Unser Jahrbuch: die zweite Auflage

Nachdem die erste Auflage des Jahrbuches für Kryptozoologie 2020 unerwartet schnell verkauft war, hat der Arbeitskreis „Jahrbuch“ um Natale Guido Cincinnati eine zweite Auflage ins Rennen geschickt.

Corona-bedingt konnten die Bücher erst mit etwas Verzögerung ausgeliefert werden. Am letzten Wochenende wurden alle Vorbestellungen verschickt, bis heute sollte auch die letzte Vorbestellung beim Empfänger eingetroffen sein.

Unboxing Jahrbuch Kryptozoologie
Unboxing ist immer schön, vor allem, wenn dann das selbst erstellte Buch aus der Kiste kommt: Die Jahrbücher 2020 sind da und sofort verfügbar. Foto: N.G. Cincinnati

Es gibt einige kleine Änderungen zur Erstausgabe, unter anderem hat uns die Druckerei versichert, einen besseren Kleber zu verwenden. Die Bindung der ersten Exemplare hat sich teilweise aufgelöst, Leser hatten einzelne Seiten in der Hand. Das Problem ist jetzt gelöst. Ein paar weitere Änderungen im Satz gibt es, aber inhaltlich ist alles gleich geblieben:

 

  • Peter Ehret & Ulrich Magin: Riesenschlangen in Spanien
  • Markus Bühler: Ein bizarrer Hybride aus Narwal und Beluga. Die Rekonstruktion des vielleicht merkwürdigsten Wals der Welt
  • André Kramer: Der „Bauernschreck“ in der Steiermark. Ein früher Fall der Alien-Big-Cat in Mitteleuropa?
  • Javier Resines: Menschenfressende Bäume. Expeditionen ins Unbekannte im 19. und 20. Jahrhundert
  • Hartmut Schmied: Inspiration Meeresforschung. Mein Weg zur Kryptozoologie
  • Ulrich Magin: Lake Monsters of Central and northern South America
  • Michel Meurger: Tabaksüchtige Riesen. Das Missgeschick des Holzfällers Albert Ostmann – Erlebnisbericht oder Erzählmotiv?
  • Joerg Hensiek: Leben die „Wilden Banditen“ noch? Der chinesische Wildmensch in „China Caravans“ von Robert Easton und Fred Meyer Schroder
  • Sergio Abram: Der Luchs Lynx lynx (L., 1758) in Trentino-Südtirol, Italien. Sichtungen von 1954 bis 2008
  • André Kramer: Ralf – ein Chupacabras im Schafspelz
  • Frank Brandstätter: Beutelwölfe im Kino
  • Michel Raynal: Über eine nicht auffindbare Zeichnung vom Stollenwurm im Schweizer Almanach Alpenrosen (1841)
  • Sergio Abram: Der Marderhund Nyctereutes procyonoides (Gray, 1834) in Trentino-Südtirol und Italien. Sichtungen 1985 bis 2019
  • Frank Brandstätter: „Der Stab des Mose“ – Entlarvung eines Wunders
  • Natale Guido Cincinnati: Eine Riesenschlange in Wiener Bronze
  • André Kramer: Wenn Füchse Schuhe klauen
  • Michael F. Carrico: They Exist
  • Natale Guido Cincinnati: Fotografie eines hundeartigen Tieres in Hannover
  • Hans-Jörg Vogel: Auf der Suche nach dem Seemonster im albanischen Prespa-See

 

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Jahrbuch für Kryptozoologie

Im Jahrbuch für Kryptozoologie sammeln die Herausgeber aus dem Netzwerk für Kryptozoologie (NfK) Ereignisse aus der Kryptozoologie, die noch nicht oder nur auszugsweise publiziert wurden.
Die Anthologie ist am 05.09.2020 erschienen, hat 240 Seiten und ist nur über das Netzwerk für Kryptozoologie erhältlich. Es kostet € 12,90, zuzüglich Versand.

 

Das Jahrbuch kann über diesen Link direkt bestellt werden

 

Auszug aus der Besprechung des Jahrbuches:

Handwerklich gute Mikro-Kryptozoologie

Die beiden Artikel von Sergio Abram klingen erst einmal wenig spannend. Out-of-Place-Sichtungen des Marderhundes in Südtirol, Luchs-Sichtungen im selben Gebiet, zu einer Zeit, in der die elegante Katze als ausgestorben galt. Beide Artikel stellen handwerklich gut gemachte Beiträge zur Mikro-Kryptozoologie dar, nicht spektakulär, aber lesenswert und wird seinen Wert behalten.

Kein Deut schlechter: Markus Bühler’s Makro-Kryptozoologie

Ähnlich solide wie Sergio Abram ist Markus Bühler vorgegangen, als er seine Annäherung und Rekonstruktion des seltsamsten Wales der Meere beschreibt. Minutiös und exakt beschreibt er die Details des einzigen erhaltenen Schädels eines Narluga-Wales, eines Hybriden zwischen Beluga und Narwal. Mehr noch: er legt sich durch seine Bilder, von denen eines auf dem Titelbild zu sehen ist, auch in unsichereren Bereichen fest.

Kaum zu belegen: Menschenfressende Pflanzen

Zuletzt bin ich bei Javier Resines Artikel über große Carnivoren unter den Pflanzen gelandet. Resines sammelt hier eher anekdotenhafte Berichte, also handelt es sich hier um eine reine Literaturarbeit. Hier greift die strikte Hand des Lektorates: der Autor ist gezwungen, jede Behauptung anhand der Literatur zu belegen. Leider zeigt sich dennoch ein Muster, das typisch für kryptobiologische Expeditionen sind: Die Orte sind nur ungenau überliefert, die Landschaft und Beobachter wirken wie aus der Feder von H. P. Lovecaft. Das gesammelte Material oder gar ganze Expeditionen gehen verloren. Dieser Artikel ist als Sammlung der bekannten Literatur und Anreiz für weitere Forschung zu sehen. Mal sehen, was hier die Zukunft bringt.

 

 

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für einen Kryptozoologen oder sonstigen Grenzwissenschaftler braucht, ist hier gut aufgehoben. Wer das Buch selber geschenkt bekommen möchte, sollte so langsam den Hinweis an seine Lieben fallen lassen.

Wir bemühen uns, alle Bestellungen so schnell wie möglich auszuliefern, aber wir sind kein Profi-Versand und jeder hat noch einen Full-Time-Job nebenher, daher: gebt uns etwas Zeit und bestellt rechtzeitig.

 

Übrigens: Seit gestern ist es offiziell: der zweite Band, das „Jahrbuch für Kryptozoologie“ 2021 ist im Entstehen! Noch gibt’s die Möglichkeit, hier entscheidend mit zu gestalten.




Kryptozoologische Presseschau 43/2020

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Alles Gute zum ersten Advent und einen schönen Sonntag!

Geschichtsträchtige Zeiten

Im achatenen Reich auf Terry Pratchett’s Scheibenwelt gibt es einen Fluch, der lautet „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“

Keine Frage, das Jahr 2020 wird als interessantes Jahr in die Geschichte eingehen. Wie 1989, aber unter völlig anderen Umständen. Dieses und vermutlich nächstes Jahr wird so viel anders in unserem Leben sein, dass wir Dinge für selbstverständlich erachten, die wir vor einem Jahr kaum akzeptiert hätten. In japanischen Kulturkreis ist es üblich, bei Erkältung einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, um andere nicht anzustecken. Hier war das vor einem Jahr die absolute Ausnahme. Heute wundert man sich bei älteren Fernsehaufnahmen, wieso die Leute keinen MNS tragen.

