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Medium der Woche: The Curse of Oak Island

Oak Island ist eine kleine Insel im Osten von Nova Scotia in Kanada. Sie zieht seit mindestens 1795 die Augen der Schatzsucher der Welt auf sich. Randall Sullivan, Redakteur des Musik- und Popkultur-Magazins „Rolling Stone“ hat sich der Sache einmal angenommen und betrachtet sie von einem anderen Standpunkt, als die bisher veröffentlichten Dokumentationen.

 

Die Geschichte der längsten Schatzsuche der Geschichte

In The Curse of Oak Island erkundete Randall Sullivan, langjähriger Redakteur und Journalist des Rolling Stone, die merkwürdige Geschichte der Eichen-Insel, so die Übersetzung, und die Generationen von Menschen, die versuchten und es nicht schafften, seine Geheimnisse zu lüften. Gestützt auf seinen exklusiven Zugang zu Marty und Rick Lagina, den Stars der Fernsehsendung The Curse of Oak Island des History Channel, liefert Sullivan eine aktuelle Chronik ihrer andauernden Suche nach der Wahrheit.

 

Oak Island-Buch

 

Was auf Oak Island geschah

1795 entdeckte ein Teenager auf Oak Island in Nova Scotia, Kanada, eine mysteriöse kreisförmige Vertiefung im Boden. Das löste Gerüchte über vergrabene Schätze aus. Frühe Bagger legten einen mit Ton ausgekleideten Schacht frei. Er enthielt Erdschichten, die mit Holzplattformen durchsetzt waren. Aber als sie eine Tiefe von 25 m erreichten, ergoss sich Wasser in den Schacht und machte ein weiteres Graben unmöglich.

 

Seitdem hat das Mysterium des „Money Pit“ von Oak Island Generationen von Schatzsuchern in ihren Bann gezogen. Darunter war ein Bostoner Versicherungsvertreter, dessen Besessenheit ihn ruiniert hat, der junge Franklin Delano Roosevelt und Filmstar Errol Flynn. Verblüffende Entdeckungen haben die Fantasie der Entdecker beflügelt: ein flacher Stein, mit einem Code beschriftet. Ein Fluttunnel, der von einem künstlich angelegten Strand gespeist wird. Ein zerrissenes Stück Pergament. Steinmarkierungen, die ein riesiges Kreuz bilden. Die Schatzsucher haben große Teile der Insel auf der Suche nach Antworten planiert. Ausgrabungsversuche haben bisher zwei Menschenleben gefordert.

 

Es gibt viele Theorien darüber, was auf Oak Island verborgen ist. Könnte es sich um den Schatz der Piraten oder um die verlorenen Juwelen von Marie Antoinette handeln? Oder vielleicht der Heilige Gral oder Beweis für die Identität des wahren Autors von Shakespeares Stücken?

 

Was hat es mit dem Fluch auf sich?

In diesem reichhaltigen, faszinierenden Bericht nimmt Sullivan die Leser mit, während die Lagina-Brüder die bisher umfassendste Anstrengung unternehmen, um das Geheimnis zu lüften. Sullivan zeichnet die unglaubliche Geschichte des „Fluchs“ von Oak Island auf, wohin zwei Jahrhunderte lang Träume von vergrabenen Schätzen geführt haben unerschrockene Schatzsucher alles zu opfern.


 

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The Curse of Oak Island

 

Die Publikation von Randall Sullivan ist 2018 – 2020 in unterschiedlichen Medien erschienen, 2018 das gebundene Buch mit 410 Seiten, 2019 das Hörbuch auf MP3-CD und schließlich 2020 die Taschenbuchausgabe mit 422 Seiten.

 

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Medium der Woche: Magische Fabelwesen

magische Fabelwesen und Mythische Kreaturen

 

 

Magische Fabelwesen und mythische Kreaturen: Von Drachen, Hexen und Wassergeistern

 

Die faszinierende Welt der magischen Kreaturen

Majestätische Greife, magische Elfen oder mythische Ungeheuer wie die Hydra: dieses Buch präsentiert über 60 Geister, Götter, Gestaltwandler und andere magische Wesen und mythischen Tierwesen. Spannende Porträts und wunderschöne Illustrationen erwecken die zeitlosen Figuren der uralten Mythen unserer Vorfahren zum Leben. Quer durch alle Kulturen und Zeitalter werden hier fantastische Wesen vorgestellt – vom Affenkönig Sun Wukong bis zu den Sirenen mit ihrem todbringenden Gesang.

