Presseschau Kalenderwoche 03/2020

Herzlich Willkommen zur Presseschau. Diese Woche gibt es eine Menge News aus unterschiedlichsten Bereichen, von Fossilien bis zum Fischlift, von Buschfeuern bis Riesenkalmaren. Zum Glück sind die Meldungen in der Summe nicht mehr so negativ wie in den letzten beiden Wochen, auch eine alte Bekannte ist dabei. Die Auswahl fiel dennoch nicht leicht, so ist wieder eine Menge zusammengekommen.

Aber lest selbst:

Buschfeuer in Australien

Folgen des Buschfeuers
Reste des Buschfeuers in New South Wales

Die Buschfeuer in Australien wüten weiter. Satellitenbilder helfen bei der Aufklärung und in einigen Gebieten hat es kräftig geregnet. Der Regen hilft den Rettungskräften, sorgt aber auch für Überschwemmungen und matschige Wege. Blitze entfachen einzelne Feuer neu. Die Rettungskräfte sind die nach mehreren Wochen Einsatz am Ende ihrer Kräfte.

Mittlerweile gibt es auch glaubhafte Zahlen, die nicht durch die Regierung oder Fox News gefiltert worden sind: Bisher sind 107.000 km² Fläche abgebrannt, das ist mehr als die Fläche Islands. Schätzungen gehen zwischen 400 Millionen und einer Milliarde getöteter Wirbeltiere aus. Bisher weiß man von 28 toten Menschen und über 2000 zerstörten Häusern.

Die Buschfeuer sind flächenmäßig bei weitem nicht die größten, mit denen Australien zu tun hatte. Seit 1968 hat es sechs größere Buschfeuer gegeben, die teilweise die vierfache Fläche betroffen haben. Allerdings fanden diese alle in den Grasländern im trockenen Norden des Kontinentes statt, die ökologisch auf solche Feuer eingerichtet sind. Jetzt brennen subtropische und gemäßigte Wälder, in denen die Feuer wesentlich größere Schäden anrichten.


Fischlift am Baldeneysee kommt später

Sperrwerk Baldeneysee
Das Sperrwerk am Baldeneysee in Essen

Der Baldeneysee bei Essen ist einer der zahlreichen Ruhr-Stauseen. Da Fische die Staumauern und Sperrwerke nicht überwinden können, hat man an vielen Seen eine Fischtreppe installiert. Dies ist am Baldeneysee nicht möglich, deswegen hat man sich für einen neuartigen Fischlift entschieden.

Der WDR beschreibt den Lift so: „Der Fischlift ist ein sehr ausgeklügeltes System: Mithilfe einer im Lift erzeugten Strömung sollen die Fische in die zwei Fahrkörbe des Lifts hineingelockt werden. Nachdem der Lift dann hoch gefahren ist, muss wiederum eine Strömung erzeugt werden, damit die Fische aus den Fahrkörben heraus in den Baldeneysee finden.“

Dieser Fischlift wird aber nicht wie geplant im Frühling fertig. Der Ruhrverband hofft, die Einrichtung im Frühsommer in Betrieb nehmen zu können.

Originalmeldung des WDR


Erst Artenschutz, dann nach Hause

80 kg schwer, 1,50 m groß und 100 Jahre alt – Bei Menschen wäre das vermutlich ein Grund, ins Altersheim zu gehen. Diego sieht das anders. Er darf nach Hause: auf die Insel Espanola auf dem Galapagos-Archipel. Diego ist eine Riesenschildkröte der Art Chelonoidis hoodensis*, und eines der wenigen Männchen in einem erfolgreichen Reproduktionsprogramm. In diesem Programm wurden etwa 1800 junge Schildkröten gezüchtet, um die letzten 200 wildlebenden Tiere zu unterstützen. Vor 50 Jahren gab es nur noch zwei Männchen und zwölf Weibchen.

Nach Angaben des Nationalparks Galapagos soll Diego Vater oder Ahne von mindestens 40 Prozent der 2000 Schildkröten sein.

