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Walross am Strand von Rügen

Walross Rügen
Das Walross am Strand von Rügen. Foto: Vivica von Vietinghoff / DMM

 

Nicht alles, was vor Rügen aus der Ostsee kommt und einen gewaltigen Schnurrbart trägt, ist ein (menschlicher) Urlauber. In diesem Fall ganz sicher nicht. Am vergangenen Donnerstag, 16. Juni 2022 entstieg dem Wasser ein leibhaftiges Walross. Leider war es uns nicht möglich, herauszufinden, wo genau das Walross gelandet ist.

 

Walross Rügen Vivica von Vietinghoff DMM
Das Walross am Strand von Rügen. Foto: Vivica von Vietinghoff / DMM

 

Eine Tierärztin und Michael Dähne, Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, begutachteten das Tier durchs Fernglas. Es handele sich vermutlich um ein junges Weibchen, 2 bis 2,30 m lang und gut ernährt. Das Tier atme normal und habe keine sichtbaren Verletzungen, so berichtete Dähne der dpa. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, dass das Tier irgendwie in Schwierigkeiten ist. Es ruht sich einfach nur aus. 

 

Walross Rügen
Das Walross am Strand von Rügen. Foto: Vivica von Vietinghoff / DMM

 

Damit das Walross das in Ruhe tun kann, haben die Behörden einen Strandabschnitt um das Tier herum gesperrt. Dennoch ist es schnell zur Touristenattraktion geworden, aber auch die Schaulustigen lobte Dähne: „Die haben sich alle hervorragend an die Absperrungen gehalten.“

 

Walross Rügen
Das Walross am Strand von Rügen. Foto: Vivica von Vietinghoff / DMM

 

Trotz all der Vorkehrungen und des warmen Willkommens trottete das Walross am Abend bereits wieder ins Meer und verließ Deutschlands größte Insel – nicht ohne sich noch einmal umzudrehen.


Walross-Sichtungen in Mitteleuropa

Walrosse sind (heute?) Tiere der arktischen Breiten. Die atlantische Unterart ist im Sommer selten südlicher als der mittlere Süden Grönlands. Populationen auf dem europäischen Festland gib es nur im russischen Teil Skandinaviens bei Murmansk.

Entsprechend selten sind Sichtungen in Mitteleuropa:

  • Die Medien sprechen von einer vorherigen, bestätigten Sichtung in der Ostsee bei Lübeck. Leider konnten wir sie nicht verifizieren.
  • 27. Juni 1960: Ein Walross wird vor Sylt im Lister Tief beobachtet.
  • 1. Dezember 1983: Erneut vor Sylt, diesmal vor Hornum.
    Für die folgenden 15 Jahre gibt es keine Meldungen.
  • 21. bis 29. Januar 1998: ein Walross vor Ameland (NL), Juist und Sylt.
  • Am 31.1.1998 meldete die taz einen großen, 800 kg schweren Walrossbullen vor Sylt (taz-Archiv).
    Dies war laut Aussage mehrerer Seehund-Aufzuchtstationen bis 2021 der letzte Walross-Besuch.
  • Zwischen dem 9. bis 15. September 2021 besuchte ein Walross die Ostfrisischen Inseln Baltrum, Wangerooge und Spiekeroog. Nach Berichten wurde das Tier vorher in Dänemark gesichtet.  Das weibliche Tier zeigte einige oberflächliche Verletzungen, die es aber nicht behinderten. Quelle: NDR Eine Übersicht über das Insel-Hopping stellt die Schutzstation Wattenmeer zur Verfügung.
  • Offenbar im Anschluss daran besuchte das Tier die niederländische Nordseeküste, wo es mindestens bis zum 5.11.21 blieb.
  • Aus Smögen, Südschweden wird eine Walrosskuh gemeldet.
  • Das selbe Tier tauchte Anfang März 2022 bei Hvide Sande an der dänischen Westküste wieder auf (Blinker.de)
  • Aktuell sind Beobachtungen eines Walrosses vor Südschweden. Aufgrund der unterschiedlichen Länge der Stoßzähne sei jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich um dasselbe Tier handele.
  • Seit 1980 wurden etwa 20 Walrosse an den Küsten Irlands beobachtet.
  • Auch in Schottland treten regelmäßig Walrosse auf, zuletzt war dies 2021, als ein junges Walrossmännchen mehrere Tage zu Gast war. Das Tier hat vorher bereits in Irland, Frankreich, Spanien und anderen Inseln des Vereinigten Königreiches besucht und ist zuletzt auf Island gesehen worden. (nordisch.info)

Offenbar können Walrosse längere Zeit auch in der südlichen Nordsee überleben.




Freitagnacht-Kryptos: Längst überfälliges Fischer-Latein

Der Manitowoc-Pilot titelte am 26. Mai 1904:

 

„Längst überfälliges Fischer-Latein eingetroffen“

 

Geschichten einer Seeschlange, einer Monsterauster und eines menschenfressenden Hummers sind eingetroffen und vervollständigen den Zyklus.

 

Als William Blackman neulich spät nach Hause zurückkehrte, sah er ein langes, dunkles Objekt, das von den unruhigen Wellen an den Strand von Ventnor, New Jersey.

Blackman näherte sich. Vor ihm lag eine Seeschlange, 18 Fuß lang und mit einem Kopf von 12 Zoll von Ohr zu Ohr. Sein Mund hatte die gleiche Größe. Am nächsten Morgen konnte es nicht gefunden werden.

 

Ein Seemonster?
Ein großer Conger am Strand von Ferring Beach. Foto: Gina Woods, die das Tier entdeckt hat.

 

Etwa zur gleichen Zeit ging Richard Burbage aus Pleasantville auf die Austernjagd in der Bucht von Lake. Nach einem gewaltigen Kampf landete er eine zweischalige Muschel, sagt er, die 2 Fuß lang, 14 Zoll im Rücken, 12 Zoll tief war und deren Fleisch 24 Pfund wog. Ganz Pleasantville kann bezeugen, dass keine Auster, die je gefangen wurde, ihresgleichen war.

 

Riesiges Himmermodell, Traum aller Fischer - oder Albtraum?

 

Dann bewies der Fischer John Winder die Dreisatzregel und vervollständigte den Zyklus. Winder ist Maat der Yacht Pittsburgh, und er zog einen Hummer an einer Kabeljauschnur hoch, während er 20 Meilen vor der Küste fischte. Es wog, sagt Winder, 45 Pfund.

„Es war entweder ein Menschenfresser oder der Vater aller Hummer“, sagt Winder.

 

Ganz Atlantic City ist entsetzt über diese Ereignisse.

 

 

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Urban Legends – Düstere Legenden

Es braucht keinen Märchenwald als Schauplatz von Sagen und Legenden, auch das Häusermeer unserer Städte steckt voll Geheimnis und Grusel. Im Hotel oder Nachtbus, als Handwerker oder Beifahrer und gleich hinter der nächsten Straßenecke kann es einem zustoßen, das Namenlose, Entsetzliche und Unerklärliche. Dieses Buch erzählt abgründige moderne Mythen aus aller Welt, illustriert als Graphic Novel.

 

Düstere Legenden – Graphic Novel ist 2020 als Comic erschienen und nur als gebundenes Buch erhältlich.

