1

American Heiner – Ein Mammut macht Geschichte

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt ist bekannt für seine beeindruckende Sammlung tertiärer Säugetierfossilien: Neben Funden aus den Dinotheriensanden, dem Oberrhein einschließlich Seekühen oder den Fossillagerstätten von Samos und North Dakota ziehen vor allem die hervorragend erhaltenen Tiere aus der Grube Messel die Besucher an. Weniger bekannt: Das riesige Aushängeschild der Darmstädter Sammlung, ein amerikanisches Mastodon (Mammut americanum). Sein Skelett hat selbst eine bewegte Geschichte hinter sich.
Nachdem es die letzten Jahre durch die USA tourte, ist die „jüngere“ Vergangenheit des Skelettes nun Gegenstand der Sonderausstellung American Heiner – Ein Mammut macht Geschichte.

 

Die Mastodon – Ausstellung läuft noch bis zum 3. Juli 2022.

 

Wir schreiben das Jahr 1739. Unter dem Kommando von Baron Charles Le Moyne de Longueuil fährt eine französische Armee den Ohio River hinab in Richtung des Mississippi, um dort Krieg gegen den Stamm der Chickasaw zu führen. Doch schon bald fesselt eine andere Entdeckung die Aufmerksamkeit der Expedition: Krieger der Shawnee, die die Soldaten begleiteten, berichten von riesigen Knochen, die sie in der Nähe des Flusses gefunden haben. Baron de Longueuil lässt seine Männer dem Hinweis nachgehen. Tatsächlich finden sie drei Zähne, einen Stoßzahn und einen gewaltigen Oberschenkelknochen, die dem Fundplatz fortan den bezeichnenden Namen „Big Bone Lick“ verleihen.

 

Anzeige

Big Bone Lick – Die Wiege der amerikanischen Paläontologie

Eine Legende der Shawnee erzählt von einer Herde riesiger Bisons, die durch das Ohio Valley wüten und alles auf ihrem Weg verwüsten. Um den Stamm zu beschützen, tötete eine Gottheit diese großen Bestien mit Blitzen und jagte schließlich den letzten Riesenbüffel über den Wabash River ins Exil,

Die Quelle dieser Legende war eine besondere Salzlecke im heutigen Norden von Kentucky, wo riesige versteinerte Skelette jahrhundertelang ungestört von den Shawnee und anderen Eingeborenen der Region gelegen hatten.

1739 stießen die ersten Europäer auf diese Fossilienfundstelle, die schließlich als Big Bone Lick bekannt wurde. Die riesigen Knochen stellten sofort viele wissenschaftliche und philosophische Annahmen der damaligen Zeit in Frage und führten schließlich zum Studium von Fossilien für biologische und historische Zwecke. Big Bone Lick: The Cradle of American Paleontology erzählt die reiche Geschichte der Fossilienfundstelle, die der Welt den ersten Beweis für das Aussterben mehrerer Säugetierarten lieferte, darunter das amerikanische Mastodon.

 

Big Bone Lick – The Cradle of American Paleontology ist als gebundenes Buch, Taschenbuch, Hörbuch und für den Kindle erhältlich. Es ist 2008 in englischer Sprache erschienen.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Das mysteriöse „Ohio-Tier“ gelangt nach Paris

Zwar geht der Feldzug für die Franzosen letztlich verloren, doch die rätselhaften Knochen finden ihren Weg in die königliche Sammlung nach Paris. Dort ist man fasziniert und rätselt über das mysteriöse „Ohio-Tier“. Ähnliche Zähne und Knochen waren bereits zuvor in Mexiko (1519) und den Niederlanden (1705) entdeckt worden – im Geiste der Zeit identifizierte man diese jedoch als die Überreste von Riesen, von denen bekanntlich bereits die Bibel berichtet. Anders geschah es zumindest im Falle der 1725 auf der Stono-Plantage in South Carolina entdeckten Mammutzähne: Während die weißen Landbesitzer ratlos waren, identifizierten die afrikanischen Sklaven die Zähne sofort als zu Elefanten gehörig.

 

Mastodon - Zähne aus Bone Lick
Die Mastodon-Zähne aus Big Bone Lick

 

Der Naturforscher Louis-Jean-Marie Daubenton untersucht die Überreste aus Big Bone Lick schließlich näher und stellt fest, dass diese den früher entdeckten Knochen von Mammuts und Elefanten ähneln – die Zähne dagegen schreibt er einem riesigen Flusspferd zu. Der schottische Anatom William Hunter Croghans dagegen hält die Kreatur für einen schrecklichen fleischfressenden Elefanten.

Das „Ohio-Tier“ wird politisch

In den nächsten Jahrzehnten werden weitere Überreste des gewaltigen Tieres in Nordamerika entdeckt. Sie entwickeln sich schnell zum Politikum: Der seinerzeit einflussreiche Naturforscher Georges-Louis Leclerc de Buffon behauptete in seiner ab 1749 veröffentlichten Naturgeschichte, die Tierwelt und alles Leben auf dem amerikanischen Kontinent sei klein und degeneriert im Vergleich zur Alten Welt. Eine klare Demütigung für die Bewohner der zunehmend nach Unabhängigkeit strebenden Kolonie. Diese Sicht ist auch nach der Amerikanischen Revolution noch allzu präsent.

 

Mastodon-Skelett
Ein Mastodon ist ein gewaltiges Tier. Kein Wunder, dass sich die junge Nation damit zu identifizieren versuchte.

 

Nicht nur George Washington begutachtet höchstpersönlich die aktuellen Funde – auch sein späterer Nachfolger Thomas Jefferson zeigt großes Interesse an den riesigen Knochen: Ganz im Sinne der jungen Nation, die sich noch keiner ruhmreichen Geschichte rühmen kann, beweist das „Ohio-Tier“ für ihn, das auch in Amerika große Tiere existierten, die Fauna also keineswegs verkümmert sei wie von Buffon behauptet. Mehr noch: Könnte nicht dieses vielleicht größte Landtier aller Zeiten irgendwo im unerforschten Westen noch immer am Leben sein?

 

Anzeige

Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

Seekühe regieren im Geheimen die Welt.
Ein Dämon nistet sich als unliebsamer Mitbewohner ein.
Das Attentat auf Hitler stellt einen Zeitreisenden vor unerwartete Probleme.
Ganz abgesehen von der Bürokratie des Himmels, die den Engeln zunehmend über den Kopf wächst …
Dreizehn satirische Geschichten geleiten den Leser durch die Absurditäten menschlicher Vorstellungskraft, von den absonderlichen Hobbys der Götter bis hin zum etwas anderen Exorzismus. Die Verletzung religiöser Gefühle wird billigend in Kauf genommen.

 

Illumanati von Leif Inselmann war bisher nur für den Kindle erhältlich, die gedruckte Ausgabe wird aktuell ausgeliefert. Sie hat ungefähr 254 Seiten.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Knochen eines weiteren „Ohio-Tieres“ werden schließlich 1799 auf der Farm von John Masten in Newburgh, New York entdeckt. Das erweckt die Aufmerksamkeit des Malers Charles Willson Peale, der für eine stattliche Summe nicht nur die Knochen selbst erwirbt, sondern auch das Recht auf weitere Ausgrabungen. 1803 unternimmt er zusammen mit seinem Sohn Rembrandt eine aufwendige Grabung auf der Farm, wobei kurz nacheinander zwei nicht ganz vollständige Skelette entdeckt werden. Mit ergänzenden Holzrepliken zu einem vollständigen Skelett montiert, stellt Peale die Knochen zusammen mit weiteren Funden in seinem Privatmuseum in Philadelphia aus, wo es 1804 auch von Alexander von Humboldt besichtigt wird.

 

Peale und der Mastodon Oberschenkelknochen
Peale und sein Mastodon-Oberschenkelknochen

 

Georges Cuvier beschreibt das Tier als Mastodon

Inzwischen beschreibt der Paläontologe Georges Cuvier das Tier. Der Form seiner Zähne nach gibt er ihm den Namen Mastodon („Brust-Zahn“), unter welchem es bis heute bekannt ist. Erstmalig postuliert dieser die damals revolutionäre Annahme, dass Arten aussterben können und einst eine völlig andere Fauna existierte. Tatsächlich jedoch hat der hessische Arzt Christian Michaelis dasselbe Tier bereits 1789 mit Mammutfunden aus Sibirien verbunden und als „Mammut“ beschrieben. Somit besitzt der Gattungsname Mammut Gültigkeit für das Tier, das im Volksmund nach wie vor meist Mastodon genannt wird.
Hier gibt es noch eine Stolperfalle: Das Wollhaarmammut gehört zur Gattung Mammuthus.

