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Wort zum Sonntag – 10.10.2021

Hallo und einen schönen Sonntag (10.10.2021) wünsche ich dir!

Mein Herbsturlaub ist schon zur Hälfte wieder rum. Geht es dir genauso? Oder hast du noch den Urlaub vor dir? Mir kommt es so vor, als rase die Zeit erst recht, wenn man frei hat. Doch das geht wohl jedem so. Freizeit vergeht schneller als Arbeitszeit. Doch am schnellsten vergeht sie, wenn man auch in der Freizeit genug zu tun hat. Letztes Wochenende war ich ja wieder auf Dino-Tour. Diesmal ging es nach Baden-Württemberg, wo ich zusammen mit ein paar Urzeit-Freunden die beiden Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart, das Fossilienmuseum in Dotternhausen und das Auberlehaus in Trossingen besucht habe. Außerdem habe ich viele tolle Fossilien gefunden. Es war eine wirklich tolle Zeit. Mein Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Wer alles nochmal im Detail nachlesen möchte, kann es in diesem Artikel tun.

 

Urzeitreise nach Baden-Württemberg


Traumreise in die Urzeit

Ebenfalls rast die Zeit, wenn man nebenbei noch an einem Buch arbeitet. Schon in wenigen Tagen, vielleicht schon im Laufe der nächsten Woche, wird meine „Traumreise in die Urzeit“ über Amazon erhältlich sein. Die Lektorin ist inzwischen durch, heute Abend besprechen mein Verleger und ich noch die Details, z.B., ob es bei dem Titel auch bleibt. Danach wird das Buch noch gesetzt, es kommen noch ein paar Informationen über die Handlungsorte und die Dinosaurier dazu, und dann hoffe ich, dass wir es bald freischalten können. Wenn es soweit ist, sage ich natürlich sofort Bescheid!

Eine Leseprobe mit einer ersten Geschichte aus dem neuen Buch findest du in diesem Artikel.

 


Bild der Woche

Ein Tyrannosaurus hat einen Triceratops geschlagen und freut sich gierig auf das bevorstehende Mahl. Mit einem lauten Territorialruf markiert der mächtige Jäger sein Revier, bevor er sich satt frisst. Die Wunde an seiner Flanke, die ihm der wehrhafte Pflanzenfresser zugefügt hat, ist dabei schnell wieder vergessen.

 

10.10.2021

Das Bild der Woche stammt von Mohamad Haghani.


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Paläo-News

Natürlich gab es diese Woche auch wieder reichlich Lesestoff aus der Welt der Urzeitforschung. In den letzten Wochen wurde auch eine Vielzahl neuer Dinosaurier beschrieben, die ich hier aus dem Wort zum Sonntag aber raushalte. Alle neuen Dinosaurier aus dem Jahr 2021 findet ihr in einem eigenen Beitrag, den ich ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht habe.


Dorygnathus banthensis: Neue Studie über Flugsaurier-Fossilien aus Norddeutschland

Der Posidonienschiefer ist berühmt für seine versteinerten Wirbeltiere aus dem Unterjura. Seit Beginn der Ausgrabungen des Landesmuseums für Naturkunde Braunschweig im Jahr 2014 wurden eine Reihe vereinzelter Knochen von Flugsauriern freigelegt, die in einer neuen Studie u.a. Dorygnathus banthensis zugeordnet wurden. Die Funde von Flugsauriern sind in Norddeutschland aber eine ziemliche Rarität.

 

Anhand von 3D-Scans, Skizzen und hochauflösenden Fotos haben Marlene Hübner, Eberhard Gischler und Ralf Kosma von der TU Braunschweig die Knochen nun einzeln analysiert und mit den in der Literatur beschriebenen Befunden verglichen. Aufgrund des Gebisses und der Proportionen des Unterkiefers, der Proportionen des Oberarmknochens, der Länge der Flugfingerphalangen und des Unterschenkels scheinen die meisten Knochen zu kleinen, wahrscheinlich jugendlichen Individuen zu gehören.