Quelle: ntv.de


Sonnenstürme sorgen für Orientierungsverlust bei Grauwalen

Grauwal vor Kalifornien
Grauwale vor Kalifornien

Grauwale sind die am weitesten wandernden Säugetiere. Die ostpazifische Population zieht mehr als 10.000 km von der Beringsee bis in den Golf von Kalifornien. Um sich bei dieser Reise zu orientieren, nutzen sie möglicherweise auch das Erdmagnetfeld.

Kenneth Lohmann, Biologe an der University of North Carolina berichtet dem Portal livescience.com: „Es gab bereits früher Berichte, die Magnetstürme auf der Sonne mit Walstrandungen verbanden, aber jetzt gibt es eine gute und überzeugende Analyse.“ Wissenschaftler sind noch unsicher, ob Wale einen Magnetsinn zur Navigation nutzen. Bei weit wandernden Tieren wie Grauwalen ist es wahrscheinlich, denn der Ozean bietet wenig andere Orientierung.

Jesse Granger von der Duke University in North Carolina und ihre Mitautoren haben nun Grauwalstrandungen an der US-Westküste zwischen 1985 und 2018 mit der Sonnenaktivität verglichen. Gab es viele Strandungen, konnten sie auch viele Sonnenflecken nachweisen. Granger sagt aber auch, dass damit nicht belegt ist, dass Wale einen Magnetsinn haben. „Alles was wir wissen ist, dass Wale deutlich öfter stranden, wenn die Sonne verrückte Dinge macht.“

Sonnenflecken sind Stellen auf der Sonnenoberfläche, die etwas kühler sind, als die Umgebung. Ihre Zahl und Größe bilden das einfachste Maß für die Sonnenaktivität: Ursache der Flecken sind starke Magnetfelder, die sich auch auf die Magnetosphäre der Erde auswirken. Sie können Satelliten und andere elektronische Geräte stören und verursachen verstärkte Polarlichter.

Quelle:

Solar Storms Might Be Causing Gray Whales to Get Lost


Unfreiwilliges Souvenir: Ehepaar bringt Skorpion aus Namibia mit

Hottentotta jayakari
Hottentotta jayakari (Foto: Philipp Weigell CC 3.0)

Beim Auspacken der Koffer kam der Schreck: Ein Skorpion hatte sich im Reisegepäck einer Kölnerin versteckt. Zum Glück reagierte die Dame geistesgegenwärtig und stülpte ein Glas über das potenziell giftige Tier.

Die Kölner Feuerwehr brachte den Gliederfüßer zum Zoo, wo der Kurator des Aquariums den Fund der Gattung Hottentotta* zuordnete. Die Stiche der Tiere dieser Gattung können sehr schmerzhaft sein, sind aber normalerweise nicht lebensbedrohlich.

Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt im Kölner Zoo reiste der Skorpion weiter in den Tierpark Brügge in Belgien, wo er artgerecht untergebracht wird.

Quelle: WDR

 


Die Mokele-Mbembe-Kiste

Wer auf unserem Mokele-Mbembe-Kongress im Oktober letzten Jahres nicht dabei sein konnte, freut sich vielleicht über die speziell zusammengestellte „Mokele-Mbembe-Kiste“. In der einer historischen Expeditionskiste nachgebildeten Holzschachtel finden sich:

