Presseschau Kalenderwoche 30/2019

Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Viel Spaß beim Lesen.


Wieder eine Wolfssichtung in einer NRW-Großstadt

Letzte Woche wollten zwei Bewohnerinnen einen Wolf in Düsseldorf gesehen haben. Diese Woche wird ein Wolf aus Essen gemeldet, sogar mit Kurzvideo.

Das Umweltministerium NRW, kurz LANUV prüft die Videoaufnahmen, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, und ob sie zum gegebenen Zeitraum an der angegebenen Stelle auch aufgenommen wurden.

Die Redaktion kann dem LANUV helfen: mittels „google Street view“ und „google Maps“ konnten wir die genaue Stelle der Sichtung identifizieren: Heisinger Straße, Ecke Drosselanger, das Tier läuft auf der Heisinger Straße in Richtung Südosten.

Quelle (mit Video): DerWesten: Essen: läuft in diesem Video ein Wolf durchs Stadtgebiet?

https://www.derwesten.de/staedte/essen/essen-wolf-stadtwald-laeuft-in-diesem-video-etwa-ein-wolf-durchs-stadtgebiet-id226553705.html


Lachse fliegen Helikopter

Ein mittelgroßer Fluss windet sich durch ein schriffes Gebirgstal
Der Fraser-River ist ein wichtiger Lachsfluss. Von den Lachsen hängt sehr viel ab.

Im Stromgebiet des berühmten Fraser River in British Columbia, Kanada hat es einen Erdrutsch gegeben. Nordwestlich der Ortschaft Kamloops ist ein wichtiger Lachs-Laichfluss vom Strom abgeschnitten. Ein abgerutschter Felsen und seine Trümmer haben einen fünf Meter hohen Wasserfall entstehen lassen, der für wandernde Lachse unpassierbar ist. Die Provinzregierung plant nun, an dem Felsbrocken eine Art Fischtreppe zu installieren, die den Fischen den Aufstieg ermöglichen könnte. Bis dahin sammeln sich tausende Rot- und Königslachse unterhalb des Wasserfalls. Sie sollen jetzt mithilfe von Dämmen in einen Teich geleitet werden. Dort werden sie markiert und in Aluminium-Transportbehälter gesetzt, mit denen sie einige Kilometer weiter oben im Fluss wieder auszusetzen.

Mittelfristig soll die Barriere entfernt und der vorherige Zustand des Flusses wieder hergestellt werden. Die Lachse sind ein wesentlicher Bestandteil der indigenen Bewohner der Pazifikküste, ebenso lebt eine große Fischerei-Industrie von ihnen – und die berühmten Orcas vor Vancouver Island.


Möwe erbeutet Chihuahua

Große, schwarzflügelige Möwe steht am Ufer
Mantelmöwen ernähren sich überwiegend carnivor, aber dass sie Hunde jagen, ist bisher nicht wirklich belegt.

In Paignton in Devon hat eine Möwe einen Chihuahua erbeutet und davon getragen. Das britische Boulevardblatt Mirror berichtet am 22. Juli von einem Angriff einer Möwe auf den kleinen Hund. Der vier Jahre alt Hund Gizmo spielte im Garten des Hauses von Becca Hill. Ihr Partner hängte die Wäsche auf, als eine Möwe auf den Hund herab stieß und ihn forttrug.

Die Art der Möwe konnte nicht bestimmt werden. Der Mirror führt noch einen Fall auf, in dem mehrere Möwen einen Chihuahua töteten. Über den Verbleib von Gizmo äußert sich der Mirror nicht.


Ungewöhnliches Verhalten bei Orcas und Grindwalen

Zwei Grindwale im blauen Wasser
Langflossen-Grindwale haben offenbar wesentlich mehr drauf, als wir von ihnen erwarten.

Die Facebook-Gruppe Icelandic Orcas berichtet von einer unerwarteten Begegnung von Orcas mit Grindwalen. Aufgrund der Größe und dem Nahrungsspektrum würde man erwarten, dass Orcas Grindwale jagen. In diesem speziellen Fall scheint es anders zu sein: Die Beobachter verfolgten, wie eine große Schule von Grindwalen eine Gruppe aus 5 bis 6 Orcas mit hoher Geschwindigkeit jagte. Sie haben nicht herausgefunden, warum dieses Verhalten auftrat.

In dem Thread berichtete Icelandic Orca, dass sie dieses Verhalten schon einige Male beobachtet hatten. Es kam nie zu einem Riss, sie vermuten eher ein Mobbing- bzw. Hassen-Verhalten.

Beobachter aus anderen Teilen der Welt berichten auch, dass Grindwale auch vor Gibraltar und Norwegen so agieren. Offenbar scheinen Orcas Langflossen-Grindwale zu meiden, wie ein Schreiber feststellte, ein anderer vermutete, es hänge vom Orca-Ökotyp, der Anzahl und ob Kälber beteiligt seien, ab.


Weißes Känguru wieder da

Das weiße Känguru, das seit knapp drei Wochen im südlichen Ruhrgebiet zwischen Essen und Velbert herumhoppste, ist eingefangen.

Am Donnerstagmorgen, 25.7.19 ist das Tier in eine Lebendfalle in Essen-Kettwig geraten. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Känguru ausgebrochen war, wieso das wiederholt geschehen konnte, ist unklar.


Internes

von: Tobias Möser

In den letzten zwei Wochen hat mich eine Krankheit wieder daran erinnert, mehr auf mich Acht zu geben. Ich habe Anfang des Jahres die Aufgabe übernommen, eine Website für das NfK und damit ein Heim für die Kryptozoologie in Deutschland zu schaffen. Allerdings ist mir klar geworden, dass ich neben meinem Hauptberuf nicht zu viel Zeit für die Website investieren kann. Ich muss daher die Arbeit der Redaktion ein wenig zurückfahren.
Über die NRW-Sommerferien werden zunächst ein wöchentlicher Themenartikel, die Presseschau und die Freitagnacht-Kryptos erscheinen. Danach werde ich die Frequenz auf zwei Themenartikel pro Woche steigern.

Autoren zu kryptozoologischen Themen suchen wir immer. Wer Lust hat, etwas zu schreiben, melde sich bitte bei mir. Wer Texte hat, die veröffentlicht werden sollen, melde sich bitte bei mir: Einfach eine Mail an mich. Den Rest bekommen wir hin. Hilfe in allen Lebenslagen, von Themenfindung über Bildsuche bis journalistisches Schreiben wird gerne geboten.


* Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


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