 

Je länger die Diskussion um Corona geht, um so mehr merkt man, dass die Vorgänge um Corona-Infektionen für viele Menschen zu komplex sind. Spätestens, wenn es um die innerzellulären Vorgänge um Virus-RNA und mRNA aus den anstehenden Impfstoffen geht, klinken viele aus und versuchen, die Sache zu vereinfachen. Leider oft falsch, so kursiert das Gerücht, die RNA aus den Impfstoffen würde die DNA der Zellen verändern.

Wenn man feststellt „das ist mir zu kompliziert“, macht man mal eben an der „Youtube-Universität“ den persönlichen Abschluss in „gefühlter Virologie“ und ist selbst Experte. Anstatt den Leuten zu folgen, die sich wirklich auskennen, macht man sich die eigene Welt schön (einfach). Wäre das nicht so traurig, könnte man fast darüber lachen. Die Krönung der ganzen Sache ist ja, dass ausgerechnet die Partei der Corona-Leugner dieses Wochenende einen Parteitag mit voller Deligiertenzahl als Superspreading- äh.. Präsenzveranstaltung durchzieht. Das örtliche Gesundheitsamt hat die Veranstaltung mit der Begründung des „größeren öffentlichen Interesses“ genehmigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

und kryptozoologische Ereignisse

Kryptozoologisch haben wir echt interessante 14 Tage hinter uns. Mindestens drei Themen sind in den Focus gerückt. In Griechenland ist ein mysteriöser Kadaver angeschwemmt worden, der große Ähnlichkeit mit dem Montauk-Monster hat. In England hat eine Überwachungskamera eine Katze in einem historischen Marktgebäude gefilmt. „Der Beweis für British Big Cats“ jubeln schon einige Sofa-Kryptozoologen im Internet. Ob es wirklich so ist, wird sich noch erweisen. Wir sind noch nicht überzeugt.
Überzeugter hingegen sind wir von der dritten Sache: Neil Gemmell’s Verfahren der eDNA-Untersuchung wird nun tatsächlich ein weiteres Mal kryptozoologisch genutzt. Eine australische Firma hat die Methode kommerzialisiert und bietet Kits an, mit denen einfach das Biom eines Biotops erfasst werden kann. Dabei plant sie auch, einen Marker für Beutelwolf-DNA einzubauen. Wer weiß, was man in Tasmanien so alles findet..?

 

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

 

Eurer / Ihr

 

Tobias Möser

 

PS: wenn eure Lieben noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für kryptozoologisch interessierte sind, ein paar Ideen haben wir. Wenn sie über unseren Link kaufen, tun sie uns dann auch noch etwas Gutes.

 

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gelebte Kryptozoologie – heißt aber anders

Im Reich der Inseln: Meine Suche nach unentdeckten Arten und andere Abenteuer im Südpazifik ist 2013 bei S. Fischer erschienen und hat gebundene 272 Seiten.

 

Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt Ihr den Betrieb dieser Website.

Die Meldungen im Einzelnen

Mal wieder ein seltsamer Kadaver

Foto des Kreta-Kadavers
Fotos des Kreta-Kadavers (Credit: Newsflash)

Am Strand der griechischen Insel Kreta wurde ein ungewöhnlich aussehender Kadaver angspült, der auf den ersten Blick große Ähnlichkeit mit dem Montauk-Monster hat. Unser Autor Markus Bühler hat sich der Sache angenommen und schreibt hierzu:

 

„Endlich mal wieder ein „mysteriöser“ Kadaver. Ich habe mich schon gefragt wann endlich mal wieder einer in den Medien auftaucht, dieses mal aus Griechenland. Man kann ihn ziemlich einfach identifizieren. Man muss natürlich in Betracht ziehen dass Kadaver von Säugetieren die einige Zeit im Wasser treiben oft das Fell verlieren und auch etwas aufblähen. Anhand der kompakten Körperform, den kleinen seitlich am breiten Kopf liegenden Ohren, den plantigraden Füßen und vor allem den ganz typischen massiven aber sehr geraden Krallen kann man den Kadaver eindeutig als Dachs identifizieren, zumal Dachse in Griechenland auch vielfach nicht gerade selten sind.“

 

Zum Vergleich stellt er uns zwei Bilder aus seinem Archiv zur Verfügung:

 

Dachs-Krallen
Zum Vergleich mal die langen Krallen eines Dachses (Foto: Markus Bühler)

Dachs-Modell
Sehr gut für Vergleiche von haarlosen Tieren sind hier auch oft Polyurethan-Modelle die in der Taxidermie verwendet werden, hier natürlich ein Dachs. (Fund: Markus Bühler)

 

Natürlich weiß TheSun bescheid, aber auch bei News.de hats für Schlagzeilen gesorgt.


British Big Cat auf einer Überwachungskamera – mitten in der Stadt

In der Piece Hall, einem ehemaligen Tuchhändler-Markt in der nordenglischen Stadt Halifax hat eine Überwachungskamera eine möglicherweise große Katze gefilmt. Das Tier kommt aus einem Zugang, kreuzt eine Säulenarkade und verschwindet wieder. In der Säulenarkade wurde die Katze von einer Überwachungskamera erfasst.

BBC
Überwachungskamera-Bild der mutmaßlichen Großkatze in der Piece Hall in Halifax UK

Wir, die Redaktion äußern im Vorfeld leise Skepsis, ob die Bilder echt sind. Wie zur Bestätigung bekamen wir gestern (28.11.) neue Bilder von Überwachungskameras der Stadt, die die Katze ebenfalls zeigen sollen.

Um die Sache zu bestätigen oder zu falsifizieren haben wir Kontakt mit der Verwaltung der Piece Hall aufgenommen. Leider kann die wegen Corona nicht so schnell reagiere wie üblich. Wir harren der Dinge, die da kommen und liefern euch eine vollständige Analyse, sobald wir etwas hören.

 

Quelle: Halifax Courier


Schmetterlingsflügel schlucken Ultraschall

Als die Fledertiere fliegen lernten, nahmen sie die Ultraschallortung mit in die Luft. So konnten sie ihre Beutetiere einfach orten und fangen. Doch einige unbeugsame Schmetterlinge waren damit nicht einverstanden und ein Millionen Jahre langes evolutionäres Wettrennen nahm seinen Anfang.

Vergleich im Ultraschallbild
links: optisches Bild des Schmetterlings, rechts das Ultraschallbild, das eine Fledermaus „sehen“ würde. Oben der im Text angesprochene Antheraea pernyi, unten Graphidium agamemnon als Beispiel für einen nicht getarnten Schmetterling. Foto: Marc Holderied & Thomas Neil

Heute sieht es so aus, dass die Flügel des Nachtschmetterlings Antheraea pernyi Ultraschall schlucken, so dass Fledermäuse sie schwerer orten können. Forscher der Uni in Bristol haben die Flügel dieses Tieres untersucht und dabei ein Material zur Oberflächen-Dämmung gefunden. Es absorbiert den Ruf der Fledermäuse und macht sie so deutlich schwerer zu orten. Es handelt sich dabei um einen „Resonant Absorber“, eine dünne Reihe von Schuppen, die auf den Flügeln liegt, leicht genug um zu fliegen und schwer genug, um den Schall zu schlucken.

 

Bisher kannte man Schall-absorbierende Oberflächen nur von den Körpern von Nachtschmetterlingen, jedoch nicht von den Flügeln.

 

Quelle: PNAS https://doi.org/10.1073/pnas.2014531117


Abnormale Zahl von Finnwalen strandet an Frankreichs Küsten

Die französischen Behörden und Walschützer registrieren, wie in den meisten anderen Ländern auch, gestrandete Wale. Das passiert aus unterschiedlichen Gründen, u.a. zur Gesundheitskontrolle, Artennachweis, Feststellung der Todesursache, aber auch um solche Kadaver auf geeignetem Weg zu entsorgen.