 

Oberschenkel-Knochen des Mastodon
Peales Fund, der Oberschenkelknochen des Mastodons

 

Das Mastodon wird berühmt – und landet in Darmstadt

„Peales Mastodon“ hatte derweil eine verschlungene Reise vor sich. Nach dem Tod von Charles Willson Peale 1850 wurde es zusammen mit den übrigen Sammlungen des Museums an den Zirkusunternehmer Phineas Taylor Barnum verkauft. Dessen Museum in Philadelphia brannte jedoch schon ein Jahr später nieder, 1865 auch das größere Museum in New York. Glücklicherweise jedoch hatte er das Mastodon-Skelett bereits zuvor nach Europa verschifft. Dort wollte er es zu Geld machen. Zunächst bot er es dem Jardin de Plantes in Paris und dem British Museum in London erfolglos zum Kauf an. Schließlich erwarb es 1854 der Inspektor der Großherzoglichen Naturaliensammlung von Darmstadt Johann Jakob Kaup für das heimische Naturalienkabinett.

 

Verkauf des Mastodons in London
Johann Jakob Kaub kauft das Mastodon schließlich und bringt es nach Darmstadt (Illustration: Niels Schröder, Presserelease HLMD). Zahlreiche dieser Bilder ergeben eine sehr anschauliche Graphic Novel, die den Weg und den Wert des Peale-Mastodons erklärt.

 

So gelangte eines der damals bedeutsamsten Mastodon-Fossilien nach Darmstadt, wo es seit 1906 im Eingangsbereich der naturgeschichtlichen Abteilung montiert stand. Das Skelett war auf verschlungenen Wegen in die Sammlung gelangt, erst 1954 konnte es als das berühmte Peales Mastodon identifiziert werden.

 

2020 war das Skelett Star einer großen Humboldt-Ausstellung im Smithsonian American Art Museum in Washington, D.C. Von dort aus kehrte es – verzögert durch die Corona-Pandemie – erst 2021  zurück nach Darmstadt.

Die Sonderausstellung American Heiner

Poster MAstodon AusstellungAll dies und mehr ist Thema der Sonderausstellung American Heiner. Die Geschichte der ersten Mastodon-Funde bildet ein herausragendes Exempel für die Entwicklung der frühen Paläontologie in ihren historischen und sozialen Kontexten. Ebenso ist sie ein beredtes Beispiel für die populäre und politische Rezeption von Fossilfunden, die Sagen und aus heutiger Sicht kuriose Theorien inspirierten.

Viele Objekte sind nicht in der Ausstellung zu sehen – doch könnten die wenigen in ihrer Bedeutung kaum größer sein. Zwei Backenzähne, einen Oberkieferknochen und der Oberschenkelknochen von Big Bone Lick kann man im Original bestaunen. Hinzu kommen zeitgenössische Gemälde und andere Dokumente – der eigentliche Schwerpunkt aber liegt nicht auf den Exponaten, sondern der spannenden Forschungsgeschichte.

Es wäre sicher ein hoffnungsloses Unterfangen, diese Masse an historischen Fakten in Form herkömmlicher Texttafeln zu präsentieren. Stattdessen wird die gesamte Forschungsgeschichte von den ersten Funden über Big Bone Lick und Peales Mastodon bis zu dessen jüngster Heimkehr in Form liebevoll gezeichneter Comic-Strips und zugehöriger Wandbilder vermittelt, die an verschiedenen Punkten der Ausstellung aushängen. Sie vermögen auch eine Vielzahl von Namen, Daten und Ereignissen durchaus anschaulich und unterhaltsam zu vermitten. Die gesamte Graphic Novel lässt sich – anstelle eines Ausstellungskataloges – für 8 € im Museumsshop erwerben. Für jeden Interessierten an Paläontologie, Forschungsgeschichte und prähistorischen Rüsseltieren ist American Heiner auf jeden Fall ein lohnendes Ausflugsziel.

 

Anzeige

Vom Flugsaurier bis zum Mammut: Eine kleine Einführung in die Welt der Giganten

Wenn wir von gigantischen Lebewesen reden, dann denken wir in der Regel an die Dinosaurier. Dabei gibt es so viele andere große Lebewesen abseits der Dinosaurier; denn die Meeressaurier und die Flugsaurier, die wir in der Regel zu den Dinosauriern zählen, gehören genau genommen gar nicht zu den Dinosauriern. Es handelt sich um Arten, die sich unabhängig von den Dinosauriern entwickelt haben; denn die Dinosaurier gingen nicht mehr zurück ins Meer – und in die Luft gingen sie als Vorläufer der Vögel, die als einzige Dinosaurier das große Massensterben von 66 Millionen Jahren überlebt haben.

 

Vom Flugsaurier bis zum Mammut ist 2021 independent publiziert  und als Taschenbuch sowie für den Kindle erhältlich.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 


 

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Das Ausstellungsgebäude des Hessischen Landesmuseum Darmstadt

 

American Heiner: Ein Mammut macht Geschichte

Die Ausstellung steht im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Sie ist bis zum 3.7.2022 verlängert.

 

Webseite des Museums (klick öffnet in neuem Tab)

 

Öffnungszeiten:

  • Mo: geschlossen
  • Di: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Mi: 10.00 – 20:00 Uhr
  • Do: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Fr: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa: 10:00 – 17:00 Uhr
  • So: 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:

  • normal € 6,-
  • ermäßigt € 4,-

Erreichbarkeit:

 

 

ÖPNV bis zu den Haltestellen Schloss, Luisenplatz oder Willy-Brandt-Platz

Parkplätze gibt es in den umliegenden Parkhäusern.

 

Für € 9,- Ticket-Reisende haben wir ein paar Reisezeiten mit dem bundesweiten Nahverkehr:

  • Frankfurt HBF: 39 min, 1 Umstieg
  • Mainz HBF: 47 min, 1 Umstieg
  • Stuttgart HBF: 3:11 h, 3 Umstiege
  • Nürnberg HBF: 3:36 h, 3 Umstiege
  • Köln HBF: 4:04 h, 3 Umstiege
  • Dortmund HBF: 5:31 h, 5 Umstiege
  • Hannover HBF: 6:05 h, 4 Umstiege
  • Berlin Pankow-Heinersdorf (special für HJV): 9:58 h, 10 Umstiege

(Wie immer: Alle Angaben ohne Gewähr, verlasst euch nur auf die eigenen Recherchen)




Medien-Special: Prehistoric Planet Folge 5

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich die letzte Folge der BBC-Doku „Prehistoric Planet“ gesehen. Weinend, weil die Doku damit vorbei ist, lachend, weil es in die Wälder der Kreidezeit ging – für mich als Waldliebhaber ein besonderer Genuss. Und mein Lieblings-Dino kam vor, der Triceratops. Alle Welt erwartete die „Late Cretatious All Star Battle“ mit einem Tyrannosaurus rex in der anderen Ecke. Ob es sie gegeben hat und wie sie ausgegangen ist, lest ihr unten.

 

 

 

Genug der Vorrede, los gehts:

Prehistoric Planet

 

Staffel 1, Folge 5: Wälder

 

Zum Inhalt

Die erste Sequenz spielt auf dem Boden des heutigen Südamerikas. Gewaltige Wälder prägen die Landschaft. Austroposeidon gehören zu den Sauropoden, die in diesen Wäldern leben und sie formen.

 

Anzeige

Großes Ausgrabungsset „Triceratops“

Einen eigenen Dinosaurier ausgraben, das ist der Traum vieler Kinder. Nun geht es zuhause am Küchentisch oder – noch besser: auf dem Balkon oder im Garten: Der massive Gesteinsblock aus Gips beinhaltet die Knochen eines Triceratops. Er kann mit dem enthaltenen Hammer und Meißel entdeckt und mit dem Spachtel freigelegt werden. Sobald alle Knochen vorhanden sind, muss er nur noch montiert werden.

