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Ye Yo

Yeti

VonTobias Möser

Mrz 10, 2020

Der Yeti ist eines der bekanntesten Kryptide. Der Ursprung der Erzählungen um den Yeti stammt aus Tibet und dem nördlichen Himalaya. Die Einheimischen beschreiben ihn als menschenähnlich, behaart und mindestens zeitweise zweibeinig laufend.

 

Wir haben Anfang 2019 von angeblichen Yeti-Spuren berichtet, die die Indische Armee entdeckt haben will.

Äußeres

Schneemensch
Fantasievolle Darstellung eines zweibeinigen Hominiden mit hellem Fell.

Üblicherweise wird der Yeti als zwischen 1,6 und selten mehr als 2 m groß beschrieben. Seine Fußabdrücke sollen bis zu 43 cm Länge erreichen. Die Völker der Lepcha und Tibeter beschreiben ihn als affenartiges Tier, nicht als wilden Menschen. Fußabdrücke wurden im Schnee in Höhen von 5000 bis 7000 m gefunden und konnten in einigen Fällen über lange Strecken verfolgt werden.

Interpretation

Zahlreiche Zoologen und der hervorragende Kenner der Region, Bergsteiger Reinhold Messner meinen, dass es sich beim Yeti um den Tibetischen Braunbär (Ursus arctos pruinosus) oder den Kragenbär (Ursus thibetanus) handelt. In einigen Himalaya-Sprachen steht das Wort Yeti für Bär. Dies konnte auch der Japaner Makoto Mebuka 2003 bestätigen.

Eine Minderheitenmeinung vertreten Kryptozoologen um Ivan T. Sanderson und George Agogino, die im Yeti Angehörige einer Reliktpopulation einer noch unbekannten Hominidenart sehen.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Wie es in der Kryptozoologie eigentlich üblich sein sollte, ist der Yeti tatsächlich sowohl aus der sprach- und völkerkundlichen Seite, wie auch durch die Naturwissenschaften untersucht worden. Die sprach- und völkerkundlichen Untersuchungen von Messner und Mebuka interpretieren den Yeti eindeutig als Bär.

Genetiker untersuchten 37 angeblich vom Yeti stammende Proben aus dem Himalaya und Tibet. Die Studie wurde 2014 in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht. Es gab Hinweise auf eine möglicherweise noch lebende, unbekannte Großbärenart im Himalaya, aber keine Hinweise auf Primaten. Eine weitere Studie mit neun angeblichen Yeti-Proben aus dem selben Gebiet brachte ein ähnliches Ergebnis: acht Proben konnten drei Bärenarten zugeordnet werden, eine stammte von einem Hund.

Anmerkung

In der Rechtsesotherik wird der Yeti oft als „Schneemensch“ bezeichnet, der als nordischer Archaetypus der „Urahn der Germanischen Völker“ sein soll. Wir (die Redaktion dieser Seite)  distanzieren uns ausdrücklich von diesem Unsinn!

Literatur

Reinhold Messner: Yeti – Legende und Wirklichkeit

Von Tobias Möser

Tobias Möser hat Biologie, Geologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. Schon als Kind war er vor allem an großen Tieren, Dinosauriern, später Walen interessiert. Mit der Kryptozoologie kam er erst 2003 in näheren Kontakt. Seit dieser Zeit hat er sich vor allem mit den Wasserbewohnern und dem nordamerikanischen Sasquatch befasst. Sein heutiger Schwerpunkt ist neben der Entstehung und Tradierung von Legenden immer noch die Entdeckung „neuer“, unbekannter Arten. 2019 hat er diese Website aufgebaut und leitet seit dem die Redaktion.