Finnwal bläst
Finnwal der atlantischen Population (CC 2.0 by Aqqa Rosing-Asvid)

In diesem Jahr stellen unsere Nachbarn eine unnormal hohe Zahl von gestrandeten Finnwalen fest. Üblicherweise landen im Jahr drei bis zehn Finnwale an den Stränden des Landes. Im Oktober und November 2020 wurden mindestens sechs Finnwale angeschwemmt. Alle waren unterernährt und zeigten Blutungen im Herzen oder der Lunge.

Willy Dabin, Forscher am Pelagis Beobachtungszentrum hat einen Finnwal obduziert, der am 13.11. bei Saint-Hilaire-de-Riez tot gestrandet war. Das Tier maß beinahe 16 m und wog geschätzte 10 t. „Wir haben hier beinahe so etwas wie eine Epidemie, oder eine unnormale Zunahme von Todesfällen“, sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Frage im Hintergrund ist: Hat der Mensch diese Todesfälle verursacht? Entweder durch seinen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Nahrung oder durch Umweltverschmutzung, die die Wale anfälliger für Krankheiten machen kann.


Firma entwickelt Detektor für Beutelwolf-DNA

Die Fähigkeiten, ein Lebewesen (nicht) mittels Umwelt-DNA (eDNA, e = environmental) festzustellen, hat Prof. Neil Gemmell aus Neuseeland in Loch Ness ja eindrucksvoll bewiesen. Jetzt hat der Beutelwolf-Forscher Michael Moss zusammen mit der Firma EnviroDNA einen Kit entwickelt, mit dem er Beutelwolf-DNA in der Umwelt nachweisen kann. Hierzu wurden Teile der DNA-Sequenz eines konservierten Beutewolf-Jungtier/Embryos verwendet, den man vor einigen Jahren auch zum Klonen der Tiere vorgesehen hatte.

Zwei Beutelwölfe im Zoo

Wird Moss einen positiven Treffer finden, ist das ein sehr starker Hinweis auf die Weiterexistenz des Beutelwolfes bis in heutige Tage. Fehler können durch ähnliche Sequenzen von nahe verwandten Arten wie dem Beutelteufel oder dem Tüpfelbeutelmarder entstehen. Diese binden möglicherweise schwach an die Beutelwolf-Sequenzen und liefern ein falsch-positives Signal. Solche Signale lassen sich jedoch erkennen, wenn man entsprechende Sequenzen dieser Tiere einstellt.

Bisher konnten die Forscher den Test nur an Haaren konservierter Beutelwölfe ausprobieren, aber sie erwarten die Möglichkeit, in Zukunft ganze Proben zu analysieren. Ein positiver Nachweis bedeutet, dass ein Beutelwolf sicher da war, mit 90%iger Wahrscheinlichkeit in den letzten 30 Tagen.

Da der letzte Nachweis eines lebenden Beutelwolfes am 6. oder 7. September 1934 erfolgte, ist ein solcher Nachweis nahe am Beweis für das Überleben der Art bis heute.

 

Wir verfolgen die Sache interessiert weiter und berichten, sobald es etwas Neues gibt.


Neuseeland und die schwarzen Großkatzen

Die Gerüchte über große, schwarze Katzen auf der Südinsel Neuseelands halten sich seit vielen Jahrzehnten. Wie für viele Kryptide wird gelegentlich ein qualitativ schlechtes Foto verbreitet, so bleibt das Interesse bestehen. Mindestens seit den 1960ern sollen die Tiere dort herumstreunen.

Jesse Fearys schwarze Katze
Foto von Jesse Feary’s Jagdbeute. Foto: Jesse Feary

In der Presseschau 39/2020 berichteten wir von einem Jäger (Jesse Feary), der auf der Südinsel eine relativ große Katze erschossen hat. Unser Leser Kai Meissner (von hieraus noch einmal herzlichen Dank) hat das Bild von damals analysiert. Er identifizierte das Gewehr als modifiziertes Remington 700, das eine Schaftlänge von 32 inch hat. Dies entspricht etwa 81 cm, was auch etwa der Kopf-Rumpf-Länge des Katzenkörpers entspreche (Die Redaktion geht eher von 70 cm KRL aus). Damit wäre das erlegte Tier größer als eine europäische Wildkatze (KRL etwa 60 bis 65 cm) und im Bereich der Rohrkatzen (ca. 70 cm KRL).

 

Hinzu kommen immer wieder Berichte von „übel zerbissenen Schafen, verwundeten Kaninchen, Hasen und Vögeln“. Auf der Gegenseite steht das vollständige Fehlen von Fußabdrücken, Kratzstellen, Kot- und Haarresten.

 

Der Guardian hat sich der Geschichte angenommen und einen sehr schönen Bericht hierzu verfasst.

 

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Eine Einstiegsdroge?

Cryptozoology Anthology: Strange and Mysterious Creatures in Men’s Adventure Magazines ist 2015 in englischer Sprache erschienen. Die gebundene Ausgabe mit 328 Seiten und das Paperback mit 316 Seiten sind in Deutschland nur mit etwas Glück und dann für deutlich über € 20 (für’s Paperback) zu bekommen. Die Kindle-Ausgabe ist kostengünstiger.

Sicher ein Einstieg – aber keine Droge!

 

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Wie eine einzige Wespe ein Flugzeug zum Absturz bringen kann

Die Schlüssellochwespe Pachodynerus nasidens ist eine solitär lebende Art. Sie kommt in Mitte- und Südamerika, der Karibik und dem Süden der USA vor und hat sich seit einiger Zeit in Australien etabliert. Die Wespe baut gerne Nester in bereits vorhandene Hohlräume bestimmter Größe. Dabei stimmt offenbar die Öffnung des Pitot-Rohres bei Flugzeugen mit ihrer Wahl überein.

Dieses Rohr dient bei Flugzeugen zur Messung der Geschwindigkeit relativ zur umgebenden Luft. Das Messprinzip ist dabei denkbar einfach: Das Rohr ist nach vorne offen und ragt aus dem Rumpf des Flugzeuges nach vorne. Im Flugzeug biegt es nach unten und wird zu einem U, in dem eine Flüssigkeit steht. Wenn Wind in das Rohr bläst, entsteht in dem Rohr ein Staudruck, der die Flüssigkeit nach hinten drückt. Dies kann gemessen werden.

737
Pitot-Rohre am Cockpit einer Boeing 737

Baut aber nun eine Wespe ausgerechnet in diesem Rohr ihr Nest, liefert es Fehlinformationen. Die Arbeitsgruppe von Alan House aus Australien wies das nach. Von November 2013 bis April 2019 kam es alleine am Flughafen von Brisbane 26-mal zu „schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen“ mit den Wespen, vor allem im Pitot-Rohr.

 

Die Forscher platzierten zwischen Februar 2016 und April 2019 Modelle von unterschiedlichen Pitot-Rohren an mehreren Stellen auf dem Flughafen. Dabei wurde die Aktivität der Wespen beobachtet: 93-mal waren die Pitot-Rohre vollständig blockiert. „Wir hoffen, dass diese Forschung die Aufmerksamkeit auf ein wenig bekanntes, aber ernstes Problem für den Flugverkehr in tropischen und subtropischen Regionen lenken wird.“ schreiben sie am Ende ihrer Arbeit, die in den PLOS ONE veröffentlicht wurde.


