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  • Die verlorene Stadt im Dschungel – ein Hotspot der Artenvielfalt

    Durch das Zusammentreffen von nordamerikanischer und südamerikanischer Fauna und Flora gilt die mittelamerikanische Landbrücke als eine der artenreichsten Regionen der Erde. Länder wie Belize haben sich die Vielfalt auf unterschiedliche Arten zunutze gemacht. Ökotourismus ist eine davon, Forschungslizenzen für Biotech-Konzerne ist eine andere.

    Doch im benachbarten Honduras hat man dieses Geschenk der Natur lange als – nunja- naturgegeben hingenommen. Urwaldrodung für Edelhölzer oder um Ackerland für die ständig wachsende Bevölkerung zu gewinnen, ist leider immernoch an der Tagesordnung. Die Regierung versucht mit großem Einsatz, Ökotourismus und damit eine nachhaltige Nutzung zu schaffen. Dennoch gehen jährlich 3000 km² Wald verloren.

    Eine versunkene Stadt

    Da hört es sich märchenhaft an, wenn eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern in einem abgelegenen Tal des Mosquitia-Regenwaldes eine verlassene Stadt findet. Eine Stadt, die sich der Dschungel zurückgeholt hat. Eine Stadt, die seit Jahrzehnten bekannt war, von der aber niemand genau wusste, wo sie lag. Die Legende von der „Weißen Stadt“ geht auf einen Bericht des Konquistadors Hernán Cortés zurück, der dort enorme Reichtümer vermutete.

    Arrangement aus Lederhut, Kompass und Notizbuch
    Verlorene Städte wirken magisch anziehend auf jede Art der Abenteurer

    Berg mit Maya-Ruine zwischen Bäumen
    Leider ist auch die Zahl der Maya-Städte, die noch im Dschungel verborgen sind, gering.

    Hueitapalan, so der überlieferte indigene Name der Stadt hat Abenteurer wie Schatzsucher seit Jahrzehnten fasziniert. Ein Ziel für die Indiana Jones‘ Mittelamerikas. Doch auch seriöse Forscher, vor allem Archäologen und Historiker waren an der „Weißen Stadt“ oder „Verlorenen Stadt des Affengottes“ mehr als interessiert. Der Legende nach soll die Stadt von hohen, weißen Mauern umgeben gewesen sein. Im Zentrum des Ortes soll sich eine gigantische Statue eines Affengottes erhoben haben. Niemand, den der Affengott sah, sei je zurückgekehrt, so die Legende.

    2012 wurde aus der Legende zumindest teilweise Gewissheit. Ein interdisziplinäres Team um die Filmproduzenten Steven Elkins and Bill Benenson  entdeckten erste konkrete Hinweise. Mittels Airborne Laser Mappings konnten sie Ruinen in der dichten Vegetation ausmachen. 2015 berichtete ein Team um den Archäologen Christopher Fisher von Artefakten aus der Gegend, einschließlich Ruinen und steinernen Tierskulpturen.


    Lage des Rio Plátano-Nationalparkes, die Weiße Stadt soll irgendwo in dem Nationalpark verborgen sein.

    Humanoide Figuren mit dreieckigem Kopf

    Vor Ort fanden die Forscher dann Überreste von Plätzen, Erdwällen und der fast unvermeidlichen Pyramide. Das US-amerikanisch-honduranische Team fand in den Ruinen über 200 Steinskulpturen. Die Bewohner hatten sie offenbar gezielt zusammengebracht und auf einem Boden aus rotem Lehm arrangiert. Im Zentrum stand eine rätselhafte und faszinierende Staute eines Geiers mit halb gespreizten Flügeln. Der Geier wiederum war von Ritualgefäßen umgeben, die mit weiteren Geiern oder Schlangen dekoriert waren. Einige dieser Gefäße trugen eine seltsame, humanoide Figur mit großem, dreieckigem Kopf, hohlen Augen und einem offenen Mund über einem wie ausgedörrt wirkendem Körper.