 

Dorygnathus nach einer Rekonstruktion von Dmtri Bogdanow.

Die Merkmale des Oberarm- und der Fingerknochen deuten darauf hin, dass bei Dorygnathus banthensis ein Flug schon in sehr jungem Alter möglich war. Darüber hinaus geben die Zahnreste Aufschluss über den Zyklus, in dem das Tier seine Zähne verlor und sie wieder ersetzt wurden. Dorygnathus banthensis lebte vor etwa 182 Ma.


Klimawandel: Last der Generationen ungleich verteilt

Wie schwer die junge Generation unter den Folgen des Klimawandels leiden wird, haben Forscher jetzt erstmals in einer präzisen Studie genauer aufgeschlüsselt. Die 2020 geborenen Kinder werden demnach im Laufe ihres Lebens zwei bis siebenmal häufiger schwere Wetterextreme, wie Hitzewellen, Sturmkatastrophen oder Starkregenereignisse durchleben müssen als ihre Großeltern – sofern der Klimaschutz auf dem bisherigen Kurs bleibt. Besonders betroffen ist die Jugend in den ärmeren Ländern des Südens, aber auch in Mitteleuropa wird die Last steigen. So werden, wie die Studie bestätigt, auch bei uns in Deutschland Dürren, Waldbrände und Flutkatastrophen stark zunehmen. Dies ist keine Unheilsprophetie oder Schwarzmalerei, sondern das Ergebnis empirischer Messungen, deren Voraussagen bislang sogar oft eher früher und in meist heftigeren Ausmaßen eintraten als angekündigt.

 


Archaehierax sylvestris: Neubeschriebener Greifvogel war wohl der Top-Jäger im Oligozän Australiens

Der Fossilienbestand der Habichtartigen (Accipitridae), zu denen Altweltgeier, Falken und auch die mächtigen Adler zählen, ist für die Zeit vor dem Pleistozän nur dürftig, besonders von der Südhalbkugel. Teilknochen und fragmentarische Stücke sind meist nur bekannt. Doch jüngst wurden in Südaustralien die Fossilien eines älteren und wesentlich vollständigeren Greifvogels aus Sedimenten aus dem späten Oligozän entdeckt, der Zeit vor etwa 25 Ma.

 

Die Namba-Formation am Lake Pinpa war die Heimat von Archaehierax sylvestris, wie eine Forschergruppe um Ellen K. Mather von der Flinders University in Adelaide (Australien) das Tier in einer neuen Studie nun erstmalig beschrieb. Der Vogel war größer als der Schwarzbrustbussard (Hamirostra melanosternon), aber kleiner und graziler als der Keilschwanzadler (Aquila audax). Die langen Beine und die kurzen, aber breiten Flügel zeichnen das Tier als einen Waldjäger aus, der wahrscheinlich ein gefürchteter Feind für die vielen kleinen Beutelsäuger des Inselkontinents war. Da die Fossilien größerer Beutegreifer aus dem Oligozän Australiens bislang fehlen, könnte Archaehierax sylvestris sogar der Spitzenprädator seines Zeit- und Lebensraums gewesen sein.

 

Lebendrekonstruktion einer oligozänen Jagdszene mit Archaehierax , von Jacob Blokland.

Nachfahren im 21. Jahrhundert hat der Vogel aber nicht. Umfassende morphologische und molekular-phylogenetische Analysen haben Archaehierax als basalen Accipitriden identifiziert, der mit keiner lebenden Unterfamilie eng verwandt ist. Möglicherweise stellt er aber das Schwestertaxon aller anderen Accipitrids außer der Gleitaare (Elaninae) dar.