Hirsch entwaffnet Jäger

Im Böhmerwald hat sich eine kaum zu glaubende Geschichte abgespielt. Eine Gruppe von Jägern war im Wald unterwegs, als ihr Hund einen Hirsch aufschreckte. Das Tier streifte einen der Jäger mit dem Geweih an der Schulter, zerriss dessen Ärmel und fädelte im Trageriemen des Gewehrs ein. So entkam der Hirsch und wurde etwa einen Kilometer entfernt mit der Waffe im Geweih gesichtet.

Rothirschbulle
Ein Rothirschbulle in einem Gehege.

Dem Jäger blieb nichts anderes übrig, als die Sache der Polizei zu melden. Die ruft einen eventuellen Finder auf, das Gewehr bei der nächsten Polizeidienststelle abzugeben.

Quelle: n-tv


Hausfriedensbruch durch Huhn

Die Henne und das Ei. Kein Problem für die Polizei in Herne, von der auch das Foto stammt.

Am Freitagvormittag rief ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einer Tagespflegeeinrichtung in Herne (Ruhrgebiet) bei der lokalen Polizei an: Ein herrenloser Hund habe sich dort breit gemacht und sei nicht mehr weg zu bekommen.
Vor Ort stellten die Beamten fest, dass es sich keineswegs um einen Vierbeiner, sondern um ein Huhn handelte. Offenbar war es bei dem Notruf zu Verständigungsproblemen gekommen.

Das Tier hatte sich in der Pflegeeinrichtung so wohl gefühlt, dass es sogar ein Ei legte. Da es sich nicht ausweisen konnte, nahm die Polizei es in Gewahrsam und brachte es in ein Tierheim. Das Ei verblieb in der Pflegeeinrichtung.

 

Quelle: WDR


Neu beschrieben:

  • Eine neue Spinnengattung mit zwei Arten, die eine Ameise mimiken: Sympolymnia wurde in Zoosystematics and Evolution erstbeschrieben. DOI: 10.3897/zse.96.55210
  • Eine Art der Brackwespen ist mit Microgaster godzilla beschrieben worden. Diese Art kommt aus Japan, ihre Larven parasitieren in Raupen. Wie beim großen Namenspatron kommt diese Art aus dem Wasser: Ihre Larven parasitieren ausschließlich in den aquatischen Raupen des Rüsselzünslers Elophila turbata. Journal of Hymenoptera Research. 79: 15-26. DOI: 10.3897/jhr.79.56162
  • Nomorhamphus aenigma heißt eine neu beschriebene Art der lebendgebärenden Halbschnabelhechte aus Sulawesi. Anders als andere Arten de Gattung fehlt dieser Art der „Halbschnabel“, der verlängerte Unterkiefer. Halbschnabelhechte sind seltene Aquarienfische, die meist nur Spezialisten bekannt sind, obwohl sie dankbare Pfleglinge sein können. Copeia 108(3), 522-531. DOI: 10.1643/CI-19-313
  • Eine bisher unbenannte Seenadel aus australischen Gewässern heißt Stigmatipora harastii. Die Art ist hell- bis tiefrot gefärbt und lebt in Assoziation mit Fingerschwämmen und roten Algen. ZooKeys. 994: 105-123. DOI: 10.3897/zookeys.994.57160
  • Eine neue Gattung gibt es bei den Baumfröschen. Rohanixalus lebt rings um die Andamanensee in Indien und Hinterindien. Typusart ist Rohanixalus vittatus (vorher: Ixalus vittatus) ist die Typusart, Bisher hat die Gattung sechs beschriebene und eine unbeschriebene Art. Zootaxa. 4878(1); 1–55. DOI: 10.11646/zootaxa.4878.1.1
  • Ebenfalls auf Bäumen leben die Greiffrösche der Familie Phyllomedusidae. Eine bisher als kryptitsche Art ist jetzt als Pithecopus gonzagai erstbeschrieben. European Journal of Taxonomy. 723(1), 108-134. DOI: 10.5852/ejt.2020.723.1147
  • Wissenschaftler haben eine Gruppe der Lidgeckos um Goniurosaurus yingdeensis neu definiert und dabei mit G. varius eine bisher unbekannte Art beschrieben. ZooKeys. 986: 127-155. DOI: 10.3897/zookeys.986.47989
  • Aus den Anden in Ecuador haben Wissenschaftler Macropholidus montanuccii beschrieben. Diese Eidechse gehört in die artenreiche Gruppe der Zwergtejus. South American J. of Herpetology. 18(1); 13-23. DOI: 10.2994/SAJH-D-18-00069.1

 

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Der Tatzelwurm: Porträt eines Alpenphantoms

Der Tatzelwurm: Porträt eines Alpenphantoms ist am 25. Juli 2020 bei Edition Raetia erschienen und hat 232 in ein Paperback eingebundene Seiten.

 

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Kurz gemeldet:

Rezent an Land

  • US-Präsident Donald Trump hat kurz vor dem Thanksgiving-Fest die beiden weißen Truthähne Cob und Corn „begnadigt“. Sie kommen nicht in den Ofen, sondern an die Universität von Iowa. Traditionell bekommt der Präsident von zwei Geflügelzuchtverbänden je einen Truthahn zu Thanksgiving geschenkt. Seit George Bush (senior) 1989 werden sie in einer kurzen Zeremonie begnadigt und bekommen ihr Gnadenbrot. Üblicherweise sterben sie aufgrund zuchtbedingter Gesundheitsprobleme binnen eines Jahres.
  • In Alaska ist eine Boeing 737 mit einem Grizzly-Bär kollidiert. Die Bärenmutter war aus ungeklärten Umständen auf die Landebahn des Flugplatzes in Yakutat gelangt. Das Flugzeug wurde beschädigt, die Bärenmutter starb, was aus dem zweijährigen Jungtier wurde, wusste die Anchorage Daily News nicht. Dies ist die erste bekannte Kollision eines Flugzeugs mit einem Bären.
  • „Rockefeller“, ein Sägekauz, der sich in einem Weihnachtsbaum versteckt hatte und darin bis nach Manhattan gekommen war, ist wieder frei. Der kleine Sägekauz wurde zunächst im Ravensbeard Wildlife Center behandelt und dann in einem Waldgebiet im Hinterland des Staates New York ausgewildert. Sägekäuze sind die kleinsten Eulen Nordamerikas und erreichen etwa 20 cm Körperlänge. Die National Geographic hat sich der Sache angenommen.
  •  In Bönen, vor dem nordöstlichen Rand des Ruhrgebietes haben Spaziergänger einen Waschbär mit Staupesymptomen aufgefunden. Die WA sieht zu Recht die Gefahr einer Epidemie unter Wild- und Haustieren.

Rezent im Wasser

  • Vor einigen Wochen berichteten wir über Orcas, die an Spaniens Küsten Segelyachten angreifen. Mittlerweile konnte dieses Phänomen regelmäßig beobachtet und quantifiziert werden. Mindestens 40 Yachten wurden im Zeitraum zwischen Juli und Oktober attackiert, in den meisten Fällen haben die Orcas das Ruder verbogen, so berichtet die BBC. Über die Gründe ist natürlich nichts bekannt, selbst der BBC geben Orcas keine Interviews. Bisher ist auch nichts über die Identität der Tiere bekannt: aus welcher Population stammen sie, ist nur ein Pod beteiligt oder machen es mehrere Gruppen?
  • Am Cable Beach in Broom, West-Australien ist ein weiterer Mensch bei einem Haiangriff ums Leben gekommen. Der Mann sei aus dem Wasser gezogen und medizinisch versorgt worden, teilte die Polizei mit. Er sei dann im Krankenhaus verstorben.
    Dies ist der 8. dokumentierte tödliche Unfall mit Haien in Australien in diesem Jahr.
  • Nachdem an der Nordwestküste von Nova Scotia einige Atlantische Glattwale gesichtet wurden, hat Kanada in der Gegend um das Roseway Basin bis auf weiteres eingestellt.