    Fisher interpretiert diese Figuren als „Todesfiguren“, möglicherweise ein getrockneter Leichnam eines Ahnen, der für ein Begräbnis vorbereitet wurde. Vor dem Hintergrund, dass diese Gefäße um eine Geierstatue arrangiert wurden und keine Gräber im Umfeld der Stadt zu finden waren, sind andere Interpretationen möglich.

    Eine Affengottstatue fanden die Archäologen nicht.

    Ein Todesritual für die Stadt?

    Die Forscher glauben, die wertvollen, aber nicht unbedingt nützlichen und schwer zu transportierenden Steingegenstände wurden gezielt in der Form eines Schreines aufgebaut. Viele Gefäße haben die Bewohner rituell unbrauchbar gemacht, in dem sie ihnen ein Loch in den Boden schlugen. Ebenso ein mehr als 90 cm langer Mahlstein aus wertvollem Basalt, der in sechs Teile zerbrochen war – offensichtlich mit Absicht, Basalt bricht nicht so schnell.

    Dschungelszene mit Baumstamm, Lianen und Palmfarn
    Im dichten Dschungel Mittelamerikas verbirgt sich möglicherweise noch mehr…

    Baum mit verschlungenen Brettwurzeln
    Warum haben die Bewohner die Weiße Stadt verlassen und wo sind sie hingezogen?

    All das deutet darauf hin, dass die Weiße Stadt nicht etwa ausstarb, sondern absichtlich verlassen wurde. Das Arrangieren und Unbrauchbarmachen der rituellen Skulpturen könnte ein Abschiedsritual gewesen sein – und gleichzeitig bittere Notwendigkeit:

    Wenn die Bevölkerung sich entschließt, warum auch immer eine Stadt zu verlassen, dann wird sie eher leichtere Gegenstände mitnehmen, die sie täglich braucht. Das nicht weniger wichtige Rituelle wird sich auf kleinere Gegenstände wie Figurinen beschränken.

    Auch das Zerbrechen der Kultgegenstände ist sinnvoll, so können sie nie wieder von anderen (möglicherweise von einem Feind) zu niederen Zwecken missbraucht werden. Dieses Vorgehen kennen Archäologen auch aus anderen Kulturen, auch aus Mitteleuropa. Ein berühmtes Beispiel ist der Fischerring des Papstes, der nach seinem Tod zerstört wird. Weniger „heilig“, aber mit der selben Intuition werfen Mitglieder slavischer Völker die Gläser an die Wand, wenn aus ihnen auf ein ganz besonderes Ereignis getrunken wurde.

    Die Kleinräumigkeit schafft Lebensräume

    Die noch unbenannten Bewohner von Hueitapalan lebten hier zwischen etwa 1000 n.Chr. und 1400, nach anderen Angaben etwa 1520, zur Zeit des ersten Kontaktes mit Europäern. Wieso sie die Weiße Stadt verlassen haben, ist unbekannt.

    Bekannt ist aber, dass sie mit ihrer Stadt und deren Verfall eine Vielzahl von Nischen für Pflanzen und Tiere schufen. Ein spezialisiertes Team von „Naturschutzwissenschaftlern“ der us-amerikanischen Non-Profit-Organisation Conservation International hatte bereits 2017 eine dreiwöchige Exkursion nach Hueitapalan unternommen. Sie fanden in der kurzen Zeit eine unglaubliche Artenvielfalt in der Weißen Stadt: 198 Vogelarten, 40 kleinere Säugetiere, 56 Amphibien- und Reptilienarten, 30 große Säugetiere und 94 Schmetterlingsarten konnten sie zählen. Ihr Bericht erschien Anfang Juli 2019.