Frühe Siedler Neuguineas zogen Kasuar-Küken auf

Eierschalen sind ein wenig erforschtes archäologisches Material mit dem Potenzial, vergangene Interaktionen zwischen Menschen und Vögeln aufzuklären. Kristina Douglass von der Pennsylvania State University und ihr Team untersuchten dazu eine interessante Beziehung, die die frühen Jäger-Sammler-Kulturen in den Bergwäldern Neuguineas mit Kasuaren teilten. Anders als auf vielen anderen Inseln, wo sich ebenfalls große Laufvögel entwickelt hatten, starben die Kasuare aber nicht schon kurz nach der Ankunft der Menschen dort aus. Die Ureinwohner pflegten wohl eine nachhaltige Beziehung zu den großen und wehrhaften Vögeln, die bereits vor etwa 18.000 Jahren begann, so bestätigt es die neue Studie.

 

Offenbar stahlen die Menschen dort schon während des Pleistozäns gelegentlich die Eier von Kasuaren, in einem ziemlich fortgeschrittenen Brutstadium. Dies ergab jedenfalls die Analyse mikrostruktureller Merkmale von Kasuar-Eierschalen im Vergleich mit heutigen Straußeneiern: je poröser die Schalenreste, desto später wurde das Ei zerbrochen. Die Daten deuten außerdem darauf hin, dass schlupfreife Eier weit häufiger erbeutet wurden als frischgelegte Eier, und dass man auch nur selten Jagd auf erwachsene Kasuare machte.

 

Ein Kasuar mit seinen Jungen. Foto von Earl Handy.

Möglicherweise brüteten die Ureinwohner die gestohlenen Eier dann selbst aus, um die Küken danach bis zu einer gewissen Größe aufzuziehen, und sie schließlich zu schlachten und zu essen. Domestizieren lassen sich Kasuare allerdings nicht; auch heute noch kommt es immer wieder zu Angriffen von Kasuaren auf Menschen. Möglicherweise stand das Stehlen von Eiern in späteren Stadien des Embryonalwachstums auch in Zusammenhang mit menschlichen Ernährungspräferenzen und der Saisonalität: Kasuarkükenfleisch war schließlich nur zu gewissen Jahreszeiten eine Nahrungsquelle. Die Funde aus Neuguinea sind außerdem die ältesten Hinweise für eine Aufzucht von Vogelküken durch Menschen.


Klimamodellierer bekommen Physik-Nobelpreis

Weil sie helfen, den Klimawandel zu verstehen, wurden Klaus Hasselmann und Syukuro Manabe ausgezeichnet. Giorgio Parisi wiederum entdeckte verborgene Muster in komplexen Materialien. Klaus Hasselmann schuf ein Modell, das Wetter und Klima miteinander verknüpft. Mit seinen Methoden konnte er nachweisen, dass der Temperaturanstieg in der Atmosphäre auf die menschlichen Kohlendioxidemissionen zurückzuführen ist, verkündete die königlich-schwedische Akademie in Stockholm.

 

Wie ein erhöhter Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zu einem Anstieg der Temperaturen an der Erdoberfläche führt, hat Hasselmanns japanischer Kollege Syukuro Manabe nachgewiesen. Mit seiner Arbeit habe er den Grundstein für die Entwicklung der heutigen Klimamodelle gelegt, befand die Jury. Der Italiener Giorgio Parisi wiederum entdeckte verborgene Muster in ungeordneten komplexen Materialien. Seine Entdeckungen zählen laut dem Komitee zu den wichtigsten Beiträgen zur Theorie komplexer Systeme. Sie würden es ermöglichen, viele verschiedene und scheinbar völlig zufällige komplexe Materialien und Phänomene zu verstehen und zu beschreiben.

Artikel zum Weiterlesen bei Spektrum.