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Presseschau 11/22: Knallkrebse, fleischfressende Dinosaurier und Kurzhalsgiraffen

Liebe Leserinnen und Leser,

 

neulich ist mir was passiert, das kann man sich kaum vorstellen. Da es im Zusammenhang mit dieser Webseite steht, möchte ich es hier darstellen.

 

Eines Tages bemerke ich, dass ein Crawler die Netzwerk-Seite durchsucht. Crawler sind Programme, die Seiten durchsuchen und Daten aufnehmen. So können Suchmaschinen Bilder der Seitenstruktur erstellen und Suchwörter den Seiten zuordnen. Dieser Crawler nannte sich aber „Agent für Copyright“ (richtiger Name der Redaktion bekannt). Da ich keine geklauten Bilder verwende, habe ich keine Schwierigkeiten erwartet.

 

Weit gefehlt. Ich bekam eine Mail mit einem pdf von einer Firma, die so ähnlich wie „Agent für Copyright“ (richtiger Name der Redaktion bekannt) heißt. Darin warf man mir vor, ich hätte folgendes Foto vom Bilderlieferdienst Alamy illegal verwendet und müsse es nun nachlizensieren:

Goldgelb gefärbte Möwe
Gelbe Möwe: Das Tier war in einen Behälter mit Currysauce gefallen. Das Bild ist – wie auch im schwarzen Streifen zu lesen – im Vale Wildlife Hospital in Wales entstanden. Urheber ist das Vale Wildlife Hospital.

Die Nachlizensierung würde € 250,- kosten, sollte an die „Agenten für Copyright“ überwiesen werden und binnen einer Woche zu zahlen sein. Im beiliegenden pdf war bereits von 14 Tagen die Rede.

 

Ich habe das Bild verwendet. Wie ersichtlich stammt es von der Facebook-Seite des Vale Wildlife Hospitals. Die goldene Curry-Möwe war eines der ersten Themen in den „Freitagnacht-Kryptos„.  Zudem habe ich aus der selben Serie zwei weitere Bilder verwendet, mit dem selben Copyright. Damals hatte ich per Facebook-Dialog bei dem Hospital nachgefragt, man hatte nichts dagegen, wenn ich den Urheber nenne. Das ist ja eindeutig passiert.

 

Absicherung und Nachforschung

Die „Agenten für Copyright“ nannten hingegen eine ganz andere Person (Name der Redaktion bekannt) als Urheber. Die Möwe findet sich auch in dessen Alamy-Account, nicht nur das oben gezeigte Foto, sondern auch die beiden anderen aus meinem Beitrag.

 

Also nahm ich erneut Kontakt mit dem Vale Wildlife Hospital auf. Dort erreichte ich auch eine freundliche Person aus der Leitungsebene. Sie versicherte mir erneut, dass die Bilder von einem Mitarbeiter/in des Wildlife Hospitals gemacht wurden und das Copyright bei ihnen liege. Der (angebliche?) Fotograf, der das Bild bei Alamy eingestellt hat, sei ihnen nicht bekannt.

 

Dann begann ich, die „Agentur für Copyright“ zu suchen. Im Netz findet sich schnell eine Seite einer Firma in Kopenhagen, die den Eindruck macht, europaweit zu agieren. Passenderweise gibt es auch für nahezu alle Länder, in denen man zu agieren vorgibt, Stellenanzeigen geschaltet. Natürlich sucht man auch nach Investoren und wirbt mit Lables. Interessanterweise ist das Logo von Alamy dort nicht vertreten!
Eine tiefergehende Websuche brachte mich auf eine dänische Seite mit dem auch auf deutsch treffenden Namen „Bluff & Svindel“. Auch dort geht es im Nachlizensierung und den Versuch, Webseitenbetreiber unter Druck zu setzen.

Die deutsche Dependance der Firma hat ihren Sitz in Berlin und nicht einmal eine Adresse, nur eine 0800er-Nummer, die 2 h am Tag erreichbar ist. Der Sachbearbeiter heißt bezeichnenderweise „Justus Mahnke“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

So regelt sich die Sache – oder?

Folglich habe ich versucht, Alamy zu kontaktieren. Alamy ist in Deutschland nicht direkt vertreten, sondern Partner mehrerer Bildagenturen. Eine solche rief ich an und hatte Kontakt mit einer freundlichen Dame. Der schilderte ich den Vorfall. Sie sagte mir, sie wisse nicht, dass Alamy mit solchen Agenturen zusammenarbeitet, würde aber dort einmal nachfragen. Sie bat mich noch um die Korrespondenz, Alamy würde sich in Kürze bei mir melden.

 

Am 7.6. meldete sich die Agentur für Copyright wieder. Alamy habe sie angewiesen, die Sache umgehend zu schließen. Das würde man hiermit tun.

 

Noch Fragen?

 

Viel Spaß beim Lesen.

 

Tobias Möser

 

 

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Darwin in der Stadt – Die rasante Evolution der Tiere im Großstadtdschungel

Amseln sind größer, dicker und lauter als ihre Artgenossen draußen im Wald und haben jede Scheu vor Menschen, Hunden und Katzen verloren. Regenwürmer kommen bestens zurecht in verdreckter Innenstadterde. Motten fliegen nicht mehr ins Licht. Gras gedeiht prächtig auf zinkdurchsetztem Boden. Und Kojoten warten an Ampeln. Tiere legen ererbte Verhaltensweisen ab. Man kann Evolution in Echtzeit beobachten, und das mitten in der Stadt. Das ist das große Wunder, das in diesem Buch gewürdigt wird.

 

Darwin in der Stadt ist 2018 bei dtv erschienen und hat als gebundenes Buch 368 Seiten. Es ist zudem für den Kindle erhältlich.

 

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Kann ein kleiner Krebs das Energieproblem der Menschheit lösen?

Ende letzten Monats ging es hoch durch die Presse: Ein kleiner Krebs habe das Potenzial, das Energieproblem der Menschheit zu lösen.

Nicht nur Meeresaquarianer kennen sie: Knallkrebse sind allgegenwärtige Bewohner tropischer Riffe, aber auch zahlreicher anderer Lebensräume. Eine ihrer besonderen Fähigkeiten ist, über einen Trigger-Mechanismus eine superschnelle Bewegung des beweglichen Gliedes einer ihrer Zangen auszulösen. Dabei produzieren sie durch Kavitation eine Blase im Wasser, die schnell implodiert. Die Implosion erzeugt nach Modellrechnungen Druckimpulse von 10 bis 80 bar.

Dabei entstehen kurzzeitig Temperaturen von über 5000° C und ein Lichtblitz, den man sogar sehen kann. Der Knall ist deutlich zu hören, insbesondere wenn ein Aquarium mit so einem Krebs in einem ruhigen Raum steht.

 

Knallkrebs Alpheus sp.
Knallkrebs Alpheus sp. auf einer Freifläche (ZooKeys CC BY 3.0, Anker A. & Grave S.)

 

Die Firma First Light Fusion aus England will mit einer vergleichbaren Technik Fusionsreaktoren aktivieren. Hierbei sollen mit Tritium, überschwerem Wasserstoff gefüllte Würfel in einen Fusionsreaktor fallen und werden dabei mit einem Projektil beschossen. Dabei soll in dem Würfel sehr hoher Druck entstehen, dessen Atomkerne dann fusionieren.