Ausgestorben

  • Bei Samat Sakhon, westlich von Bangkok, Thailand haben Forscher das Skelett eines 3000 Jahre alten Wales ausgegraben. Das Tier ähnelt sehr einem rezenten Bryde-Wal und ist vermutlich eng mit ihm verwandt. Mehr bei asia one

Strandfunde

  • An der Küste des Irans, auf Kisch ist ein ausgewachsener, weiblicher Bryde-Wal tot angespült worden. Das Tier war etwa fünf Tage tot, bevor es geborgen wurde. Erste Untersuchungen konnten keine Todesursache zeigen. Das Skelett des 14,5 m langen Tieres soll in Zukunft im Meeresmuseum der Insel ausgestellt werden. Quelle: Iran Forent Page
  • Auf Chatham Island, 800 km östlich von Neuseeland sind etwa 100 Grindwale und Große Tümmler gestrandet und verstorben. Wie es zu dieser Massenstrandung kam, ist unklar. Das Naturschutzministerium Neuseelands hat die Einwohner davor gewarnt, ins Wasser zu gehen. Chatham hat eine eigene Population Weißer Haie, die durch die Kadaver angelockt werden. TVNZ weiß noch mehr.
  • Von einer Strandung kann kaum die Rede sein. Eine Bartrobbe hat sich am nordöstlichsten Punkt Schottlands bei Thurso gezeigt. Das offenbar gesunde Tier pausierte in den Dünen, direkt gegenüber der Touristen-Information.
  • Auf einer Sandbank, etwa 2 km vor der Küste der englischen Grafschaft Norfolk an der Nordsee ist ein Pottwal gestrandet. Vermutlich ist es ein junges Männchen. Aus ungeklärten Gründen verirren sich junge Pottwalbullen immer wieder auf dem Weg von Norwegen um die britischen Inseln herum in die Nordsee, wo sie häufig entkräftet stranden. In den letzten Wochen wurden keine Pottwale aus der Nordsee gemeldet.
  • Am Porthoustock Beach bei St Keverne in Cornwall, England ist ein 3 m langer Riesenhai tot gestrandet. Wesentlich mehr weiß Cornwall Live auch nicht, hat aber ein paar Stimmen von Einheimischen gesammelt.

 


Aus den Zoos und Museen

  • Die Brigitte Franzen wird neue Direktorin des Frankfurter Senckenberg-Museums. Anders als bisher ist Franzen keine Biologin, sondern Kunst- und Kulturwissenschaftlerin. Sie wird am 1. Dezember in einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt.
  • Einige kleine Zoos und Wildparks haben aus der Corona-Not eine Tugend gemacht. Für die Öffentlichkeit gesperrt, kann ein exklusiver Allein-Aufenthalt im Zoo oder Wildpark oder einem Bereich gebucht werden. Leider ist das verständlicherweise sehr teuer.

 


In eigener Sache: Die Redaktion und die Webseite

Corona kommt näher, auch bei mir. Im vergangenen Monat ist eine Bekannte an dem Virus gestorben, die Tochter einer Arbeitskollegin arbeitet in einem Altenheim, ein Teil der Mitmenschen verhält sich leider immer noch unvernünftig.

 

Sollte mich das Virus erwischen, bin ich hoffentlich stärker. Dennoch muss ich damit rechnen, dass es mich eine Weile außer Gefecht setzt. Dies hat dann natürlich auch Folgen für die Webseite. Ich bin derzeit der einzige, der mit dem Redaktionssystem arbeiten kann. Einige Artikel sind vorbereitet und werden automatisch veröffentlicht, aber viele Artikel werden dann einfach ausfallen. Falls es mich erwischt, ist also nur noch sporadisch mit Artikeln zu rechnen, ich hoffe, ich kann vorher noch eine Statusmeldung abgeben.


Zu guter Letzt:

Eigentlich verständlich: im Lockdown wird es auch den Ausstellungsstücken im Museum langweilig. Hier macht sich eins auf den Weg. Übrigens: Mein Kompliment an die österreichischen Handwerker: der T. rex hat zwar die Verriegelung aufgesprengt, aber die Türen haben sogar den Aufprall an den Säulen überstanden. Ihr denkt echt an alle Eventualitäten!

 

T. rex wants to break free from Günter Nikodim on Vimeo.

 




Medienmittwoch: Der Zauber der Wirklichkeit

Von Adam und Eva bis zu Gilgamesch: Richard Dawkins erzählt die Mythen der Menschheit und erklärt die wissenschaftliche Wahrheit, die hinter ihnen steckt.

Seit jeher hat die Menschheit versucht, sich die rätselhafte Natur durch Mythen begreiflich zu machen. Auf den Herbst folgt der Winter, weil Hades, der Gott der Unterwelt, Persephone in sein Reich entführt hat und die blühende Natur mit ihr; in Wirklichkeit gibt es unterschiedliche Jahreszeiten, weil die Erdachse geneigt ist. Und die Welt entstand auch nicht, weil der indische Gott Vishnu seinem Diener Brahma ihre Erschaffung auftrug, sondern durch den Urknall. Dies beweist: So wunderbar die Mythen sind, weitaus spannender werden die Phänomene, wenn man sie wissenschaftlich betrachtet. Genau das tut Richard Dawkins, indem er die Wahrheit hinter den Rätseln erklärt. Ein faszinierendes, üppig illustriertes Buch, das den Zauber der Wirklichkeit feiert.

 

 


Der Autor

Richard Dawkins, 1941 geboren, ist einer der einflussreichsten Evolutionsbiologen der heutigen Zeit. Von 1995 bis 2008 hatte er den Lehrstuhl für Public Understanding of Science an der Universität Oxford inne. Sein Buch Das egoistische Gen gilt als zentrales Werk der Evolutionsbiologie.


Eine Rezension

 

Nach der Einleitung, die uns den Zauber der Wirklichkeit an sich nahebringt – den Zauber der wissenschaftlichen Errungenschaften der vergangenen Jahrtausende – wird eingangs zu jedem Kapitel eine Frage formuliert. Diese wird dann vor verschiedenen mythologischen Hintergründen beantwortet – eben so wie sich unsere Vorfahren gewisse Phänomene erklärt haben, noch bevor es Technologien gab, mit welchen wir uns das heutige Verständnis für mikro- und makrokosmische Zusammenhänge erschließen konnten. Hierbei ist zu erwähnen, dass uns das Buch hier einen interessanten Querschnitt aus verschiedenen Kulturen nahebringt. Vom fernen Osten, bis hin zu den australischen Ureinwohnern und dem klassischen Christentum. Anschließend werden naturwissenschaftliche Befunde zur Frage zusammengestellt und als Antwort formuliert.

 

Wer für sich selbst ein ästhetisches Werk sucht, zum Stöbern, Staunen und Lernen, für den ist dieses Buch ein wirklich empfehlenswerter Kauf. Und auch die Kleineren in der Familie können sich auf diese Weise bereits früh von wissenswerter und qualitativ hochwertiger Sachliteratur bezaubern lassen.

 

 

Auszug aus der Rezension von Denise Lorenz auf Amazon.de

 

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Lassen Sie sich (nicht) verzaubern!

