Presseschau Kalenderwoche 26/2019

Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Viel Spaß beim Lesen.

Montag, 24. Juni

Sommerlandschaft mit blauem Himmel, Wolken, sanften Hügeln, Feldern, Wiesen und einem Dorf
Landschaft in Südböhmen

Jindřichův Hradec liegt ca. 110 km südlich von Prag, fast an der Grenze zu Niederösterreich. Die Stadt ist auch unter ihrem ehemaligen deutschen Namen „Neuhaus“ bekannt. Eine Beschreibung, die wundervolle Bilder von sanften Hügeln, Weiden, Weinbergen, Aprikosenhainen, Hecken und kleinen Wäldchen aufkommen lässt, von Einzelhöfen, Hohlwegen mit alten Traktoren, Gänseherden und Burgen am Horizont. Eine Landschaft, in der man liebend gerne Urlaub machen würde, würde nicht ein Puma in der Gegend herum schleichen.
Mehrere Menschen haben das Tier seit Mitte April gesehen, aber teilweise erst jetzt gemeldet, so die tschechische Polizei.

Quelle: Radio Praha auf Deutsch

 

Alabama / USA: Bei einer Razzia in der Wohnung eines 37jährigen Mannes in der Kleinstadt Athens stieß die Polizei auf ein Nagetier. Die Lokalzeitung „The News Courier“ berichtet unter Berufung auf das Sheriffbüro des Kreises Limestone, dass der Besitzer das Hörnchen mit Crytal Meth gefüttert habe, um daraus ein gefährliches Kampftier zu machen.

Die Gesetze von Alabama verbieten die Haltung von in der Natur gefundenen Tieren. Da der Nager einen Drogentest verweigerte, entließen die Beamten das Hörnchen in die Freiheit. Anders als vermutlich vom (unrechtmäßigen) Besitzer geplant, griff das Tier keineswegs an, sondern flüchtete in den Wald.
In den USA gibt es zahlreiche, mit dem Eichhörnchen verwandte Hörnchen-Arten. Um welche es sich handelt, ist nicht feststellbar.

Der 35jährige Mieter konnte zum Zeitpunkt der Razzia nicht in der Wohnung angetroffen werden, wohl aber Drogen und Munition. Er wurde kurze Zeit später festgenommen und gegen $ 4000,- Kaution auf freien Fuß gesetzt.

 


Dienstag, 25. Juni

Adolf Hitler ist tot. Calvin Barr muss es wissen, denn er hat ihn getötet. Nicht einen der 23 Doppelgänger, die an Drogencocktails oder Selbstmord starben, vom Militär, Attentätern oder anderen Interessensgruppen getötet wurden, sondern den „Echten Gröfaz“. Aber es durfte niemand erfahren, aus politischen Gründen. So lebt Barr ein zurückgezogenes Leben mit seinem Hund, seiner Stammkneipe und etwas, aber nicht zuviel Whisky.

Bei den Behörden weiß man, dass Barr jemand ist, der durchgreift, wenn nötig und danach die Klappe hält, kurz jemand, auf den man sich verlassen kann, der die Kohlen aus dem Feuer holt, wenns mal so richtig brennt. Und so passiert es, dass eines Tages das FBI auf Barrs Matte steht.

In Kanada grassiert die Grippe, nicht irgendeine, sondern eine hochansteckende Variante, gegen die nur wenige Menschen immun sind. Dummerweise gehört Barr dazu. Um die Epidemie einzudämmen, soll er dem Urwirt der Krankheit den Garaus machen. Dass das kein Mensch ist, bringt Barr kaum aus der Fassung: Er soll den Bigfoot töten.

Bei so viel „Realismus“ sollte es auch dem letzten Leser klar sein, dass es sich bei der Beschreibung um den Beginn einer Filmhandlung handelt. „The Man who killed Hitler and then the Bigfoot“ ist aber auch kein Actionfilm. Regisseur Rober Z. Krzykowski erzählt ruhig und sehr entspannt die Geschichte von Calvin Barr, blickt auf dessen Leben zurück und lässt auch Barrs Bruder, ein Friseur, der eine Uhr mit spiegelverkehrten Zahlen in seinem Salon hängen hat, zu Wort kommen. Und die Frage, ob es den Bigfoot tatsächlich gibt, wird ganz im Vorbeigehen auch noch beantwortet.