    Zu den Arten, die den Wissenschaftlern über die Füße liefen, gehörten auch einige Arten, die in Honduras gar nicht mehr vorkommen sollen, oder die als ausgestorben galten. So fanden sie Peters Spießblattnase (Phylloderma stenops*), eine Langnasen-Fledermaus, die in Honduras lange nicht mehr nachgewiesen wurde. Besonders bemerkenswert war ein Sandlaufkäfer, der bisher nur aus Nicaragua bekannt war und als ausgestorben galt.

    Soldatenara
    Wie viele Großpapageien ist auch der Soldatenara vom Aussterben bedroht.

    Jaguar liegt im Schatten des Regenwaldes
    Auch Jaguare kommen in der Umgebung der Weißen Stadt vor – und wurden offenbar von ihren Bewohnern verehrt.

    Auch der große Soldatenara Ara ambiguus ambiguus kommt hier vor, ebenso wie 22 Tierarten, die bisher in Honduras nicht bekannt waren. Unter den großen Säugetieren war die gesamte „Prominenz“ Mittelamerikas vertreten: Jaguare, Ozelots, Pumas, Pekaris und viele andere. Eine Erstentdeckung ist auch dabei, ein lebendgebärender Fisch, der der Wissenschaft bisher unbekannt war.

    Wie in einem Indiana-Jones-Film

    „In der heutigen Welt scheint das wie eine Geschichte aus den ‘Indiana Jones’-Filmen zu klingen. Aber der sensationelle archäologische Fund in dem unerforschten Dschungel war für die Entdecker, die sich dorthin wagten, genauso wirklich wie überraschend.“
    Aus der Pressemeldung von Conservation Intl. vom 21. Juni 2019

    Tod Larson, der Leiter des Teams vor Ort fügte hinzu: “Die ‘Weiße Stadt’ ist eines der wenigen Gebiete in Mittelamerika, in denen ökologische und evolutionäre Prozesse intakt geblieben sind.” Daher sei es unmittelbar nötig, das Gebiet zu schützen: „Einer der Hauptgründe, warum wir einen so hohen Artenreichtum und eine so große Zahl bedrohter und weit verbreiteter Arten (z. B. Pekari) festgestellt haben, ist, dass die Wälder rund um die Weiße Stadt im Gegensatz zu weiten Teilen der Region unberührt sind.

    Dies macht das Gebiet zu einer hohen Schutzpriorität für die Aufrechterhaltung einer breiteren Landschaftskonnektivität, die für die langfristige Erhaltung der biologischen Vielfalt in Mittelamerika von wesentlicher Bedeutung ist.“

    Ein Hauptproblem sieht Larson im Drogenhandel, der seine Pfade gerade durch unberührte Gebiete zieht. Zum Glück ist die Regierung von Honduras gewillt, das Gebiet zu schützen. Seit 2005 ist die Gegend um die Weiße Stadt bereits geschützt, nun will man den Schutz verstärken.

    Offenbar ganz im Sinne von John Polisar, Mitglied im Team von Tod Larson, der betont:

    „Wir arbeiten seit 14 Jahren vor Ort in den Eingeborenen-Gebieten von La Moskitia, und dieser Ort hat sich als einfach großartig erwiesen. Aufgrund seiner gegenwärtig intakten Wälder und Fauna ist das Gebiet von außerordentlich hohem Naturschutzwert. Es verdient energischen und wachsamen Schutz, damit seine Schönheit und Tierwelt auch in Zukunft Bestand haben.“


    Quellen:

    Douglas Preston: See New Discoveries at the Mysterious City of the Jaguar, National Geographic, 2016

    Conrad Duncan: ‘Extinct’ creatures found alive in ‘lost city’ deep within Honduras rainforest, Independent, 2019

    wikipedia: Hueitapalan, 2018


    * Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

    Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
    Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


  • Mögliche Sichtung des Taiwan-Nebelparders

    Der NebelparderNeofelis nebulosa ist eine mittelgroße Katzenart, die sich durch einige Besonderheiten von anderen Katzen unterscheidet. So ist sie unter allen Katzen vermutlich am besten auf das Leben auf Bäumen angepasst. Die Tatzen sind ungewöhnlich groß und tragen relativ lange Krallen. Der Kopf ist flach und lang und die Eckzähne sind relativ die längsten aller Katzen.
    Nebelparder erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 60 bis 100 cm und wiegen ausgewachsen zwischen 16 und 23 kg. Bemerkenswert ist seine Fellfärbung, die im Licht- und Schattenspiel des Waldes eine nahezu perfekte Tarnung darstellt.