Magische Fabelwesen und ihre Entstehungsgeschichten

Viele Naturphänomene waren für die Menschen im Altertum das Werk übersinnlicher Kräfte. Für die alten Ägypter bestimmte der Gott Re den Lauf der Sonne. Für die nordamerikanischen Ureinwohner war der Flügelschlag des Donnervogels für den Donner verantwortlich. Auch wenn die Wissenschaft viele Rätsel von damals gelöst hat, bestehen die tierischen Fabelwesen und magischen Kreaturen bis heute in unserer Fantasie fort. Die spektakulärsten Geschöpfe sind in diesem sensationellen Buch vereint!

 

magische Fabelwesen und Mythische Kreaturen: der chinesische Drache

 

Kreaturen und Fakten

Über 60 magische Wesen: Quer durch alle Kulturen und Zeitalter versammeln sich in diesem Buch übersinnliche Kreaturen und deren sagenumwobene Geschichten, z.B. einäugige Zyklopen aus Griechenland, das hinterlistige Yara-Ma-Yha-Who der Aborigines und Tengu, das rotgesichtige Vogelwesen aus Japan.

 

Historische und kulturelle Fakten: Was steckt hinter der Legende von Bigfoot? Was hat das Einhorn mit den Stoßzähnen des Narwals zu tun? Hier werden die Entstehungsgeschichten und Hintergründe der magischen Wesen beleuchtet und in den jeweiligen Kulturkreis eingeordnet.

 

Beeindruckende Illustrationen: Niemand fängt die eindrucksvolle Magie und Faszination, die von mythischen Wesen ausgeht, so wunderschön ein wie der Grafiker Pham Quang Phuc.


 

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Magische Fabelwesen und mythische Kreaturen:

Von Drachen, Hexen und Wassergeistern

Magische Fabelwesen und mythische Kreaturen ist für junge Kryptozoologen und Kryptozoologinnen gedacht. Das üppig illustrierte Werk stammt ursprünglich aus Vietnam und zeigt daher zahlreiche Wesen, die im europäisch-nordamerikanischen Kontext eher selten auftreten.

 

Die Kunden des Buches empfehlen es für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren. DIe deutsche Ausgabe ist bei Dorling Kindersley im August 2021 erschienen und hat 160 gebundene Seiten. Bei Amazon rangiert „Magische Fabenwesen und mythische Kreaturen“ seit seiner Erscheinung in den obersten Rängen unterschiedlicher Kinderbuch-Sektionen.

 

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Medium der Woche: Little Species, Big Mystery

 

Eine spannende Entdeckungsgeschichte und die Geschichte des Homo floresiensis.

 

Fundort des Homo floresiensis
Höhle in Lian Bua, Flores. Hier wurden die ersten H. floresiensis gefunden (Foto: Rosino CC2.0)

 

Es gibt heute nur eine Art von Menschen auf der Erde: uns, den Homo sapiens. Aber wir sind nur eine von vielen menschlichen Spezies, die seit Jahrtausenden auf unserem Planeten existieren. Im Jahr 2004 staunte die Welt über die Entdeckung einer bisher unbekannten Zwerg-Menschenart auf der Insel Flores im indonesischen Archipel: Homo floresiensis.

Homo floresiensis war ein sehr kleines, stämmiges Wesen mit langen Armen und großen Füßen. Die kleinen Hominiden hatten großem Appetit auf Stegodons, inzwischen ausgestorbene Verwandte moderner Elefanten. Die Art erhielt bald den Spitznamen „Hobbit“. Noch vor 52.500 Jahren, als sich unsere eigenen Vorfahren über die ganze Welt ausbreiteten, lebten diese „Hobbit“-Cousins zumindest auf Flores.

