In Australien wurden in den letzten Tagen vier Menschen teils schwer durch Haiangriffe verletzt.
Der erste Haiangriff ereignete sich am Sonntag (18.01.2026) gegen 16:20 Uhr am Shark Beach in der Bucht von Sydney. Opfer war ein zwölfjähriger Junge, der von einer 6 m hohen Klippe ins Wasser sprang und dort von einem Hai offenbar mehrfach gebissen wurde. Er überlebte nur, weil Freunde ihn schnell aus dem Wasser zogen. Medien berichten, dass ihm mit Aderpressen an beiden Beinen geholfen werden musste. Nach Meinung der Polizei war hier vermutlich mindestens ein Bullenhai beteiligt. Der Junge ist in einem kritischen Zustand im Randwick Kinderkrankenhaus. Auf einem Spendenportal wurden etwa 130.000 A$ für ihn gesammelt.

Direkt am nächsten Tag, Montag, den 19.01.2026 kam es direkt zu zwei Unglücksfällen. Ein elfjähriger Junge wurde vor dem Strand von Dee Why (ca. 8,5 km nördlich der Bucht von Sydney) beim Surfen von einem Hai angegriffen. Der Hai biss in sein Surfbrett, der Junge blieb zum Glück fast unverletzt und wurde nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen. Auch hier geht man von einem Bullenhai aus.
Am Montagabend gegen 18:20 Uhr erfolgte der dritte Angriff. Diesmal am North Steyne Beach am berühmten Surfspot Manly, einem der Stadtstrände von Sydney am offenen Pazifik. Ein Surfer wurde von einem Hai ins Bein gebissen, Passanten zogen ihn an Land. Der (nach unterschiedlichen Medienberichten 25- oder 27jährige) Mann wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, Medien sprechen von „lebensverändernden Verletzungen“. Auch hier wird von einem Biss ins Bein berichtet.
Der vierte Angriff erfolgte am Dienstagmorgen, jedoch bei Point Plomer, 460 km nördlich von Sydney. Auch hier war das Opfer ein Surfer, der glücklicherweise nur leichte Verletzungen davon trug.

Weitere Haiangriffe befürchtet
An der Ostküste hatte es in den vergangenen Tagen stark geregnet, die küstennahen Flüsse und Bäche sind angeschwollen und spülen große Mengen Nährstoffe ins Meer. Dies lockt kleinere und größere Fische an, denen Haie, oft die gefürchteten Bullenhaie folgen. In Australien ist diese Situation bekannt, Experten raten davon ab, dann ins Meer zu gehen. Die Strände sind gesperrt. So lange die Küstengewässer noch durch Sedimente getrübt sind, können sich die Bullenhaie dort noch aufhalten, so dass weitere Angriffe zu befürchten sind.
Für die nächsten Tage werden hohe Temperaturen vorher gesagt, so dass der sowieso populäre Wassersport viele Australier ins Wasser ziehen wird, egal ob die Strände gesperrt sind. Eine ungute Kombination.

Quellen:
msn Sydney by Tiffanie Turnbull am 20.01.26
msn by Hilary Whiteman am 20.01.26
Weiteres folgt!