Besonders elegant bei diesem Ansatz: Bei der Wasserstofffusion entstehen Neutronen. In herkömmlichen Forschungsreaktoren war das ein Problem, denn auf die Dauer griffen sie das Material der Reaktoren an. First Light Fusion will die bei der Fusion freigewordene Energie mit flüssigem Lithium abtransportieren. Trifft ein Neutron auf einen Lithium-Kern entsteht Tritium, eben der überschwere Wasserstoff, der Brennstoff der Fusion ist.

 

Sollte eine solche Anlage funktionieren, kann sie mit wenig und vor allem ungefährlichen Material schnell große Mengen Wärmeenergie erzeugen. Enthusiasten sprechen immer wieder von der Lösung der Energieprobleme der Menschheit.
Wir werden sehen.


„Stunde der Gartenvögel“ – die Ergebnisse

Jedes Jahr zählen Vogelfreunde bei der „Stunde der Gartenvögel“ die Vögel in ihren Gärten. Der Naturschutzbund Deutschland NaBu wertet die Ergebnisse aus. In diesem Jahr fand die Aktion vom 13. bis 15. Mai statt.

 

Vögel beobachten: Nachtigall?

 

Dabei gab es durchaus bemerkenswerte Ergebnisse:

  • Im Schnitt sahen die Zählenden 32 Vögel in dieser Stunde
  • 67.000 Menschen zählten fast 1,5 Millionen Vögel in 44.000 Gärten
  • Häufigster Vogel ist wie seit Jahren schon der Spatz.
  • Amsel, Kohlmeise und Star folgten auf den Plätzen, auch das ist keine Überraschung.
  • Stark im Anstieg war die Nachtigall, deren Zählergebnis um 122%  höher liegt, als im Vorjahr.

„Die Nachtigallen sind laut NABU in diesem Jahr etwa eine Woche früher aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekehrt als im letzten Jahr. Entsprechend früher sei auch die Balz- und Brutaktivität gestartet. Viele Männchen seien noch auf der Suche nach einer Partnerin gewesen. ‚Daher konnten so viele der variantenreichen und ausdauernden Sänger am zweiten Maiwochenende gehört und gesehen werden.'“, meldet n-tv.


Megalodon: Fiel er dem Weißen Hai zum Opfer?

Der Großzahnhai Otodus megalodon ist ausgestorben, obwohl einige Kryptozoologen wohl etwas anderes behaupten. Eine aktuelle Untersuchung legt nun nahe, dass die Konkurrenz der Weißen Haie dies zumindest beschleunigt hat. Hierzu Michael Griffiths, der an der Studie beteiligt war: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sowohl der Megalodon als auch sein Vorfahre in der Tat Spitzenprädatoren waren, die sich weit oben in ihrer jeweiligen Nahrungskette ernährten“.

 

Ist der Megalodon verantwortlich?
Darstellung eines Megalodon durch

 

Hierbei kam es zu deutlichen Überschneidungen im Beutespektrum der beiden Arten. Die Forscher schlussfolgern, dass die Konkurrenz der Weißen Haie das Aussterben des Megalodon zumindest beschleunigt hat. Andere Konkurrenten wie Zahnwale waren nicht Teil der Studie. Ebenso könnten weitere Faktoren wie das Verschwinden von Beutetieren oder der Klimawandel dem Großzahnhai das Leben schwer gemacht haben. Die neue Konkurrenz der Weißen Haie war sicherlich nicht willkommen.

 

Quelle: McCormack, J., Griffiths, M.L., Kim, S.L. et al. Trophic position of Otodus megalodon and great white sharks through time revealed by zinc isotopes. Nat Commun 13, 2980 (2022). https://doi.org/10.1038/s41467-022-30528-9


Urzeitliche Giraffen lieferten sich Kopfkämpfe

Bis dato gilt die Giraffe als Paradebeispiel für Darwin’sche Evolution: Sie ist so hoch, dass sie nahezu ohne Konkurrenz an Bäumen fressen kann.

 

Ausgerechnet dieses Paradebeispiel könnte jetzt ein Fossilfund in Frage stellen. Vor etwa 17 Millionen Jahren lebte im Norden des heutigen Chinas ein Tier, das Forscher Diskokeryx xiezhi nannten. Es stammt aus der Gruppe der Giraffenartigen, die damals wesentlich mehr und unterschiedlichere Arten hatte, als heute.

Discokeryx hatte extrem dicke und robuste Halswirbel. Die untersuchenden Forscher vermuten, dass die Tiere damit starke Erschütterungen abfangen konnten. Modelle belegen diese Vermutung. Eine scheibenförmige Struktur auf dem Kopf war vermutlich mit einer Art flachem Horn besetzt. Die Forscher gehen daher davon aus, dass die Tiere ihre Köpfe ähnlich den heutigen Schafen und Ziegen aneinander rammten, um zu kämpfen.

 

Mehr dazu in diesem Video von Science:

 

 


Riesiger, fleischfressender Dinosaurier auf der Isle of Man entdeckt

Die Isle of Man liegt mitten in der Irischen See, zwischen Großbritannien und Irland. Und sie gehört der englischen Krone. Diese Insel scheint sich immer mehr zum Dinosaurier-Mekka Europas zu entwickeln. 2021 wurden von hier zwei bisher unbekannte Arten beschrieben.

 

Spinosauride
Ein Spinosauride am Strand

 

Jetzt haben Forscher Fossilreste eines Spinosauriden gefunden. Der provisorisch „White Rock Spinosaurid“ genannte Dino hat bisher noch keinen Namen bekommen, dazu sind auch viel zu wenige Elemente bekannt. Bisher sind nur fünf kleine Knochenfragmente bekannt. Der Co-Autor der Studie, Darren Naish sagt dazu „Wir haben ihm noch keinen Namen gegeben, weil wir nur Fragmente haben. Wir hoffen, weitere Spuren zu finden“.

 

Vor 125 Millionen Jahren durchwatete der „White Rock Spinosaurid“ in der Vectis-Formation eine Landschaft, die aus Lagunen und Sandbänken bestand.

 

Die neuen Funde unterstützen die These, dass sich die Spinosauriden im westlichen Europa entwickelt haben, bevor sie sich weiter ausbreiteten.

 

Siehe auch: Peer J.


Ungewöhnlicher fleischfressender Dinosaurier aus Ägypten

Die Bahariya-Oase in der Wüste Zentralägyptens ist eine der klassischen Dinosaurier-Fundstellen. Die etwa 98 Millionen Jahre alten Ablagerungen zeugen von einem ungewöhnlichen Land- und Wasser-Ökosystem, ähnlich einer großräumigen Mangrovenlandschaft.

 

Carnotaurus
Carnotaurus gehören zu den populärsten Abelisauruden (aus Press Release zu Prehistoric Planet, BBC; Apple TV+)

 

Forscher haben hier eine bisher unbekannte Abelisaurier-Art gefunden. Das noch namenlose Tier war vermutlich etwa 6 m lang und zeigte nach aktuellem Verständnis die typischen Merkmale dieser Familie: Kurzen Schädel mit vergleichsweise kleinen Zähnen, winzige Arme und natürlich zweibeiniger Gang. Ein gutes Beispiel für diese Familie ist der Carnotaurus, der in Prehistoric Planet eine Rolle spielte. Bei der neu entdeckten Art gehen Forscher aber nicht davon aus, dass sie Hörner trug.