 

 

Am Ende bleibt ein fast 20 cm langes Modell eines Triceratops, an dem man sich immer wieder erfreuen kann. Das Ausgrabungsset gibt es auch mit anderen Dinosauriern, so dem Tyrannosaurus, dem Stegosaurus und dem Brachiosaurus. Ebenso gibt es ein Mammut oder eine Überraschungsbox, in der eines der fünf Tiere enthalten ist.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Während der Kreidezeit sind über 3/4 der Landmassen dicht mit Wäldern bewachsen. In Nordamerika werden sie unter anderem von Triceratops bewohnt. Eine Herde dieser Saurier zieht durch den Wald in eine gewaltige Höhle. Hier finden sie einen speziellen Lehm, der giftige Pflanzensäfte zu neutralisieren hilft. In den dunklen Tiefen der Höhle geht ein Jungtier verloren.

 

 

 

Auch das heutige Patagonien ist von dichten Wäldern bewachsen, in denen es aber „rätselhafte“ Lichtungen gibt. Ein Carnotaurus-Männchen hat sich eine Balzarena freigeräumt. Mit tieffrequenten Blubbergeräuschen versucht er, ein Weibchen anzulocken. Als endlich eines auftaucht, beginnt er einen Balztanz, bei dem seine grotesk kurzen Arme eine Rolle spielen. Ob er bei diesem Weibchen Erfolg hat?

 

 

In den Bergwäldern Ostasiens ist bereits Herbst. Eine Gruppe blau gefiederter Corythoraptoren labt sich an den Früchten des Ginkgo-Baumes. Doch sie wird von einem Qianzhousaurus, einem Tyrannosaurier beobachtet. Ob er Beute machen kann?

 

 

Nicht nur die erwarteten Bewohner

In den Wäldern Nordamerikas bestand ständig die Gefahr von Feuer, das durch Blitzschläge ausgelöst wird. Großflächige Waldbrände sind regelmäßig und verheeren jedes Mal. Ein Edmontosaurus führt seine Familie vor dem Feuer her. Die verbrannten Flächen sehen devastiert aus, aber einige Pflanzen brauchen das Feuer, um ihre Samen freizugeben. Auch die ersten Tiere sind bald wieder da: Käfer, deren Larven im Totholz leben. Ein Atrociraptor nutzt die Gelegenheit, um Käfer zu erbeuten.

 

Ein Ankylosaurus verschreckt den Atrociraptor. Er sucht in der Brandfläche Holzkohle, die er wie Aktivkohle gegen pflanzliche Fraßgifte nutzt. Wieder kommt das Edmontosaurus-Weibchen in Sicht, sie hat es geschafft, beide Jungen in Sicherheit zu bringen.

 

Anzeige

Coole Tagesdecke für jeden Dino-Liebhaber

Die Tagesdecke ist aus mehrfarbigem Mikrofasergewebe mit einer weichen Polyesterfüllung voll recycled. Sie ist knitterfrei, kann kalt gewaschen werden und nimmt keine Haustierhaare auf.
Die Decke ist in 170 x 210 cm, 220 x 240 cm und 240 x 260 cm erhältlich.

„Wild Thing“ trifft den Nerv vieler Teenager sehr gut und den von Tyrannosaurier-Fans noch besser. Einfach auflegen und sich freuen!

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

 

Die Pilze des Waldes sind wichtige Mineralisierer. Die nächste Sequenz zeigt die Bioluminiszenz einzelner Arten in Zentralasien. Nachts gibt es hier nicht nur die leuchtenden Pilze und schnarchende Sauropoden. Junge Therizinosaurier wagen sich ebenfalls nur nachts aus ihren Verstecken. Obwohl es sich um Pflanzenfresser handelt, versuchen sie, an ein Bienennest zu gelangen.

 

Auch Europa hat dichte Wälder. Der Telmatosaurus bewohnt hier deckungsreiche Wälder. Ebenso unauffällig verhalten sich die kleinen Zalmoxes. Sie sind sehr kleine Saurier und müssen ständig auf der Hut sein, auch vor Pterosaurieren wie dem Hatzegopteryx. Er streicht durch den Wald und bedient sich an den zahlreichen kleinen Tieren. Fliegen kann er erst, wenn er offenes Land erreicht, z.B. den Strand. Viele Pflanzenfresser nutzen den Strand, um Salz aufzunehmen.

 

 

Fazit

Als Waldfreund habe ich dieser Episode besonders entgegen gefiebert. Die Vorschau ließ ja einiges erwarten, unter anderem das Duell der Titanen, Triceratops gegen Tyrannosaurus. Dieses ist ausgeblieben, was ich nicht wirklich tragisch finde. Es wäre schon fast stereotyp. Dazu hat der Tyrannosaurus bereits zwei tolle Sequenzen in Episode 1 und 3 gehabt.

 

Anzeige

Dinosaurs: The Final Day

Paläontologe Robert DePalma macht in North Dakota eine unglaubliche Entdeckung. Er findet hervorragend fossilierte Tiere und Pflanzen, die just in dem Moment starben, als der Meteorit auf die Erde fiel, der das Ende der Dinosaurier besiegelte.

Die BBC hat DePalma bei seinen Ausgrabungen begleitet und die letzten Momente der Kreidezeit auf dem selben Niveau animiert, wie in Prehistoric Planet. So könnte „Dinosaurs: The final Day“ die Fortsetzung des Prehistoric Planet darstellen.

 

Dinosaurs: The Final Day ist am 18. April 2022 erschienen und läuft knapp 90 Minuten. Es wird als DVD in einem üblichen Case ausgeliefert.

 

Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt Ihr den Betrieb dieser Website.

 

Diese Folge thematisiert zahlreiche Probleme von Waldbewohnern. Diese beginnen bei im Überfluss vorhandenen Blättern, die aber schlecht verdaulich sind und gelegentlich eine Entgiftung erfordern, über gute Tarnungsmöglichkeiten für Jäger bis hin zu Waldbränden.

 

Zu den Dinosauriern muss man kaum noch viel sagen. Neue Modelle gibt es nicht mehr, alle gezeigten Modelle sind Abwandlungen der bereits bekannten Saurier. Die Animation ist wieder so gut, dass kaum Fehler auffallen. Sehr positiv finde ich die Darstellung der Balzrufe des Carnotaurus. Sie wirken keineswegs säugetierartig, sondern eher krokodilsähnlich blubbernd. Einen Balztanz dieser Tiere wird nie ein Mensch zu sehen bekommen (haben), aber das, was er zeigt, wirkt sogar realistisch. Aufgrund der seltsamen Proportionen des Tieres aber nicht unbedingt elegant. Muss er auch nicht, zumindest nicht für uns.

 

Ein wenig enttäuscht war ich zunächst vom Ende der Episode. Kein Meteorit, nicht einmal ein Säugetier, das einen Ausblick auf die Zukunft zeigt. Nur ein Hatzegopteryx, ein nicht sehr sympathisch dargestellter Flugsaurier, der am Strand seine Flügel ausbreitet und in einen anderen Wald fliegt.

 

Doch bedeutet das offene Ende nicht, dass hier eine zweite Staffel folgen kann? Ich wäre dabei!

 


Kritiken zu den einzelnen Folgen:

  1. „Küsten“ am 23. Mai 2022
  2. „Wüsten“ am 24. Mai 2022
  3. „Süßwasser“ am 25. Mai 2022
  4. „Eiswelten“ am 26. Mai 2022
  5. „Wälder“ am 27. Mai 2022

 


Wie kann ich Prehistoric Planet sehen?

 

Im offiziellen Handel sind sie noch nicht. Amazon hält sich extrem bedeckt, was irgendwelche Kauf- oder Leihformate angeht. Ich rechne damit, dass Apple erst einmal über das TV+-Abo Kosten wieder einspielen will.

Es gibt daher kaum eine Chance, die Folgen aktuell bei Youtube zu bekommen. Dort löscht man alles, was nicht offiziell von Apple TV+ kommt. Alle angeblichen Streams haben sich als Klickbaits erwiesen. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 

Es geht unter anderem über diesen Link.

