Wort zum Sonntag – 25.09.2022

Lesedauer: etwa 27 Minuten

Hallo und einen schönen Sonntag (25.09.2022) wünsche ich dir!

Es ist endlich wieder soweit: heute komme ich wirklich mal wieder dazu, eine Artikelzusammenfassung zu schreiben. Letzte Woche musste diese leider ausfallen, da musste ich nämlich feiern, dass ich wieder einmal erfolgreich komplett um unsere Sonne geflogen bin. Zum achtunddreißigsten Mal übrigens, um mal ein bisschen anzugeben.

Und was ist seit meiner letzten Sonnenumrundung doch alles passiert! Ich habe mich an ein völlig neues Genre gewagt und zwei inzwischen ganz gut laufende Kinderbücher geschrieben. Ich konnte endlich wieder mal ein paar großartige Lesungen halten. Nicht zuletzt habe ich (vor nur zehn Monaten!) meine große Liebe Sahar kennengelernt. Und inzwischen sind wir sogar verheiratet! Auf all das konnte ich vergangenen Sonntag voller Freude zurückblicken. Und ich möchte mich auch hier noch einmal herzlich bei allen bedanken, die mir gratuliert haben!

Die Weißen Steine haben Geburtstag!

Ich hatte dabei gleich doppelt Grund zum Feiern. Anfang September, vor genau vier Jahren, ist nämlich beim Ehrlich Verlag mein Buch Die weißen Steine erschienen! Schaut mal, wie aufgeregt ich damals beim Auspacken meines ersten Buches war!

Dies habe ich zum Anlass genommen, um auch meinen Artikel über die Entstehungsgeschichte meines Buches zu überarbeiten. Wie du wahrscheinlich weißt, gibt es den Ehrlich Verlag nun nicht mehr. Wie ich aber dennoch einen Weg gefunden habe, meine Geschichte weiterzuerzählen, und was mich überhaupt erst auf die Idee dazu brachte, liest du hier!

Entstehungsgeschichte Die weißen Steine

Solidarität mit den Menschen im Iran

Leider können sich dieser Tage nicht alle Menschen auf der Welt in solchen netten Momenten ihres Lebens erfreuen. Schaue ich in die Nachrichten, muss ich leider sehen, dass das Jahr 2022 zu den düstersten zählt, die ich jemals erlebt habe. Noch immer tobt in vielen Ländern auf der Welt ein schrecklicher Krieg oder die Menschen dort verlieren aufgrund von Naturkatastrophen alles, was sie besitzen. Weil die tapferen Menschen in der Ukraine Putin Niederlage um Niederlage bescheren, hat der Kriegstreiber nun die Mobilmachung von 300.000 Soldaten befohlen. Er beabsichtigt, tausende junge Männer, die das zum größten Teil gar nicht wollen in einen ungerechten Angriffskrieg zu schicken. Seit Juli führen heftige Monsun-Regenfälle in Pakistan zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Sturzfluten. Mindestens 33 Millionen Menschen sind betroffen und die Zahl derer, die ihr Leben in den Fluten verlieren, steigt weiterhin an.

Besonders nehmen mich aktuell allerdings die Vorgänge in Sahars Heimatland mit. Da ist man als Ehemann dann natürlich viel näher dran als die meisten, die das hier jetzt lesen werden. Besonders, wenn die Schwiegereltern und viele andere nahestehenden Menschen alle noch dort sind. Trotzdem, oder vielmehr deshalb, möchte ich mein Wort zum Sonntag damit beginnen lassen. Zwei Tage vor meinem Geburtstag, am 16.09.2022, endete das Leben der nur 22-jährigen Mahsa Amini. Drei Tage zuvor war sie in Teheran von der گشت ارشاد (gašt-e eršād), der berüchtigten iranischen Sittenpolizei festgenommen worden. In den deutschen Medien heißt es oft schwammig, dass die Umstände ihres Todes unklar seien und von den offiziellen Behörden als Folgen eines plötzlichen Herzinfarkts angegeben werden.

Der Aufstand im Iran

Sicher soll es zuweilen vorkommen, dass auch vollkommen gesunde junge Erwachsene plötzlich tot umfallen. Dass sie in Folge eines Herzinfarktes aber schwerste Schädelbrüche, innere Blutungen und ein Hirnödem davontragen, wie es die CT-Aufnahmen von Amini zeigen, kommt dann allerdings doch seltener vor. Und deshalb befinden sich im Iran gerade Tausende auf der Straße. Sie sehen systematisierte Polizeigewalt als einzige Erklärung für den Tod des jungen Mädchens an. Amini wurde gefoltert, geschlagen und ermordet, nur weil sie ihren Hidschab, das muslimische Kopftuch, nicht richtig getragen haben soll. Dabei zeigen Videoaufnahmen (im Iran werden fast alle öffentlichen Plätze videoüberwacht!), dass Amini durchaus ein Kopftuch getragen hat. Willkür und Polizeigewalt sind typisch für die iranischen „Privatpolizeien“, von denen es dort übrigens sogar mehrere gibt.

Was wir in den (deutschen) Nachrichten allerdings auch wieder kaum oder gar nicht sehen: Der Aufstand der Bevölkerung wird im Iran auf brutalste Weise niedergeschlagen. Der Bevölkerung hat man landesweit das Internet abgeschaltet. Inzwischen sind auch die Festnetztelefonleitungen tot. Die Polizei liefert sich blutige Straßenschlachten mit mutigen Menschen, die sich öffentlich gegen das iranische Mullah-Regime positionieren. Frauen reißen sich im Angesicht von erst noch mit Schlagstöcken, inzwischen auch Sturmgewehren bewaffneten Einheiten den Hidschab vom Kopf und demonstrieren, dass sie sich die systemische Gewalt und Unterdrückung nicht länger gefallen lassen wollen. Einige haben sich bei öffentlichen Demonstrationen sogar selbst die Haare abgeschnitten.

