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  • Mögliche Sichtung des Taiwan-Nebelparders

    Der NebelparderNeofelis nebulosa ist eine mittelgroße Katzenart, die sich durch einige Besonderheiten von anderen Katzen unterscheidet. So ist sie unter allen Katzen vermutlich am besten auf das Leben auf Bäumen angepasst. Die Tatzen sind ungewöhnlich groß und tragen relativ lange Krallen. Der Kopf ist flach und lang und die Eckzähne sind relativ die längsten aller Katzen.
    Nebelparder erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 60 bis 100 cm und wiegen ausgewachsen zwischen 16 und 23 kg. Bemerkenswert ist seine Fellfärbung, die im Licht- und Schattenspiel des Waldes eine nahezu perfekte Tarnung darstellt.

    Nebelparder-Portrait
    Portrait eines Festland-Nebelparders aus dem Duisburger Zoo

    In Asien verbreitet

    Die ursprüngliche Verbreitung des Nebelparders ist eng an die ostasiatischen Regenwälder gebunden. Im Westen beginnt sie an den Südhängen des Himalayas, erstreckt sich über die hinterindische Halbinsel über Bangladesh und Thailand bis nach Vietnam im Süden. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt etwa in der Mitte Chinas. Bemerkenswert ist, dass die beiden großen Inseln Hainan und Taiwan zum Verbreitungsgebiet der Katze dazu gehören. Auf Sumatra und Borneo ersetzt der Sunda-NebelparderNeofelis diardi den Festland-Nebelparder. Die Wissenschaft hat sie erst 2006 als eigene Art anerkannt.

    Nebelparder auf Taiwan: ausgestorben

    Die Nebelparder auf Taiwan galten lange Zeit als Unterart des „Gemeinen Nebelparders“ und alsNeofelis nebulosa brachyurabezeichnet. Der Unterart-Name bezieht sich auf den relativ kurzen Schwanz dieser insgesamt kleineren Form. Wissenschaftler diskutieren regelmäßig, ob es sich bei dieser Form um eine eigene Art handelt bzw. gehandelt hat. Sie gilt als ausgestorben: Die letzte offizielle Beobachtung stammt aus dem Jahr 1983. Die IUCN hat ihn 1996 für ausgestorben erklärt, Taiwan hingegen erst 2013.


    Lage des Darren Township im südlichen Gebirge Taiwans, hier haben Streifen den Nebelparder gesichtet

    Ausgestorben?

    1998 haben Jäger aus dem Stamm der Bunun angeblich einen Taiwan-Nebelparder erlegt. Sie verbrannten den Körper aber, weil sie Angst hatten, belangt zu werden. Dieser Hinweis ist weitgehend unbekannt geblieben.

    Nun meldeten die Taiwan News am 23.02.2019 mehrere Sichtungen von Tieren, die für Taiwan-Nebelparder gehalten wurden. Die Paiwan-Gemeinschaft gehört zu den indigenen Völkern Taiwans. Sie leben im Zentralgebirge bis zur Südspitze der Insel. Um ihr Gebiet zu schützen, senden sie regelmäßig Streifen auch durch die Bergwälder. Einige dieser Streifen konnten im letzten Jahr in der Nähe des Daren Township im Landkreis Taitung Tiere beobachten, die sie für Taiwan-Nebelparder hielten. Ihr Sprecher macht sich für die Erforschung der Sichtungen stark.

    Hier ist in Zukunft einiges zu erwarten.

    Links

    Taiwan News: ‚Extinct‘ Formosan clouded leopard spotted in E. Taiwan

    Nextshark: Rare Leopard Thought ‘Extinct’ Spotted in Taiwan’s Wilderness After 36 Years


  • Größte Biene der Welt wieder entdeckt

    Die größte Biene der Welt war die Wallace RiesenbieneMegachile pluto. Schwarz und etwa 4 cm lang erschien sie so etwas wie der Albtraum eines Insekten-Phobikers. Doch sie kam nur auf den indonesischen Inseln der nördlichen Molukken. Außerdem galt sie seit 1981 als ausgestorben.

