Wort zum Sonntag – 07.08.2022

Lesedauer: etwa 14 Minuten

Hallo und einen schönen Sonntag (07.08.2022) wünsche ich dir!

Was ist das wieder für ein Sommer! Hier in Kiel werden wir zum Glück nicht ganz so deftig geschmort wie vielerorts sonst in Deutschland. Meine Verdunklungsvorhänge auf der Südseite verhindern ebenfalls, dass zu viel Hitze eindringt. Trotzdem gleicht meine Dachgeschosswohnung an manchen Tagen einem Hochofen. Würde ich rundgeformtes Hackfleisch in die Luft werfen, könnte ich Frikadellen wieder auffangen!

Fortschritte am Roman Die Weißen Steine III

Dies bremst die Arbeit an meinem Roman leider etwas aus: nur in den frühen Morgenstunden finde ich derzeit die Konzentration, zu schreiben. Aber das soll für mich keine Entschuldigung zum Faulenzen sein: wenn es zum Schreiben zu heiß ist, kann ich immer noch an den Illustrationen arbeiten, oder etwas nachrecherchieren. Das neue Buch hat es nämlich in sich! So viel kann ich schon verraten: meine Welt wird im neuen Band erheblich größer werden und sich weit über die bisher besuchte Hell Creek Formation hinaus erstrecken. Und wer die ersten beiden Bücher schon gelesen hat weiß, dass nicht nur neue Dinosaurier im neuen Roman vorkommen werden.

 

Die neue Karte aus meinem Buch führt den Leser an viele weitere spannende Orte des prähistorischen Nordamerika.

Ich kann jetzt schon verkünden: die ersten sechs Kapitel von Die Weißen Steine III sind bereits fertig! Ich hoffe, dass ich das Buch bis Oktober fertig bekomme, sodass es noch vor Weihnachten veröffentlicht werden kann. Drückt mir die Daumen, dass sich das Wetter nächste Woche noch etwas abkühlt. Da habe ich nämlich noch Ferien und kann vielleicht noch einiges wegschreiben. Und wer noch ein Gebet übrig hat: Regen. Bitte endlich etwas Regen!

 

Die beiden bisher erschienenen Bücher sind bei Amazon erhältlich!

Meine beiden bereits erschienenen Romane aus der Reihe Die Weißen Steine kannst du hier direkt bestellen!

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Die Weißen Steine Band I – Neue Alte Welt

Erlebe ein spannendes Dino-Abenteuer! Der erste Teil eines Überlebenskampfes. Dort werden Jugendliche der „Generation Handy“ in einer erbarmungslosen Urzeit-Welt an ihre Grenzen gebracht.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


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Die Weißen Steine Band II – Blut der Sonne

Erlebe noch ein weiteres spannendes Dino-Abenteuer mit dem zweiten Teil meiner Urzeit-Reihe! Dort wirst du wieder direkt in die Kreidezeit entführt, in der mächtige Kreaturen die Welt beherrschen.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


Timeline

Übrigens: ich habe auf meiner Seite nun eine offizielle Timeline zu meinen beiden ersten Büchern veröffentlicht. Wenn du dich vor Erscheinen des dritten Bandes noch einmal erinnern möchtest, was in Neue Alte Welt und Blut der Sonne so alles passiert ist, dann schau gerne mal rein!

 


Veranstaltungskalender

Ich möchte mich nun wie gesagt voll aufs Schreiben konzentrieren und habe deshalb in den kommenden Monaten nicht allzu viele Veranstaltungen geplant. Trotzdem können wir uns vielleicht doch noch bei folgenden beiden Terminen persönlich treffen:

 

13.08.2022     Gemeinsame Fossiliensuche in der Kiesgrube Dohrn / Eggers in Negenharrie

27.08.2022     Lesung aus meinem Romanreihe „Die Weißen Steine“ im Museum Tor zur Urzeit

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! Wenn mein Manuskript sicher und trocken beim Verlag liegt, wird es natürlich auch wieder weitere Dino-Treffen, Fossiliensuchen und bestimmt auch Lesungen geben!