Gemeinsam aufstehen!

Sahar hofft natürlich so wie die meisten Iranerinnen und Iraner, dass der Aufstand im Iran endlich eine Verbesserung der Lage in diesem Land bewirken wird. Experten sehen die Aussichten dafür jedoch weniger optimistisch und befürchten eine blutige Niederschlagung. Schon bei den letzten Ausschreitungen wurden mehr als 1.500 Menschen auf offener Straße erschossen – oder sie verschwanden nach ihrer Festnahme einfach, ohne jede Spur.

Deshalb ist es wichtig, dass jetzt die gesamte Welt zusammensteht und ein Zeichen gegen religiöse Unterdrückung setzt. Nicht nur im Iran, überall! Und überall finden deshalb Demonstrationen statt. Auch in Berlin und anderen deutschen Städten haben sich Menschen bereits solidarisch gezeigt und sich die Haare abgeschnitten. Sahar und ich haben unsere zwar noch, bei mir wären sie fürs setzen eines wirkungsvollen Zeichens auch eh zu kurz. Aber ich möchte meine Reichweite auf meiner Seite trotzdem nutzen, um auf die Hintergründe dieser furchtbaren Ereignisse aufmerksam zu machen. Vielleicht fühlt sich der eine oder die andere von euch nun ebenfalls bewogen, die Nachrichten aus dem Iran zu verbreiten und auf die Widerwärtigkeit des Hidschabs aufmerksam zu machen. Nur mit internationalem Druck erreichen wir vielleicht wirklich etwas für die betroffenen Menschen. Und für die, die gerade aufgrund ihrer liberalen Gesinnung von einem autoritären Staat abgeschlachtet werden.


Die Weißen Steine III

Angesichts eines so aufwühlenden Themas ist es natürlich schwierig, wieder den Bogen zum eigentlichen Thema meines Beitrages zu schlagen. Ich hoffe, dass du jetzt trotzdem gerne noch weiterlesen möchtest. Ich habe nämlich auch ein paar gute Nachrichten.

Eine davon: mit meinem neuen Roman komme ich ganz gut voran. Allerdings wird die Geschichte doch etwas komplexer als zuerst geplant. Ich muss immer wieder einzelne Details nachrecherchieren. Und viele Kapitel sind auch sehr umfangreich geworden. Ich fürchte, das Buch wird mein bisher dickster Wälzer werden. Etwa die Hälfte ist inzwischen fertig, leider deutlich weniger, als ich mir in meinem Zeitplan als Ziel gesetzt habe. Deshalb wird es wahrscheinlich schwierig werden, das Buch noch zum Weihnachtsgeschäft 2022 in den Handel zu bringen. Ihr könnt also leider dieses Jahr wohl nicht mehr damit rechnen, dass es mit Die weißen Steine weitergeht.

Und das hier sind die beiden bisher erschienenen Bücher aus der Reihe „Die Weißen Steine“:

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Die Weißen Steine Band I – Neue Alte Welt

Erlebe ein spannendes Dino-Abenteuer! Der erste Teil eines Überlebenskampfes. Dort werden Jugendliche der „Generation Handy“ in einer erbarmungslosen Urzeit-Welt an ihre Grenzen gebracht.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


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Die Weißen Steine Band II – Blut der Sonne

Erlebe noch ein weiteres spannendes Dino-Abenteuer mit dem zweiten Teil meiner Urzeit-Reihe! Dort wirst du wieder direkt in die Kreidezeit entführt, in der mächtige Kreaturen die Welt beherrschen.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


Giveaway-Aktion: Mein traumhaftes Dinosaurierbuch

Dafür gibt es eine andere gute Nachricht: Ein wirklich großartiges Kinderbuch, für kleine Urzeit-Fans und ihre Eltern, habe ich gerade zusammen mit meinem Verleger Jill neu aufgelegt. Weil euch das Format seines inoffiziellen Nachfolgers Traumreise für Kinder in die Welt der Urzeit so viel besser gefallen hat, haben wir auch Traumreise in die Urzeit noch einmal im gleichen Format herausgebracht. Amazon erlaubt leider keine nachträglichen Formatanpassungen, also mussten wir das Buch noch einmal komplett neu launchen: Unter neuem Titel, mit einem neuen Cover und einem ganz neuen optischen Look! Und so heißt es jetzt Mein traumhaftes Dinosaurierbuch!

Für alle, die das neue Buch jetzt bestellen, habe ich außerdem eine Überraschung: Fünf Exemplare sind nämlich Teil eines kleinen Giveaways!

Was musst du tun, um mitzumachen?

Ganz einfach:

  • Folge mir auf Facebook oder Instagram (am besten beides!)
  • Schicke mir dort einen Screenshot von deiner Buchbestellung als Direktnachricht, damit ich sehe, dass du das Buch auch wirklich bestellt hast. (bitte NICHT als Kommentar! Datenschutz!)

Das war’s dann schon! Die fünf glücklichen Gewinner werde ich dann spätestens im kommenden Wort zum Sonntag benachrichtigen!

Die Giveaway-Aktion endet am Samstagabend des 09.10.2022 um 23:59:59 MEZ. Ich wünsche dir viel Glück!