 

Aus dieser Formation sind auch Spinosaurus und Carcharodontosaurus bekannt. Biotope dieser Art haben sich vermutlich über das gesamte heutige Nordafrika zwischen dem Roten Meer und Marokko  und mit einer Tiefe von mehreren 100 km erstreckt. So entstand ein riesiges Ökosystem, das die unterschiedlichsten, großen Fleischfresser beherbergte.

 

 

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Dinosaurs: The Final Day – fast die Fortsetzung von „Prehistoric Planet“ 

Paläontologe Robert DePalma macht in North Dakota eine unglaubliche Entdeckung. Er findet hervorragend fossilierte Tiere und Pflanzen, die just in dem Moment starben, als der Meteorit auf die Erde fiel, der das Ende der Dinosaurier besiegelte.

Die BBC hat DePalma bei seinen Ausgrabungen begleitet und die letzten Momente der Kreidezeit auf dem selben Niveau animiert, wie in Prehistoric Planet. So könnte „Dinosaurs: The final Day“ die Fortsetzung des Prehistoric Planet darstellen.

 

Dinosaurs: The Final Day ist am 18. April 2022 erschienen und läuft knapp 90 Minuten. Es wird als DVD in einem üblichen Case ausgeliefert.

 

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Zoo Dortmund: Trauer um zwei Senioren

Der Zoo Dortmund musste binnen weniger Tage direkt zwei Senioren unter den Zootieren verabschieden. Sowohl Ameisenbärin Sandra  als auch Nashorndame Natala waren die ältesten Tiere ihrer Art in Zoos weltweit bzw. in Europa.

 

Die Große Ameisenbärin Sandra, die schon im Zoo Dortmund geboren wurde, erreichte ein nahezu biblisches Alter von fast 28 Jahren. Sie kam am 9. Juni 1994 zur Welt und wurde teilweise mit der Flasche aufgezogen. In den letzten Wochen hatte sie stark abgebaut, so dass sie am 30.5., kurz vor ihrem 28. Geburtstag eingeschläfert werden musste.

 

Breitmaulnashorn-Dame Natala wurde mit 53 Jahren noch deutlich älter. Sie starb am 9. Juni in ihrer Herde, zu der sie seit 16 Jahren gehörte. Sie war Mutter von 6 Kindern, das älteste davon der Bulle „Knorpel“, der 1977 als erstes in Deutschland gezüchtetes Breitmaul-Nashorn in Münster auf die Welt kam.

 


Zu guter Letzt:

 

 




Notfall-Vorsorge zuhause

Den heutigen Beitrag missbrauche ich bewusst, um ein Thema anzusprechen, das mir sehr am Herzen liegt.

Wenn zuhause jemand einen Unfall hatte oder einen akuten Erkrankungsanfall hat, ruft man den Rettungswagen. Soweit so gut, und dann?

 

Vorbereitet sein ist alles

Notfälle kommen immer unerwartet. Doch wenn der Partner oder ein anderes Mitglied des Haushaltes einen medizinischen Notfall hat, ist es zu spät, vorzusorgen. Daher empfehle ich, an einem ruhigen Tag diese Vorsorge zu übernehmen:

1. Macht euch einen Notfall-Ordner

 

Notfallordner
Auffälliger geht’s kaum: So soll der Notfallordner sein.

 

In den Notfall-Ordner sollte für jedes Mitglied des Haushaltes ein Schnellhefter vorliegen. Er wird groß mit dem Namen beschriftet und sollte alle wichtigen medizinischen Daten enthalten (falls vorhanden):

  • aktuelle Medikation
  • Kopien der letzten Arztbriefe
  • Liste der Allergien und Unverträglichkeiten
  • Eigene Beschreibung der körperlichen Situation
  • Pässe zu Implantaten, Stents, Schrittmachern usw.
  • ggf. Patientenverfügung
  • Kontaktdaten des Hausarztes
  • Kontaktdaten eines Bekannten oder Verwandten außerhalb des Hauses, der sich im Notfall kümmert
  • Infos über Kinder in Schule oder Kindergarten, ob und wann sie abgeholt werden müssen, wo sie kurzfristig untergebracht werden sollen.
  • Infos über Haustiere, wer sie versorgt (Telefon!) oder abholt.
  • Ort der Notfalltasche (siehe unten)

 

Das erleichtert einem Arzt oder Sanitäter die Diagnose.

 

Der Notfallordner sollte deutlich gekennzeichnet werden, z.B. mit einem weißen Kreuz auf grünem Grund und der Aufschrift „Medizinischer Notfallordner“. Diesen Ort vermerkt man auf einem Aufkleber in Augenhöhe auf der Innenseite des Türrahmens, ebenfalls durch ein weißes Kreuz auf grünem Grund markiert.

2. Die Notfall-Tasche

Kulturtasche
Ein guter Anfang, um die Notfalltasche zu füllen

 

In der Notfall-Tasche sollte sich alles befinden, was man für ein bis zwei Tage im Krankenhaus benötigt, z.B.

  • Handzahnbürste, Zahnpasta, Seife (hier eignet sich eines der kleinen Fläschchen oder Stücke aus einem Hotel optimal), weitere Kosmetika, die man benötigt,
  • Kamm oder Haarbürste,
  • Zwei Sätze Unterwäsche, Socken, Jogginghose, Zipper-Pulli,
  • Ein Buch, das man immer wieder gerne liest, ich empfehle hier ein Buch mit abgeschlossenen Kurzgeschichten oder Episoden,
  • Kopfhörer,
  • Hausschuhe,
  • Ersatz-Ladegerät fürs Handy

 

Die Notfall-Tasche sollte an einem festgelegten Ort hinterlegt sein, so dass ein ortsunkundiger Sanitäter sie schnell finden kann. Ein Zettel mit der Aufschrift „Notfalltasche (Name)“ an der Tasche erleichtert ihm die Arbeit.

 

3. Wie kommt der Rettungsdienst zu mir?

Wer ein gut erkennbares Haus mit deutlich sichtbarer Hausnummer, direkt an der Straße, gegenüber einem markanten Punkt, bewohnt, braucht hier nicht weiter zu lesen. Alle anderen versetzen sich in die Situation des Rettungswagenfahrers: Er weiß, dass jemand schnell Hilfe braucht, hat aber Probleme, Hausnummern zu finden und weiß nicht, wo genau das Haus ist.

 

Rettungswagen
Wenn die Besatzung des Rettungswagens eingewiesen wird, kommt die Hilfe schneller

 

Optimal ist es, eine Person an die Straße zu stellen, die den Rettungswagen erwartet und die Retter zur Wohnung führt. Wenn die Nachbarn mitbekommen, dass ein Notfall besteht, sollte man sich einen oder zwei von ihnen greifen. Erstens bekommen sie dann was zu tun und können helfen, zweitens stehen sie nicht in der Wohnung oder im Treppenhaus im Weg herum.

