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Als Abbildzüchtung versteht man den Versuch, aus Haustieren eine (ausgestorbene) Wildform wieder herauszuzüchten.

Vergleich von Auerochsen (oben) und Heckrind (unten) Abb: Daniel Foidl

Bisher hat es diesen Versuch in größerem Maßstab nur beim Auerochsen gegeben, da die meisten Wildformen unserer Haustiere (noch) nicht ausgestorben sind. Man spricht von „Abbildzucht“, da die Züchter anstreben, das Endprodukt dem Auerochsen ähnlich sehen zu lassen. Die „Hardware“ muss also stimmen. Über die „Software“, also das Verhalten unter sich und der Umwelt können nur spekulative Aussagen getroffen werden.

Andere Abbildzüchtungen sind das „Münchner Borstelchen“. Es ist ein Abbild eines mittelalterlichen Nutzschweines, das es heute in dieser Form nicht mehr gibt. Wildschweine und moderne Zuchtschweine hingegen sind äußerst rezent.

Artikel: Heckrinder: Auerochsen-Rückzüchtungen oder Nazi-Kühe?

Von Tobias Möser

Tobias Möser hat Biologie, Geologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. Schon als Kind war er vor allem an großen Tieren, Dinosauriern, später Walen interessiert. Mit der Kryptozoologie kam er erst 2003 in näheren Kontakt. Seit dieser Zeit hat er sich vor allem mit den Wasserbewohnern und dem nordamerikanischen Sasquatch befasst. Sein heutiger Schwerpunkt ist neben der Entstehung und Tradierung von Legenden immer noch die Entdeckung „neuer“, unbekannter Arten. 2019 hat er diese Website aufgebaut und leitet seit dem die Redaktion.