Der Spitzen-Räuber eines Lebensraumes, der selber keine Fressfeinde mehr hat.
Ausgewachsene Individuen der Apex-Prädator-Arten haben im Allgemeinen keine „offenen“ Feinde, sie besiedeln ihre Lebensräume aber nur in geringer Dichte.

Typische Spitzenprädatoren in rezenten Lebensräumen sind Tiger, Löwen, Schwert- oder Zahnwale, Weiß- oder Tigerhaie, Bären und Wölfe – und der Mensch. Fasst man Lebensräume sehr viel kleiner, können es Libellenlarven oder Gelbrandkäfer in einem Tümpel sein, räuberische Milben oder Bärtierchen in einem Moos.
Spitzenprädatoren haben zwar meist keine Fressfeinde, leiden aber oft unter Parasiten und Krankheiten, die ihre Überlebensfähigkeit verringern, z.B. Würmern oder Einzellern wie Malaria. Der hohe Beutebedarf sorgt für Konkurrenz innerhalb der Art, so dass sie oft eine geringe Populationsdichte, niedrige Vermehrungsrate und hohe Kindersterblichkeit haben.