 

Ist kein „Einweiser“ greifbar, leisten Pannenleuchten gute Arbeit: diese gut handtellergroßen Lampen haben ein oranges Blinklicht, das im Hellen wie im Dunkeln gut zu sehen ist. Sie haben einen eingebauten Magnet, mit dem sie sich hervorragend an einer erhöhten Position befestigen lassen, z.B. einem Briefkasten.

Wir nutzen drei Notfall-Blinkleuchten, die wir an bekannte Stellen auf dem Weg zum Haus aufstellen, so hat der Rettungsdienst problemlos zum Haus in der 2. Reihe gefunden. Natürlich machen wir auch alles andere an Licht an, was leuchtet.

 

Die Zeit zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des Rettungsdienstes ist meist quälend lang. Hat man genug Leute, die den Notfall gut zu betreuen und den Rettungsdienst einweisen, sollten alle Anwesenden beschäftigt werden:

Notfallordner und Notfalltasche bereitstellen, in Treppen und Fluren Platz für die Trage schaffen.

 

Sollten trotzdem noch Leute da sein, die nicht zur Familie oder zum engen Freundeskreis gehören, schickt sie nach Hause. So spannend das ist, so viel Anteil man auch nimmt und soviel Action man verpasst: Während der Untersuchung und Behandlung haben Nachbarn u.ä. im Zimmer nichts zu suchen!

4. Der Ablauf im Detail

Während eines Notfalls ist man nervös, das ist mehr als verständlich. Daher hilft es, den Ablauf einer Rettungsmaßnahme aufzuschreiben, auszudrucken und außen auf den Notfallordner zu kleben:

 

Frau telefoniert
Nur wenige Menschen sind beim Notruf so ruhig

 

  • Patienten soweit möglich stabilisieren und beruhigen.
  • falls möglich, auf Symptome für Herzinfarkt oder Schlaganfall prüfen
  • 112 wählen
    • Wer ruft an? Namen nennen
    • Wo ist der Notfall? Adresse nennen, ggf. Wegbeschreibung, markante Punkte in der Nähe des Hauses, auf oranges Blinklicht und/oder Einweiser hinweisen
    • Wer ist der Patient? Namen und Eckdaten wie Alter, Vorerkrankungen, akute Erkrankungen, Symptome nennen
    • ggf. Corona-Status nennen
    • Auf Rückfragen warten
  • Einweiser auf den Weg schicken oder Blinklichter selber platzieren (Platz/ Plätze hier vermerken)
  • Notfallordner bereit legen
  • Notfalltasche holen
  • Falls weitere Personen da sind, Treppenhaus und Flure frei räumen lassen, 2 Männer als Tragehilfe da behalten. Alle anderen wegschicken. Tragehilfen vor dem Haus als weitere Einweiser abstellen.

5. Üben und kontrollieren

Egal wer im Haushalt lebt, es lohnt sich, diesen Fall mehr oder weniger regelmäßig zu üben. Vor allem, wenn man Kinder hat, sollte man es zunächst einmal im Monat, später alle 2 Monate üben. Auch wenn ausschließlich Erwachsene im Haus leben, lohnen sich regelmäßige Übungen, denn Erwachsene reagieren meist nicht so cool wie Kinder.

 

Familie steht um einen Tisch
Gemeinsam den Notfall üben kann Spaß machen

 

Es lohnt sich, hierfür regelmäßig an einem bestimmten Tag im Monat eine Stunde Zeit zu nehmen und einen solchen Ablauf einmal durchzuspielen und danach zu besprechen. Auch den eigentlichen Notruf am Telefon kann man mehr als einmal üben. Bei der Gelegenheit sollte jeder die Blinkleuchten ein- und ausschalten üben. Dabei kann man auch direkt die Batterien prüfen.

 

Einen Tag im Monat, z.B. den ersten Samstag, sollte man sich eine halbe Stunde Zeit nehmen, um den Notfallordner auf den neuesten Stand zu bringen.

 

6. Sich fortbilden

Herzmassage
Die Erste-Hilfe-Ausbildung lohnt sich immer!

 

Auch während der Corona-Pandemie führen zahlreiche Sozial- und Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser, die Deutsche Unfallhilfe und zahlreiche andere Erste Hilfe Kurse an. Das Kursprogramm ist mittlerweile so kompakt, dass man den Kurs an einem Samstag oder Sonntag absolvieren kann – und es macht Spaß! Insbesondere wenn man diese Kurse zu zweit absolviert.

Neben dem Schein, den man sicher gelegentlich brauchen kann, gibt er tatsächlich Sicherheit im Notfall.


 

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Notfalldose 3er-Set

Die Notfalldose gehört in den Kühlschrank, wo sie schnell von Sanitätern gefunden wird. Sie enthält ein Infoblatt mit den wichtigsten Informationen zum Kranken, Ärzten und was sonst noch zu tun ist.

Ergänzt wird die Dose durch einen Aufkleber, die den Weg zum Kühlschrank und Notfallordner hinweisen.

 

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Warnblinklicht 2er-Set

Blinkt orange, in diversen Modi, läuft auf 3 Batterien, ist wasserfest und wird jede Aufmerksamkeit auf sich lenken.

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Freitagnacht-Kryptos: Kreaturen der Holzfäller: Die Ringschlange

Hoop-Snake oder Ringschlange

Serpenscirculousus caudavenenifer

 

Die Hoop- oder Ringschlange ist eine altbekannte Bedrohung. Ihre Existenz wird durch zahlreiche Berichte von höchst glaubwürdigen Parteien deutlich belegt. Überall, wo sie vorkommt, zeigt sie die selben Eigenschaften. Ihre Angewohnheit, den Schwanz in sein Maul zu stecken und sich mit unglaublicher Geschwindigkeit auf die Jagd nach seiner Beute oder einem eingebildeten Feind zu rollen, wird glücklicherweise von keinem anderen Mitglied des Tierreichs nachgeahmt.

 

Ringschlange
Die Ringschlange auf der Jagd

 

Der Schwanz endet in einem Stachel, der Gift von solcher Kraft trägt, dass eine Dosis von nur 0,003 ppm ausreicht, um selbst den lederhäutigen Hodag grün werden, gewaltig anschwellen und innerhalb einer Stunde sterben zu lassen. Kein Wunder, dass Leute, die sich mit Waldkunde auskennen, vor dieser kreisförmigen Zerstörungsmaschine zurückschrecken.

 

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Schlangen – die interessantesten Arten der Welt

Das ultimative Buch für Reptilienliebhaber! Diese umfassende Enzyklopädie stellt die wichtigsten Schlangenarten der Welt vor und lässt ihre Schönheit und Einzigartigkeit lebendig werden. Über 60 Artenporträts sind enthalten, die jeweils umfangreiche Informationen zu typischen Merkmalen zusammenfassen.

 

 

Bildunterschriften, Anmerkungen und Info-Kästen erklären wichtige Aspekte des Verhaltens, der körperlichen Merkmale, der Tarnung und Fortbewegungsart. Jedes Tier wird mit fantastischen Groß- und Detailaufnahmen gezeigt. Darüber hinaus vermittelt das Nachschlagewerk allgemeines Wissen zu Evolution, Anatomie, Verteidigung und Lebensraum der Tiere. Ein Schlangen-Lexikon im Anhang enthält rund 3.000 Arten, geordnet nach der aktuellen Systematik und ergänzt durch Kurzporträts der Gattungen.