  • Buch – „Reptilia“ von Thomas Thiemeyer
  • Buch – „A la Recherchedu Mokélé Mbembé“ – Michel Ballot (in Französisch)
  • DDR Romanzeitschrift: Das neue Abenteuer – Ausgabe „Im Supfe des Mokele Mbamba“
  • DVD – „Jurassic C.S.I.“, National Geograhpic (neu)
  • DVD – Spielfilm „Baby – Das Geheimnis einer verlorenen Legende“, italienische Ausgabe, hat aber die englische und deutsche Version drauf!(gebraucht)
  • Buch – „Wesen diees nicht geben dürfte“ – Reinhard Habeck (neu)
  • CD – Alle Ausgaben der privaten kryptozoologischen Zeitschrift „Pterodactylus“ als pdf-Datei
  • kleines Dinosaurier-Ausgrabungsset
  • mehrere Dinosauriermodelle
  • Kugelschreiber
  • Mini-Taschenlampe
  • Postkarten zum Event
  • Postkarten von der Dauerausstellung „Kryptozoologie“ im Museum „Tor zur Urzeit“ in Brügge (Schleswig-Holstein)
  • eine Jahreskarte für eine Person zum kostenlosen Besuch das Museums 2020
  • neues, kleines Notizbuch
  • Notizbuch zum Event
  • Aufkleber zum Event
  • Einkaufsbeutel mit Aufdruck zum Event
  • Autogrammfotos von Michel Ballot und Francois de Sarre
  • Teilnehmer-Anstecker
  • DVD – Die Dinosaurier von morgen, BBC-Doku (neu)
  • komplette Eventmappe für Teilnehmer, mit Vortragskonzeption von Michel Ballot, Tagesablauf und alle Informationen rund um den Galileo-Park in Lennestadt-Meggen

Dieses einmalige Angebot erfolgt über ebay!


Archaeopteryx ist Fossil des Jahres

Archaeopteryx lithographica Berliner Exemplar
Das Berliner Exemplar des Archaeopteryx, vielleicht das berühmteste Fossil der Welt.

Die Paläontologische Gesellschaft kürt jedes Jahr das Fossil des Jahres. Dieses Jahr wurde es der Archaeopteryx*. Eberhard „Dino“ Frey vom Naturkundemuseum Karlsruhe begründet die Wahl mit der einzigartigen Kombination von Dinosaurier- und Vogelmerkmalen, die die stammesgeschichtliche Herkunft der Vögel belegt. Sie sind direkte Nachkommen kleiner Raubsaurier des Erdmittelalters.

Der Archaeopteryx ist bisher nur in den Solnhofener Plattenkalken in Deutschland gefunden worden. Lediglich ein Zahnfragment stammt aus einem portugiesischen Steinbruch. Mittlerweile sind 12 Exemplare bekannt, von denen vermutlich eines keinen Urvogel, sondern einen flugunfähigen Raubsaurier darstellt. Von welchem Tier „die Feder“ ist, ist noch nicht abschließend geklärt.

Archaeopteryx wird derzeit in zwei Arten aufgeteilt, die kleinsten Tiere waren etwas kleiner als eine Taube, die größten etwas größer als eine Krähe. Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen legen eine zumindest teilweise dunkle Färbung der Federn nahe.

Der SWR hat hierzu einen sehr unterhaltsamen knapp achtminütigen Audiobeitrag ins Netz gestellt.


Kapstadt: Hai-Alarm löst Freude aus

Weißer Hai
Weißer Hai

Die False Bay in Kapstadt gilt als Hochburg der Weissen Haie. Seit Januar 2018 jedoch waren sie verschwunden. Wissenschaftler vermuteten, dass zwei Orcas, die für ihre Orca-Jagd bekannt sind, in die Bucht eindrangen. Weisse Haie meiden Orte, an denen Orcas Jagd auf sie gemacht haben, oft für viele Monate.
Nun wurden in der False Bay erstmals wieder zwei dieser Haie gesichtet. Die Menschen freuen sich sehr, weil…

n-tv mit einem knapp zweiminütigen Filmbeitrag.


Genom des Riesenkalmars sequenziert – Antworten und neue Fragen

Ein Mann liegt neben einem toten Riesenkalmar an einem schwarzen Strand
Riesenkalmar; Foto: Aplin-Brüder

Wissenschaftler der Universität Kopenhagen und des Woods Hole Marine Biological Lab (MBL) haben das Genom des Riesenkalmars Architheutis dux* sequenzuert. Mit 2,7 Milliarden Basenpaaren hat das Genom des Riesenkalmars etwa 90% der Ausmaße des menschlichen Genoms. Besonders interessant für die Wissenschaftler sind die Gene um Hox, das die Proteinbiosynthese steuert und Wnt, das einen zentralen Weg der Zelle steuert, auf äußere Reize zu reagieren.

