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Medienmittwoch – Nki, die letzte Grenze

Der Naturforscher und Kryptozoologe Michel Ballot begibt sich seit vielen Jahren auf eine romantische und gefährliche Suche durch einen der letzten Urwälder der Welt. Er ist auf der Suche nach Mokélé Mbembé. Diese mythische Kreatur, soll immer noch in den Weiten der unerforschten Gebiete von Südkamerun und dem Nordkongo existieren.

 

 

Ballot beschreibt sein Team, Männer und Frauen, in diesem sehr persönlichen Werk. Sie bereisen die Ufer von Flüssen, die steilen Hänge der Hügel. Sie sind angetrieben von einer etwas verrückten Suche, die ihn mit den Entdeckern des 19. Jahrhunderts vergleichen lässt. Diese Suche aber integriert sich in die lokale Bevölkerung mit dem Respekt, den jeder Mensch angesichts der ihm offenbarten Mythen und Bräuche haben sollte.

 

Von Wilderei bedroht, von allem möglichen Getier zerfressen, durchdringt der Autor mit seinem Team den riesigen Wald, stets mit unendlicher Vorsicht.

 

Es ist das Reich der Waldelefanten, der Gorillas, der Büffel, der Mambas und Tausenden von Insekten, Mücken, gelben oder roten Fliegen und  Bienen. In diesem gnadenlosen grünen Universum setzt er jede seiner Expeditionen fort. Von verschiedenen Lagern und Dörfern zu dem Ziel zu gelangen, das ihm so am Herzen liegt. Und er teilt es mit seinem Team: Die Nki-Wasserfälle, ein riesiges Gebiet das, in den Mysterien, den Überzeugungen, der Welt von gestern, die sich nie verändert hat, all ihre Hoffnungen in sich trägt.

 

(Quelle der Übersetzung – https://www.decitre.fr/livre-pod/nki-l-ultime-frontiere-9788412386219.html)

 

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Nki, die letzte Grenze

Nki, l’ultime frontière ist am 23. Juli 2021 bei Ethos auf französischer Sprache erschienen. Es hat als Taschenbuch 164 Seiten.

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Michel Ballot ist der Gründer des Ngoko-Vereins. Der Verein ist im Süden Kameruns auf der Suche nach neuen Tierarten präsent. Er beteiligt sich aktiv am Schutz der Waldelefanten im Nki-Nationalpark. Außerdem fungiert er als humanitäre und pädagogische Hilfe für die lokale Bevölkerung.




Medienmittwoch: Die abenteuerliche Reise des Pieter van Ackeren in die neue Welt

Man schreibt das Jahr 1701. Der junge Geistliche Pieter van Ackeren, Kaufmannssohn und Rebell gegen das Elternhaus, muss Amsterdam verlassen, da er Sympathien für die Sekte der Labadisten empfindet und deswegen als Ketzer angeklagt werden soll. Er flieht auf einem Auswandererschiff nach Suriname, einer niederländischen Kolonie. Schon unterwegs lernt er eine völlig andere Welt kennen. Das Segelschiff ist ein Mikrokosmos für sich. Der Kapitän herrscht absolutistisch. Mit an Bord sind schwarze Sklaven für die Plantagen sowie heiratswillige Frauen, die in der Neuen Welt eine bessere Zukunft suchen. Eine dieser Frauen ist die junge Anna, die auf hoher See einen toten Sohn zur Welt bringt. Dass sich Annas Schicksal wird sich mit dem von Pieter verknüpfen wird, weiß noch niemand.

 

 

Pieter will als Missionar arbeiten, gerät aber mehrmals in Gefangenschaft. Er wird vom jeweiligen Machthaber für seine eigenen Zwecke missbraucht. Er flieht und wird erneut gefangen genommen. So lernt der junge Mann die Peitsche von Sklavenhaltern ebenso kennen wie die Fürsorge von Jesuiten, die für ihn eigentlich der Inbegriff der Intoleranz sind.
Neben Niedertracht begegnet er auch manchem freundlich gesinnten Weggefährten.

