Panda-Zwillinge in Berlin geboren!

Erster Panda-Nachwuchs Deutschlands im Zoo Berlin geboren – Zwillinge!

 

Pressemitteilung des Zoologischen Gartens Berlin

Pandabär frisst an Bambus
Pandabärin Meng Meng im Jahr 2017, wie fast immer: sie frisst Bambus. Foto: Zoo Berlin

Eine ausgewachsene Pandabärin umsorgt ein rosarotes, winzig kleines Lebewesen ganz liebevoll mit ihren starken Pranken und wärmt es an dem weichen Fell ihrer Wangen. Es sind rührende und gleichzeitig faszinierende Szenen, die sich aktuell hinter den Kulissen des Panda Garden im Zoo Berlin abspielen. Dort erblickte am Samstagabend Deutschlands erster Panda-Nachwuchs das Licht der Welt. Und das gleich doppelt: Berlin freut sich über Panda-Zwillinge!

Nach einigen aufregenden Wochen mit langer Ungewissheit war es am 31. August um 18:54 Uhr tatsächlich soweit: Panda-Dame Meng Meng (6) wurde zum ersten Mal Mutter und brachte – nach einer Tragzeit von 147 Tagen – (zunächst) ein Jungtier zur Welt. Erst eine Woche zuvor konnten die Experten des Zoo Berlin sowie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die tatsächliche Trächtigkeit von Meng Meng per Ultraschall sicher feststellen. Die frischgebackene Mutter wusste unmittelbar nach der Geburt, was zu tun ist: Sofort legte sie das Jungtier behutsam auf ihren Bauch und begann es mit ihren großen Tatzen, ihrem warmen Atem und dem weichen Fell ihrer Wangen liebevoll zu wärmen. Dabei blieb Mutter und Kind nicht viel Zeit zum Ausruhen – eine knappe Stunde später, um 19:42 Uhr, bekam der kleine Neuberliner ein Zwillingsgeschwisterchen und das zweite Jungtier wurde geboren.

Mutter und Kinder sind wohlauf

„Meng Meng und ihre beiden Jungtiere haben die Geburt gut überstanden und sind wohlauf“, verkündet Tierarzt und Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem erleichtert. „Obwohl es der erste Nachwuchs für unsere junge Panda-Dame ist, kümmert sie sich vorbildlich. Anfangs müssen die Jungtiere ungefähr alle zwei bis drei Stunden trinken, die wärmende Nähe der Mutter ist wichtig damit die Kleinen nicht auskühlen.“

Optisch ähnelt der Nachwuchs seinen Eltern noch gar nicht. Rosarot gefärbt mit feinem weißen Flaum und einem überproportionierten Schwanz wurden die deutschlandweit ersten beiden Panda-Babys geboren. Dafür stellen die beiden sonst noch unbeholfenen Jungtiere bereits ein unüberhörbares Organ unter Beweis und machen von Geburt an mit lautem Quietschen auf sich aufmerksam. Vorsichtig führt Meng Meng die Winzlinge dann zum Trinken an eine ihrer Zitzen. Da Große Pandas bei Zwillingsgeburten in der Regel nur ein Jungtier aufziehen, hat sich der Zoo Berlin in enger Abstimmung mit den chinesischen Experten der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding dazu entschlossen, Meng Meng aktiv bei der Aufzucht zu unterstützen.

Hilfe aus China ist extra angereist

Ein junger großer Panda sitzt im Baum und scheint zu winken
Fu Bao, ein Panda, der 2013 in Wien geboren wurde, im Alter von etwa 10 Monaten

„Nur noch 1.864 ausgewachsene Große Pandas gibt es im natürlichen Lebensraum. Damit trägt jedes einzelne Jungtier bedeutend zur Erhaltung der gesamten Tierart bei“, erklärt Knieriem. Die Jungtiere sind somit in einem Rhythmus von etwa zwei bis drei Stunden abwechselnd bei der Mutter und werden sonst in einem kuschelig-warmen Inkubator von den angereisten chinesischen Aufzuchtexperten umsorgt. Auch eine Erstuntersuchung war dadurch bereits möglich – mit hoffnungsvollem Ergebnis: Vergleichsweise propere 186 bzw. 136 Gramm bringt der seltene Nachwuchs auf die Waage und macht auch sonst einen munteren Eindruck. Die Geschlechter konnten bisher allerdings noch nicht bestimmt werden.

Dass sich ganz Berlin gemeinsam mit dem Zoo über den schwarz-weißen Nachwuchs freut, verdeutlicht auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller: „Was für eine großartige Nachricht! Ganz Berlin freut sich über diese beiden Neuankömmlinge und ich gratuliere Andreas Knieriem und seinem Zoo-Team ausdrücklich. Dass die Berlinerinnen und Berliner bald die schwarz-weißen Zwillinge besuchen können, ist ohne hochprofessionelle Arbeit und viel Leidenschaft nicht denkbar. Ein großes Dankeschön dafür und: Herzlichen Glückwunsch!“

Noch sind die Jungen nicht zu sehen

Die junge Panda-Familie wird sich nun erst einmal hinter den Kulissen kennenlernen und ist bis auf Weiteres nicht für die Zoo-Besucher zu sehen. Panda-Papa Jiao Qing (9) hingegen ist bambusfressend und grundgelassen – wie gewohnt – auf seiner Anlage im Panda Garden zu sehen. Panda-Männchen sind bei der Aufzucht der Jungtiere nicht involviert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.


Wir berichteten:

Kurzbericht über die mögliche Schwangerschaft von Meng Meng in der Presseschau

Kurzbericht über die Zwillingsgeburt zweier Pandas in Belgien in der Presseschau


Aufgrund der „Dringlichkeit“ haben wir entgegen unserer Gepflogenheiten eine Pressemeldung vollständig veröffentlicht:

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