Bemerkenswert ist, dass das Genom des Architheutis nur in einer Kopie vorliegt. Viele große Wirbeltiere haben ihr gesamtes Genom verdoppelt, eine Strategie, die bei ihnen großen Wuchs ermöglicht. Bemerkenswert ist auch die große Zahl von Genen, die für Protocadherine codieren. Bis vor kurzem dachte man, sie wären eine Erfindung der Wirbeltiere, aber bei Säugetieren gibt es etwa 50 bis 60 Gene, beim Architheutus mehr als 100 und beim Oktopus sogar über 160. Sie sind wichtig, ein kompliziertes Gehirn zu vernetzen. Dies belegt die Kompexität der Cephalopodengehirne auch von genetischer Seite.

Bei der weiteren Analyse der DNA erhoffen die Forscher Antworten auf Fragen wie „Wie konnte A. dux eines der größten Gehirne der Wirbellosen entwickeln?“ oder „Kann er seinen Körper ständig tarnen?“ oder „Wo kommt sein hoch entwickeltes Verhalten und die Agilität her?“

 


Prozesse um Filmhuhn Sieglinde endlich beendet

Das braune Huhn, das für Film und Fernsehen geschult war, kam im Sommer 2017 um. Ob es, wie die Klägerin behauptet, vom freilaufenden Hund des Beklagten getötet wurde, ist unklar. Im Dezember 2018 hatte das Amtsgericht Geldern der Besitzerin eine Summe von 300 € zugesprochen. Jetzt kam der Fall wieder vor Gericht, weil beide Parteien mit diesem Urteil nicht einverstanden waren. Die Hühnerbesitzerin forderte 4000 € Schadenersatz, der Hundebesitzer streitet seine Schuld ab.

Das Landgericht Kleve hat am Freitag ein Urteil verkündet. Die Hundebesitzerin erhält 615 €, da es nicht ihr Mitverschulden sei, „dass sie ihr Huhn auf dem eigenen Hof in Weeze am Niederrhein frei hatte herumlaufen lassen“, sagte der Vorsitzende Richter.


Kobra in Herne: Schlangenhalter bekommt Bußgeldbescheid

Eine Kobra erhebt sich aus dem Korb eines Schlangenbeschwöreres und spreizt den Nacken
Die Monokelkobra ist gut im Terrarium haltbar, aber sehr giftig.

Der mutmaßliche Halter der im August letzten Jahres ausgebrochenenen Monokelkobra in Herne (wir berichteten) soll nun ein Bußgeld bezahlen. Die Stadt schickte ihm einen entsprechenden Bescheid „über mehrere Hundert Euro“ für nicht artgerechte Schlangenhaltung. Die Stadt Herne hatte dem Halter, der seine Tiere angemeldet hatte, vor dem Ausbruch eine nicht zu beanstandende Haltung bescheinigt.

Der Mann hat Einspruch gegen den Bescheid eingelegt, nun muss sich ein Gericht mit der Sache befassen. Der Schlangenhalter streitet weiterhin ab, dass die Kobra ihm gehört habe.

Im Sommer 2019 war eine hochgiftige Monokelkobra in einem Mehrfamilienhaus in Herne ausgebrochen. Die Bewohner wurden über mehrere Tage auswärtig untergebracht, die Feuerwehr sperrte das Gelände ab, bis ein städtischer Mitarbeiter das Tier bei Mäharbeiten in einem Treppenabgang entdeckte.


Duisburger Riesenotter für Auswilderungsprojekt in Argentinien ausgewählt

Riesenotter aus dem Zoo Duisburg
Riesenotter aus dem Zoo Duisburg, jetzt in Argentinien auf dem Weg zur Auswilderung.

