Presseschau Kalenderwoche 31/2019

Wie immer montags gibt es auch heute die Presseschau mit Meldungen aus Zoologie, Kryptozoologie und Tierischem zum Schmunzeln aus der vergangenen Woche. Passend zum Sommerloch ist Nessie wieder da. Gibt es nicht viel zu berichten, kommen die Schlagzeilen sogar aus der Kryptozoologie…

Viel Spaß beim Lesen.


Anwohner hat Nessie im Sonar

Spielzeug-Nessie sitzt auf einem Stein am Ufer
„Ich seh kein Monster“ – „Da links auf dem Stein“ – „Der Kleine da? Der gilt nicht!“

Ein Fahrgast hat auf dem Fischfinder-Sonar einer privaten Yacht auf Loch Ness die Umrisse eines großen Lebewesens gesehen. Mike Bell, der eine Gruppe Touristen über den berühmten See fuhr, staunte nicht schlecht, als einer seiner Fahrgäste ihn auf einen großen Blip auf dem Monitor des Sonars aufmerksam machte. Es zeigte ein langes, dünnes Objekt etwa 35 m unter der Oberfläche. Die Aufnahme gilt als achte Nessie-Sichtung in diesem Jahr.

Es bleibt unklar, ob das Sonar jetzt ein einzelnes, großes Tier aufgenommen hat, oder doch eine eng bei einander schwimmende Gruppe kleiner Fische.

Wer die Geschichte nachlesen möchte:

Scottish Sun: https://www.thescottishsun.co.uk/news/4516922/loch-ness-monster-sonar/

Mysterious Universe: https://mysteriousuniverse.org/2019/07/sonar-picture-of-loch-ness-monster-claimed-by-boat-captain/


Sofa-Spotter sieht zwei Nessies auf der Webcam

Der Turm von Urquart Castle, hier soll sich Nessie am häufigsten rumtreiben
Der Turm von Urquhart Castle, hier soll sich Nessie am häufigsten rumtreiben

Doch Nessie ist nicht nur auf dem Sonar aufgetaucht. Der erfahrene Webcam-Nessie-Jäger Eoin O‘ Faodhagain, 54, beobachtet am 10. Juli zwei Objekte, die dicht beieinander in der Urquhart Bay schwammen. Nach seinen Messungen waren die Objekte etwa 20 Fuß (6,1 m) lang und ragten 5 Fuß (etwa 1,5 m) aus dem Wasser.

Eoin ist ein erfahrener Nessie-Spotter, er gibt an, das Loch Ness Monster bereits vier Mal gesehen zu haben, davon drei Mal in diesem Jahr. „Ich habe noch nie zwei Objekte so dicht beieinander gesehen“, kommentiert er die Sichtung.

Die volle Story zum Nachlesen gibt es bei der Daily Mail:  https://www.dailymail.co.uk/news/article-7285687/Man-claims-filmed-TWO-20ft-Loch-Ness-monsters-swimming-Scotland.html

Da auch noch andere Ergebnisse zu Nessie ausstehen, bleiben wir am Ball.


Auch Bigfoot lässt etwas von sich hören – sogar buchstäblich

Shaun Hammonds in Whitesburg, Kentucky, USA hat am vergangenen Freitag einen Facebook-broadcast durchgeführt. Das ist an sich nichts Besonderes, hätte er dabei nicht zufällig die Kamera auf den Waldrand am Rand seines Grundstückes gerichtet. Aus dem Wald kommt ein lautes, bedrohlich wirkendes Heulen, dem Hammonds zunächst nachgehen möchte.

Als er sieht, wie seine Frau ihr kleines Kind mit nach draußen gebracht hat, beschließt er jedoch, seine Familie wieder ins Haus zu bringen – falls das Wesen, das da so bedrohlich heult, persönlich erscheint.

Hammonds behauptet, dass er und seine Frau sich sicher seien, es handle sich bei dem Rufer nicht um einen Bär, Elch oder Kojote. „Dieses Geräusch durchdringt deine Seele“, schaudert er, „es ist anders als alles, was ich in diesen Bergen gehört habe.“

Auch hier gibt’s wieder die ganze Story zu lesen, diesmal auf Coast to Coast AM: https://www.coasttocoastam.com/article/bigfoot_howl_recorded_in_kentucky


Kentucky: Mann schießt auf Bigfoot – oder auch nicht

Nochmal Bigfoot, nochmal Kentucky – wie sich die Ereignisse doppeln. Am Donnerstag, 01.08.2019 meldete der Nachrichtensender CNN, im berühmten Mammoth Cave Nationalpark in Kentucky habe ein Camper auf etwas geschossen, das er für Bigfoot gehalten hat.

Ein Ehepaar sprach mit dem Nachrichtensender und erzählte, sie seien mitten in der Nacht von seltsamen geräuschen geweckt worden. Ein Camper berichtete etwas aufgeregt, etwas hätte sein Zelt zerstört. Er erzählte ihnen, es sei Bigfoot-Land und er sei von einem affenartigen Monster überrascht worden, so das Paar zu CNN. Kurze Zeit später hörten sie Schüsse und riefen den Notruf.

Ranger mit Polizeiaufgaben untersuchen den Vorfall, denn die Benutzung von Feuerwaffen ist im Park verboten. Sprecherin Molly Schroer sagte, dass es im Park keine Bedrohungen gäbe.

Wer die volle Story lesen und zwei Videos gucken möchte, sollte hierhin klicken.


Ecuador: 11 unbekannte Frösche beschrieben

Forscher der University of British Columbia und der Pontifial Catholich University haben elf bisher unbekannte Froscharten entdeckt. Sie gehören alle zur großen Froschgattung Pristimantis, die weit über 500 Arten umfasst. Die meist kleinen Frösche umgehen das freilebende Kaulquappenstadium, das nur im Ei stattfindet, so schlüpfen bereits voll entwickelte Jungfrösche.

Ecuador beherbergt mit über 200 Arten fast ein Drittel aller auf der Welt vorkommenden Frösche.

Die Originalarbeit ist bei den Zookeys erschienen.


Krokodile fressen Hunde

Auf Grund des Monsuns sind in der indischen Millionenstadt Vadodara zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Wie die Polizei mitteilte, fielen innerhalb von 24 Stunden 50 Zentimeter Regen. Hierbei seien auch Krokodile, die in den Gewässern der Stadt leben, in Überflutungsgebiete gewandert. Es sei inzwischen vorgekommen, dass sie auch Hunde angegriffen haben.

Mindestens fünf Menschen sind durch die Überflutung getötet worden, darunter zwei durch einen Stromschlag und zwei durch eine einstürzende Mauer.


Hennes geht in Ruhestand

Wie der Kölner Zoo am Mittwoch, ist das Maskottchen des Fußballvereins 1. FC Köln, der Geißbock Hennes in den Ruhestand versetzt worden. „Wir möchten nicht, dass unser Vereinstier irgendwann einmal mit Schmerzen im Stadion stehen muss. Nach dem Aufstieg und zum Saisonwechsel ist es nun der perfekte Abschluss und der Zeitpunkt für Hennes VIII., seinen Lebensabend zu genießen“, sagte 1. FC-Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle dem WDR.

Hennes VIII. war fünf Jahre im Dienst und leidet aufgrund seines Alters unter Arthrose. Der Geißbock stammt aus der Zucht der Familie Landwehr aus Bergisch Gladbach. Unter seiner Schirmherrschaft erreichte der 1. FC dreimal das Achtelfinale im DFB-Pokal, spielte einmal in der Gruppenphase der Europa League. Der Verein stieg aber auch in die 2. Bundesliga ab und in der folgenden Saison wieder auf. Im Dezember 2017 hat der 1. FC sogar eine Spielberechtigung für Hennes beantragt, weil den Verein Verletzungssorgen drückten.

Trotz seiner Pensionierung darf Hennes VIII. seine Dienstwohnung im „Clemenshof“ im Kölner Zoo weiterhin mietfrei bewohnen.


Hundewaschanlage

Im europaweit bekannten Würselen bei Aachen wurde eine Hundewaschanlage installiert. Die Station ist 24 h am Tag geöffnet und ermöglicht es Hundebesitzern, ihren verdreckten Vierbeiner z.B. nach einem Waldspaziergang zu waschen. Hierzu bietet die Anlage drei Programme: Wasser, Wasser & Shampoo und Trocknen. Anders als bei einer Autowaschanlage muss der Hundebesitzer hier selbst aktiv werden und den Hund bei dem jeweiligen Programm auswaschen, shampoonieren oder föhnen.

Bei den ersten Versuchen waren die Hunde – im Gegensatz zu ihren Besitzern – vermehrt skeptisch.


Feld-Ornithologisches

Wieder wurde im Umland von Rügen ein Mönchsgeier gesichtet. Das Tier saß am Samstag, 3.8. auf einer Wiese in Groß-Kordshagen (5 km westlich von Stralsund) und zog gegen Mittag nach Nordwesten ab. Handelt es sich um eins der Tiere, die im Frühjahr in der Nähe beobachtet wurden?

Der Rosapelikan, der in den letzten Wochen aus Meldorf an der Nordsee gemeldet wurde, hat sich am Freitagvormittag, 26.7. aus dem Staub gemacht. Wo er hin geflogen ist, scheint nicht bekannt zu sein.

Kaum schreiben wir das, ist er wieder da. Spätestens seit Donnerstag sitzt er wieder bei Meldorf.

Spätestens seit Samstag, 27.7. hat sich bei den Klärteichen Offstein, bei Bockenheim an der Weinstraße ein Sichler niedergelassen. Es scheint ein juveniles Exemplar zu sein, wo er herkommt, ist unbekannt.


* Warum wir wissenschaftliche Namen nicht kursiv schreiben:

Uns ist selbstverständlich bekannt, dass wissenschaftliche Namen in Texten kursiv geschrieben werden. Wir würden das auch hier gerne machen, leider hat unser Template genau in dieser Funktion einen Bug (technischen Fehler). Dieser Fehler sorgt dafür, dass eine kursive Formatierung immer gleichzeitig fett hervorgehoben wird. Außerdem wird im Fließtext, jedoch nicht in Kurzzusammenfassungen und Suchmaschinentexten ein weiteres Leerzeichen vor und hinter dem Text angezeigt.
Daher haben wir uns entschieden, wissenschaftliche Namen nicht kursiv zu schreiben, bis wir eine Lösung für das Problem gefunden haben.


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