 

Schlangen – die interessantesten Arten der Welt ist 2016 bei Dorling Kindersley erschienen und hat in der deutschsprachigen Ausgabe 200 Seiten.

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Die beim Rollen erreichte Geschwindigkeit ist geradezu bemerkenswert. Ein ausgewachsener Präriehase ist Kuchen für diese Schlange. Eine ausgewachsene Schlange hat als Ring einen Durchmesser von 1,5923 Fuß. Sie wurde auf eine clever gestaltete Rollplattform gelockt und gestoppt. Zunächst hatte sie eine Drehzahl von 100 die auf etwa etwa 1056 Umdrehungen pro Minute anwuchs. Dies entspricht einer Geschwindigkeit von etwa 60 mph. Die einzige Möglichkeit, ihr zu entkommen, besteht darin, über einen Zaun zu klettern. Die Schlange muss den ringförmigen Zustand verlassen, um durchzukommen.

 

Spuren der Ringschlange
Hier sind zwei Ringschlangen entlang gerollt. Deutlich sichtbar sind die Eindrücke des Schuppenkleides

 

Es gibt viele authentische Todesfälle durch das Gift dieses Reptil. Die vielleicht überzeugendste Beobachtung ist, dass eine Reifenschlange in einem Anfall von Wut einen von Paul Bunyans Stammwendern (ein Gerät für Holzfäller) biss. Natürlich war dieses Gerät anfangs ein beträchtlicher Stock, aber durch das Gift schwoll er auf solche Ausmaße an, dass Paul ihn zu 946 Holzlängen zerschnitt. Und dann wollte das verdammte Zeug nicht brennen. Es lag einfach im Ofen und zischte vor sich hin.

 


Die

„Kreaturen der Holzfäller“

 

Holzfäller
US-Holzfäller um 1900: Burschen wie sie haben William Cox ihre Geschichten erzählt

stammen aus einer Zeit, in der die Wildnis Nordamerikas weitgehend unbekannt war. Nach den Waldläufern, Trappern und Goldsuchern kamen die Holzfäller in die Wälder. Es waren oft harte Kerle, die gerne auch ein gewisses Mythos um sich, ihre Arbeit und die gewaltigen Wälder des Kontinentes woben.

 

Die „Kreaturen der Holzfäller“ entstanden aus diesem selbst geschaffenen Mythos. einer gefährlichen Arbeit, Lagerfeuerromantik und der Eintönigkeit einer harten Arbeit. Forstinspektor William T. Cox hat sie alle gesammelt und mit einem Augenzwinkern aufgezeichnet.

 

Wir bringen jeden ersten Freitag im Monat einer dieser Kreaturen kurzfristigen Internet-Ruhm.

 


Literatur:

Tyron, Henry H. (1939): Fearsome Critters, illustrated by Margret Ramsey Tyron, The Idlewild Press, Cornwall, NY:

 




Presseschau 10/22 mit Nessie, einem Bär und geheimnisvollen Walen

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch!

 

Liebe Leserinnen und Leser, endlich gibt es mal wieder eine Presseschau. Seit der letzten Ausgabe ist viel passiert, der nasse Tod des Hauptrechners in der Redaktion eingerechnet. Daher gibt es auch eine ungeheure Zahl von Meldungen – spannenderweise sind Meldungen aus der klassischen Kryptozoologie so gut wie gar nicht dabei.

 

Highlights der vergangenen Wochen waren vor allem Dinosaurier-Animations-Dokus der BBC. Innerhalb kürzester Zeit haben die Briten zwei Dokumentationen veröffentlicht, die großen Widerhall bei den Dinosaurierfreunden in aller Welt erzeugt haben.

Dinosaurs: The Final Day“ haben wir bereits ausführlich ins Leere besprochen. Außerhalb von Großbritannien konnte diese Doku bisher nur Einzelpersonen zugänglich gemacht werden. Nachdem sie am 15. April bei der BBC und am 11. Mai beim US-Sender PBS gelaufen war, ist sie ab sofort auch als DVD außerhalb dieser Länder erhältlich.

 

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Dinosaurs: The Final Day – fast die Fortsetzung von „Prehistoric Planet“ 

Paläontologe Robert DePalma macht in North Dakota eine unglaubliche Entdeckung. Er findet hervorragend fossilierte Tiere und Pflanzen, die just in dem Moment starben, als der Meteorit auf die Erde fiel, der das Ende der Dinosaurier besiegelte.

Die BBC hat DePalma bei seinen Ausgrabungen begleitet und die letzten Momente der Kreidezeit auf dem selben Niveau animiert, wie in Prehistoric Planet. So könnte „Dinosaurs: The final Day“ die Fortsetzung des Prehistoric Planet darstellen.

 

Dinosaurs: The Final Day ist am 18. April 2022 erschienen und läuft knapp 90 Minuten. Es wird als DVD in einem üblichen Case ausgeliefert.

 

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Die zweite Doku-Reihe, „Prehistoric Planet“ ist keine 6 Wochen danach erschienen. Auch dieses mal wieder von der BBC mit einem amerikanischen Partner: Apple TV+. Sie ist seit vergangenem Montag in 5 Folgen im Streaming zu sehen, jeden Tag kam eine Folge dazu. Wir haben ausführlich berichtet, die Meinungen, die uns über die sozialen Medien und aus anderen Kanälen erreichten, waren alle positiv bis begeistert. Da stellt sich natürlich bald die Frage „Ich will nicht von der Willkür Apples abhängig sein und auch dort kein Abo bezahlen. Wann gibt es die Serie als DVD?“ Bisher wissen wir das nicht. Keine unserer Quellen hat dazu etwas sagen können. Wir bleiben am Ball. Sobald es die Serie auf DVD gibt, bringen wir ein Medien-Special.

 

Klassisch-kryptozoologisch ist nicht viel los, aber die Meldungen aus der Zoologie sind sehr zahlreich. Daher:

 

Viel Spaß beim Lesen

 

wünscht

 

Tobias Möser


Die Meldungen:

 

Nessie zeigt sich mal wieder

Auf einer Videoaufnahme im Wasser des Loch Ness, 500 m von Urquhart Castle entfernt ist eine Störung der Wasseroberfläche zu sehen. Wohlmeinende haben sie als Nachweis für Nessie interpretiert, zumal es sich langsam in Richtung Ufer bewegt und etwa eine Minute sichtbar bleibt.

 

Hinweis: Das Weiße links in Bildmitte ist keinesfalls Nessie, sondern ein in Schottland wesentlich häufiger vorkommendes Tier: ein Schaf.

 

Angebliche Nessie Sichtung am 220524
Diesen Fleck im unten eingestellten Video bitte verfolgen: Nessie-Sichtung vom 24.5.20222 (Foto: Screenshot von Eoin Fagans youtube-Account)

 

Hier das Video:

Der Besitzer des Accounts schreibt hierzu:

 

Loch Ness Monster kommt an die Oberfläche, 500 Meter vom Ufer bei Urquhart Castle entfernt. Ein großer Körper erscheint bei ruhigen Bedingungen, gefangen auf der Webcam. Ich würde schätzen, dass es ungefähr 18 ft. lang und mindestens 4 ft. hoch aus dem Wasser ragte. Es zeigt, einen großen Buckel, dann zwei Höcker, und nach einer Minute verschwindet es vollständig.