 

Homo floresiensis. Kennen die Lio sie als Affenmenschen?
Rekonstruktion des Homo floresiensis

 

In Little Species nimmt die Big Mystery-Archäologin Debbie Argue den Leser oder die Leserin mit auf eine Reise spannender wissenschaftlicher Entdeckungen. Sie erzählt von der Ausgrabung von H. floresiensis, den darauffolgenden archäologischen Expeditionen, anderen Funden. Aktuell ist auch der Fund eines kleinen philippinischen Homininen und neuen Forschungswegen und Diskussion. Argue vermittelt die Aufregung beim Suchen und Finden von Spuren einer verlorenen Vergangenheit und die lebhaften Diskussionen, die sich aus ihrer Entdeckung ergeben haben. Der Leser bekommt ein Gefühl dafür, wie sich Feldarbeit und der sich daraus ergebende Erkenntnisgewinn anfühlen, und einen Einblick in eine faszinierende, aber nur teilweise aufgedeckte Vergangenheit.

 

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Little Species, Big Mystery

Little Species, Big Mystery ist 2022 bei der Melbourne University Press erschienen und hat als gebundenes Buch 272 Seiten im ungewöhnlichen Format 23 x 15 cm. Es ist außerdem für den Kindle erhältlich.

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Medium der Woche: Das rationale Tier

 

 

Kann man nichtmenschlichen Lebewesen Rationalität und Bewusstsein in einem anspruchsvollen Sinn zugestehen?

 

Der international führende Kognitionsbiologe Ludwig Huber ist Professor und Leiter des interdisziplinären Messerli Forschungsinstituts für Mensch-Tier-Beziehungen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. In diesem Buch zieht er die Bilanz des gegenwärtigen Forschungsstands zum tierischen Denken.

 

 

Mittels zahlreicher, eigens für dieses Buch angefertigter Abbildungen erklärt er anschaulich die wichtigsten Experimente und Beobachtungen und vermittelt so, was Affen, Hunde, Bienen, Krähen, Keas, Pfeilgiftfrösche, Schildkröten oder Kraken alles können: Werkzeuge gebrauchen und herstellen, kommunizieren, planen, Gedanken lesen und vieles mehr. Eine faszinierende Reise durch die Kognitionsforschung.

 

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Das rationale Tier: Eine kognitionsbiologische Spurensuche

Ludwig Hubers grundlegendes Werk über kognitive Leistungen und deren Sinn bei Tieren ist am 13. Dezember 2021 bei Suhrkamp erschienen. Es hat 671 Seiten in deutscher Sprache, die das Gehirn durchaus fordern können.

 

Das rationale Tier ist gebunden, als Taschenbuch und für den Kindle erschienen.

 

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Huber will aber nicht nur zeigen, was wir heute über den Geist der Tiere wissen und wie wir es herausgefunden haben, sondern auch, wozu das gut ist. Neben der zweckfreien Befriedigung unserer Neugierde treibt ihn auch ein moralischer Imperativ: »Um sie zu retten, müssen wir uns kümmern, und kümmern können wir uns nur, wenn wir sie verstehen.« Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse verlangen eine entschiedene Revision unserer irrationalen und ethisch fragwürdigen Einstellungen gegenüber Tieren.

 

Pressestimmen

»Hier werden philosophische Grundsatzfragen über Sprache und Bewusstsein diskutiert und … verhaltenspsychologische Tierexperimente vorgeführt. … Wer genug Geduld für die Lektüre mitbringt, wird hier auch methodisch klüger.«
Wolfgang Schnider, Der Tagesspiegel 08.06.2022

 

»[Huber] präsentiert überraschende Forschungen zum tierischen Denken: Tiere treffen Entscheidungen, nutzen Werkzeuge, planen für die Zukunft.«
DIE ZEIT 27.01.2022

 

»Verlangt den Hirnzellen einiges ab und belohnt mit einem reichen Schatz an Wissen.«
Martin Hubert, Deutschlandfunk 08.04.2022

 

»Wir finden hier schlicht das umfassendste, sorgfältigste, beste Sachbuch zur Kognitionsbiologie, das uns bislang unterkam.«
Sascha Rufer, umweltnetz-schweiz.ch 10.02.2022




Save the date! Kryptozoologische Tages-Exkursion

 

 

Wir waren in den vergangenen Jahren sehr vorsichtig, aber wir rechnen für 2023 damit, dass im Sommer die Corona-Epidemie endlich vorbei ist. Daher richten wir unsere Aktivitäten vorsichtig auf reale Treffen aus, ohne den online-Bereich komplett zu vernachlässigen.