 

(Aus der Amazon-Besprechung von Bellis-Perennis)

 

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Die abenteuerliche Reise des Pieter van Ackeren in die neue Welt

ist ein ebenso historisierender wie naturbeobachtender Roman, der den Leser an exotische Orte mitnimmt, ungewöhnliche Menschen und fremdartige Natur zeigt – in einer wundervollen, dem Autor eigenen Ausdrucksweise.

 

Die abenteuerliche Reise des Pieter van Ackeren in die neue Welt: Roman ist 2017 bei Emons erschienen, hat satte 608 Seiten und ist als Taschenbuch oder für den Kindle erhältlich.

 

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Medienmittwoch: Primordia – Auf der Suche nach der vergessenen Welt (Roman)

Als Ben Cartwright in sein elterliches Heim zurückkehrt, um den Tod seines Vaters zu betrauern, stößt er zufällig auf eine Reihe von kryptischen Briefen zwischen Arthur Conan Doyle und seinem Ur-Urgroßvater, welcher 1908 während einer Dschungelexpedition im Amazonas spurlos verschwand.

 

 

Dieser Briefwechsel lässt den unglaublichen Schluss zu, dass die Expeditionen seines Ahnen dem berühmten Autor als Basis für seine fantastische Geschichte über eine vergessene Welt voller urzeitlicher Lebewesen diente. Ben stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und erfährt von einem verschollenen Notizbuch, in dem sich eine Karte dieses Ortes befinden soll. Aber er ist nicht der Einzige, der hinter dieser Karte her ist – schließlich könnte die Existenz eines solchen Ortes alles infrage stellen, was die moderne Wissenschaft uns lehrte.

 

 

Zusammen mit einer Gruppe von Freunden begibt sich Ben auf eine gefährliche Reise in die entlegensten Winkel Venezuelas. Dort, im tiefsten Dschungel und jenseits verschlungener Pfade, die nur den einheimischen Stämmen bekannt sind, entdecken sie ein verbotenes Reich, das angsteinflößender und gefährlicher ist, als sie es für möglich gehalten hätten: Primordia.

 

Aus einer Amazon-Bewertung:

„Wer leichte Unterhaltung mag, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
Schön geschrieben, jederzeit spannend mit einem unerwartetem Schluss.
Je länger man liest, desto weniger möchte man das Buch aus der Hand legen.
Wer Abenteuerromane mag, sollte nicht versuchen jede Kleinigkeit physikalisch erklären zu wollen.
Man wartet immer wieder, das eine der Personen eventuell wieder auftaucht und fiebert mit.
Ich freue mich jedenfalls darauf, wenn die Fortsetzungen endlich in die deutsche Sprache übersetzt werden.“ by Blauer Hund, 26.01.2019 

 

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Primordia (Roman)

 

PRIMORDIA – Auf der Suche nach der vergessenen Welt ist 2018 im Luzifer-Verlag erschienen und hat als Taschenbuch 400 Seiten. Es ist ebenso für den Kindle und als Hörbuch exklusiv bei Amazon Audible erhältlich.

 

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Medien-Mittwoch: Die weißen Steine 2: Das Blut der Sonne

Nachdem ein Lichtblitz die Schüler der Klasse 10b und US-Captain John Colemann 66 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultiert hat, geht der Kampf ums Überleben in die zweite Runde.

 

Unser Autor Markus Kretschmer konnte in der vergangenen Woche den zweiten Band seines Jugend-Romanes „Die weißen Steine“ veröffentlichen. Wir stellen ihn natürlich gerne vor:

 

Das Blut der Sonne - Die weissen Steine 2

 

Wie geht es weiter mit Moritz, Vanessa, Mike, Max und Marie?

John und die Schüler harren bereits seit mehreren Wochen in der Urzeit aus. Die tägliche Nahrungssuche, das Abwehren von Dinosauriern und die Einrichtung in ihrem neuen Zuhause sind zum Alltag geworden. Doch die Idylle ist trügerisch und beginnt rasch zu bröckeln. Ohne jede medizinische Versorgung können selbst scheinbar harmlose Verletzungen zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Und dann beginnt das Wertesystem zu erodieren, das die Schüler aus ihrem alten Leben mitgebracht haben.