Der Zauber der Wirklichkeit: Die faszinierende Wahrheit hinter den Rätseln der Natur ist in einer üppig illustrierten Hardcoverausgabe mit 272 Seiten bei Ullstein erschienen. Es stammt aus dem Jahr 2012, hat aber nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Neben der Printausgabe ist auch ein Hörbuch verfügbar.

 

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Haben wir einen Beweis? Was steckt hinter dem „Almasty-Fingernagel“

Eines der zentralen Wesen der Kryptozoologie ist der Wildmensch. Damit ist kein Mensch gemeint, der selbst- oder fremdgewählt außerhalb der Zivilisation lebt, kein Land- oder Stadtstreicher. Als Wildmenschen bezeichnet der biologische Teil der Kryptozoologie Menschen anderer Spezies, die bis heute überlebt haben. Der mythologische Teil der Kryptozoologie sieht sie vielfältiger. Es können tatsächlich physische Wesen sein. Viel häufiger sind sie aber die Personifizierung von Naturkräften bis hin zur ungezügelten Natur selbst.

Dietrichs Kampf mit dem Wilden Mann, Henfflin, 15. Jahrhd. Codex Palatinus germanicus 67

Dort, wo man Wildmenschen als reale Mitbewohner sieht, haben sie Namen wie Bigfood, Sasquatch, Windigo in Nordamerika, Yowie in Australien, Yeti, Alma, Yeren, Tungo und Almasti (nicht vollständig). Nahezu alle sind sie legendär, wenn auch im Volksglauben als durchaus real angesehen.

Patty, der Sasquatch aus dem Patterson-Gimlin-Film von 1967
1967 wurde die einzige gut erkennbare und bisher nicht widerlegte Filmaufnahme eines Sasquatch gedreht. Hier ist ein Standbild aus dem „Patterson-Gimlin-Film“.

Der Almasty

So etwa ist auch der Almasty aus dem Kaukasus, dem Altai-Gebirge und dem Tienschan in Zentralasien. Er gilt in erster Linie als mythisches Wesen, was man als westlich orientierter Mensch nicht immer beurteilen kann, denn viele Naturvölker trennen nur unscharf zwischen physischer und mythischer Welt. Die physische Erscheinung des Almasty wird in der Regel als bis zu 2 m groß, aufrecht und haarig beschrieben, die Farbe des Fells reicht von rotbraun bis rötlich-schwarz. Sie sollen nomadisch leben und sich sehr schnell fortbewegen können.

 

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Reinhold Messners Yeti-Buch

Mit seiner Behauptung, er habe den Yeti gesehen und seinem Buch über diese Begegnung hat sich Reinhold Messner nicht nur Freunde gemacht. Fakt ist aber, dass er ein außerordentlich guter Kenner der tibetanischen Kultur ist. Durch seine Wanderungen durch das Hochland kommt er nicht als externer Forscher (dem man etwas erzählt, damit er hoffentlich bald wieder geht), sondern als Gast in die Dörfer und Lager. Diesen weiß er auch zu vermitteln – und wer weiß? Vielleicht sprechen die Yetis ja doch noch über ihn…

 

Yeti – Legende und Wirklichkeit ist im Jahr 2000 erschienen und hat broschierte 264 Seiten.

 

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Physische Belege

für Wildmenschen sind extrem selten. Kein Wunder, selbst dort, wo man regelmäßig von ihnen berichtet, gelten Wildmenschen als selten. Der vermutlich am dichtesten „überwachte“ Wildmensch, der nordamerikanische Sasquatch kommt auf eine Handvoll glaubhafter Sichtungsberichte im Jahr.

 

Physische Belege von ihm sind noch rarer. Bisher haben sich alle untersuchten Proben als Tier- oder Menschenhaare erwiesen. Sogar die Labors des F.B.I. konnten nichts anderes finden. Anders scheint es in anderen Teilen der Welt zu sein. In den 1950ern rüstete die Sowjetunion eine Arbeitsgruppe aus, die nach Schneemenschen suchen sollte. Die aufwändige Suche war jedoch erfolglos, so dass die Arbeitsgruppe bald wieder aufgelöst wurde. Auch das Unglück am Djatlow-Pass führte nur zu einer kurzen Wiederaufnahme staatlicher Aktivitäten.

Ist das Hochgebirge Lebensraum von Wildmenschen wie dem Almasty?
Der Himalaya und noch mehr das tibetanische Hochland gelten bei uns als geheimnisvoller Ort transzendaler Weisheit. Ist hier auch ein Wildmensch zuhause und was wissen die Einheimischen?

Im buddhistischen Kloster von Khumjung im nepalesischen Khumbu stellen die Mönche einen angeblichen Yeti-Skalp aus. Er kann von Touristen besichtigt werden. Ein zweiter Skalp wurde im Kloster von Pangboche (ebenfalls im Khumbu) präsentiert, ist jedoch unter unklaren Umständen  verschwunden. Untersuchungen westlicher Wissenschaftler zu diesen Skalps gibt es leider nicht.

1960 brachten der Bergsteiger Edmund Hillary und Marlin Perkins von einer Expedition einen angeblichen Yeti-Skalp mit. Bei einer genaueren Untersuchung stellte er sich als Bergziegenhaut heraus.

Das Netzwerk für Kryptozoologie hat einen möglichen physischen Beweis

Vor einiger Zeit ist Hans-Jörg Vogel, Teil des Netzwerkes, in Besitz eines möglichen physischen Beweises für die Existenz des Almas gekommen. Wie er ihn erhalten hat, wird er selber an geeigneter Stelle berichten. Der Verkäufer bezeichnet es als „Fingernagel eines Almasty“. Ich konnte es bereits vor einiger Zeit kurz in Augenschein nehmen. Das Objekt ist etwa 9 x 4 cm groß, so dass ein Fingernagel kaum in Frage kommt. Falls es tatsächlich der Nagel eines Hominiden ist, dann sicherlich von einer ungewöhnlich stark vergrößerten Großzehe.

Das berühmte Shipton-Foto, ist der Almasty-Fuß ähnlich?
Das berühmte Foto eines angeblichen Yeti-Fußabdruckes von Eric Shipton aus dem Jahre 1951. Es zeigt eine stark vergrößerte Großzehe. Schließt sich hier ein Kreis?

Der „Nagel“ ist in einem Schweberahmen befestigt, d.h. zwischen zwei dickere Kunststoffolien geklemmt, die in einem Rahmen aus schwarzem Kunststoff ein kreisrundes Loch abdecken. So schwebt das Objekt quasi in dem Rahmen, ohne sichtbare Aufhängung. Dennoch wird es von einem dunkelroten Band gehalten.

Die Außenseite des Almasty-Nagels

Der „Nagel“ selber ist schwarz, mehr oder weniger rechteckig und tonnenförmig wie ein Fingernagel gebogen. Er ist schwarz und opak. Seine Oberfläche ist stark verkratzt, wobei die Kratzer in zwei Hauptrichtungen in einem Winkel von etwa 60° zueinander verlaufen. Unten endet der Nagel „offen“ wie ein Fingernagel am distalen Ende. Hier sind deutliche Abnutzungsspuren zu sehen. Terrassenbrüche legen nahe, dass der Nagel aus einem Material besteht, das aus zahlreichen aufeinander liegenden, dünnen Schichten besteht.

 

Der obere Teil des Nagels ist mit kurzen, dunklen Haaren bedeckt. Unter diesen Haaren verjüngt sich der Nagel, bis am oberen Rand eine Art wulstiger Wurzel zu entdecken ist, aus der Haare und Nagel zu gleich gewachsen sein scheinen.