Besonders gelobt wird die schauspielerische Leistung von Sam Elliott (The Big Lebowski, A Star is Born) und seine deutsche Synchronstimme Reiner Schöne. Thomas Badtke von der n-tv-Filmredaktion bezeichnet sie als „die wohl tiefste und whiskygetränkte Stimme im deutschen Sprachraum“ und den Film als „Kleinod – wenn man es so will“.


Mittwoch, 26. Juni

Dinosaurier-Ausstellung in Bochum
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Dinosaurier in Bochum

Bochum: „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt“ – glaubt man Herbert G. und der kommt von da. Offenbar glauben es auch einige Vertreter seit Jahrmillionen ausgestorbener Tierarten: Ab dem 10 Juli 2019 wird die Firma Wolter Design 33 Dinosauriermodelle in der Stadt aufbauen. Ein lebensgroßer Diplodocus von 27 m Länge und vier Metern Höhe soll im Bermudadreieck direkt vor dem Rewe am Engelbertbrunnen aufgestellt werden.

„2012 wurde in Stiepel die älteste Dinosaurierspur Europas entdeckt. Dies haben wir zum Anlass genommen, die Dinos nach Bochum zu bringen und neue Erlebnisräume in der Stadt zu schaffen“, sagt Mario Schiefelbein, Geschäftsführer der Bochum Marketing GmbH, „Die Giganten – der größte Saurier misst imposante 20 Meter – bieten während der gesamten Sommerferien einzigartige Fotomotive und werden eine gelungene Werbung für einen Besuch Bochums sein.“

Bis zum 26. August, also bis zum Ende der Sommerferien werden die Dinosaurier in Bochum zu sehen sein. Das Stadtmarketing hat einen Rundgang mit Gewinnspiel entwickelt. Ein Flyer hierzu kann an der Touristeninfo in der Huestraße 9 abgeholt werden.

Link: Dino-City beim Bochumer Stadtmarketing


Donnerstag, 27. Juni

Bahamas: eine 21jährige US-Amerikanerin ist beim Baden von mehreren Haien angegriffen und tödlich verletzt worden. Die junge Frau schnorchelte vor der Insel Rose Island, als sie von drei Haien attackiert wurde. Laut der „Sun“ soll es sich bei den Haien um Tigerhaie gehandelt haben. Die Eltern der Frau beobachteten, wie sich die Haie näherten, aber konnten sie nicht aus dem Wasser rufen. Die Haie hätten der Schnorchlerin den rechten Arm abgebissen sowie den linken Arm, beide Beine und das Gesäß verletzt. Laut dem Sender ABC zog die Mutter ihre Tochter aus dem Wasser. Die 21jährige starb später im Krankenhaus, so ein Sprecher des US-Außenministeriums.

Nach Informationen der „Sun“ ist das der erste tödliche Hai-Angriff auf den Bahamas seit mehr als 10 Jahren.


Freitag, 28. Juni

Altes Walfangschiff auf dem Trockenen
Die beste Verwendung für Walfangschiffe: Ein Museum

Island setzt den Walfang aus. In diesem Jahr haben die beiden letzten Firmen, die in Island noch Walfang betreiben, unabhängig voneinander erklärt, dass es sich nicht lohnen würde. IP Utgerd, die auf den Fang von Nordatlantischen Zwergwalen spezialisiert sind, wollte in diesem Jahr mit einem Boot Walfang betreiben. Durch die Ausweitung der Walschutzzonen vor der Küste „hätten die Boote (sic!) weit aufs Meer hinausfahren müssen, um Wale zu jagen“, sagte Geschäftsführer Gunnar Bergmann Jonsson der Nachrichtenagentur AFP. Die Firma will sich jetzt auf Seegurken konzentrieren.

Hvalur, das andere Unternehmen, fängt Finnwale für den Export nach Japan. Es meldet Absatzprobleme, die Marktbedingen in Japan seien schwierig. Ein weiterer Grund sei, dass die von der Regierung ausgestellten Fanggenehmigungen in diesem Jahr sehr spät gekommen seien. So sei die Zeit zu knapp gewesen, die Fangflotte auf die Saison vorzubereiten.

Der Großteil des isländischen Walfleisches wird nach Japan exportiert. Die Isländer selbst essen nahezu gar kein Walfleisch, der überwiegende Teil des im Land konsumierten Walfleisches wird in Restaurants an Touristen verkauft. Auch der Walfleischabsatz in Japan sinkt trotz teurer Werbekampagnen permanent, die Lagerhäuser sind voll, dazu will Japan dieses Jahr selbst wieder auf Großwaljagd gehen.


 

Presseschau der vergangenen Woche: Link