Eine Leseprobe zu meiner Geschichte und viele weitere Infos findest du außerdem hier:


Tierprofile

Da ich im Moment nicht dazu komme, neben meinem Roman auch noch neue Urzeit-Artikel zu schreiben, haue ich gerade immer, wenn ich doch etwas Zeit habe eines meiner Tierprofile aus dem Archiv für dich raus. Hier kannst du dich über alle Tiere informieren, die vor 66 Ma in Wyoming lebten. Die Hell Creek Formation beherbergte eine wahre Vielfalt der unterschiedlichsten Kreaturen.

Highlight Tierprofile

Meine bisher überarbeiteten Tierprofile:

Discoscaphites rossi

Hadrurus sylvestris

Galagadon nordquistae

Myledaphus pustulosus

Amia fragosa

Habrosaurus dilatus

Paranectutus garbanii

Alphadon marshi

Palaeosaniwa canadensis

Basilemys sinuosa

Acheroraptor temertyorum


Bild der Woche

Wie du wahrscheinlich weißt, zeigt jedes Titelbild vom Wort zum Sonntag eine Szene aus der berühmten Hell Creek Formation, also der prähistorischen Gegend, in welcher meine Geschichte spielt. Das Bild der Woche ist heute aber mal ein ganz besonderes: Sahar hat mir diese Hell Creek Szene zum Geburtstag geschenkt. Und sie ziert heute nicht nur meinen Artikel, sondern inzwischen auch mein Arbeitszimmer. Immer, wenn ich beim Schreiben etwas Inspiration brauche, muss ich also nur ein bisschen nach links schauen!

Ein müder Tyrannosaurus wird bei seinem Mittagsschläfchen aufgeschreckt, als eine Herde Triceratops am Flussufer entlangmarschiert. Ein Anzu beobachtet das ganze aus der Sicherheit des Unterholzes, wo sich neben ihm aber auch mehrere andere Bewohner Hell Creeks verstecken. Kannst du sie alle entdecken?

Das Bild stammt wie gesagt von meiner lieben Ehefrau Sahar Kretschmer (hier der Link zu ihrer Instagram-Seite!) Ich danke dir noch einmal herzlich für das tolle Geburtstagsgeschenk!


Paläo-News

Auch aus dem Bereich der Urzeitforschung gab es in den letzten drei (!) Wochen unglaublich viele interessante Nachrichten. Gleich drei neue Dinosaurier waren mit dabei, darunter auch endlich mal wieder einer aus Deutschland. Und da will ich dich nun nicht weiter auf die Folter spannen, wir legen sofort damit los!

Highlight Paläo-News


Neue Knochenfunde von Leptoptilos robustus bestätigen: Der Riesenstorch von Flores war flugfähig!

Die Insel Flores (Indonesien) gehört zu den bemerkenswertesten Fundplätzen des Pleistozäns. Noch vor wenigen Jahrtausenden wäre sie uns wie eine Welt aus einem Fantasy-Roman vorgekommen: riesige Komododrachen, Zwergelefanten und ein Volk aus kleinen Zwergen, die Flores-Menschen oder auch „Hobbits“ genannt werden. Sogar die Vögel hatten es in sich! Besonders bemerkenswert: der Riesenstorch Leptoptilos robustus, der die Flores-Menschen um beinahe das doppelte überragte und sogar den meisten heutigen Menschen zumindest auf Augenhöhe begegnen würde!

Bildquelle (oben): Gabriel Ugeto.

Lange Zeit glaubten Forscher, dieser Gigant habe sich aus flugunfähigen Vorfahren entwickelt und auf die Jagd am Boden spezialisiert. Eine neue anatomische Studie von Hanneke J.M. Meijer von der Universität Bergen (Norwegen) und ihrem Team lässt aber andere Schlüsse zu: die Analyse von 21 neuentdeckten Knochen, die bei Liang Bua gefunden wurden, legen nahe, dass der Riesenstorch durchaus imstande gewesen ist zu fliegen.


Opalisierte Dinosaurier

Wusstest du, dass manche Dinosaurier im Laufe ihrer Versteigerung zu Edelsteinen geworden sind? Paläontologen der Flinders University verwenden einen Mikro-CT-Scanner und 3D-Druck, um einen kleinen Dinosaurier zu rekonstruieren, der mehr als 100 Millionen Jahre lang in den weißen Sandsteinfelsen als Opal konserviert wurde. Hier der Artikel:


Keilschrift der Elamiter entziffert?

Jahrtausendealte unleserliche Texte, ein Schwarzmarkt mit wertvollen Artefakten, eine untergegangene Kultur – die Geschichte hat alle Bestandteile für einen Abenteuerfilm. Nur dass es sich hier um reale Forschung handelt: In einer neuen Studie behauptet ein Forscherteam um François Desset von den Universitäten Teheran und Lyon, die bisher unleserliche Schrift des antiken im heutigen Iran liegenden Reichs Elam entziffert zu haben. Kritik an der Studie gibt es allerdings auch. Einige der für die Übersetzung verwendeten Tafeln könnten Fälschungen sein.


Balhuticaris voltae: großer zweischaliger Arthropode mit bizarr vielen Körpersegmenten beschrieben

Alejandro Izquierdo-López von der University of Toronto (Kanada) beschreiben in ihrer aktuellen Studie einen großen, etwa 24,5cm langen Arthropoden, der vor etwa 506 Ma während des Kambriums in den Meeren des Burgess Shale im heutigen British Columbia (Kanada) lebte. Balhuticaris voltae ist einer der größten kambrischen Arthropoden und doppelt so groß wie der bisher als größter zweischalige Arthropode geltende Nereocaris exilis, mit dem er offenbar eng verwandt war.