 

Die Gruppe droht im Streit auseinanderzubrechen; einige verteidigen die Regeln und Normen, die sie aus der Zivilisation kennen. Andere wollen mit allen Mitteln das Recht des Stärkeren durchsetzen. Die wenigen Menschen entzweien sich in einer bitteren Fehde, die schließlich ein erstes Todesopfer fordert.

 

Dann aber machen einige der Schüler und John eine unglaubliche Entdeckung am Strand. Eine Entdeckung, die alles, was sie bisher über die Kreidezeit zu wissen geglaubt haben, infrage stellt …

 

„Blut der Sonne“ ist der zweite Band der Reihe

»Blut der Sonne« ist der zweite Band einer Reihe, die euch den Atem rauben wird. Geeignet für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen, zieht euch der Roman in eine einzigartige Welt. Unser Autor Markus Kretschmer legte bei der Konzeption und beim Schreiben allergrößten Wert auf eine akkurate Beschreibung von Flora und Fauna. Mit Hilfe namhafter Wissenschaftler ist ihm ein realistisches und nah am wissenschaftlichen Stand orientiertes Abbild der Kreidezeit gelungen.

 

Das Buch bietet zusätzlich zahlreiche Illustrationen von Dinosauriern und anderen Wesen, die das Kopfkino unterstützen und diesen Roman zu einem Leseerlebnis der Extraklasse machen.

 

Daneben dürft ihr euch auf liebevoll ausgearbeitete Charaktere freuen. Markus‘ Figuren haben Ecken und Kanten. Sie entwickeln sich und werden manches Mal überraschen.

 

»Die Weißen Steine – Neue Alte Welt« ist ein Leckerbissen für Abenteuer- und Action-Fans, und lässt das Herz anspruchsvoller Leser und Leserinnen gleichermaßen höher schlagen.
Einmal angefangen, legt man dieses Buch nicht mehr aus der Hand. Garantiert!

 

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Die weißen Steine 2: Das Blut der Sonne

Von Kritikern wurde es bereits als „Das fesselndste Dino-Abenteuer seit Jurassic Park“ bezeichnet. Wir glauben das auch.

 

Die Weißen Steine – Blut der Sonne ist im Juni 2021 independent erschienen und als gebundenes Buch, Taschenbuch und für den Kindle erhältlich. Als Taschenbuch hat es 316 Seiten auf deutscher Sprache.

 

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Übrigens: den ersten Band gibt es auch wieder:

Der Ehrlich-Verlag, bei dem das Buch zunächst erschienen war, hat im Rahmen der Corona-Pandemie seinen Betrieb eingestellt. In der Zwischenzeit hat Markus Kretschmer sein Buch etwas überarbeitet. Es ist jetzt independent in der 2. Auflage erschienen und sofort erhältlich.

 

Achtung! Bestellungen, die an den Ehrlich Verlag gingen, werden nicht mehr bearbeitet. Wer dort das Buch bestellt hatte, muss es erneut ordern.

 

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Die weißen Steine 1: Neue alte Welt

Ein greller Lichtblitz setzt der Klassenfahrt der 10b ein jähes Ende. Aus voller Fahrt rast ihr Bus gegen einen Baum. Der Busfahrer stirbt beim Aufprall, die beiden Lehrer werden schwer verletzt. Doch das Merkwürdigste: Die Landschaft hat sich verändert. Tropische Pflanzen, exotische Vögel und die sommerliche Wärme lassen keinen Zweifel, dass sich die Klasse nicht mehr in Deutschland befindet.

 

Bald schon machen die Schüler Bekanntschaft mit mächtigen Kreaturen der Urzeit. Was sie indes nicht ahnen: Mit ihnen ist auch Captain John Coleman von der US Army 66 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultiert worden. Ein missglücktes Militärexperiment ist der Grund für die unfreiwillige Zeitreise. Auch er muss sich nun durchschlagen, und zwar völlig auf sich gestellt. Doch bald bekommt er eine Gesellschaft, mit der er niemals gerechnet hätte …

 

Die Weißen Steine 1: Neue Alte Welt ist in der 2. Auflage als gebundenes Buch, Paperback und für den Kindle erhältlich. Als Paperback hat es 280 Seiten auf deutscher Sprache.