 

Kryptozoologische Tagsexkursion ins Zwillbrocker Venn

Für den Frühsommer, genauer Samstag, den 03.06. planen wir eine kryptozoologische Halbtagsexkursion. Ziel ist das Zwillbrocker Venn, in Westfalen an der niederländischen Grenze. Die nächste größere Stadt ist Winterswijk auf niederländischer Seite. Borken in Deutschland ist gut 30 km weg.

 

Kiebitz
Der Kiebitz ist ein typischer Vogel der Grünlandwirtschaft (gewesen).

 

Wir treffen uns vermutlich gegen 11:30 Uhr in der Biologischen Station Zwillbrocker Venn. Je nach Interesse und Gruppengröße erhalten wir dort eine Einführung in das Gebiet oder informieren uns auf eigene Faust. Danach geht’s raus in die Landschaft. Geplant ist eine Wanderung um den Möwensee und ein Abstecher zu einem oder zwei nahe gelegenen Vogelbeobachtungsständen.

 

Was ist am Zwillbrocker Venn kryptozoologisch?

Bisher sind im Zwillbrocker Venn weder Seeungeheuer noch eine größere Zahl von Affenmenschensichtungen gemeldet worden, auch Beutelwölfe, Tatzelwürmer oder Chupacabras sind hier nicht häufiger, als sonstwo in Deutschland. Warum geht es dann in diesen – zweifelsohne spannenden- Zipfel im Westen Deutschlands?

 

Das Zwillbrocker Venn ist ein Schutzgebiet von knapp 200 Hektar an der deutsch-niederländischen Grenze ganz im Westen von Vreden. Es ist der Rest eines ehemaligen, weitaus größeren Hochmoorgebietes. Das mag spannend sein, aber kryptozoologisch ist das noch nicht. Im Zwillbrocker Venn gibt es jedoch eine außergewöhnliche Ansammlung außergewöhnlicher Out-of-Place-Tiere. Hier haben sich Gefangenschaftsflüchtlinge von Rosaflamingos, Kubaflamingos und Chileflamingos angesiedelt. Sie brüten mittlerweile in der dritten Generation hier, wir können mit 25 bis 60 Tieren in der Kolonie rechnen, davon etwa 12 bis 17 Brutpaare.

 

 

Die Gegend um den kleinen Flamingosee ist stark landwirtschaftlich geprägt, wie in der Gegend üblich dominieren Mahdwiesen und Mais, unterbrochen von hohen Pappel-Alleen, die den Wind brechen. Dort findet man dank des Naturschutzes die typischen Grünlandvögel, vom Fasan bis zum Kiebitz. Da die Grenzregion zwischen Münsterland und Gelderland sehr feucht ist, haben auch die Wasservogel-Freunde viel zu gucken, man kann zahlreiche Gänse- und Entenarten beobachten.

 

Der See heißt trotz der auffälligen, pinken Vögel Möwensee, man hört schon von weitem, warum. Lachmöwen haben ihn für sich entdeckt, aber auch andere, mit dem Wasser assoziierte Vögel findet man hier. Die Wald-Heideregion um den See ist Naturschutzgebiet, das allerdings stark touristisch genutzt wird. Es besteht aus einem Mosaik aus Pinienwäldern, Offenlandschaft mit Buschwerk, Heide- und Moorvegetation. Vogel- und Insektenfreunde kommen hier auf ihre Kosten.

Observation.org listet hier 172 Vogelarten, davon 35 mit mehr als 50 Beobachtungen.

 

Lachmöwen auf einem Zaun
Lachmöwen auf einem Zaun

 

Das nahe gelegene Ellewicker Feld ist ein wichtiger Brut- und Rastplatz für Rotschenkel, die Uferschnepfe und den Großen Brachvogel. Hier kommen regelmäßig Rohrweihen vor. Wir werden hier einen Beobachtungsturm am südlichen Rand des Gebietes nutzen und hierfür einen Abstecher vom Rundweg um den Möwensee machen.

 

Wie ist die Infrastruktur im Zwillbrocker Venn?