Bildquelle (oben): Hugo Salais.

Goldschatz in Rumänien entdeckt!

Bei einer Grabung entlang der Route einer Autobahnbaustelle im Nordwesten Rumäniens, nahe der Ortschaft Oradea entdeckte ein Forschungsteam um Călin Ghemiș vom Ţării Crişurilor Museum einen Schatz bestehend aus 169 Goldringen, die in einem mehr als 4.000 Jahre alten Frauengrab aus der kupferzeitlichen Tiszapolgár-Kultur lagen, so die Einschätzung der Forscher in einem aktuellen Artikel.


Berggorillas nicht mehr vom Aussterben bedroht!

Sie sind die einzige Menschenaffenart, deren Bestand in freier Wildbahn zunimmt: die Berggorillas im Vulkan-Nationalpark im Nordwesten Ruandas. Inzwischen schätzen Fachleute die Zahl der Gorillas dort auf mehr als 600. In der Bergregion zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo leben nun sogar mehr als 1000 Individuen – im Jahr 1981 waren es 254. Heute gelten die Primaten daher nicht mehr als vom Aussterben bedroht, aber immer noch als stark gefährdet. Die Bestände der Gorillas sind nun allerdings so groß, dass die Tiere beginnen, um die begrenzten Reviere in der Schutzzone zu konkurrieren. Organisationen melden, dass bei Kämpfen zwischen Affenfamilien bereits sieben ausgewachsene Männchen zu Tode kamen, ebenso einige Jungtiere. Artikel zum Weiterlesen:


Elemgasem nubilus: Neuer Abelisaurier aus Argentinien

Schon 2002 entdeckten Forscher in Gesteinsschichten der Portezuelo Formation im argentinischen Patagonien, etwa 20km von Cutral Có, die Hals- und Schwanzwirbel und Teile des Beinskeletts eines Abelisauriers, der während der frühen Oberkreide vor etwa 89 Ma lebte. Nun beschrieben Mattia A. Baiano von der Universidad Nacional de Río Negro (Argentinien) und sein Team die Fossilien als Holotypus einer neuen Dinosaurier-Gattung.

Elemgasem nubilus heißt der etwa 4m lange Theropode. Der Gattungsname bezieht sich auf eine gleichnamige Gottheit der Tehuelche, welche die Macht hat, sich selbst und andere in Stein zu verwandeln. Der Artname ist lateinisch und bedeutet „neblig“, weil es während der Grabungsarbeiten ungewöhnlich neblig war.

Lebendrekonstruktion von Cisiopurple.

Elemgasem lebte als mittelgroßer Fleischfresser im gleichen Lebensraum wie mehrere andere Theropoden, wie z.B. Megaraptor, Patagonykus, Neuquenraptor, Pamparaptor und Unenlagia. Auch riesige Sauropoden kamen hier vor, wie Futalognkosaurus und Baalsaurus sowie der azhdarchoide Flugsaurier Argentinadraco. In der Formation wurden auch andere Fossilien von Ornithopoden, Vögeln, Schildkröten und Krokodilen gefunden.


Leopoldina empfiehlt Umbau der Geowissenschaften

Die Geowissenschaften seien viel zu zersplittert, um die Auswirkungen des Klimawandels zu erforschen, kritisieren die Experten der Leopoldina. Darum plädieren sie dafür, die Disziplinen zu einer Erdsystemwissenschaft zu bündeln. Mehr dazu:


Qikiqtania wakei: Verwandter der Landwirbeltiere entschied sich doch wieder für ein Leben im Wasser

Im Oberdevon, vor etwa 380 Ma, gelang den Wirbeltieren zum allerersten Mal den Schritt ans Land. Besonders Fossilien aus Grönland geben darüber Aufschluss, wie die Evolution unserer frühesten Vorfahren im Detail ablief: Panderichthys rhombolepis, Tiktaalik roseae und Elpistostege watsoni sind Belegfossilien für diese Entwicklungsgeschichte.

Bildquelle (links): Alex Boersma.

Thomas A. Steward von der Pennsylvania State University beschreiben in ihrer neuen Studie jedoch einen ungewöhnlichen Fisch aus eben jener Zeit, der auf Ellesmere Island in der kanadischen Arktis entdeckt wurde und nun den Namen Qikiqtania wakei trägt. Der enge Verwandte der späteren Landwirbeltiere weist Merkmale auf, die darauf hindeuten, dass sich das Tier von einer schon ans Kriechen angepassten Lebensweise wieder ans Schwimmen im offenen Gewässer angepasst hat. Einige „Landfische“ sind also wohl schon früh wieder ins Wasser zurückgekehrt.


Naher Osten ist schon jetzt Klima-Hotspot!

Der Nahe Osten und der östliche Mittelmeerraum gehören schon jetzt zu den besonders vom Klimawandel betroffenen Regionen. Nirgendwo sonst nehmen Hitzewellen so stark zu und die Erwärmungsrate ist doppelt so hoch wie im globalen Durchschnitt, wie eine Studie aufzeigt. Damit wird die ohnehin von Trockenheit und Hitze geprägte Region mehr und mehr zum Problemfall und Hotspot der Klimakrise. Schreitet der Klimawandel ungebremst weiter fort, könnte die regionale Erwärmung im Nahen Osten bis zu fünf Grad erreichen.


Neue Synapsen-Art entdeckt!