 

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Medienmittwoch: Bruno alias JJ1 – Reisetagebuch eines Bären

Ein kleiner Hund hat ohne Probleme die Fährte von Bruno aufgenommen und oberhalb des Spitzingsees in einem dichten Gebüsch ein Buch aufgespürt. Herrchen traute seinen Augen kaum, als er Brunos Reisetagebuch in den Händen hielt. Das darf der Welt nicht vorenthalten werden!

Bruno JJ1
JJ1 alias „Bruno“, der „Problembär“ – Präparat im Jagdmuseum München

Darum hat sich der Fohrmann Verlag in Zusammenarbeit mit dem Nicolai Verlag dazu entschlossen, Brunos Reisetagebuch zu veröffentlichen.

Sein Reisetagebuch steht neben den täglichen Presseberichten und dokumentiert den Kampf Davids gegen Goliath. Die Frage ist nur, wer ist David und wer Goliath? Dank seiner ausgezeichneten Kondition, die auf eine gesunde Ernährung zurückzuführen war, und seinem perfekten Instinkt ließ sich der Bär nicht einfangen. Im Vergleich zu diesem urwüchsigen Geschöpf schwächelten die finnischen Superhunde und versagten die ausgebufftesten Fallensteller.

 

„Bruno was here“

 

Ein Bär ist ein Bär ist ein Bär

Bruno alias JJ1 war kein Vegetarier. Okay, das hätte man ihm noch verziehen! Doch weil die unbewachten Ställe und Weiden ebenso seinen Instinkt weckten wie die Tiere im Wald, galt er bei hiesigen Behörden und Institutionen rasch als verhaltensgestört. Schließlich kam er ja auch aus einer Problemfamilie.

 

Doch das alles steigerte die Sympathie für diesen zweijährigen Halbstarken, der die Herzen im Sturm eroberte. Eine umfangreiche Zusammenfassung der täglichen Berichterstattung dokumentiert in diesem Buch die menschliche Seite im Umgang mit dem so genannten „Problembären“. Es geht um Pleiten, Pech und Pannen, die allzu menschlich sind, und auch um Ansichten und Gefühle. Brunos Tagebucheintragungen stehen dagegen für die Perspektive aus Bärensicht, die nur allzu tierisch ist. Sie zeigt, dass wir Menschen es ihm nicht leicht gemacht haben, seine Instinkte mit unseren Verhaltensregeln in Einklang zu bringen. Wider den tierischen Ernst!

 

 

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Bruno alias JJ1: Reisetagebuch eines Bären

Autorin Petra Fohrmann hat dem ersten Bären auf deutschem Boden seit über 100 Jahren ein kleines Denkmal gesetzt. Höchst subjektiv, aus Sicht des Bären, immer mal wieder zum Lachen und am Schluss zum Weinen.

 

Bruno alias JJ1: Reisetagebuch eines Bären ist bereits 2006, kurz nach dem Tod des Bären erschienen und bei den Verlagen nicht mehr erhältlich. Antiquarisch bekommt man es für den sprichwörtlichen Euro, der sicher gut angelegt ist.

 

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Morgen, zum 15. Todestag des Bären, versuchen wir so etwas wie eine objektive Betrachtung der Situation.




Medienmittwoch: Die verlorenen Arten

Große Expeditionen in die Sammlungen naturkundlicher Museen

 

In den naturkundlichen Sammlungen der Welt liegen wertvolle Schätze verborgen, unzählige Exemplare noch unbekannter Arten. Auf seiner abenteuerlichen Reise durch die Bestände zeigt Christopher Kemp, wie unerlässlich ihr Erhalt und ihre Erforschung sind – für unser Verständnis der Artenvielfalt, der Ökosysteme und für den Artenschutz.

 

 

Jedes Jahr finden und beschreiben Wissenschaftler bis zu 18 000 „neue“ biologische Arten, die in den Sammlungen naturkundlicher Museen lagern, aber bislang noch keinen oder einen falschen Namen haben – z.B. den winzigen, lungenlosen Salamander der Gattung Thorius oder den Olinguito (siehe unten) , einen puscheligen Kleinbär aus den Anden, oder Darwins Kurzflügelkäfer, der 180 Jahre lang unerkannt und falsch zugeordnet in einer Schublade des Naturhistorischen Museums London lag.