Die Gegend um den Möwensee ist touristisch sehr gut erschlossen. An der Biologischen Station und in den umliegenden Straßen gibt es eine begrenzte Zahl von Parkplätzen und ein Restaurant, das im Netz einen guten Eindruck macht.
Die Wege um den See sind hauptsächlich aus offener, sandiger Erde. Das macht sie sehr angenehm zu laufen und bei halbwegs trockenem Wetter auch mit dem Rolli mehr als nur akzeptabel befahrbar. Ein Teil der Strecke geht auch über asphaltierte Landwirtschaftswege, insbesondere der Abstecher zu einem weiteren Beobachtungsturm im Ellewicker Feld. Der Beobachtungsturm dort ist leider nicht barrierefrei.

 

Weg im Zwillbrocker Venn

 

Der von uns geplante Rundwanderweg ist laut Biologischer Station etwa 5,8 km lang* und „teilweise barrierefrei“ begehbar. Entlang des Wanderweges gibt es zwei barrierefreie Aussichtskanzeln sowie eine „Remise“ an, die barrierefreie Toiletten mit Behinderten WC und einen Wickeltisch für den kryptozoologischen Nachwuchs bietet. Die Remise bietet zudem die Möglichkeit, sich zu verpflegen.

Am Wegesrand gibt es immer wieder Bänke und einzelne Unterstände, so dass die Wanderung jederzeit für eine kurze Rast unterbrochen werden kann.

 

Rotschenkel auf einem Zaun im Zwillbrocker Venn
Hier brüten und rasten auch Rotschenkel

 

Zusammen mit dem Weg von der Biologischen Station zum Rundweg und der Abstecher zu den Ellewicker Feldern, beträgt die Strecke etwa 8 km, die sehr gut zu laufen sind. Der Weg ist flach, breit und nennenswerte Höhenmeter gibt es nicht. Durch die Länge, zahlreiche Rastmöglichkeiten und die sich ständig ändernde Landschaft ist die Tour insbesondere für Kinder gut geeignet.

 

In der Nähe der Biologischen Station ist ein Restaurant, das im Netz gute Bewertungen und eine interessante, lokal orientierte Speisekarte hat. Das wäre ein schöner Ort, um abends den Tag ausklingen zu lassen.

 

Krickenten gehören zu den häufigen Enten im Zwillbrocker Venn
Die Krickenten gehören zu den häufigeren Vögeln im Zwillbrocker Venn

 

Fotofreunde aufgepasst

Von der Remise ist die Flamingo-Kolonie etwa 300 m entfernt. Von den beiden anderen Aussichtspunkten kann man die Flamingos mit etwas Glück auf die selbe Entfernung bei der Nahrungssuche beobachten. Die Fotomöglichkeiten sind also nicht die selben, wie im Zoo. Wer mehr als nur rosafarbene Punkte auf seinem Bild sehen möchte, braucht ein Teleobjektiv oder Spektiv mit Kameraanschluss.

 

In den Beobachtungsständen kann es schon einmal eng werden. Daher sind am Wochenende Dreibeinstative nicht so gerne gesehen. Ein Einbeinstativ ist dann auch als Wanderstock zu gebrauchen, Gorilla-Pod oder Bohnensack reichen für gute Ergebnisse meist aus.

 

Fasan
Hübsch, aber nicht unbedingt selten sind Fasane

 

Das Kleingedruckte

Zwillbrock liegt im Münsterland an der deutsch-niederländischen Grenze und ist teil der Stadt Vreden. Es liegt leider so, dass es am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln de facto nicht zu erreichen oder zu verlassen ist. Der nächste Haltepunkt ist der Busbahnhof in Vreden, der mit dem Bus aus Borken (mit Umstieg) oder Ahaus (direkt) erreichbar ist. Von dort aus wäre dann aber ein Fahrrad notwendig.

Es wäre schön, wenn wir Absprachen treffen könnten, Bahn- bzw. Busanreisende an den jeweiligen Stationen abzuholen.

 

Mit dem Auto ist die Biologische Station Zwillbrock über die handelsüblichen Navigationssysteme erreichbar. Wir empfehlen, ein niederländisches Landespaket zu installieren, da sich das Venn direkt an der Grenze befindet.

 

Wenn Interesse besteht, werde ich versuchen, eine Einführung an der Biologischen Station zu buchen.

 

Bitte haltet euch das Datum: 03. Juni 2023 frei! 




Medium der Woche: Der Zoo der Anderen

 

Berlin in den 1960er Jahren: Nach dem Bau der Mauer hat sich der kalte Krieg eingerichtet und die Berliner mit ihm. Ost und West sahen in „ihren“ Stadtteilen jeweils eine Art Schaufenster, in dem sie ihre Leistungsfähigkeit gegenüber der anderen Seite demonstrieren konnten. Im Westen wuchs ein neues Zentrum um das Europa-Center mit dem Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Auch mit Kultureinrichtungen wusste man zu renommieren: Die Berliner Philharmonie, die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz und die neue Nationalgalerie entstanden. Da sie unmodern erschienen, wurden alle Straßenbahnen im Westen stillgelegt.

 

Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche
Eines der neuen Zentren im Westen um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

 

Der Osten zog etwas verspätet und auf eigene Weise nach. Die DDR-Regierung konzentrierte sich auf den Wohnungsbau, während das Berliner Schloss bereits 1950 dem SED-Chef Walter Ulbricht zum Opfer fiel. Der Wohnungsbau wurde vor allem ökonomisch geplant, hauptsächlich wurden Typenbauten in Großwohnsiedlungen errichtet.

Alexanderplatz
Der Alexanderplatz, immer eines der Zentren einer multifokalen Stadt. Heute wie damals, als die DDR den Fernsehturm (im Hintergrund) bauen ließ

Leuchtturmprojekte im Sinne von eher Prestigebauten wurden in den 1960ern kaum fertig gestellt. Der Fernsehturm 1969 war eine Ausnahme, ebenso das Haus des Lehrers und die Kongresshalle. Selbst der Flughafen Schönefeld und der Berliner Außenring waren notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Das Prestigeobjekt der DDR, der Palast der Republik wurde erst später fertig.

 

Elefantentor
Das Elefantentor am West Zoo. Foto: Jean-Pierre Dalbera CC 2.0

 

Stadt der Agenten

Durch die vier Besatzungszonen waren die drei atlantischen Großmächte und die Sowjetunion in Berlin stark vertreten. Dies schloss alle Formen der Aktivität ein, von ökonomischer bis zu militärischer, aber besonders stark waren Propaganda und Spionage. Auffällige Ereignisse waren der erste Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke 1962, diverse mehr oder weniger bekannte Spionageaktionen der Geheimdienste nahezu aller in der geteilten Stadt vertretenen Staaten.

 

Schloß Friedrichsfelde
Schloss Friedrichsfelde, einer der Angelpunkte im Tierpark

 

Krieg der Zoos?

Bereits in den 1950er Jahren, spätestens nach der Berlin-Blockade war klar, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands oder auch nur Berlins in weite Ferne gerückt war. Da der berühmte „Hauptstadtzoo“, unter anderem unter der Leitung von Ludwig und Lutz Heck, war „tief im Westen“ verankert. Im Osten fehlte ein Zoo.

 

Nach einem Beschluss des Magistrats am 27. August 1954 begann man, den Park des Schlosses Friedrichsfelde zu einem Zoo, nein, zu einem Tierpark umzubauen. Die ersten Tiere konnten 1955 einziehen, bei der Eröffnung am 2. Juli konnten die Ostberliner etwa 400 Tiere in 120 Arten besichtigen. Die ersten Tiere kamen aus Spenden der Bevölkerung und der Betriebe der DDR, doch auch andere Zoos, auch aus dem Westen spendeten Tiere.

 

Schwarzbüffel
Eine größere Herde Schwarzbüffel muss als in Ostberlin muss man lange suchen.

 

Insgesamt entwickelten sich beide Zoos nahezu gegensätzlich. Der West-Zoo war räumlich beschränkt, außer einem kleinen Erweiterungsareal auf einer Spree-Insel war kein Flächenzusatz mehr möglich. Dafür wurde er sehr „intensiv“ betrieben, moderne Tierhäuser beherbergten eine ungeheure Artenzahl. Er wurde damals der artenreichste Zoo der Welt.

Der Ost-Tierpark hingegen hatte Platz, den man wohl zu nutzen wusste. Der Park-Charakter im „unteren“ Bereich mit alten, hohen Bäumen und Alleen im Blätterdach ist erhalten geblieben. Auch die Möglichkeit, Herdentiere nicht nur in symbolischen Herden mit einem Männchen und zwei Weibchen auszustellen, hatte der Westen nicht.