    Nebelparder-Portrait
    Portrait eines Festland-Nebelparders aus dem Duisburger Zoo

    In Asien verbreitet

    Die ursprüngliche Verbreitung des Nebelparders ist eng an die ostasiatischen Regenwälder gebunden. Im Westen beginnt sie an den Südhängen des Himalayas, erstreckt sich über die hinterindische Halbinsel über Bangladesh und Thailand bis nach Vietnam im Süden. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt etwa in der Mitte Chinas. Bemerkenswert ist, dass die beiden großen Inseln Hainan und Taiwan zum Verbreitungsgebiet der Katze dazu gehören. Auf Sumatra und Borneo ersetzt der Sunda-NebelparderNeofelis diardi den Festland-Nebelparder. Die Wissenschaft hat sie erst 2006 als eigene Art anerkannt.

    Nebelparder auf Taiwan: ausgestorben

    Die Nebelparder auf Taiwan galten lange Zeit als Unterart des „Gemeinen Nebelparders“ und alsNeofelis nebulosa brachyurabezeichnet. Der Unterart-Name bezieht sich auf den relativ kurzen Schwanz dieser insgesamt kleineren Form. Wissenschaftler diskutieren regelmäßig, ob es sich bei dieser Form um eine eigene Art handelt bzw. gehandelt hat. Sie gilt als ausgestorben: Die letzte offizielle Beobachtung stammt aus dem Jahr 1983. Die IUCN hat ihn 1996 für ausgestorben erklärt, Taiwan hingegen erst 2013.


    Lage des Darren Township im südlichen Gebirge Taiwans, hier haben Streifen den Nebelparder gesichtet

    Ausgestorben?

    1998 haben Jäger aus dem Stamm der Bunun angeblich einen Taiwan-Nebelparder erlegt. Sie verbrannten den Körper aber, weil sie Angst hatten, belangt zu werden. Dieser Hinweis ist weitgehend unbekannt geblieben.

    Nun meldeten die Taiwan News am 23.02.2019 mehrere Sichtungen von Tieren, die für Taiwan-Nebelparder gehalten wurden. Die Paiwan-Gemeinschaft gehört zu den indigenen Völkern Taiwans. Sie leben im Zentralgebirge bis zur Südspitze der Insel. Um ihr Gebiet zu schützen, senden sie regelmäßig Streifen auch durch die Bergwälder. Einige dieser Streifen konnten im letzten Jahr in der Nähe des Daren Township im Landkreis Taitung Tiere beobachten, die sie für Taiwan-Nebelparder hielten. Ihr Sprecher macht sich für die Erforschung der Sichtungen stark.

    Hier ist in Zukunft einiges zu erwarten.

    Links

    Taiwan News: ‚Extinct‘ Formosan clouded leopard spotted in E. Taiwan

    Nextshark: Rare Leopard Thought ‘Extinct’ Spotted in Taiwan’s Wilderness After 36 Years


  • Größte Biene der Welt wieder entdeckt

    Die größte Biene der Welt war die Wallace RiesenbieneMegachile pluto. Schwarz und etwa 4 cm lang erschien sie so etwas wie der Albtraum eines Insekten-Phobikers. Doch sie kam nur auf den indonesischen Inseln der nördlichen Molukken. Außerdem galt sie seit 1981 als ausgestorben.