    "AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT"
    Dieses Foto wurde von der Global Wildlife Conservation am 21. Februar 2019 angeboten. Es zeigt den Entomologen und Bienenexperten Ely Wyman mit dem ersten entdeckten Exemplar der Wallace Riesenbiene (Megachile pluto) auf einer indonesischen Insel der Nordmolukken.
    „AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT“

    Von Wallace entdeckt und beschrieben

    Alfred Russel Wallace, ein britischer Naturforscher sammelte ein einziges Exemplar der Biene 1859 im nördlichen Bereich der Molukken. Er beschrieb sie als „großes, schwarzes wespenähnliches Insekt mit gewaltigen Kiefern wie ein Hirschkäfer“. Danach verschwand die Megachile pluto für über 100 Jahre und wurde von keinem Wissenschaftler mehr registriert. 1981 untersuchte der Entomologe Adam Messer ihr Verhalten auf einer Reihe kleiner Inseln: Bacab, Halmahera und Tidore. Weitere Angaben sind widersprüchlich, nach seinem eigenen Bericht sind die Tiere den Einheimischen nicht bekannt gewesen. Er überlieferte dennoch den Namen „Raja ofu“: König der Bienen.

    Fotograf Clay Bolt fotografiert die größte Biene der Welt
    Die größte Biene der Welt an ihrem Nest. Nester werden nur von wenigen Weibchen genutzt, um dort Eier abzulegen.
    „AFP PHOTO / GLOBAL WILDLIFE CONSERVATION / CLAY BOLT“

    Die Weibchen sind tiefschwarz gefärbt und haben eine Gesamtlänge von bis zu 39 mm. Die Flügelspannweite kann 63 mm betragen. Auffällig sind die schon von Wallace beschriebenen Mandibeln („Zangen“), die drei Zähne tragen. Der Brustbereich und Hinterleib sind mit kurzen, schwarzen Haaren Bedeckt, am vorderen Hinterleib tragen sie eine dünne, helle Binde. Männchen bleiben deutlich kleiner und erreichen nur 18 bis 23 mm.

    Seit 1981 hat niemand mehr von einem Zusammentreffen mit der Riesenbiene berichtet. Sie galt als ausgestorben.

    Ist die größte Biene der Welt doch nicht ausgestorben?

    „Galt“, denn nun ist sie wieder entdeckt worden. Die Wiederentdeckung war kein Zufall. Clay Bolt, ein bekannter Naturfotograf und Bienenspezialist dokumentierte die Biene im letzten Monat. Dem Fund gingen Jahre harter Arbeit und Planung von Bolt voraus: Zusammen mit dem Bienenspezialisten Eli Wyman von der Princeton University planten sie die Suche nach Megachile pluto: „Wir wussten nicht, wo wir anfangen sollten, zu suchen“, sagte Bolt dem online-Magazin „Earther“. Über die Wallace-Riesenbiene ist nur sehr wenig bekannt, schon die Suche nach geeigneten Lebensräumen gestaltete sich schwierig.“


    Lage der nördlichen Molukken, die Insel Bacab ist markiert.

    Als dann Anfang 2018 ein Exemplar der Riesenbiene für 9000 US$ bei ebay versteigert wurde, bekam die Suche Dringlichkeit. „Wir entschieden, dass wir dahin fahren mussten“, sagte Bolt. „Erstens um sie in der Wildnis zu sehen, um sie zu dokumentieren, aber auch um die vor Ort Kontakte zu knüpfen, die zum Schutz der Biene beitragen können.“ – „Mein Traum ist es jetzt, diese Biene zu einem Symbol des Umweltschutzes in diesem Teil Indonesiens zu machen“, sagte der Fotograf.


    Empfehlung der Redaktion: Ton abstellen, auf der Tonspur kommen keine Informationen und die Musik nervt.

    Links:

    Spiegel online: Die größte Biene der Welt lebt doch noch

    Earther-tv: World’s Biggest Bee, Once Thought Extinct, Has Been Found Alive

    Vielen Dank an Lino für die Meldung