 

Wissenschaftliche Käfersammlung
Wissenschaftliche Sammlungen sind kein Selbstzweck, sondern ein Speicher von Wissen

 

So manche Art ist ausgestorben, bevor man sie entdeckt

Jede dieser Arten musste erst aus den Archiven hervorgeholt und bestimmt werden, damit wir von ihrer Existenz erfuhren. Wie wichtig das ist, zeigt dieses Buch.
Erst wenn wir wissen, dass es eine Art gibt, können wir überhaupt anfangen, sie zu erforschen, unsere Kenntnisse über die Prozesse ihrer Evolution zu vertiefen und die vielschichtigen Ökosysteme zu verstehen, in denen die Arten vorkommen. Und nur so können wir die Artenvielfalt schützen und das Artensterben eindämmen. Tragischerweise liegt manch ein Exemplar lange unerkannt in den Archiven. Es kann sein, dass seine Art bereits ausgestorben ist, ehe sie erkannt und beschrieben wird. Christopher Kemps abenteuerliche Entdeckungsreise durch die kostbaren Sammlungen ist ein überzeugendes Plädoyer für ihren Erhalt.

 

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Die verlorenen Arten

Die verlorenen Arten – Große Expeditionen in die Sammlungen naturkundlicher Museen ist im Februar 2019 bei Antje Kunstmann erschienen. Es ist als 280-seitiges gebundenes Buch oder für den Kindle erhältlich, jeweils in deutscher Sprache.

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Nachtrag: Der Olinguito

Olinguito
Der Olinguito oder Anden-Makibär. Abbildung aus der Zookeys

Beim Olinguito handelt es sich um den Anden-Makibär (Bassaricyon neblina). Das Tier gehört zu den Kleinbären und ist nahe mit dem Makibär (Bassaricyon alleni) verwandt, unterscheidet sich genetisch von ihm und ist mit 32 bis 40 cm Kopf-Rumpf-Länge etwas kleiner. Sein Fell ist dichter und lebhafter gefärbt und der Schwanz nicht geringelt.

Er lebt in den Wolken- und Nebelwäldern in den nördlichen Anden, in 1500 bis 2700 m Höhe, und damit höher als die anderen Makibär-Arten. Sie sind nachtaktiv, bewohnen Bäume und ernähren sich omnivor.

 

Eigentlich waren die Tiere lange bekannt, man hielt aber für eine Variante des Makibären. 1923 wurden die ersten Exemplare für Museumssammlungen gefangen, aber erst 2006 genauer untersucht. Kristofer Helgen entdeckte, dass einige aus Kolumbien stammende, vermeintliche Makibären kleiner waren und einen anderen Schädelbau aufwiesen. Der Schädel war kleiner und anders geformt, zudem war das Fell dieser Tiere dichter. Im gleichen Jahr konnte er in der kolumbianischen Provinz Cotopaxi weitere Exemplare der Art fangen.

 

Im Nachhinein wurde bekannt, dass ein Weibchen namens Ringerl im Zoo von Washington D.C. lebte, zu dieser Art gehörte. Ringerl war zuvor in Louisville, Tuscon und Salt Lake City mit Makibärmännchen zusammengehalten worden, wurde aber trotz mehrfacher Paarungen nicht trächtig.
Offenbar gibt es eine wirksame Fortpflanzungsbarriere zwischen den Arten.

 

Taxonomisch hatte das natürlich auch seine Konsequenzen. Im 2009 erschienenen Handbook of the Mammals of the World wurde die Art bereits als Bassaricyon spec. vorgestellt. Die Erstbeschreibung konnte Kristofer Helgen nach einer genetischen Analyse 2013 veröffentlichen. Der Olinguito war damit die erste neu beschriebene Raubtierart der westlichen Hemisphäre seit 35 Jahren.

 

Wer Interesse daran hat, wie so eine Erstbeschreibung aufgebaut ist. kann es in der Zookeys nachlesen, aus der auch das Foto stammt.