An unseren Nervenzellen haben Forscher eine noch unbekannte Art von Synapsen entdeckt. Diese neuronalen Schaltstellen liegen nicht an den bekannten Nervenfortsätzen, sondern an winzigen haarähnlichen Cilien der Zelloberfläche. Werden diese Synapsen durch Neurotransmitter wie Serotonin aktiviert, löst dies Veränderungen direkt im Zellkern aus – und kann das Ablesen der DNA beeinflussen, wie das Team in einer Studie berichtet.


Mikroplastik ist schon überall Teil der globalen Nahrungsnetze!

Zusammen mit dem Klimawandel und einem weit verbreiteten Verlust an Biodiversität spielt die Plastikverschmutzung heute eine vorherrschende Rolle bei der Veränderung von Ökosystemen weltweit. Robson G. Santos von der Universidade Federal de Alagoas (Brasilien) und sein Team haben in einer neuen Studie das Vorkommen der Plastikaufnahme durch Wildtiere untersucht und gehen der grundlegenden Frage nach, warum und wie lebende Organismen Plastik aufnehmen. Sie identifizieren dabei drei Hauptfaktoren, die die Plastikaufnahme antreiben können. Einerseits die Verfügbarkeit von Plastik in der Umwelt, zweitens die Akzeptanzschwelle eines Individuums und drittens die Überlappung von Hinweisen durch natürliche Lebensmittel und Kunststoffe.


Tuebingosaurus maierfritzorum: Deutschland ist 2022 Dinosaurierland!

In Bezug auf die Phylogenie triassischer Dinosaurier aus Deutschland gibt es große Unklarheiten und häufige Streitthemen. Der wohl häufigste dabei auftauchende Name ist Plateosaurus: dieser Gattung wurden einst die meisten Exemplare großer Dinosaurier aus der späten Trias zugeschrieben, doch neuere Studien konnten schon bei einigen Alleinstellungsmerkmale feststellen, die belegten, dass dieses Exemplar zu einer ganz eigenen Gattung bzw. Art gehörte.

Der nächste Kandidat für so eine Neubetrachtung ist „GPIT IV“, ein teilweise erhaltenes Exemplar, das schon 1922 bei einer Ausgrabung in der Nähe von Tübingen, an der „Oberen Mühle“ gefunden und seither im Archiv der paläontologischen Sammlung in Tübingen aufbewahrt wurde. In ihrer Studie konnten Omar R. R. Fernandez und Ingmar Werneburg konnten bei diesem „Plateosaurus“ Merkmale am Bein- und Hüftskelett festmachen, die eher für einen vierbeinig laufenden Massopoden sprechen, als für einen zweibeinig laufenden Plateosaurus.

Lebendrekonstruktion von Cisiopurple.

Die Forscher sehen die Belege als aussagekräftig genug an, um sie als neue Art zu beschreiben: Tuebingosaurus maierfritzorum, benannt nach dem Fundort, dem Zoologen Wolfgang Maier von der Universität Tübingen sowie Uwe Fritz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden, lebte vor etwa 205 Ma.


 

Prähistorische Amputation

Ein Team von Anthropologen um Tim R. Maloney von der Griffith University (Australien) sind auf der Insel Borneo auf einen erstaunlich frühen Fall einer chirurgischen Behandlung gestoßen: In ihrer Studie beschreiben die Forscher die Knochenüberreste eines jungen Mannes, dem vor etwa 31.000 Jahren der linke Fuß samt einem Teil des Unterschenkels entfernt wurde. Die Amputation wurde offenbar erstaunlich professionell durchgeführt und war mit anschließender Fürsorge verbunden: Das Individuum lebte noch jahrelang weiter. Den Wissenschaftlern zufolge legen die Befunde somit nahe, dass bereits einiger Jäger und Sammler der Altsteinzeit komplexes medizinisches Wissen besaßen.

Bildquelle (links): Jose Garcia.

Enhydriodon omoensis: größter Otter aller Zeiten wurde so groß wie ein Löwe!

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Camille Grohé hat in Äthiopien eine neue, längst ausgestorbene Otterart identifiziert, die wahrscheinlich die Größe eines modernen Löwen erreichen konnte. Das Tier wurde nun in einer neuen Studie beschrieben. Mit einem geschätzten Gewicht von 200 Kilogramm wäre Enhydriodon omoensis der größte Otter der Erdgeschichte. Das Tier lebte im späten Pliozän und frühen Pleistozän, also vor 3,5 bis 2,5 Ma und wurde im Omo Valley gefunden – wo zu seiner Zeit auch schon einige Urmenschen wie Australopithecus lebten. Ein Feind mehr für unsere Vorfahren also, die schon mit Leoparden, Säbelzahnkatzen und Hyänen reichlich Gefahren zu fürchten hatten.


Knochenhistologische Studie: wieso starben die „Donnervögel“ aus?

Der flugunfähige Dromornis stirtoni aus dem Miozän von Australien gehört zu den größten Vögeln aller Zeiten. Anusuya Chinsami von der Universität Kapstadt (Südafrika) und ihr Team untersuchten in ihrer Studie 22 Langknochen des „Donnervogels“, um verschiedene Aspekte seiner Lebensgeschichte zu erforschen. Die Ergebnisse zeigen, dass Dromornis etwa fünf Jahre lang sehr schnell wuchs, dann aber eine Wachstumspause einlegte und mehr als ein Jahrzehnt brauchte, um voll auszuwachsen und geschlechtsreif zu werden. Diese Wachstumsstrategie unterscheidet sich erheblich von der seines pleistozänen Verwandten Genyornis newtoni, der eine viel schneller Wachstumsrate an den Tag legte.

Bildquelle (oben): Brian Choo.