Die Innenseite

Auf der Innenseite des tonnenförmig gebogenen „Nagels“ ist weniger zu erkennen. Das distale Ende ist stark abgeschliffen, einzelne Kratzer an den Seiten gehen in eine polierte Oberfläche in der Mitte über. Hier zeigt sich eine typische Nagelstruktur: Es wirkt, als wären Haare eng verwachsen. Bemerkenswert ist, dass das Material hier transparenter und heller wirkt.

Der mittlere Teil des Nagels ist vollständig mit Sand und anderen Verunreinigungen bedeckt. Die Farbe schwankt zwischen fast schwarz und lehmfarben, jeweils mit eingebackenen, hell wirkenden Quarzkörnern. Die Unterseite trägt keine Haare, jedoch ragen einige wenige von der Seite herüber.

Am oberen, proximalen Ende liegt eine etwa einen Zentimeter breite Gruppe von Haaren. Sie ist an einem Ende mit einer nicht definierbaren Substanz untereinander und möglicherweise mit der Scheibe verklebt. Dieses Bündel deckt den gesamten Bereich der Wurzel von hinten ab, ohne mit ihr verbunden zu sein.

Fuß einer Kuh
Auch Hufe (hier von einer Kuh) sind aus Keratin.

Die Bewertung des Stückes

Wie immer bei Fundstücken vermeintlich großer Bedeutung, jedoch unklarer Herkunft sollte man verschärft Vorsicht walten lassen. Hans-Jörg Vogel war bisher so zurückhaltend und hat den „Nagel“ in der Originalverpackung gelassen. Sie verhindert eine Verunreinigung von außen zumindest weitgehend.

On-Line

Da ich kein Experte für Präsentationsverpackungen und Kunststoffe bin, muss ich den bisher getätigten Aussagen folgen: Kunststoff und Art der Verpackung waren in den 1950er bis 1970er Jahren in der ehemaligen UdSSR in Verwendung.

 

Augenscheinlich handelt es sich tatsächlich um das Material eines Nagels, Hufes oder Horns: Keratin. Die Abnutzungsspuren, charakteristische Farbelemente und nicht zuletzt die Terrassenbrüche im unteren Bereich deuten darauf hin.

Ungereimtheiten

Leider gibt es ein paar Ungereimtheiten. Die Form des „Nagels“ entspricht nicht den typischen Nägeln der Primaten. Dazu muss man sich nur einmal selber auf die Finger schauen, das Nagelbett (aus dem der Nagel wächst) ist genauso breit wie der Nagel an seiner breitesten Stelle. Der angebliche Almasty-Nagel ist jedoch am proximalen Ende in einer Art Wulst mit einigen Haaren verschmolzen. Hier ist er deutlich schmaler.

Es kann zahlreiche Erklärungen für diese Ungereimtheit geben, die wahrscheinlichste ist eine einfache Beschädigung und eine Fehlinterpretation des Wulstes meinerseits. In diesem Zusammenhang fällt mir jedoch auf, dass ausgerechnet die Rückseite der Stelle durch das oben erwähnte, verklebte Haarbüschel versteckt ist. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Die Untersuchung

Seit mehreren Jahren bemüht sich Hans-Jörg Vogel intensiv, ein Institut zu finden, das den Nagel untersuchen kann. Hierbei soll nicht nur eine Probenentnahme zur DNA-Untersuchung auf dem Programm stehen, sondern auch weitergehende Tests.

 

Er hat vor Kurzem eine Stelle gefunden, an der ein Wissenschaftler arbeitet, der nicht nur an Kryptozoologie interessiert ist, sondern auch fachlich über jeden Zweifel erhaben ist. Er arbeitet an einem der renommiertesten Labors Deutschlands, so dass wir hier ein belastbares Ergebnis erwarten können.
Die Probenentnahme ist – unter aller Corona-bedingten Vorsicht – für Mitte Januar geplant. Wann die Ergebnisse kommen und wie sie aussehen und interpretiert werden, wissen wir noch nicht.

 

Eines ist aber sicher: Wir halten euch über den Almasty-Nagel auf dem Laufenden.

 




„Was kann ich für die Website tun?“

Zum Ende des Jahres kommen immer mehr Aufrufe zur Mitarbeit oder zu Spenden an Institutionen, die einen wichtigen Job machen. In diese Reihe wollen wir uns gar nicht stellen. In diese Reihe wollen wir uns gar nicht stellen. Die Kinderkebshilfe, Tierheime, freiwillige und Berufsfeuerwehren, Hospize, Museums-Fördervereine, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger und unglaublich viele andere Organisationen machen so viel wichtigere Arbeit als wir. Wenn ihre Arbeit wegfällt, dann fehlt irgendwo auf der Welt jemand, der oder die anderen Leuten hilft. Wenn wir wegfallen, ja, was fehlt denn dann?

 

Trotzdem bitten wir euch, liebe Leser um Mithilfe. Wir, die Redaktion aus Suzan und Tobias, und unsere Autoren sind nahezu jeden Tag irgendwo an der Webseite beschäftigt, um im Vordergrund oder Hintergrund das Angebot aufrecht zu erhalten oder zu verbessern. Das ist eine Menge Arbeit und wir freuen uns über jede Hilfe.

Beutelwolf
Hier musste irgend ein Bild hin und ich fand, der Beutelwolf passt genauso wie jedes andere.

Wie kann ich helfen?

Keine Frage, die meisten von euch, liebe Leserinnen und Leser haben andere Projekte, Arbeit und Familie und jetzt in Corona-Zeiten noch weniger Zeit, uns zu unterstützen. Natürlich verstehen wir das, aber wieso bitten wir euch dennoch darum? Die wichtigsten Dinge kosten kein Geld und wenig Zeit:

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  • fordert unsere Flyer an und verteilt sie in Museen, Zoos oder sonstwo

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  • Kauft unser Jahrbuch
  • Wenn ihr sie sowieso kaufen wollt, kauf die Bücher, die wir vorstellen, über unseren Link. (Wenn Ihr sie nicht wollt – kauft sie nicht, auch nicht unseretwegen!)

„Cool, ich würde gerne mitarbeiten, weiß aber nicht wie…?“

Auch das ist kein Problem. Wir arbeiten euch ein, dass euch die Rübe raucht. Autoren/innen können wir immer gebrauchen, gerade die weibliche Sicht ist hier stark unterrepräsentiert. Ihr müsst nicht direkt mit einem Dossier über ein Kryptid anfangen. Wer klein anfangen möchte, kann sich gerne bei uns im Lexikon einarbeiten. Wir haben dort noch etwa 200 bis 300 Begriffe „offen“, die Erklärungen zwischen 30 und 1000 Wörtern brauchen.

 

Wer mehr möchte: Newsmeldungen, Dossiers und Vollartikel können wir immer brauchen. Auch hier werfen wir euch nicht ins kalte Wasser, sondern üben Recherche und Schreiben mit euch, sofern ihr das wollt.

Sun, Sand, and Sea Serpents
Buchrezensionen sind ein wichtiger Teil der Seite. Sun, Sand, and Sea Serpents war es wert zu lesen.

Eine besondere Arbeit sind Buchrezensionen. Sie sind zentraler Teil des Medienmittwochs, ich bemühe mich, jeden Monat mindestens ein aktuelles Buch ausgiebig zu besprechen, komme aber mit dem Lesen kaum nach.
Wer uns hier unterstützen möchte, hat den Vorteil, dass die Verlage zumindest gelegentlich Rezensionsexemplare kostenlos abgeben. Hat jemand Interesse an einem bestimmten Buch, können wir versuchen, ein solches Exemplar zu erhalten – dafür brauchen wir eine Rezension.