Etwa 300 Meter von der Stelle, an der Nessie auftauchte, ist die Welle eines Schiffes zu sehen.

 

Ich stimme mit dieser Interpretation nicht überein und wage mal das Wort „Otter“ ins Feld zu werfen.

 


Wieder ein Bär in Deutschland

Anfang Mai ist in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen erneut ein Bär in einer Fotofalle dokumentiert worden. Weitere Sichtungen des Tieres sind nicht bekannt, vermutlich hat er sich bald wieder nach Österreich zurückgezogen.

 

Zwei Alpenbraunbären im Schnee
Zwei Alpenbraunbären im Schnee

 

Dies ist seit Frühjahr 2020 das zweite Mal, dass ein Bär in Deutschland unterwegs war. Meist überqueren die Petze die Grenze nur um wenige hundert Meter und nur für wenige Stunden bis Tage.

Vor dieser „Sichtung“ war ein Bär bei Reutte in Tirol nachgewiesen. Vermutlich stammt das Tier aus der italienischen Population aus dem Trentin, sicher ist das aber nicht. „Eine Populationszugehörigkeit könnte man nur über eine DNA-Analyse herausfinden“, erläutert ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt in Augsburg.

 


Erstmals Vermehrung von Goldschakalen in Deutschland

Biologen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg konnten einen jungen Goldschakal auf einer Wildkamera identifizieren. Es handelt sich um ein Tier, das im Frühjahr 2021 geboren wurde. Dies ist der erste – wenn auch indirekte – Nachweis für die Reproduktion dieser Tiere in Deutschland.

 

Goldschakal
Der Goldschakal liegt in der Größe zwischen Wolf und Fuchs

 

Die Wildtierkunde geht davon aus, dass der Goldschakal erst in jüngster Zeit nach Deutschland einwandert und sich nur dort etablieren kann, wo keine Wölfe leben. In der Kryptozoologie wird seit längerem diskutiert, ob der schwer fassbare „Rohrwolf“ nicht ein Goldschakal ist/war.

 

Quelle der Meldung: landtiere.de 


 

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Gibt es Geisterschiffe wirklich? Die Wahrheit hinter den Meeres-Mythen

Monsterwellen, die sich aus dem Nichts auftürmen und sogar Ölplattformen verschlingen; Frachter, die blitzschnell in die Tiefe gerissen werden; Geisterschiffe, Riesenkraken und Seeschlangen – alles nur Seemannsgarn? Nein, das gibt es wirklich! Heute, mit den Methoden moderner Wissenschaft, weiß man mehr. Sensoren, Satelliten und Tiefsee-U-Boote helfen, die – bisweilen schauerliche – Wahrheit hinter den Legenden ans Licht zu bringen. In seiner spannenden Mischung von Fakten und Anekdoten enthüllt Olaf Fritsche, was man über das geheime Innenleben der Meere inzwischen herausgefunden hat.

 

Gibt es Geisterschiffe wirklich? ist 2018 bei Rowohlt erschienen und hat als Taschenbuch 320 Seiten. Es ist auch für den Kindle erhältlich.

 

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Die aktuelle Wal-Berichterstattung

Europa

Irland: Der am 1. Mai bei Glengarriff in West Cork gestrandete Zwerg-Pottwal ist ein Erstfund für die Grüne Insel. Die Irish Whale and Dolphin Group erklärt: Das Weibchen war 2.25 m lang und hatte ein Jungtier, als es starb. Im Magen fanden die Untersucher Rückstände von Kalmaren und andere Gegenstände, die noch untersucht werden müssen. Das Skelett wird präpariert und soll National Museum of Ireland (Natural History) ausgestellt werden.

Eine genetische Untersuchung des Tieres gab eine 99%ige Übereinstimmung mit den Zwerg-Pottwalen des Nordatlantiks. Quelle: afloat.ie

 

gestrandeter Pottwal
2016 strandeten bei einem einzigen Event 30 Pottwale in der südlichen Nordsee, davon mindestens 7 in Deutschland.

 

England: Ein Pottwal, der am vergangenen Wochenende im Themse-Mündungstrichter bei Swale gestrandet und verstorben ist, hatte einen leeren Magen. Wissenschaftler untersuchten das 12,44 m lange Tier und fanden im Magen keinerlei Kalmar-Schnäbel. Diese gehören zu den wichtigsten Nahrungstieren. Sie fanden aber auch keinen Meeresmüll oder Kunststoffreste.

Möglicherweise gehört der Wal zu einer Gruppe Pottwale, die sich im März diesen Jahres in die Nordsee verirrten und danach nur noch sporadisch gesehen wurden. Quelle: today98 Post

 

Südliche Ozeane

Südafrika: Buckelwale sind für ihre Gesänge bekannt. Sie sind seit vielen Jahren bekannt, Wissenschaftler erforschen sie und haben an ihnen einiges über die agilen Wale gelernt. Doch nun ergänzen die Tiere ihre Gesänge durch eine völlig neuartige Geräuschklasse: Einen sehr kurzen, scharfen Knall. Forscher einer südafrikanischen und einer britischen Universität sowie Wissenschaftler der Organisationen Sea Search und Greenpeace haben diesen Ton am Tiefseeberg Vema aufgezeichnet. Das Geräusch könnte mit dem Fressverhalten zu tun haben und nicht zwangsläufig Teil der Kommunikation sein. Quelle: Tagesschau.de

 

Buckelwale
Zwei Buckelwale

 

Nordamerika

Kalifornien: An einem kleinen Strand bei Mendocino in Zentralkalifornien ist ein 16 ft. langer Schnabelwal gestrandet. Bisher ist noch nicht klar, welcher Spezies der Wal angehört. EcoWatch berichtet, weiß aber auch nicht mehr.
Unbestätigte Meldungen aus den Sozialen Medien berichten von „ungewöhnlichen Verletzungsspuren“.

 

Texas: Forscher der Austin State University haben herausgefunden, dass Große Tümmler sich auch anhand ihres Urins unterscheiden können. „Delfine halten ihr Maul offen und probieren den Urin von vertrauten Individuen länger als den von unbekannten“, erklärte der Forscher Jason Bruck. Damit sind Delfine die ersten Wirbeltiere, die sich gegenseitig am Geschmack erkennen.

Anders als die von Delfinen ebenfalls benutzten „akustischen Namen“ bleiben Urinfahnen im Meer länger bestehen, auch wenn die Tiere schon länger weiter geschwommen sind. Quelle: Science Advances

 

Zwei große Tümmler im Meer, einer taucht zu einem Drittel aus dem Wasser
Große Tümmler

 

Texas: Bei North Padre Island scheint ein Großer Tümmler zum „Problemdelfin“ zu werden. Das Tier zeigt Verhaltensweisen, die für Menschen und Tiere gefährlich werden können. Mehrmals haben Biologen beobachtet, wie er badende Kinder von ihren Eltern und schwimmende Hunde von ihren Besitzern trennte. Dieses Schwarmteilungsverhalten ist ein erster Schritt für einen Angriff.