 

Für alle, die misstrauisch sind oder die glauben, wir sollten kostenlos arbeiten: An dem Link verdienen wir nicht einen Cent. Er ist reiner Service.

 

Wichtig ist, dass ihr bei der Generierung einer Apple ID so früh wie möglich eingebt, dass Ihr aus Deutschland seid. Spätestens bei der Einwilligung in die AGB muss das passieren, sonst könnt Ihr Eure Adresse nicht richtig eingeben und Apple registriert euch nicht.

 

Auch wenn Ihr eine Kreditkartennummer angeben müsst: Klickt das Gratis Probeabo an, es dauert zwar nur sieben Tage, aber die Serie hat fünf Folgen. So kann man sich an fünf aufeinander folgenden Tagen jeden Tag eine Folge ansehen und am Wochenende noch eine Binge-Dino-Session mit allen fünf Folgen am Stück.
Kündigen nicht vergessen, sonst landet man in der Abo-Falle!

 


Gibt es „Prehistoric Planet“ auf Datenträger zu kaufen?

Bisher scheint es keinen Datenträger zu geben. Nirgendwo im Netz gibt es aktuell glaubhafte Hinweise ob und wann eine DVD erscheint.

Wir bleiben am Ball und halten euch auf dem Laufenden. Sobald es die Serie auf Datenträger gibt, machen wir das bekannt und bestellen sie, um auch die Datenträger-Version zu besprechen. Wir würden uns freuen, wenn Ihr sie über uns kauft.




Medien-Special: Prehistoric Planet Folge 4

Heute lief bereits der vorletzte Teil der neuen BBC Doku „Prehistoric Planet“. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, sind sich Dinosaurier-Fans in aller Welt einig, dass hier eine neue Ikone der Dinosaurier-Produktionen entstanden ist. Leider ist die ganze Herrlichkeit bereits morgen wieder vorbei. Hoffentlich lassen sich die Episoden demnächst bald streamen oder auf Datenträger kaufen.

 

 

 

Anzeige

Aufstieg und Fall der Dinosaurier

Noch immer haftet den Dinosauriern das Image der schwerfälligen, primitiven Monster an, die zu groß waren, um zu überleben. Doch bevor sie von der Erdoberfläche verschwanden, beherrschten die faszinierenden Giganten über 150 Millionen Jahre lang unseren Planeten. Modernste Technologien und spektakuläre Funde erlauben nun neue Einblicke in ihre Erfolgsgeschichte.

 

Aufstieg und Fall der Dinosaurier ist eines der meistverkauften deutschsprachigen Dinosaurier-Bücher überhaupt. Es ist 2018 bei Pier erschienen und als gebundenes Buch, Taschenbuch und fürs Kindle erhältlich.

 

Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt Ihr den Betrieb dieser Website.

 

Genug der Vorrede, los gehts:

Prehistoric Planet

 

Staffel 1, Folge 4: Eiswelten

 

Zum Inhalt

Auch dieses Mal sind alle gezeigten Verhaltensweisen der Dinosaurier durch fossile Überlieferungen gedeckt oder zumindest als Analogschluss im Rahmen des Möglichen.

Diesmal führt uns die Kamera in die Polarregionen.

 

Die erste Sequenz beginnt im Polarwinter, sogar ein Nordlicht spielt über gefrorenen Wäldern. Zwei, später drei Dromaeosaurier beginnen den Frühling, indem sie sich gruppieren und eine große Edmontosaurier-Herde bei einer Flussüberquerung stören.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Ein Edmontosaurus-Jungtier kann gerade noch dem eisigen Wasser entsteigen (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

In der zweiten Sequenz bleibt der Fluss Ort der Handlung. Auf den Sand- und Kiesbänken im Unterlauf bauen männliche Ornithomimus ihre Nester in einer Kolonie. Dabei kommt es natürlich zum Streit.

 

Olorotitan-Saurier aus der Familie der Hadrosaurier wandern über kahle Berge nach Norden. Sie suchen eine vulkanisch geheizte Gegend, um dort im warmen Sand ihre Eier ausbrüten zu lassen. Sie nutzen zudem die kurze, aber intensive Vegetationsperiode, in der die Babys sehr schnell heranwachsen. Eine große Bedrohung sind die auch heute aus der Tundra bekannten Mückenschwärme.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Eine Olorotitan-Herde wandert über ein Gebirge (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

Ein Waldbrand ist eine tolle Chance für einen kleineren Troodontiden. Der clevere Saurier lauert am Rand des Feuers auf mögliche Opfer. Die Handlung unterstellt sogar, dass der Troodon glimmende Äste weiter trägt.
Hier kommt das erste Mal ein Säugetier in der Handlung vor, als Opfer des Troodon.

 

 

Anzeige

Monster der Tiefe

Der bekannte Tierfilmer Nigel Marven macht uns in einer Reihe von „Begegnungen“ mit der prähistorischen Welt bekannt: Er taucht tief in die Vergangenheit ein und schwimmt mit ungewöhnlichen Meerestieren um die Wette. Durch seine AUgen erhalten wir Einblicke in die Unterwasserwelt und lernen die seltsamen und faszinierenden Geschöpfe kennen, die dort zu Hause sind. Vielfach sind sie größer und aggressiver als die Dinosaurier: So beherbergen die gefährlichen Gewässer der Vorzeit mit dem starken, Furcht erregenden Jäger Lioleurodon das vielleicht größte Raubtierr aller Zeiten, außerdem den merkwürdigen Dunkleosteus mit seinem Panzerkopf und den rasiermesserscharfen Schneidezähnen sowie den schlangengleichen Wal Basilosaurus.
Sie alle werden wieder lebendig, wenn Nigel ihnen von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht.

Monster der Tiefe ist als DVD in zwei identischen Ausgaben von 2004 und 2007 erhältlich. Die spannende Doku ist durch die Faxen, die Marven macht, nicht ohne Humor, jedoch wegen der teilweise bedrohlichen Situationen nicht für zu kleine Kinder geeignet. Sie läuft etwa 90 Minuten.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

Einmal rund um die Welt

Die folgende Sequenz spielt am anderen Ende der Welt, in der Antarktis. Der Sommer ist zu Ende. Hier gibt es einige endemische Arten. Antarctopelta gehören dazu, sie sind sehr schwer gepanzert. Die Tiere legen sogar eine Winterruhe ein, Jungtiere suchen eine Höhle auf und schlafen eng aneinander gedrängt.

Ein abgewiesenes Tier findet auf der Suche nach einem eigenen Revier eine eigene Höhle, die von leuchtenden Pilzmückenlarven besiedelt ist.

 

(aus "Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)
Ein Pachyrhinosaurus im Winterwald (aus „Prehistoric Planet, Apple TV+; press release)

 

Wieder springt die Handlung in den Norden. Pachyrhinosaurier gehören zu den Ceratopsiern. Sie machen keine Winterruhe und müssen mit knapper Nahrung auskommen.
Nanuqsaurus ist einer der kleinsten spätkreidezeitlichen Tyrannosauriden. Hier wird er voll befiedert dargestellt. Die Tiere greifen die Pachyrhinosaurier an, die sich in offenes Gelände zurückzieht, so dass keine Einzeltiere im Wald isoliert werden können. Hier kann die Herde eine geschlossene Formation bilden. Doch irgendwann isolieren sie ein Einzeltier…

Fazit:

Auch heute wurden wieder bekanntere und weniger bekannte Dinosaurier vorgestellt. Die gezeigten Verhaltensweisen findet man weitgehend auch bei heutigen Tieren – mit dinosaurierspezifischen Details.

 

In der Olorotitan-Sequenz wird auch die große Jungensterblichkeit dieser Dinosaurier angesprochen. Sie legen Nester mit einem Dutzend oder mehr Eiern an, jedes Jahr und doch dürfen am Ende pro Paar nur zwei der Jungen tatsächlich erwachsen werden.

Dieses Thema betrachten wir Menschen ja immer sehr emotional. Kein Wunder, wir verfolgen ja eine extreme Strategie, die nur auf ein oder zwei Kinder pro Paar setzt. Durch die extrem lange „Brutpflege“ und die Errungenschaften der Zivilisation haben wir die Kindersterblichkeit nahezu eliminiert. Ein totes Kind ist für uns eine Katastrophe, über die wir oft ein Leben lang nicht hinweg kommen. Für die meisten Tiere ist dies der Normalfall!