 

Der Riesenotterdame Alondra aus dem Duisburger Zoo stehen aufregende Zeiten bevor. Sie wurde ausgewählt, im argentinischen Nationalpark Iberà ausgewildert zu werden. Das neunjährige Tier ist bereits auf dem Weg in seine zukünftige Heimat, wo sie zunächst ein abgesperrtes Areal in der Lagune von Paranà bewohnen wird. Zusammen mit einem Riesenottermännchen aus Givskud in Dänemark soll sie den Grundstock für eine neue Population „Lupos des Rio“ (wörtlich: Flusswölfe) in Argentinien bilden.

Als Fischereikonkurrent und wegen ihres dichten Felles wurden Otter in vielen Ländern gnadenlos bejagt. In Argentinien sind sie vor 50 Jahren ausgestorben. Jetzt bekommt die Art in dem Schutzgebiet eine neue Chance – ob der Mensch sie ihnen lässt?


Tierfilmer Sigurd Tesche gestorben

Wupper bei Solingen
Da ich kein Foto von S. Tesche bekommen konnte, habe ich ein Foto seines Heimatflusses genommen: Die Wupper beim Wipperkotten in Solingen. (Foto: Frank Vincentz CC 3.0)

Der bekannte Naturfilmer Sigurd Tesche ist am vergangenen Sonntag, den 12.1.2020 im Alter von 79 Jahren verstorben. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Filme für die von Heinz Sielmann präsentierten „Expeditionen ins Tierreich“, später setzte er dem Fluss seiner Wahlheimat Leichlingen, der Wupper, ein filmisches Denkmal. Die beiden Filme „Die wilde Wupper“ und „Amazonas des Bergischen Landes“ liefen zur Primetime im WDR, wurden aber auch in einzelnen ausgewählten Kinos gezeigt.

Für mich (TM) waren seine Filme in der Sielmann‘schen Reihe, insbesondere der Beitrag mit den Blauhaien vor San Francisco prägend und einer der Gründe für meine spätere Berufswahl. Ich habe Sigurd Tesche später während meines Studiums persönlich kennengelernt und war als Kameraassistent mit ihm unterwegs, leider nur auf Nicht-Naturfilm-Produktionen.


Im Fernsehen: Die TV-Vorschau

gesammelt von: Ulrich Magin

Spielfilme

24. Januar: Die Bestie der alten Berge

Der französische Spielfilm von 2003 (Regie: Patrick Volson) behandelt – wie der bekanntere Film „Pakt der Wölfe“ – die Geschichte der „Bestie von Gevaudan“.

Arte, 20.15 Uhr

 

25. Januar: Trollhunter

Und noch ein Spielfilm, dieses Mal eine norwegische Produktion unter der Regie von André Ovredal – ein Jäger zieht in die Berge, vorgeblich, um Bären zu jagen. Aber er ist auf Trolle aus … Ein Film aus dem Found-Footage-Genre.

Tele 5, 20.15 Uhr

 

Reisefilme

Manche Reisefilme zeigen Monsterseen, werden voraussichtlich zu diesem Thema aber nichts zu sagen haben. Trotzdem: Es gibt kaum einen Ungeheuersee, der nicht an sich bereits malerisch wäre. Andererseits: Bei den meisten Reiseformaten wird nur „traditionell, aber modern interpretieret“ gekocht und Sport getrieben.
Besonders am Herz liegt mir Oberitalien mit den Monsterseen Lago Maggiore, Comer See und Gardasee:

26. Januar: Wunderschön! – Tamina Kallert besucht den Gardasee.

WDR, 20.15 Uhr

 

Anmerkung: Eine TV-Vorschau bringen wir nur, wenn der Redaktion Sendetermine zugesandt werden. Wer eine interessante Sendung gefunden hat, kann sie gerne der Redaktion (E-Mail-Link) mitteilen. Natürlich hat die TV-Vorschau keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn wir einen Termin melden, weisen wir auf die Sendung hin, es ist keine Aussage zur Qualität des Beitrages.