Bild der Woche

Wieder eine Szene aus der Hell Creek Formation, diesmal aus den tiefen Wäldern, wo die eher kleineren Bewohner des spätkreidezeitlichen Nordamerikas leben. Ein junger Thescelosaurus trifft dort auf ein Paar Anzu, die sich von seinem Warnruf aber unbekümmert zeigen. Aus dem Geäst eines Baumes sieht dabei ein Alphadon zu, das sich vor einem Didelphodon in Sicherheit gebracht hat. Und über einen umgestürzten Baumstamm klettern langsam zwei Basilemys-Schildkröten…

 

Das Bild stammt von Beth Zaiken von den Blue Rhino Studios.


Neues Format der Paläo-News

Noch eine weitere Ankündigung: zum Schreiben meiner Paläo-News fehlt mir derzeit einfach die Zeit. Natürlich wird es auf meiner Seite auch weiterhin alle spannenden Nachrichten aus der Welt der Urzeitforschung geben. Aber in abgespeckter Form!

Das Übersetzen eines Studien-Abstracts, das Nachrecherchieren, die Bildersuche etc. kosten mich pro Artikel etwa 30 bis 45 Minuten Zeit. Das war bislang kein Problem: genau so lange dauerte in der Woche immer auch die eine oder andere Busfahrt. Auf dem Weg zur Schule, oder jetzt in den Ferien auch hin und wieder zum Strand, oder auch während meiner Reise mit Sahar nach Süddeutschland war da immer noch relativ viel Zeit übrig, um den einen oder anderen Artikel für Facebook und Instagram zu Schreiben. Das Wort zum Sonntag benötigt dann hier auf der Website jeden zweiten Sonntagmorgen auch nochmal mindestens drei oder auch vier Stunden. Diese Zeit, die mir auch nicht wirklich bezahlt wird, habe ich einfach nicht mehr übrig!

In Zukunft wird es die Paläo-News also nur noch in der Kurzfassung geben. Ein Titel, ein kurzer, prägnanter Satz zum Inhalt, ein Bild und der Link zum betreffenden Paper – das muss reichen. Wer die Studie lesen möchte, kann das dann natürlich auch immer noch tun – man muss dann allerdings selbst auf den Google-Übersetzer klicken.

Ich hoffe, dass mir diese Umstellung die nötige Zeit verschafft, meinen Roman zügig zu beenden! Jetzt geht es aber los mit den Nachrichten aus der Urzeit!

 

Highlight Paläo-News


Historische Bilder von Fossilien, Knochenjägern und Ausgrabungsstätten in den Badlands von Alberta

Historische Fotoaufnahmen und Fossilzeichnungen aus den Fundstellen am Red Deer River in Alberta – eine tolle Seite zum Schmökern für Kreidezeit-Fans!


Lucy hatte Gesellschaft!

Fossile Fußabdrücke belegen Anwesenheit von mindestens einer weiteren Australopithecus-Art, die zusammen mit A. afarensis „Lucy“ im gleichen Lebensraum lebte!


Britanniens früheste Menschen

Archäologische Funde nahe Canterbury, Kent (England), bestätigen, dass sich bereits vor etwa 560.000 bis 620.000 Jahren Menschen der Art Homo heidelbergensis im Süden Großbritanniens aufgehalten haben.

 

Bildquelle: Gabriel Ugeto.

Studie zur Ernährung von Apatosauriern

Joseph E. Peterson von der University of Wisconsin und sein Team erforschten für ihre neue Studie das Exemplar TATE-099, einen fast vollständigen Apatosaurinen-Schädel aus der oberen Morrison-Formation (oberer Jura) in Como Bluff, Wyoming. Die Zahnkomplexe der rechten Prämaxillare und des Oberkiefers wurden mithilfe von Computertomographie-Technik digital rekonstruiert.

 

Bildquelle (oben): Math Knight.

Die Ergebnisse zeigen, dass TATE-099 über mehr Ersatz-Zähne verfügte als Diplodocus und stimmen mit Daten aus früheren Studien über die Nischenaufteilung unter gleichzeitigen Sauropoden der Morrison-Formation überein. Die Ungleichheit in der Kapazität von Zahnkomplexen von TATE-099 deutet dabei auf neuartige Ernährungsweisen bei Apatosaurinen hin. Die CT-Daten stützen auch eine neue Hypothese des Zahnersatzes bei Diplodociden, bei denen ganze Zahnreihen als eine Einheit ersetzt wurden und nicht einzeln ausfielen.


Plesiosaurier im Süßwasser von Kem Kem

Georgina Bunker von der University of Bath (UK) und ihr Team untersuchten für ihre neue Studie etwa 100 Ma alte Süßwasser-Ablagerungen aus den Kem Kem Beds von Marokko, wo sie dutzende Plesiosaurier-Fossilien nachwiesen. Während zeitgleiche Plesiosaurier aus der Bahariya Formation in Ägyptens zur Familie der Polycotylidae gehören, sind die aus Kem Kem wohl Leptocleididae-Plesiosaurier mit kleinem Körper, die in der frühen Kreidezeit in küstennahen und nicht marinen Umgebungen weit verbreitet waren.

 

Bildquelle (oben): Nick Longrich

In den Medien würde diese Studie inzwischen schon oft – fast immer! – in Bezug zu „Nessie“, dem Seeungeheuer von Loch Ness gesetzt. Dass die Existenz von Nessie durch diese Studie aber wahrscheinlicher werden würde, wenn Forscher einen Beleg für Süßwasseraktivität von Plesiosauriern finden würden, ist aber totaler Unsinn.


Hatten die Multituberculata eine ähnliche Fortpflanzungs-Strategie wie heutige Plazenta-Tiere?

Wie sich die ausgestorbenen Multituberculata fortgepflanzt haben, war lange ein großes Rätsel. Forscher spekulierten bei ihnen häufig auf eine Beuteltier-ähnliche Strategie. Doch Lucas N. Weaver von der University of Washington und sein Team stellten nun in einer neuen Studie fest, dass das Muster bei den Proportionen verschiedener Mikrostrukturen des Knochengewebes in den Oberschenkel-Knochenrinden eher für eine Strategie ähnlich der Plazentatiere spricht, und damit auch der von uns Menschen. Dieses Muster korreliert bei heutigen Beutel- und Plazentatieren nämlich mit der Länge der Säugezeit!

 


Gorgosaurus-Skelett versteigert

Das stattliche Skelett eines Gorgosaurus, eines Tyrannosauriden, der vor etwa 76 Millionen Jahren Nordamerika durchstreifte, wurde letzten Donnerstag bei der Sotheby’s-Auktion an einen bislang unbekannten Bieter verkauft. Der Verkauf, mit Gebühren ganze 6,1 Millionen US-Dollar einbrachte, war der letzte in einer Reihe von Dinosaurier-Versteigerungen. Experten befürchten aber, dass die Forschung durch eine derartige Kommerzialisierung von Dinosaurierfossilien schwere Schäden erleidet. Oft verschwinden bedeutungsvolle Funde in den Privatvillen von Superreichen, die eine weitere Erforschung der Fossilien nicht erlauben. Es bleibt zu hoffen, dass der millionenschwere Käufer den Gorgosaurus einem Museum überlässt, oder vielleicht selbst ein Museum hinter dem Kauf steht, sodass sich auch die Öffentlichkeit an diesem Urzeitgiganten erfreuen kann.

 

Bildquelle: NY Times.

Tristan-Otto kommt zurück nach Berlin!

Der beleibte Tyrannosaurus rex wird Teil der neuen Sonderausstellung „DINOSAURIER!“ im Berliner Museum für Naturkunde.

 


Iyuku raathi: Neuer Ornithopode aus Südafrika

Catharine E. Forster von der George Washington University in Washington D.C. (USA) und ihr Team benennen und beschreiben in ihrer aktuellen Studie einen neuen Dinosaurier aus einem Bonebed in der frühkreidezeitlichen Kirkwood Formation. Schon auf Grabungen zwischen 1995 und 1999 wurden die Fossilien in der Provinz Ostkap in Südafrika ausgegraben, nun aber auch freipräpariert, seit 2012 intensiv erforscht und nun endlich beschrieben und als neue Gattung und Spezies erkannt.

 

Iyuku raathi soll der Dinosaurier, der vor etwa 135 Ma lebte und wohl zur Familie der Dryosauridae gehörte, nun heißen. Sein Gattungsname ist der Xhosa-Sprache entlehnt und bedeutet soviel wie „Küken“, weil die Fossilien allesamt von noch nicht ausgewachsenen Exemplaren stammen. Die des größten Individuums lassen auf ein Jungtier schließen, das weniger als 3m lang war. Der Artname ehrt den südafrikanischen Paläontologen Mike Raath.

 

Lebendrekonstruktion von Iyuku raathi von Cisiopurple.

Iyuku ist einer von nur zwei Ornithopoden-Dinosauriern, die aus der Kreidezeit im südlichen Afrika bekannt sind. Die Sedimentologie des Bonebeds deutet darauf hin, dass Iyuku in einer trockenen Umgebung mit starken saisonalen Schwankungen lebte. Möglicherweise bedeutet die Anhäufung der Knochen so vieler Jubgtiere, dass hier ein Nistplatz von einer Naturkatatstrophe heimgesucht wurde. Auch die Knochenhistologie zeigt mehrere dramatische Wachstumspausen, was darauf hindeutet, dass die Tiere wahrscheinlich mehrere harte Dürrezeiten durchmachen mussten.


Blutrünstige Oviraptor-Szene in Jurassic World – Ein neues Zeitalter

Wie ich erwartet habe, hat man den Oviraptor aus dem fertigen Film Jurassic World – Ein neues Zeitalter tatsächlich herausgeschnitten. Und das aus gutem Grund. Im Extended Cut, der für die DVD- und Blu-ray-Fassung Ende Juli 2022 angekündigt und der auch auf YouTube schon veröffentlicht wurde, tritt ein Oviraptor schließlich auf. Tatsächlich in einer der Schwarzmarkt-Szenen kommt er vor und wird dort zu einem „Hahnenkampf“ mit einem Lystrosaurus in die Arena geschickt. Der Oviraptor faucht, zischt, ist aggressiv – und dann wird ihm vom Lystrosaurus lässig der Kopf abgebissen.

Meine ausführliche Rezension zu Jurassic World – Ein neues Zeitalter und auch allen anderen Filmen der Saga findest du in meiner neuen Artikelreihe. Dort erfährst du auch, wie die in den Filmen dargestellten Dinos wirklich ausgesehen haben – und wie stark das Bild aus den Filmen von der Realität abweicht.

1) Jurassic Park: Kann man Dinosaurier klonen?

2) Jurassic Park (1993)

3) Vergessene Welt – Jurassic Park (1997)

4) Jurassic Park III (2001)

5) Jurassic World (2015)

6) Jurassic World – Das gefallene Königreich (2018)

7) Jurassic World – Ein neues Zeitalter (2022)


Eiszeit-Fährten aus dem White Sands National Park in New Mexico (USA)

Spielten in der neuentdeckten Fährte Kinder in einer Matsch-Pfütze, die von einem Riesen-Faultier verursacht wurde?

 

Bildquelle (oben): Karen Karr

Let’s Plays vs. Menschheitsgeschichte

Eine interessante Statistik. Einfach mal wirken lassen!

 

Bildquelle: Katapult – Magazin

Ost-Antarktis taut!

Das Eis der Ostantarktisgalt bisher als noch relativ stabil, doch das ändert sich zusehends. Denn der Klimawandel verschiebt die antarktische Ringströmung nach Süden und transportiert so warmes Wasser vor den ostantarktischen Schelf. Dadurch hat sich das Meer dort bereits um bis zu zwei Grad erwärmt – und fördert das Schmelzen der Gletscher, wie Forschende in „Nature Climate Change“ berichten. Das Problem: Diese Verlagerung wird sich noch Jahrzehnte fortsetzen, egal was wir tun.