 

Auch die Antarctopelta-Sequenz nimmt dieses Thema wieder auf, dieses Mal in Verbindung mit dem Heranwachsen und der Revierbildung. Einer der Panzer-Dinosaurier passt nicht mehr zu den anderen in die Überwinterungshöhle und wird gezwungen, sich ein eigenes Revier zu suchen. Doch was hier als Nachteil beginnt, wendet sich zum Vorteil.

 

 

 

Anzeige

Raubdinosaurier in Bayern

von Archaeopteryx bis Sciurumimus

Raubdinosaurier in Bayern“ listet 17 inzwischen im Freistaat gefundene Raubdinosaurier auf. Die Autoren beschreiben sie durch ganze oder Teile von Skelette und eine weltberühmte Einzelfeder.

Bei 13 dieser Funde handelt es sich um flugfähige Urvögel der Arten Archaeopteryx lithographica und Alcmonavis poeschli, die man heute als Raubdinosaurier betrachtet. Die übrigen vier Raubdinosaurier sind kleine flugunfähige Reptilien mit und ohne Federn. Sie heißen Compsognathus longipes, Juravenator starki, Sciurumimus albersdoerferi und Ostromia crassipes.

 

Raubdinosaurier in Bayern ist nicht nur ein Buch für Besucher der Fundstätten um Eichstätt. Die 223 Seiten bestechen durch aktuelles Wissen und wunderbare Abbildungen.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Die Modelle

Unter den Dinosauriern sind vor allem bekannte Modelle in neuen Varianten zu finden. Sowohl die unterschiedlichen Hadrosaurier-Arten wie auch die Dromaeosaurier sind schon aus anderen Folgen bekannt. Die Unterschiede der einzelnen Arten zeigen sich im Detail, der Größe, Färbung und des Kopfschmuckes. Neu sind die Ornithomimus, die mir – wie könnte es anders sein – sehr gut gefallen. Auch wen die Sequenz nur kurz ist und nicht sehr viel Inhalt hat, alleine ihnen zuzusehen macht Spaß.

Eigentlich gilt das auch für die drei Dromaeosaurus. Größer als die Velociraptoren haben sie ein Federkleid, das an die arktischen Bedingungen angepasst ist. Unten hell und von oben dunkel wirkt es sehr elegant, Glanzfarben wie bei Elstern lassen es je nach Lichteinfall blau und grün schimmern.

 

Mit einem weinenden Auge freue ich mich bereits auf morgen. Die morgige, letzte Folge heißt „Wälder“. Für mich als Wald-Fan ist das besonders spannend, aber auch mein Lieblings-Dino, der Triceratops wird eine Rolle spielen.

 

Ich werde morgen berichten, hoffentlich auch gegen 20 Uhr.

 


Kritiken zu den einzelnen Folgen:

  1. „Küsten“ am 23. Mai 2022
  2. „Wüsten“ am 24. Mai 2022
  3. „Süßwasser“ am 25. Mai 2022
  4. „Eiswelten“ am 26. Mai 2022
  5. „Wälder“ am 27. Mai 2022

 


Wie kann ich Prehistoric Planet sehen?

 

Im offiziellen Handel sind sie noch nicht. Amazon hält sich extrem bedeckt, was irgendwelche Kauf- oder Leihformate angeht. Ich rechne damit, dass Apple erst einmal über das TV+-Abo Kosten wieder einspielen will.

Es gibt daher kaum eine Chance, die Folgen aktuell bei Youtube zu bekommen. Dort löscht man alles, was nicht offiziell von Apple TV+ kommt. Alle angeblichen Streams haben sich als Klickbaits erwiesen. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 

Es geht unter anderem über diesen Link.

 

Für alle, die misstrauisch sind oder die glauben, wir sollten kostenlos arbeiten: An dem Link verdienen wir nicht einen Cent. Er ist reiner Service.

 

Wichtig ist, dass ihr bei der Generierung einer Apple ID so früh wie möglich eingebt, dass Ihr aus Deutschland seid. Spätestens bei der Einwilligung in die AGB muss das passieren, sonst könnt Ihr Eure Adresse nicht richtig eingeben und Apple registriert euch nicht.

 

Auch wenn Ihr eine Kreditkartennummer angeben müsst: Klickt das Gratis Probeabo an, es dauert zwar nur sieben Tage, aber die Serie hat fünf Folgen. So kann man sich an fünf aufeinander folgenden Tagen jeden Tag eine Folge ansehen und am Wochenende noch eine Binge-Dino-Session mit allen fünf Folgen am Stück.
Kündigen nicht vergessen, sonst landet man in der Abo-Falle!




Medien-Special: Prehistoric Planet Folge 3

Nachdem die ersten beiden Teile der neuen BBC Doku „Prehistoric Planet“ bereits gelaufen sind, feiern Dinosaurier-Fans in aller Welt heute den 3. Teil mit viel Vorfreude und etwas Wehmut als Bergfest. Donnerstag und Freitag kommen noch zwei weitere Episoden, dann ist die neue Doku auch schon „rum“.

 

 

 

 

Genug der Vorrede, los gehts:

Prehistoric Planet

 

Staffel 1, Folge 3: Süßwasser

 

Zum Inhalt

Auch dieses Mal sind alle gezeigten Verhaltensweisen der Dinosaurier durch fossile Überlieferungen gedeckt oder zumindest als Analogschluss im Rahmen des Möglichen.

Das, was in der vergangenen Folge („Wüsten“) Mangel war, wird hier zum Thema: Süßwasser. Die Kamera folgt den Strömen des „Prehistoric Planet“ von der Quelle bis zur Mündung. Da Süßwasser für alle Dinosaurier lebenswichtig ist, kann die Fahrt mit einem Floß oder Boot die ganze Großtierwelt der Urzeit am Beobachter vorbei gleiten lassen.

 

Die erste Szene beginnt an den Wänden eines tiefen Canyons in Asien. Große Pterosaurier ziehen in einer Art Formation durch die Schluchten. In der Nähe eines Wasserfalls rasten sie auf schmalen Felsformationen. Velociraptoren machen Jagd auf sie.

Die Jagd in diesem Abschnitt ähnelt sehr einer der wenigen gefilmten Jagden eines Schneeleoparden, die sich über viele Dutzend Höhenmeter zog.

 

Anzeige

Velociraptor-Schädel

Der Velociraptor-Schädel von LBYLYH ist eine zoologisch korrekte Nachbildung eines Originalfossils. Es besteht aus robustem Polyresin und wurde aufwändig in Handarbeit lackiert.

 

 

Der Schädel ist etwa 20 cm lang. Das Modell wird mit einem stabilen Sockel geliefert und ist ein Schmuck im Regal jedes Dino-Fans.

 

Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt Ihr den Betrieb dieser Website.

 

Schon in der zweiten Szene geht es ins Flachland, in die Wälder Nordamerikas. Ein toter Triceratops (in der deutschen Sprachversion „der gewaltigste Pflanzenfresser, den es jemals gegeben hat“, sic!) war Nahrung für ein altes Tyrannosaurus-Männchen. Kurze Zeit später kommt es zunächst zu einem Kontakt mit einem Weibchen, schließlich zu Balz und Paarung.

 

Flirtende Tyrannosaurier (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Flirtende Tyrannosaurier am Fluss (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

In den Sümpfen des mittleren Asiens überschwemmt die Regenzeit die Ebenen, so dass eine Landschaft aus Schilf und Wasser entsteht. Der dritte Teil dieser Episode hat einen der seltsamsten Dinosaurier als Thema: den Deinocheirus. Dieses Tier hat einen Entenschnabel, einen eher kurzen Hals und buckeligen Körper, der komplett mit emuartig zottigen Filamentpelz bedeckt ist. Er frisst Wasserpflanzen und sein akutes Problem sind Stechinsekten.

Deinocheirus im Wasser (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Ein Deinocheirus bei der Nahrungsaufnahme (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

Im heutigen Südafrika gibt es ebenfalls Überschwemmungen, die einen Sumpfwald mit zahllosen Inseln entstehen lassen. Der Flugsaurier Quetzalcoatlus legt hier seine Eier ab. Weibchen konkurrieren um die einzelnen Inseln, so dass Nester anderer Weibchen zerstört werden.