Dinosaurier-Zellkerne in Knorpelgewebe von Caudipteryx

Knorpelgewebe vergeht beim natürlichen Verwesungsprozess normalerweise sehr schnell und bleibt deshalb auch nur selten als Fossil erhalten. Doch finden Forscher tatsächlich einmal fossile Knorpel von ausgestorbenen Tieren, eröffnet das fantastische Möglichkeiten: Frühere Erkenntnisse über Knorpelmaterial von Dinosauriern aus der späten Kreidezeit von Montana legten z.B. nahe, dass in Knorpeln eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Erhaltung von Zellkernen besteht.

 

Xiaoting Zheng von der Linyi University in Shandong (China) und sein Team analysierten in ihrer neuesten Arbeit das Knorpelmaterial des kleinen Theropoden Caudipteryx (STM4-3) aus der Jehol Gruppe, Ablagerungsschichten aus der frühen Kreide im Nordosten Chinas. Das Knorpelfragment ist in geschliffenen Schnitten stark diagenetisch verändert, zeigt aber nach der Demineralisation eine hervorragende Erhaltung. Es zeigt transparente, aluminosilizisierte Chondrozyten und braune, ironisierte Chondrozyten.

 

Die histochemische Färbung Hämatoxylin und Eosin, die den Kern und das Zytoplasma in vorhandenen Zellen färbt, trugen die Forscher sowohl auf den entmineralisierten Knorpel von Caudipteryx, als auch auf den eines Huhns auf. Die beiden Exemplare reagierten identisch, und die Dinosaurier-Chondrozyten zeigten einen Zellkern mit versteinerten Chromatinfäden.

 

Ein toter Caudipteryx vor seiner Fossilisation. Bildrekonstruktion von Zheng Qiuyang.

Dies ist das zweite Beispiel für versteinerte Chromatinfäden in fossilem Wirbeltiermaterial. Diese Daten zeigen, dass ein Teil der ursprünglichen nuklearen Biochemie in diesem Dinosaurierknorpelmaterial erhalten ist. Sie unterstützen weiter die Hypothese, dass Knorpel sehr anfällig für nukleare Versteinerung ist. Knorpel sind damit bestens geeignet, um die DNA-Erhaltung in der Tiefe besser zu verstehen. Hoffnungen auf einen Jurassic Park darf man sich allerdings trotzdem nicht machen: selbst in erhaltenen Zellkernen ist das Genom viel zu fragmentarisch vorhanden.


Massiver Vulkanismus in der Obertrias steht in Zusammenhang mit der Evolution der Dinosaurier

Die spättriassische karnische Pluvialepisode (CPE) verzeichnete einen dramatischen Anstieg der globalen Luftfeuchtigkeit und Temperatur, der mit dem großflächigen Vulkanismus der großen magmatischen Provinz Wrangellia in Verbindung gebracht wird. Die klimatischen Veränderungen fallen mit einem großen biologischen Landwechsel zusammen. Auch der Aufstieg der Dinosaurier und den Ursprung der modernen Nadelwälder vollzog sich zu dieser Zeit. Eine Verknüpfung der unterschiedlichen Ursachen und Wirkungen des CPE muss jedoch noch genauer erforscht werden. Eine detaillierte terrestrische Aufzeichnung dieser Ereignisse fehlt bislang noch.

 

Jing Lu von der China University of Mining and Technology in Peking (China) und sein Team erforschten für ihre neue Arbeit Vulkanismus und Umweltveränderungen anhand einer erweiterten karnischen Seenfolge des Jiyuan-Beckens in Nordchina. Neue Uran-Blei-Zirkondatierungen, hochauflösende Chemostratigraphie sowie palynologische und sedimentologische Daten zeigen, dass die terrestrischen Bedingungen in der Region mit dem großräumigen Vulkanismus korrelieren. Als Proxy zeigen auch Quecksilberablagerungen im Sediment vier Episoden während des CPE-Intervalls (ca. 234,0 bis 232,4 Ma). Jede dieser Episoden korrelierte mit großen negativen C-Isotopenexkursionen, sowie mit großen klimatischen Veränderungen zu feuchteren Bedingungen. Dies sei gekennzeichnet durch eine erhöhte Bedeutung hygrophytischer Pflanzen, Seeausdehnung und Eutrophierung.