Dieses eindeutig aggressive Verhalten scheint eine Reaktion auf Fütterung durch Menschen zu sein. Seit über einem Jahr versuchen Biologen, Polizisten und Einwohner Touristen davon abzuhalten, das Tier zu füttern, mit ihm zu schwimmen oder sonst zu interagieren. Der Große Tümmler sei nun so an Menschen gewöhnt, dass er die Interaktion mit Menschen und Booten sucht.

Bisher ist es noch nicht zu einem Unfall gekommen, bei dem ein Mensch oder ein Haustier verletzt wurden. Große Tümmler gelten seit „Flipper“ als freundlich, sind jedoch große Raubtiere, die auch andere Wale wie Hafen- oder Dall-Schweinswale töten. Bei einem Fressangriff im Wasser hätte ein Mensch keine Chance. Quelle: NOAA


Wolf am Niederrhein überfahren

AM 16.5. wurde auf der Autobahn A 2 in Bottrop ein Wolf überfahren. Nur wenige Tage nach dem Unfall veröffentlichte das LANUV das Ergebnis der genetischen Untersuchung.

 

Wolf
Europäischer Wolf (Beispielbild)

 

Bei dem Tier handelte es sich tatsächlich um einen Wolf. Das junge Tier stammt aus einem Rudel in Niedersachsen.

Am Tag vor dem Unfall hatten mehrere Zeugen einen Wolf (oder ein wolfsähnliches Tier) im Stadtgarten von Bottrop gemeldet.

Wölfe kommen nur selten in städtische Bereiche. Wandernde Tiere verirren sich gelegentlich, so wurden in NRW Wölfe in den städtischen Bereichen von Essen und Köln beobachtet.

Quelle: WDR


„Polarstern 2“ kann bestellt werden

Das mittlerweile legendäre deutsche Polar- und Meeresforschungsschiff „Polarstern“ von 1982 trotz regelmäßiger Überarbeitung in die Jahre gekommen. Nun hat der Bund die Mittel für einen Neubau freigegeben: Die ersten Planungen greifen auf 2012 zurück, 2020 konnte ein Neubau nicht vergeben werden. Damals rechnet man mit 500 Millionen Euro, mittlerweile sind die Ansprüche noch weiter gestiegen.

 

FS Polarstern in Bremerhaven
Die Polarstern im Heimathaften Bremerhaven. Foto: Denis Sandmann CC 4.0

 

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven rechnet damit, das aktuelle Schiff 2027 durch den Neubau ersetzen zu können.

 

Quelle: n-tv

 


Denisova-Mensch lebte auch in den Tropen

Bisher kannte man den elusiven Denisova-Hominiten nur von zwei Fundorten, in Sibirien und Tibet. Doch offenbar waren diese Menschen keine Kältespezialisten. Forscher fanden in der Tam Ngu Hao 2 im Anamit-Gebirge in Laos einen Backenzahn, der einem jungen Denisova-Mädchen gehörte.

 

Künstlerische Darstellung des Denisova-Hominiden
Eine junge Denisova-Frau mit etwas abwertendem Blick. (Image: Maayan Harel)

 

Der Zahn wurde ins mittlere Pleistozän auf 131.000 bis 164.000 Jahre datiert. Die Besitzerin war vermutlich zwischen 3,5 und 8,5 Jahre alt. Die äußere Struktur der Zahnkrone ist der Struktur von Denisova-Hominiden ähnlicher, als der von Neanderthalern.

 

Dies deutet einmal mehr darauf hin, dass Südost-Asien im Pleistozän ein Hotspot der Menschenarten-Diversität war. Neben den Denisova-Hominiden fanden Forscher Homo erectus, H. floresiensis, H. luzonensis und Homo sapiens.

Die Arbeit ist in Nature Communications erschienen.


830 Millionen Jahre alte Mikroorganismen in einem Kristall entdeckt

Halit oder Steinsalz ist die kristallisierte Form von Kochsalz. Hier kommt es immer wieder zu winzigen, eingeschlossenen Wasserblasen. In einer solchen mikroskopischen Wasserblase in einem Halit-Kristall aus der zentralaustralischen Wüste haben Forscher möglicherweise lebensfähige Mikroorganismen entdeckt.

 

Quelle: Science Alert


 

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Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit

 

Lassen Sie sich auf eine atemberaubende Reise in die Urzeit entführen! Von der Entstehung unserer Erde vor ca. 4,5 Milliarden Jahren bis zum Erdzeitalter Quartär – dieses Buch berichtet über die Lebewesen der Urzeit in über 2.200 beeindruckenden Fotos & 3D-Grafiken. Ob winziges Bakterium, riesige Dinosaurier, frühe Säugetiere, Fossilienfunde oder die ersten Menschen – atemberaubende visuelle Darstellungen dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung des Lebens.

 

Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit ist 2020 bei Dorling Kindersley erschienen und hat satte 440 Seiten. Das großformatige Werk ist ein echtes Pfund in jedem Bücherregal und Lesenspaß für Groß und Klein.

 

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Kurz gemeldet

 

Nummerierte Schildkröten in Köln ausgesetzt

Im Kölner Stadtteil Porz hat eine Fußgängerin einen Karton mit 16 kleinen Landschildkröten gefunden. Irgend jemand hat den Tieren mit weißer Farbe Nummern auf den Panzer gemalt, teilte das Tierheim in Köln-Dellbrück mit.

 

Bis das Tierheim die Schildkröten vermitteln darf, müssen sie bei der Unteren Landschaftsbehörde angemeldet werden. „Bitte geduldet euch noch ein wenig mit Vermittlungsanfragen“, hieß es. n-tv und eine große Zeitschrift mit vier Buchstaben haben berichtet.

 

Otter werden in britischen Städten heimisch

Fischotter werden selbst dort kaum gesehen, wo sie häufig sind. Aktuell hat man in Großbritannien nicht etwa in unberührter Landschaft die beste Chance, sondern in zahlreichen Städten. Das Natural History Museum berichtet, dass Fischotter unter anderem in Edinburgh, Manchester, Birmingham und London heimisch werden. Die allgemeine Verbesserung der Flüsse zeigt sich auch auf diese Weise.

 

Bonner Polizei fängt Tiger

Die Bonner Polizei hat einen freilaufenden Tiger eingefangen. Es fiel den Beamten der ehemaligen Hauptstadt ziemlich leicht, denn es handelte sich um eine Plüschfigur des „Janosch“-Tigers.

Da er sicher schmerzlich vermisst wird, „fahndet“ die Polizei auch in den Sozialen Medien nach dem Besitzer des gestreiften Tieres:

 

„Das unten abgebildete Stofftier wurde durch die Bonner Polizei am 22.05. gegen 19:45 Uhr auf der B9 in Höhe Haltestelle Hochkreuz in Fahrtrichtung Bonn auf der Fahrbahn „freilaufend“ angetroffen. Es konnte unter Aufbietung aller Dompteurfähigkeiten eingefangen und zur Wache Bad Godesberg verbracht werden“, hieß es in der Meldung der Bonner Polizei.

„Sachdienliche Hinweise“ auf den Besitzer seien daher hochwillkommen.

 


Zu guter letzt:

 

Mal etwas völlig anderes: