Der „Bestie von Gévaudan“ sind bei zahlreichen Angriffen in den Jahren 1764 bis 1767 bis zu 100 Kinder, Jugendliche und Frauen zum Opfer gefallen. Gévaudan ist eine landwirtschaftlich geprägte Provinz im Zentralmassiv Frankreichs.
Augenzeugen beschreiben ein Raubtier, jedoch nicht so, dass man es als ein bekanntes Tier identifizieren kann. Möglicherweise waren mehrere Tiere beteiligt, mutmaßlich handelte es sich um abgerichtete Tiere, wobei der Zweck der Überfälle im Dunkeln bleibt.

Aufgrund der im 18. Jahrhundert bereits gut ausgeprägten Bürokratie Frankreichs können Forscher auf eine Vielzahl zuverlässiger Quellen zurückgreifen, hinzu kommen Mythen. Mehrfach berichteten unterschiedliche Jäger, die Bestie getötet zu haben, jedoch gingen die Angriffe kurze Zeit später weiter. Bei zahlreichen moderneren Berichten werden Fakten, Fiktionen und parawissenschaftliche Sichtweisen miteinander vermischt, was zur Folge hat, dass sich die wissenschaftliche Geschichtsschreibung kaum noch damit befasst.
Die Geschichte um die Bestie wurde mehrfach verfilmt. Unter anderem in „Pakt der Wölfe“ von 2001 und „Die Bestie der alten Berge“ von 2003.