 

Landschaftsbild im Karnium (Obertiras) von Davide Bonadonna.

Die Ergebnisse zeigen, dass große Vulkaneruptionen in mehreren Schüben auftraten, anstatt eine einfache Auf- und Abstiegsgeschichte zu zeigen. Dies legt nahe, dass sie den globalen Kohlenstoffkreislauf veränderten, für einen Klimawandel sorgten und die Evolution der Makroorganismen entschieden beeinflussten – und wahrscheinlich auch die Entwicklung der Dinosaurier vorantrieben.


16 Ma altes Bärtierchen im Bernstein konserviert

Bärtierchen – winzige Organismen, die im Wasser oder feuchten Stellen an Land leben – sind als extrem hartnäckig bekannt. Sie überleben es beispielsweise, wenn man sie auf der Außenseite einer Raumsonde eine Zeit lang ungeschützt dem freien Weltraum aussetzt. Oder wenn man sie über Jahrzehnte in eine Tiefkühltruhe sperrt. Dass die Lebensgeister auch in das Exemplar zurückkehren, das ein Forschungsteam um Phillip Barden vom New Jersey Institute of Technology nun der Fachwelt in einer neuen Studie vorstellt, ist dagegen eher unwahrscheinlich: Es wurde vor 16 Millionen Jahren von einem Tropfen Harz eingeschlossen, der anschließend versteinerte.

 


Waren Bodenfaultiere Allesfresser?

Lange Zeit galten die ausgestorbenen Boden- oder auch Riesenfaultiere aufgrund des Baus ihrer Zähne und auch der Tatsache, dass sich alle heute noch lebenden Faultiere ausschließlich von Pflanzen ernähren, als obligate Pflanzenfresser. Doch eine neue Studie stellt dieses Bild infrage: Julia V. Tejada von der Université de Montpellier (Frankreich) und ihr Team nahmen eine Isotopenanalyse des Materials aus den Zahnzwischenräumen eines Mylodon darwini vor.

 

Ein Mylodon sättigt sich an einem Kadaver. Rekonstruktion von Jorge Blanco.

Die Stickstoffisotope im Zahnbelag des Darwin-Faultiers zeigen, dass es offenbar ein opportunistischer Allesfresser war. Dieser direkte Beweis für Omnivorie in einem ausgestorbenen Faultier erfordert eine Neubewertung der ökologischen Struktur der südamerikanischen Säugetiergemeinschaften des Känozoikums. Faultiere stellten schließlich in den letzten 34 Millionen Jahren einen Hauptbestandteil dieser Ökosysteme dar. Und sie könnten eine wichtige Rolle als „Gesundheitspolizisten“ wahrgenommen haben. Zumindest einige Arten dürften wohl entscheidend an der Kadaverbeseitigung beteiligt gewesen sein. Andere wiederum könnten dennoch auch reine Pflanzenfresser gewesen sein – schließlich waren die Bodenfaultiere eine sehr artenreiche Tiergruppe.

 

Darüber hinaus lieferten die Forscher durch die Analyse moderner Säugetiere mit bekannter Ernährung eine Grundlage für eine zuverlässige Interpretation der Stickstoffisotope von Aminosäuren von Fossilien. Sie argumentieren, dass eine weit verbreitete Gleichung zur Bestimmung der trophischen Position unnötig ist. Die relativen Isotopenwerte der Aminosäuren Glutamat und Phenylalanin ermöglichen schon allein eine zuverlässige Rekonstruktion der Ernährung eines Säugetiers.


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Ich wünsche dir nun noch einen schönen weiteren Sonntag! Bleib gesund, und bis zum nächsten Mal!

Dein Markus Peter Kretschmer