 

„Ach, das feste Web ist nicht so meine Sache, ich bin lieber bei Facebook unterwegs“ – klasse, eine Facebook-Redakteur/in suchen wir schon lange. Bei unserem kleinen Freundeskreis ist alles wunderbar familiär, da kann man sich langsam an die Social Media rantasten.

Weißer Hai
Die Sozialen Medien sind ein Haifischbecken, aber wir sind nur ein ganz kleiner Fisch. Da kann man gut lernen, was man als Social Media Redakteur/in braucht. Foto: ein Weißer Hai von unten (Foto: Elias Levy, CC 2.0)

„Ich würde gerne noch mehr machen – Geht das auch?“

Aber selbstverständlich. Wir könnten dringend eine Redakteurin oder einen Redakteur für die Webseite brauchen, die / der sich in WordPress einarbeiten möchte oder das bereits kann. Wir bringen euch gerne auch WordPress, Redaktionsarbeit und alles, was dazu gehört, bei. Das geht auch per Videokonferenz.

 

Wenn ihr ganz mutig seid und Bock auf einen kryptozoologischen Youtube-Channel: Herzlich gerne, dazu solltet ihr mindestens zu zweit sein und viel Spaß an den Medien und der Kryptozoologie haben. So etwas ist eine Menge Arbeit, aber es gibt auch tollen Response. Wir unterstützen euch da so gut wir können, sprecht uns einfach an!


Online ist nicht so mein Ding. Habt ihr auch Themen „im richtigen Leben“?

Stimmt, irgendwo gab es auch noch eine Welt jenseits der Datenautobahn. Auch da haben wir einige Möglichkeiten, sich bei der Arbeit des NfK zu beteiligen:

In Sachen Jahrbuch ist Natale Cincinnati der richtige Ansprechpartner. Diese Arbeitsgruppe braucht neben Autoren von Primärarbeiten natürlich Leute, die Texte lektorieren und setzen können. Auch Übersetzer, vor allem aus süd- und osteuropäischen Sprachen sind gerne gesehen. Schreibt ihn einfach an, und lasst ihm etwas Zeit zum Antworten, der Gute ist gerade anderweitig sehr ausgelastet.

 

Wer Lust hat, sich an der Museumsausstellung zu beteiligen, ist natürlich genauso willkommen. Das Team um Hans-Jörg Vogel kann nahezu jeden brauchen, der irgendwas kann, was die Ausstellung fördert: Wer sich mit Tiermodellbau auskennt oder den ausübt, ist genauso willkommen wie ein Tischler oder ein Grafiker. Und wer einfach nur anfassen möchte, wenn’s mal was zu räumen gibt: herzlich gerne.

Die verwunschenen Wälder Tasmaniens – wer würde dort nicht gerne mal auf Beutelwolfsuche gehen?

„Ich würde gerne für euch auf Expedition gehen und liefere euch eine Geschichte“

Tolle Idee, das unterstützen wir gerne. Leider wird sich das Ganze auf Informationen, Kontakte und Ähnliches beschränken. Wir haben kein Geld, eine Ausrüstung oder gar eine Expedition zu finanzieren – und wenn: Wir würden selber lieber gestern als heute nach Loch Ness, Oregon, Tasmanien, Gambia, Sumatra, in den Himalaya oder wo auch immer Kryptide leben könnten, reisen. Wir sind also nicht in der Lage, eine Expedition oder auch nur einen Teil der Ausrüstung zu finanzieren.

 

Wenn’s dann um die Publikation geht, sind wir dabei: Hier im Netz, in den Sozialen Medien, im Jahrbuch, und Vorträge können wir auch vermitteln.




Cookiesaurus rex und das Chixulub-Monster

Okay, zugegeben: die folgende Geschichte wird etwas dünn werden, sie hat mit Kryptozoologie fast nichts zu tun und ist insgesamt etwas infantil. Dennoch hört man Kenner der Materie schwärmen „so süß“, „gewürzte Story“ und ähnliches kommt herum und für jeden fallen ein paar Krümel ab.

 

Wie jede gute Geschichte auf der Welt braucht auch sie ein paar Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 3 Eier
  • 180 g Zucker
  • etwas Salz
  • Saft von 1 Orange zusammen schaumig schlagen. Dann
  • 500 g Mehl,
  • 1 Tl. Backpulver dazu geben und zu einem Teig kneten.

 

Der Teig sollte etwa 60 Minuten im Kühlschrank ruhen. Danach knapp einen halben Zentimeter dick ausrollen und den Backofen auf 180°C vorheizen. In der Zeit, in der der Backofen vorheizt, kann man zwei bis drei Bleche mit Backpapier bereitstellen und Plätzchen ausstechen. Idealerweise nimmt man dazu das Ausstechset „Dinosaurier“.

Die ausgestochenen Dinos backen etwa 10 bis 12 Minuten und sind gut, wenn die ersten Ecken anfangen, goldbraun zu werden.

Sobald die Dinos ausgekühlt sind, mixt man aus dem Saft einer Orange und 150 g (oder mehr) Puderzucker einen glatten Zuckerguss an. Optimal ist er, wenn er etwas weicher als Zahnpasta ist. Der Zuckerguss kann gefärbt werden, man kann Orangeat oder selbst abgeriebene Orangenschale beimischen werden. Natürlich kann man die Dinos auch noch anders dekorieren, Kinder haben da oft die besten Ideen.

 

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Ausstechformen für Dino-Plätzchen

Der kommende Advent ist die Zeit zum Plätzchen backen. Warum nicht mal etwas anderes als Sterne und Engel? Weihnachtsplätzchen in Saurier-Form sind nicht nur der neueste Schrei, sondern auch der Knüller bei Kindern.

 

Das Plätzchen Ausstecher Dino-Set umfasst 11 unterschiedliche Ausstecher aus Edelstahl. Genug, um einen ganzen Jurassic-Park der eigenen Art zu backen – und zu verschlingen!

 

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(K)ein ruhiger Tag am Western Interior Seacacke

 

Die Strahlen der warmen Sonne streicheln an diesem Frühlingstag die Nadeln der Koniferen auf den sanften Hügeln am Rande des Western Interior Seacake. Sanfter Wind rauscht in den Kronen, ein friedlicher Tag beginnt…

Nach und nach werden zwischen den Koniferen die Köpfe einzelner Printosaurier sichtbar. Sie lassen sich die frischen Nadeln schmecken. Die kräftig orangefarbene Zeichnung an der Körperseite deutet bereits auf die kommende Paarungszeit hin.

Schließlich zeigt sich, dass sich eine ganze Herde im Wald verbirgt.

Das kleine Rudel Cookiceratops, das am Waldrand entlang zieht, stört sie nicht weiter. Doch die Hornträger sind nervös. Wälder meiden sie normalerweise, sie sind Tiere der offenen Ebenen.

Offenbar nicht zu unrecht, einer der Printosaurier wird auf etwas aufmerksam.

Nicht nur ein alarmierender Geruch liegt in der Luft, auch der Boden bebt bedrohlich.

 

Tatsächlich, ein Angriff eines der gefürchteten Cookiesaurus rex. Die Printosaurier flüchten, so schnell ihre massigen Körper es ihnen erlauben.

Und plötzlich sind die Räuber überall… doch nicht von den Fleischfressern geht die größte Bedrohung aus. Oben, weit über den Dinosauriern und jenseits ihres Erfassungshorizontes formt sich eine Gefahr jenseits dessen, was ein Cookiesaurus rex darstellen kann…

Krümelmonster
Das Chixulub-Monster und sein gewaltiger Impakt

Der klägliche Rest… aber irgendwie wars doch lecker.

Ganz herzlichen Dank auch an die Helfer beim Ausstechen und Dekorieren – und Essen.