 

Die nächste Szene zeigt zunächst einen kleinen Räuber, Masiakasaurus, auf der Jagd nach Krabben im Schwemmgebiet am Unterlauf eines Flusses. Der kleine Dinosaurier führt Junge, die sich bei der Krabbenjagd noch nicht so geschickt anstellen. Eines der Jungen fällt dem gewaltigen Frosch Beelzebufo zum Opfer.

 

Beelzebufo (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Sicher die Hölle für kleinere Wirbeltiere: Beelzebufo (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

In den Mangroven zwischen den Inseln wandern bei Flut Elasmosaurier ein. In Umkehrung der sonstigen Situation könnte man sie als „Nessie-artig“ beschreiben. Sie jagen Fische an der Mischzone des Fluss- und Meerwassers.

 

Anzeige

Pterosaurs: Natural History, Evolution, Anatomy

 

 

150 Millionen Jahre lang gehörte der Himmel nicht den Vögeln – er gehörte den Flugsauriern. Diese fliegenden Reptilien teilten die Welt bis zu ihrem Aussterben vor 65 Millionen Jahren mit den Nicht-Vogel-Dinosauriern. Einige Flugsaurier waren die größten fliegenden Tiere aller Zeiten, mit Flügelspannweiten von über zehn Metern und einer Stehhöhe einer modernen Giraffe.

 

Dieses reich illustrierte Buch wirft einen beispiellosen Blick auf diese erstaunlichen Kreaturen und präsentiert die neuesten Erkenntnisse über ihre Anatomie, Ökologie und ihr Aussterben.

 

Pterosaurs ist 2013 erschienen und hat 291 reich illustrierte Seiten. Es wurde auf englischer Sprache als gebundenes Buch und fürs Kindle veröffentlicht.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

 

Fazit:

 

Die Velociraptor-Jagdszenen sind spektakulär. Wie bereits oben geschrieben, ähneln sie den wenigen gefilmten Hochgebirgsjagden von Schneeleoparden – einschließlich kalkulierten Abstürzen und gewaltigem Höhenverlust.

Die Idee, gefiederte Dromaeosaurier ins Gebirge zu verorten, gefällt mir sehr gut. Auch die Art der Jagd und das Größenverhältnis zur Beute ist stimmig.

 

Der Tyrannosaurier-Abschnitt ist ebenfalls spektakulär, aber auf eine ganz andere Weise. Die Jagd und das „große Fressen“ sind gelaufen, auch wenn von den umliegenden Sträuchern noch Blut tropft.  „Big T“ bewacht seinen Essensvorrat und muss seine Wunden versorgen. Tyrannosaurus quasi privat. Die dargestellte Balz ist in der Summe glaubhaft: ein krokodilartiges, tieffrequentes Blubbern, Aufrichten und Präsentieren der Kehle als Nichtangriffsgeste. Allerdings geht mir das Ganze zu schnell. Dies mag aufgrund der Kürze der Sequenz notwendig sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solcher Top-Predator bereits nach wenigen Minuten Kontakt von Konkurrenz auf Zärtlichkeiten umstellt.
Ich vermute eher, dass diese Tiere erst einmal einige Zeit in der Nähe zueinander leben, bevor es zu ersten Balzhandlungen kommt und auch diese über mehrere Tage intensiviert und auch koordiniert werden, bevor ein Körperkontakt zwischen den Tieren möglich ist. Bis es dann zur Paarung kommt, werden auch noch einmal mehrere Tage vergehen, vielleicht mit Balzelementen, die man von Vögeln kennt, z.B. Nestbau oder Geschenke.

Die Paarung wird ebenfalls gezeigt. Hierbei verdreht das Männchen die kurzen Arme nach oben. Eine der wenigen Funktionen, die diese Arme haben könnten, ist das Festhalten bei der Paarung. Schade, dass diese Chance verstrichen ist.

Eine eher ruhige Folge

Der dritte Teil ist ebenfalls eher ruhig. Die Lebensweise des Deinocheirus ähnelt einem Zwischending aus Elefanten und Elchen. Wesentlich mehr als fressen, sich kratzen und nunja, ausscheiden tut er nicht. Leider ist auf der deutschen Tonspur mal wieder von Klauen statt Krallen die Rede.

 

Der Quetzalcoatlus basiert auf einem bisher namenlosen, aber schon bekannten Modell. Er unterscheidet sich nur marginal von anderen bereits gezeigten Großflugsauriern. Ihn im Wald brüten zu lassen, erscheint mir gewagt, aber möglich. Die Tiere waren gut zu Fuß und der mehrere Meter lange Schnabel eine furchtbare Verteidigungswaffe. Dennoch dürften die Tiere sich im Wald nicht sehr wohl gefühlt haben, da Lichtungen brauchten, um zu starten.

 

 

Anzeige

Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit

 

Lassen Sie sich auf eine atemberaubende Reise in die Urzeit entführen! Von der Entstehung unserer Erde vor ca. 4,5 Milliarden Jahren bis zum Erdzeitalter Quartär – dieses Buch berichtet über die Lebewesen der Urzeit in über 2.200 beeindruckenden Fotos & 3D-Grafiken. Ob winziges Bakterium, riesige Dinosaurier, frühe Säugetiere, Fossilienfunde oder die ersten Menschen – atemberaubende visuelle Darstellungen dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung des Lebens.

 

Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit ist 2020 bei Dorling Kindersley erschienen und hat satte 440 Seiten. Das großformatige Werk ist ein echtes Pfund in jedem Bücherregal und Lesenspaß für Groß und Klein.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

 

Ich freue mich bereits auf morgen. Die morgige Folge heißt „Eiswelten“. Apple verspricht ein spannendes Duell zwischen dem Ceratopsier Pachyrhinosaurus und dem kleinen Tyrannosauriden Nanuqsaurus.

Ich werde morgen berichten, hoffentlich auch gegen 20 Uhr.

 


Kritiken zu den einzelnen Folgen:

  1. „Küsten“ am 23. Mai 2022
  2. „Wüsten“ am 24. Mai 2022
  3. „Süßwasser“ am 25. Mai 2022
  4. „Eiswelten“ am 26. Mai 2022
  5. „Wälder“ am 27. Mai 2022

 


Wie kann ich Prehistoric Planet sehen?

 

Im offiziellen Handel sind sie noch nicht. Amazon hält sich extrem bedeckt, was irgendwelche Kauf- oder Leihformate angeht. Ich rechne damit, dass Apple erst einmal über das TV+-Abo Kosten wieder einspielen will.

Es gibt daher kaum eine Chance, die Folgen aktuell bei Youtube zu bekommen. Dort löscht man alles, was nicht offiziell von Apple TV+ kommt. Alle angeblichen Streams haben sich als Klickbaits erwiesen. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 

Es geht unter anderem über diesen Link.

 

Für alle, die misstrauisch sind oder die glauben, wir sollten kostenlos arbeiten: An dem Link verdienen wir nicht einen Cent. Er ist reiner Service.

 

Wichtig ist, dass ihr bei der Generierung einer Apple ID so früh wie möglich eingebt, dass Ihr aus Deutschland seid. Spätestens bei der Einwilligung in die AGB muss das passieren, sonst könnt Ihr Eure Adresse nicht richtig eingeben und Apple registriert euch nicht.

 

Auch wenn Ihr eine Kreditkartennummer angeben müsst: Klickt das Gratis Probeabo an, es dauert zwar nur sieben Tage, aber die Serie hat fünf Folgen. So kann man sich an fünf aufeinander folgenden Tagen jeden Tag eine Folge ansehen und am Wochenende noch eine Binge-Dino-Session mit allen fünf Folgen am Stück.
Kündigen nicht vergessen, sonst landet man in der Abo-Falle!




Medien-Special: Prehistoric Planet Folge 2

Nachdem der erste Teil der neuen BBC Doku „Prehistoric Planet“ gestern Premiere hatte, warten die Dinosaurier-Fans weltweit auf den zweiten Teil. Wir haben ihn schon gesehen und freuen uns, ihn euch vorstellen zu können.