Möglicherweise ist dies auch ein Schlüssel zur Beantwortung der Frage nach dem Aussterben des Donnervogels: die lange Zeit bis zur Geschlechtsreife könnte den Giganten zum Verhängnis geworden sein, weil viele Jungtiere in einer Zeit des Klima- und Lebensraumwandels das Erwachsenenalter nicht mehr erreichten.


Klimawandel: Einfluss des Menschen verfälscht archäologische Datierungsverfahren

Die starke Verbrennung fossiler Brennstoffe hat dazu geführt, dass sich die Zusammensetzung der Kohlenstoffisotope in der Luft gravierend verändert hat, besonders auf der Nordhalbkugel. Seit 2021 hätten sich die Isotopenverhältnisse derart verschoben, dass die Menge an radioaktivem 14C, das durch Kernwaffentests der 1950er und 1960er Jahre zusätzlich in die Atmosphäre gelangt war, durch den hohen CO2-Ausstoß nun nivelliert wird.

Das Problem daran: Datierungsverfahren wie die Radiokohlenstoffmethode könnten damit in naher Zukunft nutzlos werden. Heather Graven vom Imperial College London hat in ihrer neuesten Arbeit abweichende 14C-Daten festgestellt, die das Ergebnis noch relativ junger Proben etwa ins frühe 20. Jahrhundert statt an dessen Ende verweisen.


Besiedlung Amerikas: kamen Menschen schon viel früher als gedacht in die neue Welt?

Timothy B. Rowe von der University of Texas und sein Team beschreiben in ihrer neuen Studie die Überreste von zwei Mammut-Exemplaren, vermutlich ein Muttertier und sein Kalb, die auf dem Colorado Plateau in New Mexico gefunden wurden. Beide Tiere wurden nun mittels AMS 14C-Analyse von Hydroxyprolin aus Knochenkollagen auf ein Alter von 38.900–36.250 Jahren datiert. Sie kamen nach Verletzungs- und Brandspuren auf ihren Knochen offenbar durch Menschenhand ums Leben. Inzwischen haben Archäologen überall auf dem amerikanischen Doppelkontinent Hinweise auf eine deutlich frühere Präsenz des Menschen gefunden.

Bildquelle: NPS.

Dazu gehören 23.000 Jahre alte Fußspuren im Süden der USA, 30.000 Jahre alte Steinwerkzeuge in Mexiko und Ritzspuren an Tierknochen aus Alaska und Uruguay. Bislang waren dies allerdings nur Indizien dafür, dass Menschen schon mehr als 20.000 Jahre früher dort waren, als wir durch handfestere Belege sagen konnten. Ob die Mammut-Schlachter aber auch schon zur Stammbevölkerung der Ureinwohner gezählt werden können, oder ob Amerika vielleicht mehrfach unabhängig besiedelt wurde und die Menschen dort sogar einst wie viele andere Eiszeit-Großtiere ausgestorben sind, kann bislang noch nicht geklärt werden.


Notochen bannockburnensis: neuer Schwan aus dem Miozän Neuseelands beschrieben

Eine neue Gattung und Art der Entenvögel wurde anhand eines versteinerten Flügelknochens identifiziert, der in Central Otago, Neuseeland, gefunden wurde. Der Vogel wurde Bannockburn-Schwan (Notochen bannockburnensis) genannt und lebte vor 16 bis 19 Millionen Jahren (frühes Miozän) am Lake Manuherikia, einem riesigen See, der den größten Teil des heutigen Central Otago bedeckt. Wie die heutigen Schwäne suchte dieses Tier wohl im Wasser nach Nahrung, verbrachte aber wahrscheinlich auch einen Teil seiner Zeit damit, an Land zu weiden, so die Forscher in ihrer aktuellen Studie.

Bildquelle (oben): Unenlagia90 (DeviantArt).

Gefahr für die großen Hüpfer!

Amphibien wie z.B. Frösche sind eine der umweltempfindlichsten und anspruchsvollsten Tiergruppen überhaupt. Allerdings zeigten sie sich gegenüber weltweiter Massenaussterben wiederum als sehr robust und anpassungsfähig. Anderson Feijó von der Chinese Academy of Sciences in Peking und sein Team gingen in ihrer neuen Studie der Frage nach, woran das liegen mag. Die Forscher untersuchten die Evolutionsgeschichte wichtiger Überlebensmerkmale (Körpergröße und Lebensstil) und analysierten auch die klimabedingte Körpergrößenselektivität moderner Frösche. Dabei stellten sie fest, dass überall dort, wo extreme Temperaturen und eine starke Saisonabhängigkeit besonders große Froscharten stark gefährdet sind.

Das war offenbar auch schon am Ende der Kreidezeit so: hauptsächlich mittelgroße Arten blieben damals erhalten, große Frösche starben an der K-Pg-Grenze restlos aus. In Zeiten mit milderen Temperaturen entwickelten sich die Frösche hingegen schnell weiter und brachten auch häufig sehr große Gattungen hervor. Die Forscher schätzen, dass aufgrund der derzeitigen globalen Erwärmung viele Froscharten in Bedrängnis geraten und aussterben werden, die größten von ihnen wahrscheinlich zuerst. Bis zu 1100 Frosch-Arten werden bis zum Jahr 2100 wohl ausgestorben sein.


