

 

Die Originalarbeit ist in der Fachzeitschrift Science erschienen: A parapithecid stem anthropoid of African origin in the Paleogene of South America


 


Kurz gemeldet:

Rezent

  • Aus Peru wurde eine bisher unbekannte Haarschwanzfledermaus beschrieben. Die neue Art heißt Lasiurus arequipae und gehört zur Kladde der rötlichen Lasiurus-Arten. Die Art ist bisher nur aus Peru bekannt und lässt die Zahl der dort heimischen Lasiurus-Arten auf 20 ansteigen.
  • Screen Australie und die Jugendmediengruppe VICE haben 50.000 australische Dollar für die Produktion einer kurzen Dokumentation gewonnen. Das Projekt „Searching for the Tassie Tiger“ untersucht neue Hinweise auf das Überleben des Beutelwolfes. Dabei folgen sie Neil Waters, dem wohl bekanntesten Beutelwolf-Sucher. Wir sind gespannt, was dabei heraus kommt.
  • Bei Lingen an der Ems ist ein junges Wolfsweibchen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Dies ist innerhalb kurzer Zeit der vierte Wolf, der im Emsland dem Verkehr zum Opfer fällt:
    – Mai 2019 in Sögel
    – Oktober 2019 bei Meppen
    – Februar 2020 an einem nicht näher genannten Ort.
  • Die Polizei in Marburg-Biedenkopf hatte es mit der vermutlich gemütlichsten Verfolgungsjagd ihrer Geschichte zu tun. Flüchtig war die etwa 30 kg schwere Spornschildkröte „Schildi“, die nach kurzer Verfolgung im Schwalbenweg dingfest gemacht werden konnte. Da gegen sie nichts vorlag, wurde sie wohlbehalten ihrer Besitzerin übergeben.
  • Mit Roa haraguchiae haben japanische Wissenschaftler eine bisher unbekannte Falterfischart beschrieben. Die etwa 12 cm lang werdenden Tiere leben in Tiefen von 40 bis 160 m und sind fast ausschließlich schwarz-weiß gezeichnet. Sie kommen im Bereich um Okinawa, den Philippinen und der ostchinesischen See vor. Bisher sind sechs Arten der Gattung Roa beschrieben. Hans Fricke filmte bei der Suche nach dem Quastenflosser in etwa 200 m bei den Komoren eine mögliche siebte, noch unbeschriebene Art.
  • Der Zoohandel hat eine bisher unbekannte schwarz-blaue Landkrabbe mit hellen Scheren aus Indonesien. Die Tiere sind nur wenige Millimeter groß. Ihre Taxonomie ist unklar.

    blau schwarze Landkrabben aus Indonesien
    Die kleinen, blau-schwarzen Landkrabben. Bis auf „Herkunft Indonesien“ weiß man nichts Genaues über sie.

  • Wanderimker sind „systemrelevant“. Diese Einstufung bedeutet, dass sie nicht den Reisebeschränkungen unterliegen dürfen. „Aus Sicht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist die Berufsgruppe der Imker einschließlich der Wanderimkerei unzweifelhaft der Kritischen Infrastruktur „Ernährung“ zuzuordnen“, heißt in einem Schreiben der Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Ausgestorben

  • Eine bisher unbekannte Spinnenart wurde in der Grube Messel bei Darmstadt ausgegraben. Lutetiana neli lebte vor 47 Millionen Jahren und erreichte 2 cm Länge. Die Wissenschaftler haben sie nach dem Lutetium benannt, einem Abschnitt des Eozäns, der wiederum den antiken Namen für Paris trägt.
    Neben der Spinne hat die Grabungskampagne 2019 zahlreiche weitere Funde gebracht, unter anderem mehrere Wirbeltiere und ein etwa einen Meter langes Krokodil.
  • Jimmy de Rooij hat seine Master Thesis in Earth, Life and Climate Science über ein Triceratops-Bonebed mit Histologie der Langknochen und Auswirkungen auf ihr Sozialverhalten an der Uni in Utrecht geschrieben. Die gesamte Arbeit steht zum kostenlosen Download bereit.

Strandfunde

  • In der Mündung des Flusses Humber bei Leeds in England ist am vergangenen Sonntag, den 5.4. ein Gemeiner Delfin tot gestrandet. Die Art ist in der nördlichen Nordsee sehr selten. Von über 2800 Strandungen in Großbritannien in den vergangenen 30 Jahren sind nur 18 im Bereich der nördlichen Nordsee gemeldet, sagt die CSIP.

Neues Buch: Die Weißen Steine Band 2 – Blut der Sonne

Monatelang schon weilen die Schüler der Klasse 10b in der prähistorischen Wildnis. Die Klasse wurde auseinandergerissen, es sind Menschen gestorben und die Hoffnung, jemals Die weißen Steine 2einen Weg zurück nach Hause zu finden, schwindet von Tag zu Tag. Der Großteil der Schüler hat derweil eine neue Heimat an der malerischen Idylle eines Sees gefunden, während die kleinere Gruppe noch immer durch die atemberaubende Urzeitlandschaft streift.

Doch die Idylle ist trügerisch. Stürme und Krankheiten, Naturkatastrophen und Zusammenstöße mit Dinosauriern machen weiterhin jeden Tag zu einem Kampf ums Überleben. Zudem zehren zunehmende Spannungen und Konflikte an den Nerven der Teenager, was die Situation nicht einfacher macht. Doch gibt es auch Grund zur Hoffnung: Die Hinweise häufen sich, dass die Schüler vielleicht doch nicht die einzigen Menschen hier sind…

 

Endlich kommt es näher: Die weißen Steine, Band 2 – Blut der Sonne sind auf dem Weg.

Jetzt vorbestellen und eine persönliche Widmung von Markus Kretschmer erhalten. Die Vorbestellphase läuft bis zum 05. Mai. Danach werden alle Vorbestellungen signiert und verschickt.

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Feld-Ornithologisches

Neu in der vergangenen Woche

  • Vogel der Woche ist die Schafstelze, mehrere Unterarten haben sich in Deutschland eingestellt, u.a. die Aschkopf-Schafstelze Motacilla flava cinereocapilla in Rottenburg am Neckar, die Maskenschafstelze M. f. feldegg auf der Bislicher Insel bei Wesel.
  • Bei Kronberg im Taunus hat ein Beobachter am Freitag den Ruf eines Zwergbrachvogels aufgezeichnet.
  • Seit Anfang der Woche wird bundesweit vom Eintreffen der Rauchschwalben berichtet. Die Mehlschwalben sind bisher in größerer Zahl nur im Rheingraben eingetroffen, aber das ist vermutlich nur eine Frage von Tagen. Siehe oben.
  • Bei Günzburg ist am Dienstag, 7.4. ein Triel aufgetaucht.
  • Ein weiterer Irrgast ist der Goldhähnchen-Laubsänger (Phylloscopus proregulus) auf Norderney.
  • Bei Braunschweig hat sich eine Zwergammer eingestellt.
  • Bei Elsfleth hat sich ein Wanderfalke der Unterart Falco peregrinus calidus eingestellt. Das Tier ist vorjährig.

Die „immer noch da“-Meldungen:

  • Die Seidensänger bei Kranenburg an der niederländischen Grenze zwischen Kleve und Nijmegen bleiben vor Ort und singen weiter. .
  • Der Scharlachsichler sichelt weiter bei Elsfleth durch die Liener Teiche.

Zu guter Letzt:

Das Osterhasen-Dementi… siehe Geleitwort oben.