 

 

Anzeige

Die Ballade von Big Al

Die Schöpfer von „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ sind mit einem herausragenden Spinn-Off zurück. „Die Ballade von Big Al“ begleitet einen Allosaurus vom Schlüpfen bis zu seinem Tod.

 

Das Besondere daran: Jedes verfilmte Ereignis wird sich so oder so ähnlich tatsächlich begeben haben: Die hervorragend überlieferten Fossilien des jungen. männlichen Allosaurus „Big Al“ erzählen unglaublich viel über den Spitzenprädator in der Jurazeit.

Im zweiten Teil der Doku zeigen die Filmemacher, wie die Wissenschaftler zu den Erkenntnissen zu Big Al gekommen sind. Fast noch spannender als die Doku selber.

Die Ballade von Big Al ist 2000 bei der BBC erschienen und läuft etwa eine Stunde.

 

Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt Ihr den Betrieb dieser Website.

 

Leider hat sich der Youtube-Stream von gestern Abend als sehr kurzlebig erwiesen. Kaum war er bekannt, war er auch schon wieder verschwunden. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 


Genug der Vorrede, los gehts:

Prehistoric Planet

 

Staffel 1, Folge 2: Wüsten

 

Zum Inhalt

Auch dieses Mal sind alle gezeigten Verhaltensweisen der Dinosaurier durch fossile Überlieferungen gedeckt oder zumindest als Analogschluss im Rahmen des Möglichen.

Haben in der ersten Folge noch vor allem Meeresreptilien die Handlung getragen, sind jetzt nahezu ausschließlich Dinosaurier im Focus. Neben einigen eher unbekannten treten auch wieder große Namen auf:

 

(BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Eine Gruppe Dreadnoughtus wandert durch die Wüste (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

Die Folge beginnt spektakulär. Eine Gruppe Titanosaurier der Gattung Dreadnoughtus wandert durch die Wüste im westlichen Südamerika. Es sind alles Männchen. Sie suchen eine Brutkolonie auf, in der sich bereits zahlreiche Weibchen befinden. Skurril: Die Tiere tragen zwei Reihen orangefarbener Luftsäcke an den Hälsen, die sie mit einem ploppenden Geräusch aufblasen können.

Es kommt zu Kämpfen zwischen den Männchen, die sowohl den Kämpfen von Giraffen wie auch denen von Seeelefanten ähneln. Die Kämpfe enden schließlich für einige der Tiere tödlich.

 

Dreadnoughtus-Männchen kämpfen (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Kämpfende Dreadnoughtus-Männchen (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

Anzeige

Skelett eines großen Sauropoden

Dieser Bausatz eines Brachiosaurus-Skelettes ist nach unserer Meinung für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Das 23 teilige Modell ist auch mit etwas ungeschickten Kinderhänden unter Anleitung gut zu montieren. Mit seinen 33 cm Länge und fast 25 cm Höhe ist es optimal für ein Bücherregal geeignet. Die stabile Plattform und ein mattes, braunes Finish der Knochen runden das Modell ab.

 

Ganz klar: Cool für Junggebliebene – und für Kinder, wenn die Eltern das Modell denn mal rausrücken!

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

Die zweite Szene spielt in einer asiatischen Wüste. Protagonist scheint eine kleine Eidechse zu sein, die gerne Fliegen frisst. Fliegen, die sehr gerne an einem verrottenden Kadaver leben – und noch lieber an den Tarbosaurieren, die neben dem Kadaver rasten. So müssen die großen Flugsaurier auch weiter über dem Kadaver kreisen – zu landen wäre zu gefährlich.

Ebenfalls vor Ort sind zwei Velociraptoren, die kleine Echsen jagen. Anders als im Jurassic Park-Universum sind diese Tiere hier kleiner als der Kopf der Tarbosaurier und grau-erdfarben befiedert. Sie schaffen es zwar, die Tarbosaurier aufzuwecken, aber sind schnell wieder weg. ALs die Tarbosaurier den Kadaver verlassen, landen die Flugsaurier und bedienen sich an den Resten.

Die dritte Szene gehört dem Mononykus:

 

 

 

 

Die vierte Szene verändert den Lebensraum des Mononykus kurzzeitig vollständig. Ein Gewitter bringt nicht nur Regen, sondern auch die Wüste zum Blühen und stellt den Insektenjäger vor neue Probleme.

 

Dinosaurier-Herden an einer Oase (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Dinosaurier-Herden an einer Oase (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

Die fünfte Szene führt nach Zentralasien, Hier kommt zur Trockenheit auch noch ein ständiger Wind, der alle Vegetation hinwegfegt. Wüstenspezialisten sind hier die Hadrosaurier der Gattung Barsboldia. Sie leben in einer ständig wandernden Herde, die lange Strecken zwischen den Oasen zurücklegen.
An einer solchen Oase treffen sie auf zahlreiche weitere Dinosaurier, wie Sauropoden, Mononykus und schließlich eine Titanosaurier-Herde. Große Flugsaurier schweben ein. Als ein Tarbosaurus auf einem Bergkamm erscheint, füllt Spannung die Luft. Ist er wirklich nur zum Trinken gekommen?

 

Das Wasser der Oase reicht nicht lange, die Tiere zerstreuen sich und hinterlassen nur eine trockene Ebene.

 

Anzeige

Stapel-Dinosauruer aus Holz

Das Set umfasst 9 Dinosaurier-Figuren aus Holz, die zum Stapeln einladen. Füße und Hälse, Zacken und Flügel, Köpfe und Schwänze, alles kann ineinander verkantet werden, so dass oben immer noch Platz für einen Dino mehr ist.

Die Stapel-Dinos stammen aus der Montessori-Pädagogik, dürfen aber auch an Kinder von Nicht-Alternativen-Eltern verschenkt werden. Sie sind aus Massivholz und mehrschichtig ungiftig lackiert. Der Hersteller gibt 3 bis 6 Jahre als geeignetes Alter an, wir sehen sie auch bei jüngeren Kindern.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.

 

 

Pterosaurier im Top Gun-Modus?

Weiter in Nordafrika zeigt die Doku nun das Fortpflanzungsverhalten eines spekatakulären Flugsauriers. Barbaridactylus wird als Flugsaurier mit 5 m Spannweite und gewaltigen Hinterhauptkämmen der Männchen dargestellt. Die Tiere sind – wie es sich für Wüstenbewohner gehört – eher in Fleckentarn gezeichnet, als die schwarz-weißen Flugsaurier der Meere.

 

Sie bilden Kolonien auf Hochplateaus von Tafelbergen, die dem Monument Valley ähneln. Hierbei kommt es immer wieder zu spektakulärem Imponiergehabe und Luftkämpfen zwischen den Männchen. Ob hier der neue Top Gun-Film Pate gestanden hat?

 

Balzender Pterosaurier (BBC & AppleTV+ "Prehistoric Planet", press release)
Balzender Barbaridactylus (BBC & AppleTV+ „Prehistoric Planet“, press release)

 

Die Doku thematisiert hier noch ein weiteres Phänomen. Nicht nur die sehr spektakulären Männchen paaren sich. Es gibt auch eine Gilde kleinerer, unscheinbarer Männchen ohne Hinterhauptkämme. Sie leben wie die Weibchen in der Kolonie und werden von den Alphatieren nicht als Bedrohung oder sogar gar nicht als Männchen erkannt. Dennoch können sie sich erfolgreich paaren. Dieses Verhalten kennt man heute in Perfektion bei Sonnenbarschen oder in etwas abgeschwächter Form bei Pavianen.

 

Für das siebte Thema geht es wieder zurück nach Südamerika. Hier existierte eine Gipswüste, die selbst unter den damaligen Wüsten besonders trocken war. Auch hier sind Hadrosaurier die Wüstenspezialisten, vertreten durch die Gattung Secernosaurus. Die kleine Herde trotzt der Wüste, indem sie sich an den Sternen orientiert. Dazu ziehen die Tiere nachts. In der Nähe der Küste können die Tiere bereits an ihrem Körper kondensierende Nebeltropfen ablecken.