 


Neandertaler verspeisten Vögel

Die Neandertaler waren vielseitige und geschickte Jäger. Neben großer Jagdbeute wie Mammuts, Wildpferden oder Wollnashörnern jagten die Eiszeitmenschen auch Vögel. Indizien dafür liefern jetzt Schnittspuren auf 65.000 Jahre alten Vogelknochen aus der Hohle-Fels-Höhle in der Schwäbischen Alb. Demnach verzehrten die Neandertaler dort sowohl Entenvögel als auch Raufußhühner.

 


Genialer Scherz von Astro-Wissenschaftler

Ein roter Feuerball mit leuchtenden Flecken vor rabenschwarzem Hintergrund – eine angebliche Aufnahme des James-Webb-Weltraumteleskops hat sich als Scheibe Chorizo-Wurst entpuppt.

 


Streit um Tyrannosaurus

Der berühmteste Dinosaurier der Welt wurde kürzlich in einer Studie von Gregory S. Paul et al. in drei Arten aufgeteilt. Die Studie basierte auf der Interpretation, dass Variationen im Hypodigma von Tyrannosaurus außergewöhnlich seien, was auf darauf hinweise, dass es mehrere verborgene Arten und „robuste“ und „grazile“ Morphen hinweist. Die Morphe basieren auf proportionalen Verhältnissen im gesamten Skelett. Paul et al. argumentieren, dass die Arten stratigrafisch getrennt sind, mit einer frühen robusten Art (T. imperator), gefolgt von einer robusten (T. rex) und einer grazilen (T. regina). Viele Paläontologen meldeten aber schon gleich nach der Veröffentlichung des Papers Probleme mit der Hypothese an. Und eine Gruppe von ausgewiesenen Tyrannosaurus-Experten, nämlich Thomas D. Carr, James G. Napoli, Stephen L. Brusatte, Thomas R. Holtz Jr., David W. E. Hone, Thomas E. Williamson & Lindsay E. Zanno, hat schon ein Gegenpaper veröffentlicht.

 

Gegenpaper von Carr et al. (2022)

Die Forscher testeten das gesamte überlieferte Material von Tyrannosaurus noch einmal direkt auf Paul et al. Merkmale, indem sie die Oberschenkel- und Zahnproportionen analysierten. Die so ermittelten Daten können einen Dimorphismus und eine außergewöhnliche Variation bei Tyrannosaurus nicht unterstützen. Die Arten „T. Regina“ und „T. imperator“ seien also als Synonyme von T. rex zu werten. Ihre Kritikpunkte: Die zur Taxondiagnose herangezogenen Merkmale überschneiden sich zwischen den Arten; mehrere Schädel können anhand der Diagnosen nicht identifiziert werden; die proportionalen Vergleiche zwischen Tyrannosaurus und anderen Theropoden seien ebenfalls nicht durchführbar; die Daten auf Basis der Zähne sind problematisch, und die verschiedenen Exemplare sind auch gar nicht so zweifelsfrei stratigraphisch einzuordnen, dass man sie als Chronospezies trennen können. Die Variationen kommen vielmehr im gesamten Verbreitungsgebiet von Tyrannosaurus und dort gleichzeitig vor.

Gegen-Gegenpaper von Paul et al. (2022)

Der Streit geht nun in die nächste Runde: Anhand von Knochenverstrebungen, die dem Schädel von Tyrannosaurus zur Stabilität verhalfen, lassen sich laut einem jüngst veröffentlichten Gegen-Gegenpaper von Paul et al. angeblich doch drei abgrenzbare Morphotypen herausstellen. Außerdem beschreiben die Forscher dort sogenannte Schmuck-Höcker, die nur bei Tyrannosaurus, und hier wahrscheinlich als Sexualdimorphismus auftreten. Die Höcker hatten ihrer Ansicht nach wohl bloß die Männchen – aller drei Spezies. Auch die neue Studie wird sicherlich wieder heftige Kritik einstecken und der Streit um den wohl ikonischsten Dinosaurier damit noch lange nicht vorbei sein.


Das war es für heute mit meinen Paläo-News! Ich wünsche dir jetzt noch einen schönen Sonntag. Bleib gesund, und wir lesen uns demnächst bestimmt wieder!

Liebe Grüße

Dein Markus Peter Kretschmer


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