Haie

Fische aus der Klasse der Knorpelfische. Derzeit sind etwa 500 Arten Haie beschrieben, die zwischen etwa 20 cm und über 12 m erreichen können. Die meisten Arten fressen Fische und andere relativ große Tiere, so dass sie als Raubfische bezeichnet werden. Einige wenige Arten ernähren sich überwiegend von Plankton, von zwei Arten ist eine teilweise vegetarische Ernährung bekannt.
Haie sind vor allem Bewohner der Meere, nur wenige Arten dringen ins Süßwasser vor, und noch weniger können dort dauerhaft überleben. Sie kommen in allen Meeren vor.

Junger Tigerhai
Juveniler Tigerhai, Foto von Albert Kok

Als Knorpelfische unterscheiden sich Haie von den wesentlich häufigeren Knochenfischen in vielen Merkmalen (siehe auch: Knorpelfische). Unter anderem haben sie keine Schwimmblase und das Skelett besteht aus Knorpel. Die Flossen erscheinen wegen der speziellen Haihaut nicht durchscheinend. Ein wichtiges Merkmal sind die fünf bis sieben Kiemenspalten, aus denen eingeatmetes Wasser wieder austritt.

Etwa die Hälfte aller Haiarten erreicht höchstens 1 m Länge, nur 20% der Arten kann über 2 m heranwachsen. Die größten rezenten Haie sind der Walhai mit knapp 14 m und der Riesenhai mit etwa 9 m Gesamtlänge. Sie stellen auch die größten lebenden Fische. Als größter Hai der Erdgeschichte gilt der Megalodon (Otodus megalodon), der vermutlich 14 bis 20 m erreichte und Wale jagte.


Bereits im Erdzeitalter Devon (vor etwa 400 bis 350 Millionen Jahren) tauchten die ersten haiähnlichen Fische auf. In den folgenden Zeitaltern entwickelten sie eine große Formenvielfalt. Aus diesen Zeiten hat aber nur die Gruppe der Neoselachii überlebt, die im unteren Jura entstanden ist.

Fossile Haizähne werden sehr regelmäßig gefunden und sind bei Sammlern begehrte Objekte. Aufgrund der Vielzahl fossiler Haie und ihrer unterschiedlichen Lebensweise gibt es auch eine Vielzahl von Zahnformen- und Größen.