Hybridisierung zwischen Frühmenschen: der Weg zum modernen Homo sapiens

Viele heutige Menschen tragen einen kleinen Anteil an Neandertaler-DNA in ihren Genen, was darauf hindeutet, dass die Vermischung mit anderen Abstammungslinien früherer Menschenformen eine wichtige Rolle in der Evolution unserer Spezies spielte. Paläogenetische Belege legen nahe, dass es mehrfach zu Kreuzungen mit Neandertalern und anderen früheren Gruppen kam. Die Geschichte unserer Art ähnelt eher einem Netzwerk oder vielverzweigtem Strom als einem Baum. Der Ursprung der Menschheit ist aber wohl komplexer als bisher angenommen. Ein Forschungsteam um Katerina Harvati von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen hat sich der schweren Aufgabe in einer umfassenden Vergleichsstudie angenommen, unseren komplexen Stammbaum besser zu verstehen. Ihre neue Studie gibt dazu interessante Einblicke. So haben die Hybridisierungen offenbar auch unsere Hirnentwicklung maßgeblich mitbeeinflusst.

Bildquelle: Gleiver Prieto.

Forscher entdecken neue Dino-Mumie!

In Kanada haben Forscher der University of Reading Teile einer augenscheinlich vollständigen Dinosaurier-Mumie entdeckt. Die bisher freigelegten Fossilien, ein Fuß und der Teil des Schwanzes sind mit versteinerter Haut und Weichgewebe erhalten und gehören offenbar zu einem jungen Hadrosaurier, der vor etwa 77 bis 75 Ma starb, also etwa 10 Ma, bevor alle anderen Nichtvogel-Dinosaurier ausstarben. Die Wissenschaftler haben nun mit den Bergungsarbeiten begonnen, die Dino-Mumie im Labor genauer zu untersuchen. Sollten sich die Hoffnungen der Forscher erfüllen, könnte es sich bei dem etwa 4m langen Entenschnabelsaurier um eine der größten und besterhaltensten Dino-Mumien handeln. Ein aktueller Artikel beschreibt den Fund und seine Umstände näher.


Borophagus: gefährlicher Canid aus dem Miozän jagte nicht nur in der Steppe, sondern auch im Wald!

Borophagus ist eine späte Gattung der sehr vielfältigen und erfolgreichen Unterfamilie Borophaginae, Verwandte der Wölfe und Hunde, die über einen sehr starken Biss verfügten. Skelettreste dieses knochenbrechenden Caniden wurden häufig in damaligen Gras- und Steppenlandschaften aus dem Miozän und Pleistozän gefunden, in Waldgebieten sind sie dagegen selten. Emily Bōgner und Joshua X. Samuels von der Cambridge University beschreiben in ihrer neuesten Studie aber den Oberschenkelknochen eines Borophagus, der in der Grey Fossil Site von Tennessee gefunden wurde.

Bildquelle (oben): Mauricio Antón.

Dies war damals aber ein stark bewaldetes Ökosystem. Die ausgeprägten Proportionen der Gliedmaßen von diesem Borophagus-Exemplar deuten darauf hin, dass die Gattung möglicherweise gut für einen geschlossenen Lebensraum wie die Grey Fossil Site geeignet war. Ganz im Gegensatz zu dem Ort, an dem die meisten ihrer Fossilien zuvor gefunden wurden! Die Borophaginae konnten sich im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte also auch an einen Waldlebensraum anpassen.


Ibirania parva: Zwergwüchsiger Sauropode aus Brasilien

In der oberkreidezeitlichen São José do Rio Preto-Formation, bei Vila Ventura in der Gemeinde Ibirá, im Nordosten von São Paulo haben Forscher die Fossilien eines Sauropoden entdeckt. Die Überreste, darunter ein Rückenwirbel, partielle Schwanzwirbel, Speiche und Elle sowie Teile der Mittelhandknochen und ein fast vollständiger Mittelfußknochen, wurden nun in einer neuen Studie als neue Gattung der Saltasaurinen beschrieben: Ibirania parva.

Der Name leitet sich vom Fundort ab, kann aber auch als „Kleiner Baumwanderer“ übersetzt werden. Von einem zweiten, nun ebenfalls Ibirania zugeschriebenen Exemplar, sind außerdem auch Hals-, Rücken- und Schwanzwirbel sowie weitere Gliedmaßenteile bekannt.

Lebendrekonstruktion von Cisiopurple.

Ibirania wird auf nur 5,7 Meter Länge geschätzt, was ihn zu einem der kleinsten Sauropoden macht. Er lebte zusammen mit mehreren anderen Dinosauriern im gleichen Lebensraum, wie dem Abelisauriden-Theropoden Thanos simontoi, kleinen Unenlagiinen (Raptoren) und einem größeren, unbenannten Megaraptoren, in der Zeit vor etwa 83 Ma, am Übergang vom Samtonium zum Campanium. Entsprechend handelte es sich also wohl nicht um einen Insel-Lebensraum, auf dem die dortigen Dinosaurier aufgrund des beengten Lebensraumes zu Zwergen wurden. Ibirania muss sich also wohl aufgrund anderer Umstände zu einer kleinen Körpergröße hin entwickelt haben.


Opisthiamimus gregori: neue Brückenechse aus der Morrison Formation

Davod G. DeMar jr. vom National Smithsonian Museum of Natural History, Smithsonian Institution in Washington D.C. und sein Team beschreiben in ihrer aktuellen Studie eine neue Brückenechse aus der oberen Morrison Formation in Wyoming (USA), die vor etwa 150 Ma an der Seite vieler berühmter Dinosaurier wie Allosaurus, Stegosaurus und Apatosaurus lebte. Opisthiamimus gregori ist durch ein exzellentes, nahezu vollständiges Skelett überliefert, das neue Erkenntnisse zu der Entwicklungsgeschichte der im Erdmittelalter weit verbreiteten Rhynchocephalier liefert. Heute kommen Brückenechsen nur noch mit einer einzigen Gattung auf Neuseeland vor.