Feld-Ornithologisches

Neu in der vergangenen Woche

  • Aus dem Allerbruch bei Sulingen wird ein Schelladler gemeldet. Es gibt Fotos, aber noch keine definitive Bestimmung.
  • Vor dem Gelben Ufer, Garz, Rügen wird eine Prachteiderente gesichtet. Das Tier ist ein Männchen aus dem Vorjahr.
  • In den Weinbergen des Drachenfels in Bad Honnef geht eine Zwergammer gemeinsam mit einer Zippammer auf Nahrungssuche.
  • In der Nähe des Leuchtturms bei Strande paddelt eine Pazifiktrauerente Melanitta americana*.
  • Wissenschaftler haben am Geiseltalsee (u.a.) einen Taigazilpzalp (Phylloscopus collybita tristis*) beringt.
  • Auf Spiekeroog ist eine Schwalbenmöwe (Xema sabini) aufgetaucht. Man hat schon sehnsüchtig gewartet, da diese Tiere hier regelmäßige Herbstgäste sind.

Zu den „immer noch da“-Meldungen gehört:

  • Eine Kanada-Pfeifente (Anas americana) bleibt auf der Neuen Luppe bei Leipzig.
  • Am Ismaninger Stausee wurden 1-2 Zwergscharben und ein Sichler beobachtet.
  • Der Gelbschnabeltaucher ist noch auf dem Müggelsee. Wir haben immernoch keine Fotos zugeschickt bekommen!
  • Die Ringschnabelmöwe ist wieder am Fähranleger in Köln Langel und Leverkusen Hitdorf.
  • Die Ringschnabelente auf dem Hiltruper See in Münster bleibt weiter vor Ort. Sie schwimmt immer noch mit einer Reiherente zusammen.
  • Die Ringschnabelente von Rastatt ist immernoch vor Ort. 

Nicht mehr gemeldet:

  • Die letzte Woche gemeldeten Singammern und Kiefernkreuzschnäbel werden nicht mehr erwähnt. Vermutlich Fehlbestimmungen.
  • Die Ringschnabelente vom Lech ist nicht mehr vor Ort.
  • Der Taigazilpzalp von Helgoland wird ebenfalls nicht mehr gemeldet.
  • Die Prachteiderente aus der Schleimündung scheint abgewandert zu sein, auch eine Nachsuche am 19.1. blieb erfolglos.

Die Anzahl der Seidenschwanz-Meldungen hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen. Es gab jeweils mehr als 50 Sichtungen pro Tag, die Truppgröße liegt bei 2 bis >100 Tieren. Die Sichtungen wandern langsam Richtung Südwesten und sind nicht mehr nur auf die Küste und die östlichen Bundesländer beschränkt. Dennoch sind die Zahlen auf niedrigem Niveau, ein Invasionsjahr sieht anders aus.


Zu guter Letzt: ein Stummelfüßer

Stummelfüßer gehören zu den am wenigsten bekannten Tierstämmen. Bis vor kurzem wusste man nahezu nichts über die Onychophora, so wenig, dass an zahlreichen Universitäten die einzige bekannte Frage aus der Diplomprüfung zu diesen Tieren „Wo würden Sie nach einem Vertreter der Onychophora suchen?“ lautete. Die tradierte Antwort „Auf der Südhalbkugel“ hat sich als falsch erwiesen, neben Australien und Neuseeland, Südafrika und Chile bewohnen diese Tiere große Teile des Nordens Südamerikas bis hoch nach Mexico City, Teile Hinterindiens und Westafrikas. Bemerkenswert an diesen ungewöhnlichen Tieren ist die Jagdtechnik, die im Video nicht zu Unrecht als Spiderman würdig bezeichnet wird:


* Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

Wir wissen natürlich, dass man wissenschaftliche Namen in Texten kursiv schreibt. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.

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