Kaktus-KatzeKaktuskatzen
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Die Kaktuskatze

Cactifelinus inebrius

 

Wie viele Menschen haben wohl schon von der besonderen Katze, der Kaktuskatze gehört? Tauende Menschen verbringen ihre Winter im großen Südwesten, dem Land der Wüste und Berge, der fruchtbaren Täler, des Sonnenscheins, den Ruinen der alten Klippenbewohner und den Tälern der Pueblos, Navajos und Apachen. Es ist jedoch zweifelhaft, ob diese Menschen jemals von einer Kaktuskatze gehört haben. Auch nicht, dass diese Katze zwischen Cholla und Palo Verde Sport treibt. Nur ganz alte Menschen kennen das Wesen und seine seltsamen Gewohnheiten.

 

Kaktus-Katze
Kaktuskatzen im Mondlicht

 

Wie der Name Kaktuskatze schon verrät, lebt die Kaktuskatze in den großen Kaktusgebieten. Sie wurde häufig zwischen Prescott und Tucson, im unteren Tal des Yaqui im alten Mexiko und in den mit Cholla bedeckten Hügeln von Yucatan gesichtet.

 

Die Katuskatze soll ein dorniges Fell besitzen, wobei die Dornen besonders lang und steif an den Ohren sind. Auf den Unterarmen dieses Wesens befinden sich scharfe Knochenblätter. Mit den besagten Klingen kann die Kreatur riesige Kaktusbäume aufschneiden, wodurch der Saft aus ihnen ausströmt. Die Katze macht dies systematisch, indem sie kreisförmig die umstehenden Kaktusbäume aufschneidet. Dies geschieht über mehrere Nächte.

 

Während die Kaktuskatze sich um die weiteren Kaktusbäume kümmert, hat sich der Saft des ersten Kaktus zu einer Art Mescal vergoren, diese ist sehr süß und hat eine berauschende Wirkung. Das durstige Wesen trinkt diese gierig. Im Mondlicht kann man dann sehen wie die Kaktuskatze seine knochigen Unterarme übereinander kratzt, vor Freude schreit und sich davon macht.

 


Die

„Kreaturen der Holzfäller“

 

Holzfäller
US-Holzfäller um 1900: Burschen wie sie haben William Cox ihre Geschichten erzählt

stammen aus einer Zeit, in der die Wildnis Nordamerikas weitgehend unbekannt war. Nach den Waldläufern, Trappern und Goldsuchern kamen die Holzfäller in die Wälder. Es waren oft harte Kerle, die gerne auch ein gewisses Mythos um sich, ihre Arbeit und die gewaltigen Wälder des Kontinentes woben.

 

Die „Kreaturen der Holzfäller“ entstanden aus diesem selbst geschaffenen Mythos einer gefährlichen Arbeit, Lagerfeuerromantik und der Eintönigkeit in den großen Wäldern. Forstinspektor William T. Cox, Henry H. Tyron und andere haben diese als Lumberjack Folklore alle gesammelt und mit einem Augenzwinkern aufgezeichnet. Mittlerweile kennt man mehr als 250 dieser Kreaturen, jedoch erscheinen die ältesten auch als fantasievollste.

 

Wir bringen regelmäßig Freitags einer dieser Kreaturen kurzfristigen Internet-Ruhm.

 


Literatur:

Cox, William T.: Fearsome Creatures of the Lumberwoods; Press of Judd & Detweiler Inc.; Washington D.C.; 1910 mit Illustrationen von Coert Du Bois

Tyron, Henry H. (1939): Fearsome Critters, illustrated by Margret Ramsey Tyron, The Idlewild Press, Cornwall, NY:

 

Von Suzan Reinert

Suzan Reinert studiert Frühpädagogik in Soest. Sie engagiert sich seit 2019 in der Kryptozoologie und interessiert sich vor allem für mythische und nicht greifbare Aspekte der Disziplin. Als Mitarbeiterin der Redaktion befasst sie sich hauptsächlich mit der Überführung von Texten aus dem Englischsprachigen und Hintergrundaufgaben.