 

 

Fazit:

Auch dieser Teil der von Prehistoric Planet gefällt sehr gut. Wie oft bei solchen Projekten wird auch hier mit der „zweiten Reihe“, den unbekannteren Verwandten berühmter Dinosaurier gearbeitet. Nicht Brachiosaurus oder Diplodocus, sondern Dreadnoughtus und Titanosaurus, nicht Tyrannosaurus, sondern Tarbosaurus, nicht Pteroanodon sondern Barbaridactylus spielen die Hauptrollen.

 

Sehr gefallen haben mir die unspektakulären Szenen um den kleinen Mononykus, der sich seine Termiten sammelt und später vom Blühen der Wüste völlig verwirrt wird. Die Interpretation des Tieres mit dem unverkennbaren Gesichtsschleier der Schleiereule ist stimmig, ebenso wie der lange, befiederte Schwanz.

 

Der Velociraptor als Wüstenbewohner kommt in seinem grau-beigen Gefieder etwas abgetragen daher. Instinktiv erwarten wir von Wüstentieren, dass sie in diesem schwierigen Lebensraum kaum Gelegenheit zur Körperpflege haben und mit zottigem, schmutzigen Fell auftreten. Das mit dem Fell mag für einige Arten wie die Altweltkamele sogar stimmen, andere Arten wie die Oryx-Antilopen sehen dagegen wie aus dem Ei gepellt aus. Die Velociraptoren hier gehen einen Mittelweg. Als Jäger hilft ihnen eine gute Tarnung, die Färbung des umliegenden Lockergesteins und konturauflösende Zeichnung. Der Zustand des Gefieders ließ jedoch keinen Zweifel daran: die Tiere sind kerngesund.

Auch für jüngere Kinder geeignet

Die Storyboards der einzelnen Szenen sind naturfilmähnlich und nicht jugendgefährdend. Kein größeres Tier wird von einem Fressfeind angegriffen und getötet. Man sieht Balzhandlungen, aber keine Paarung oder Eiablage. Hier ist die Wüste der eigentliche Feind der Bewohner, und doch verdurstet kein Tier vor der Kamera.

Wo ein großer Kadaver für die Handlung notwendig ist, wurde die Beute bereits vorher erlegt. Wirklich gejagt werden ausschließlich Insekten und kleine Eidechsen.

Damit kann man diese Folge sicher auch jüngeren Kindern zeigen.

 

Ich freue mich bereits auf morgen. Die morgige Folge heißt „Süßwasser“. Hier folgt die Kamera dem Weg des Wassers. Ein Deinocheirus, einer der seltsamsten Dinosaurier überhaupt, soll eine Rolle spielen.

Ich werde morgen berichten, hoffentlich auch gegen 20 Uhr.

 


Kritiken zu den einzelnen Folgen:

  1. „Küsten“ am 23. Mai 2022
  2. „Wüsten“ am 24. Mai 2022
  3. „Süßwasser“ am 25. Mai 2022
  4. „Eiswelten“ am 26. Mai 2022
  5. „Wälder“ am 27. Mai 2022

 


Wie kann ich Prehistoric Planet sehen?

 

Im offiziellen Handel sind sie noch nicht. Amazon hält sich extrem bedeckt, was irgendwelche Kauf- oder Leihformate angeht. Ich rechne damit, dass Apple erst einmal über das TV+-Abo Kosten wieder einspielen will.

Es gibt daher kaum eine Chance, die Folgen aktuell bei Youtube zu bekommen. Dort löscht man alles, was nicht offiziell von Apple TV+ kommt. Alle angeblichen Streams haben sich als Klickbaits erwiesen. So bleibt dem geneigten Dino-Freund nur der Weg, sich eine Apple-ID zu besorgen und eine 7 Tage Testmitgliedschaft bei Apple-TV zu erwerben:

 

Es geht unter anderem über diesen Link.

 

Für alle, die misstrauisch sind oder die glauben, wir sollten kostenlos arbeiten: An dem Link verdienen wir nicht einen Cent. Er ist reiner Service.

 

Wichtig ist, dass ihr bei der Generierung einer Apple ID so früh wie möglich eingebt, dass Ihr aus Deutschland seid. Spätestens bei der Einwilligung in die AGB muss das passieren, sonst könnt Ihr Eure Adresse nicht richtig eingeben und Apple registriert euch nicht.

 

Auch wenn Ihr eine Kreditkartennummer angeben müsst: Klickt das Gratis Probeabo an, es dauert zwar nur sieben Tage, aber die Serie hat fünf Folgen. So kann man sich an fünf aufeinander folgenden Tagen jeden Tag eine Folge ansehen und am Wochenende noch eine Binge-Dino-Session mit allen fünf Folgen am Stück.
Kündigen nicht vergessen, sonst landet man in der Abo-Falle!




Medium der Woche: Field Guide to Sharks of Europe

Vollständig heißt das Werk „Field Guide to Sharks, Rays & Chimaeras of Europe and the Mediterranean“ und genau das ist er. Auf fast 400 Seiten werden 146 Arten der Knorpelfische mit wissenschaftlichem Aquarell, Verbreitungskarte und den wichtigsten Informationen vorgestellt.

 

Feldführer der Knorpelfische Europas
Das Werk ist ein hervorragender Feldführer aller Knorpelfische Europas

 

Aus dem Klappentext:

Die Gewässer des Nordostatlantiks und des Mittelmeers beherbergen eine erstaunliche Vielfalt an Haien, Rochen und Chimären. Dieser umfassende und benutzerfreundliche Feldführer deckt alle 146 Arten ab, die im Mittelmeer, in den Gewässern des europäischen Atlantiks und Islands, entlang aller skandinavischen Küsten, im Schwarzen Meer und bis zu den Kanarischen Inseln vorkommen. Detaillierte Artenbeschreibungen zeigen Schlüsselidentifikationsmerkmale, Lebensraum, Biologie und Status. Jede Art wird mit einer Farbverteilungskarte, einem Tiefenleitfaden, übersichtlichen Symbolen und Farbillustrationen beschrieben. Dieser unverzichtbare Feldführer enthält auch illustrierte Bestimmungsschlüssel, mit denen Sie die Arten genau identifizieren können, Vergleiche ähnlicher Arten, Abbildungen von Eihüllen, sofern bekannt, und Zahnplatten.

 

Seite aus dem Knorpelfische Feldführer
Eine typische Seite des Feldführers, hier mit dem Blauhai. (Da es sich um geschütztes Material handelt, musste ich den Text unlesbar machen)

 

David A. Ebert, exzellenter Kenner der Knorpelfische

Ebert (*1958) ist ein amerikanischer Ichthyologe, der als Programmdirektor beim Pacific Shark Research Center tätig ist. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Knorpelfischen und gilt als einer der aktivsten Ichthyologen auf diesem Gebiet.

 

Kritien

Eine tolle Sache für jedes Bücherregal. . . . Niemand, so scheint es, produziert bessere wissenschaftliche Illustrationen von Meereslebewesen als Marc Dando. Seine Arbeit kann man hier bewundern. Der Autor David Ebert ist Programmdirektor des Pacific Shark Research Centre. Er kennt sich mit seinen Knorpelfischen aus und hat, obwohl dies ein Nachschlagewerk ist, einen klaren und maßgeblichen Stil.— Steve Weinman, Diver Magazine

 

 

Empfehlenswert für ein breites Spektrum von Lesern, von Experten bis hin zu Enthusiasten, die an Knochenfischen besonders für diesen Teil der Welt interessiert sind. — Phillip C. Sternes, Journal of Fish Biology ​​​​​​

 

Hier sind wirklich alle Arten drin, die in europäischen Gewässern vorkommen und dazu mit guten Bestimmungsschlüsseln und Detailwissen. Absolut empfehlenswert für alle Ichthyologen, Taucher, Naturliebhaber etc…. — Michael (Amazon-Rezensent)

 

 

Anzeige

Field Guide to Sharks, Rays & Chimaeras of Europe and the Mediterranean

Die Princeton University Press hat diesen hervorragenden Feldführer in englischer Sprache erschienen mit 384 Seiten 2020 herausgegeben. Der Field Guide to Sharks, Rays & Chimaeras of Europe and the Mediterranean ist als Paperback und fürs Kindle erschienen und aktuell lieferbar.

 

Mit dem Kauf über den Link unterstützt ihr den Betrieb dieser Website.