    "AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT"
    Dieses Foto wurde von der Global Wildlife Conservation am 21. Februar 2019 angeboten. Es zeigt den Entomologen und Bienenexperten Ely Wyman mit dem ersten entdeckten Exemplar der Wallace Riesenbiene (Megachile pluto) auf einer indonesischen Insel der Nordmolukken.
    „AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT“

    Von Wallace entdeckt und beschrieben

    Alfred Russel Wallace, ein britischer Naturforscher sammelte ein einziges Exemplar der Biene 1859 im nördlichen Bereich der Molukken. Er beschrieb sie als „großes, schwarzes wespenähnliches Insekt mit gewaltigen Kiefern wie ein Hirschkäfer“. Danach verschwand die Megachile pluto für über 100 Jahre und wurde von keinem Wissenschaftler mehr registriert. 1981 untersuchte der Entomologe Adam Messer ihr Verhalten auf einer Reihe kleiner Inseln: Bacab, Halmahera und Tidore. Weitere Angaben sind widersprüchlich, nach seinem eigenen Bericht sind die Tiere den Einheimischen nicht bekannt gewesen. Er überlieferte dennoch den Namen „Raja ofu“: König der Bienen.

    Fotograf Clay Bolt fotografiert die größte Biene der Welt
    Die größte Biene der Welt an ihrem Nest. Nester werden nur von wenigen Weibchen genutzt, um dort Eier abzulegen.
    „AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT“

    Die Weibchen sind tiefschwarz gefärbt und haben eine Gesamtlänge von bis zu 39 mm. Die Flügelspannweite kann 63 mm betragen. Auffällig sind die schon von Wallace beschriebenen Mandibeln („Zangen“), die drei Zähne tragen. Der Brustbereich und Hinterleib sind mit kurzen, schwarzen Haaren Bedeckt, am vorderen Hinterleib tragen sie eine dünne, helle Binde. Männchen bleiben deutlich kleiner und erreichen nur 18 bis 23 mm.

    Seit 1981 hat niemand mehr von einem Zusammentreffen mit der Riesenbiene berichtet. Sie galt als ausgestorben.

    Ist die größte Biene der Welt doch nicht ausgestorben?

    „Galt“, denn nun ist sie wieder entdeckt worden. Die Wiederentdeckung war kein Zufall. Clay Bolt, ein bekannter Naturfotograf und Bienenspezialist dokumentierte die Biene im letzten Monat. Dem Fund gingen Jahre harter Arbeit und Planung von Bolt voraus: Zusammen mit dem Bienenspezialisten Eli Wyman von der Princeton University planten sie die Suche nach Megachile pluto: „Wir wussten nicht, wo wir anfangen sollten, zu suchen“, sagte Bolt dem online-Magazin „Earther“. Über die Wallace-Riesenbiene ist nur sehr wenig bekannt, schon die Suche nach geeigneten Lebensräumen gestaltete sich schwierig.“


    Lage der nördlichen Molukken, die Insel Bacab ist markiert.

    Als dann Anfang 2018 ein Exemplar der Riesenbiene für 9000 US$ bei ebay versteigert wurde, bekam die Suche Dringlichkeit. „Wir entschieden, dass wir dahin fahren mussten“, sagte Bolt. „Erstens um sie in der Wildnis zu sehen, um sie zu dokumentieren, aber auch um die vor Ort Kontakte zu knüpfen, die zum Schutz der Biene beitragen können.“ – „Mein Traum ist es jetzt, diese Biene zu einem Symbol des Umweltschutzes in diesem Teil Indonesiens zu machen“, sagte der Fotograf.


    Empfehlung der Redaktion: Ton abstellen, auf der Tonspur kommen keine Informationen und die Musik nervt.

    Links:

    Spiegel online: Die größte Biene der Welt lebt doch noch

    Earther-tv: World’s Biggest Bee, Once Thought Extinct, Has Been Found Alive

    Vielen Dank an Lino für die Meldung