 

Quallen im Aquarium
Quallen im Aquarium im West-Zoo. Ein eigenes Aquarium gab es in Friedrichsfelde nie.

 

Und beide Zoos hatten ihre Unterstützer – sogar die Geheimdienste halfen dabei, ungewöhnliche Tiere zu beschaffen:

 

Vor diesem Szenario ist das Buch „Der Zoo der anderen“ von Jan Mohnhaupt entstanden. Der Untertitel „Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte & Helmut Schmidt mit Pandas nachrüstete“ steht nicht umsonst im Duktus des kalten Krieges:

 

Als sich der Kalte Krieg auf seinem Höhepunkt befindet, nimmt auch das Wettrüsten im geteilten Berlin bizarre Formen an: West-Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt besorgt dem Zoodirektor Heinz-Georg Klös neue Elefanten, damit der seinem Rivalen, dem Ost-Berliner Tierparkdirektor Heinrich Dathe, weiterhin die Stirn bieten kann. Denn wer mehr Elefanten besitzt, hat eine Schlacht gewonnen. Ob Brillenbär-Spende durch die Stasi, Schlagzeilen wie „Westesel gegen Ostschwein“ oder der Schlagabtausch der beiden charakterstarken Direktoren Heinrich Dathe und Heinz-Georg Klös – die beiden Berliner Zoos verraten vieles über das geteilte Deutschland. Mit großer Sympathie für Tier und Mensch erzählt Jan Mohnhaupt in seinem Buch erstmals ihre gemeinsame Geschichte.

 

Die Entwicklung der beiden Zoos ist sicher eine der liebenswertesten Auswüchse des Kalten Krieges und bei der Lektüre darf man auch einen Moment, einen winzigen Moment trauern, dass das Ganze vorbei ist.

 

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Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte und Helmut Schmidt mit Pandas nachrüstete

Der Zoo der Anderen

Als sich der Kalte Krieg auf seinem Höhepunkt befindet, nimmt auch das Wettrüsten im geteilten Berlin bizarre Formen an: West-Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt besorgt dem Zoodirektor Heinz-Georg Klös neue Elefanten, damit der seinem Rivalen, dem Ost-Berliner Tierparkdirektor Heinrich Dathe, weiterhin die Stirn bieten kann. Denn wer mehr Elefanten besitzt, hat eine Schlacht gewonnen.

Ob Brillenbär-Spende durch die Stasi, Schlagzeilen wie „Westesel gegen Ostschwein“ oder der Schlagabtausch der beiden charakterstarken Direktoren Heinrich Dathe und Heinz-Georg Klös – die beiden Berliner Zoos verraten vieles über das geteilte Deutschland.

Mit großer Sympathie für Tier und Mensch erzählt Jan Mohnhaupt in seinem Buch erstmals ihre gemeinsame Geschichte.

 

Der Zoo der Anderen ist ein bemerkenswertes Stück Geschichte eines der wenigen liebenswerten Teile des Kalten Krieges. Es ist als gebundenes Buch, Taschenbuch und für den Kindle erhältlich.

 

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Zum Glück ist es vorbei

Heute, 33 Jahre und 6 Tage nach dem Mauerfall kann man ganz selbstverständlich beide Zoos am selben Tag besuchen. Es ist möglich, aber nicht empfehlenswert, die Kilometer, die man vor allem im Tierpark läuft, sind beträchtlich.

Beide Zoos sind seit langem unter gemeinsamer Verwaltung, aber die unterschiedliche Herkunft und die unterschiedlichen Charaktere sieht man ihnen nach wie vor an. Das ist auch gut so! Beide Zoos leben von ihrer Einmaligkeit, keiner ist die Kopie eines anderen und keiner ist das bewusste Gegenteil des anderen. Beide gehören so zu den großartigsten Zoos in Europa, vielleicht haben sie sogar Weltrang, nur zusammen geben sie ein vollständiges Bild ab, weil sie so unterschiedlich sind.

 

Przewalski-Pferde
Eine nicht ganz so kleine Herde Przewalsi-Pferde in Friedrichsfelde.