Bildquelle: Julius Csotonyi.

Palaeotanyrhina exophthalma: Neuartige Wanzengattung aus burmesischem Bernstein

Mit den hervorquellenden Augen und seinem länglichen Mund unterscheidet sich ein fossiles Insekt aus burmesischem Bernstein, das durch Forschungen der Oregon State University identifiziert wurde, so sehr von allem, was heute lebt, dass es in seine eigene, ausgestorbene Familie eingeordnet werden musste. George Poinar vom OSU College of Science und sein Team nannten das Insekt in ihrer neuen Studie Palaeotanyrhina exophthalma. Eingebettet in 100 Millionen Jahre alten Bernstein ist sie wohl ein Mitglied der Ordnung Hemiptera und damit eine echte Wanze. Sie war offenbar ein Beutegreifer, der seine hervorstehenden Augen benutzte, um andere Insekten als Beute zu orten.


Weitere Nachrichtenmeldungen:

Doomsday-Gletscher steht kurz vor dem Kipppunkt!

Vogel-Neuronen kommen mit dreimal weniger Glukose aus als Säugetier-Neuronen!

Forscher finden neue Erklärung zum Bau der Pyramiden in Ägypten!

Mittelalterliche Mönche von Cambridge waren von Würmern befallen!

Mehr als 1.000 Dinosaurier-Fußabdrücke in China entdeckt!

Menschliche Fußabdrücke in Saudi-Arabien sind Möglicherweise 120.000 Jahre alt!

Zehnjähriger Junge findet beim Sondeln in Nordirland Säbel aus dem 17. Jahrhundert!

1,8 Ma Frühmenschen-Zahn in Georgien gefunden!

Klimaforscher warnen vor Endzeit-Szenarien!

Vulkanprovinzen waren Treiber von großen Massenaussterben!

12.000.000.000.000 US-Dollar könnten durch Dekarbonisierung und erneuerbare Energien eingespart werden!

Ausgrabungen zeigen das Leben der frühesten modernen Menschen in Europa!

Kampf um die Mülltonne: Kakadus halten Abfallbehörden zum Narren!

3.500 Jahre alte Grafik der Hethiter entdeckt!

Baumsterben: Die letzten ihrer Art!


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Noch mehr spannenden Urzeit-Lesestoff findest du auch in meinen Büchern:

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Die Weißen Steine Band I – Neue Alte Welt

Erlebe ein spannendes Dino-Abenteuer! Der erste Teil eines Überlebenskampfes. Dort werden Jugendliche der „Generation Handy“ in einer erbarmungslosen Urzeit-Welt an ihre Grenzen gebracht.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


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Die Weißen Steine Band II – Blut der Sonne

Erlebe noch ein weiteres spannendes Dino-Abenteuer mit dem zweiten Teil meiner Urzeit-Reihe! Dort wirst du wieder direkt in die Kreidezeit entführt, in der mächtige Kreaturen die Welt beherrschen.

Erhältlich als Taschenbuch, als hochwertige Hardcover-Ausgabe und auch als E-Book.


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Mein Traumhaftes Dinosaurierbuch

Fantasiereisen für Kinder in die Welt der Dinosaurier zur Förderung von Entspannung und Achtsamkeit. Lass dich dort von unseren liebenswürdigen Dinosauriern in ihren Bann ziehen. Angel mit Raptor Razor Fische im Fluss, erhebe dich mit dem Flugsaurier Pedro in die Lüfte und tauche mit der Fischsaurier-Dame Stella zu geheimnisvollen Riffen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die zahlreichen zauberhaften Illustrationen im Buch helfen Kindern dabei, das Kopfkino der Traumreise mit Leben zu füllen.

Erhältlich als großes Vorlesebuch und auch als E-Book.


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Traumreise für Kinder in die Welt der Dinosaurier

Fantasiereisen für Kinder in die Welt der Dinosaurier zur Förderung von Entspannung und Achtsamkeit. Lass dich dort von unseren liebenswürdigen Dinosauriern in ihren Bann ziehen. Hilf der kleinen Therizinosaurus-Dame Theresa dabei, die gemeinen Tarbosaurier in die Flucht zu schlagen. Dreh dabei eine Runde durch die Urzeit-Wälder des kleinen „Drachen“ Jackie. Oder lass dich dort von der wunderschönen Unterwasserwelt von Tanystropheus Tanja verzaubern. Die zahlreichen zauberhaften Illustrationen im Buch helfen Kindern dabei, das Kopfkino der Traumreise mit Leben zu füllen.

Erhältlich als Taschenbuch und auch als E-Book.


Wie kann ich Die Weißen Steine sonst noch unterstützen?

Klar, in erster Linie natürlich, indem du dir das Buch kauft! Aber wenn du gerade nicht die Zeit oder das Geld hast, mein Buch zu lesen, kannst du mir trotzdem helfen! Folge meiner Seite weiter so lieb, wie du es schon tust, und teilt meine Beiträge mit deinen Freunden auf Facebook, Instagram oder gern auch anderen sozialen Medien. Ein „Teilen“ kostet nicht viel Zeit. Und bestimmt gibt es in deiner Freundesliste auch den einen oder anderen, der sich für Dinos oder Abenteuerbücher interessiert. Also erzähle es einfach weiter!

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Vielen Dank für jede Unterstützung!

Ich wünsche dir jetzt noch einen schönen Sonntag!

Dein Markus Peter Kretschmer

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